''Schande'', 'Yahoooo!'': Was US-Promis über die Wahl twittern

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''Vier weitere Jahre" schrieb US-Präsident Barack Obama nach seiner Wiederwahl auf Twitter und teilte dieses Foto, auf dem er die First Lady umarmt. Auch prominente Anhänger des US-Präsidenten ließen auf Twitter ihrer Freude freien Lauf, Obama-Gegner und Milliardär Donald Trump stimmte dagegen einen Abgesang auf die Demokratie an. Eine Rundschau.

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32 Kommentare
 
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Re: Re: So unsympathisch und kurzsichtig er auch ist

Zu den Wahlmännern: Es wählen Einzelpersonen und keine Bundesstaaten. Eine jede Stimme wiegt so viel wie eine andere. Wenn das Land sozial so zerfurcht ist, dass man sich deswegen davor fürchten muss, einzelne nicht stärker zu gewichten spricht das schon Bände.

Zu dem Wunderling: Weil es schön, ebenso wie die Studie von Noll, zeigt, dass in diesem System die debilsten Taktiken gebraucht werden und alles auf kurzfristige Entwicklung ausgelegte funktionieren kann.

Ebenso hat Geld insgesamt eine erschreckende Dimension, da es die moralischen Schranken im Menschen einreißt. (Das wurde auch einer Studie in Zürich gezeigt.)

Insgesamt lässt sich also daraus schließen, dass dieses Wirtschaftssystem nicht funktioniert sondern einzig noch nicht komplett zusammen gebrochen ist.

Re: Re: Re: So unsympathisch und kurzsichtig er auch ist

und daher wollen Sie die absolute Planwirtschaft einführen, statt dem liberalen Wirtschaftssystem, das Ihnen Ihren Wohlstand gebracht hat? Das Gier und Habsucht sich so deutlich zeigen, ist nicht die Konsequenz unserer sozialen Marktwirtschaft, sondern die Demoralisierung durch verführerische Angebotspolitik unserer Politiker der letzten 40 Jahre: viel versprechen auf Kosten Anderer und den nächsten Generationen.

Re: Re: Re: Re: So unsympathisch und kurzsichtig er auch ist

Zum einen Nein, das habe ich auch nie gefordert. Es gibt ja hier kein binäres Spannungsfeld sondern ein breites Spektrum.

Wo will denn ein Herr Trump hin und wo haben kurzsichtige Strategien Erfolg? Im Kapitalismus des Manchesterliberalismus - und der muss bekämpft werden!

Zum anderen: Ordnen Sie Ihre Gedanken! Ich habe vom amerikanischen System gesprochen. Das hat rein gar nichts mit dem unseren zu tun und auch nicht mit unseren Politikern.

Die soziale Marktwirtschaft ist das Mittel eben diese Gier draußen zu halten. Durch die Globalisierung und die voranschreitende Liberalisierung bzw. Privatisierung wird diese aber gleichzeitig hinaus gedrängt.

Was genau wollten Sie mir hier also sagen?

Re: Re: Re: So unsympathisch und kurzsichtig er auch ist

Die Vereinigten Staaten sind genau das: eine Union von Bundesstaaten - und eben kein Zentralstaat.

Und genau deswegen ist das derzeitige System durchaus sinnvoll, insbesondere wenn man die Größe und Unterschiedlichkeit dieses wunderbaren Landes bedenkt.

Ich weiß nicht, wer Noll ist und welche Studien sie meinen, bzw. welche Relevanz diese haben sollen.

Fakt ist, dass die Marktwirtschaft die natürliche Grundform wirtschaftlicher Austauschbeziehungen darstellt und zumindest seit historischer Zeit, wenn nicht überhaupt seit Anbeginn der Menschheit praktiziert wird.

Und Fakt ist auch, dass der "moderne" Kapitalismus seit dem 18. Jahrhundert den größten Fortschritt und den beeindruckendsten Entwicklungsschub innerhalb so kurzer Zeit für die Menschheit ermöglicht hat.

Noch nie in der Geschichte ging es einem so großen Teil der Menschheit so gut wie heute. Alle anderen Wirtschaftssysteme (Feudalismus, Sozialismus) haben kläglich versagt und endeten in Elend, Umweltzuerstörung und oft genug auch Massenmord.

Heute haben selbst ehemals noch rein sozialistische Länder wie China oder zuletzt Kuba mehr oder weniger marktwirtschaftliche Prinzipien übernommen.

Ich wüsste nicht, welches alternative System es geben soll, das dem Kapitalismus überlegen wäre.

Re: Re: Re: Re: So unsympathisch und kurzsichtig er auch ist

Die USA sind eine Nation und dieses Land begreift sich auch als solches. Historische Fakten sind historisch von Bedeutung aber oft nicht mehr in der Gegenwart. Südtiroler sind auch keine Österreicher mehr.

Im Gegensatz zu dem heute angebeteten neoliberalen Wunsch, dass der freie Markt funktioniert sahen die tatsächlich Liberalen - eben aus der von Ihnen angesprochenen Epoche - eine soziale Marktwirtschaft vor.

Fakt ist auch, dass der freie Markt zu einer Kartellbildung neigt und diese die kleinen rausdrängt. Zudem die Liberalisierung und Gewinnmaximierung zu Auswüchsen geführt hat, die weiteren Fortschritt bremsen weil sie ihn sogar verhindern wollen! (Durch Patente zum Beispiel.) Außerdem liegt es in der Natur der Sache Ungleichgewicht zu verbreiten.

Das Argumente mit der Lebensqualität bezieht sich außerdem auf reinen materiellen Wohlstand. Man kann natürlich freimütig darauf verweisen obwohl gerade diejenigen die das gerne in's Feld führen gleichzeitig den Wahrer dieses Wohlstands - den Sozialstaat - abschaffen wollen aber das möchte ich Ihnen nicht unterstellen weil Sie es nicht getan haben.

Puncto besseres System: Es wäre an der Zeit das wir eines finden! Dauernd zu behaupten, der Kapitalismus wäre das beste vorhandene bedeutet noch lange nicht das er gut wäre.

Re: Re: Re: Re: Re: So unsympathisch und kurzsichtig er auch ist

Patente sind ein schlechtes Beispiel.
Ein gut funktionierendes Patentwesen ist höchst innovationsfreundlich, da Forschungs- und Entwicklungsergebnisse veröffentlicht werden - aber für eine bestimmte Zeit geschützt sind.

Meiner Meinung nach ist in China nicht nur das Schulsystem (welches die Nachahmung des Lehrers als höchstes Gut darstellt) sondern auch das unfähige Patentsystem daran schuld, dass in China praktisch keine Innovation stattfindet. Was war denn die letzte Erfindung aus China?
Bei 6 Millionen Absolventen pro Jahr müsste da doch was kommen!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: So unsympathisch und kurzsichtig er auch ist

Da krankt es an der Auffassung, dass das Wiedergeben so gut ist. Das Patentsystem wie es in den USA entartet ist, ist das beste Beispiel wo ein System hinkommt, wenn die Lobby der Wirtschaftstreibenden zu stark wird.

Tut mir leid, aber ich sehe das Argument nicht als entkräftet an. Wobei es ja noch andere Punkte gibt, wie die Unterdrückung durch Kartelle, zu deren Bildung ein freier Markt tendiert.

Zudem die Chinesen ja stark da sind was den Elektronikbereich angeht. Zudem sehr viele Paper zum Bereich Algorithmik (tut mir leid, das ist mein Gebiet und dementsprechend kenne ich auch nur aus dem Bereich Publikationen) aus dem Bereich Indien und China kommen.

 
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