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Fünf Jahre Irak-Krieg: "Amerika kann und muss Kampf gewinnen"

19.03.2008 | 16:40 |   (DiePresse.com)

US-Präsident Bush spricht sich gegen den Rückzug aus dem Irak aus. Der Krieg habe die Tür zu einem "großen strategischen Sieg" gegen islamische Extremisten geöffnet.

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Fünf Jahre nach dem Einmarsch von US-Truppen in den Irak hat sich Präsident George W. Bush nachdrücklich gegen einen Rückzug ausgesprochen. Das würde nur die Rolle des Irans in der Region stärken, erklärte Bush am Mittwoch in seiner Rede zum Jahrestag des Einmarsches.

"Es war die richtige Entscheidung"

Der Sturz Saddam Husseins sei die richtige Entscheidung gewesen, erklärte Bush. "Und dies ist ein Kampf, den Amerika gewinnen kann und muss". Der Krieg sei zwar mit "hohen Kosten an Menschenleben und Kosten" verbunden gewesen. Die Welt sei ohne Hussein aber "besser dran" und sicherer.

Der Irak-Krieg habe die Tür zu einem "großen strategischen Sieg" gegen islamische Extremisten geöffnet, weil es nun im Irak erstmals einen arabischen Aufstand gegen das Terrornetzwerk al-Qaida gebe. Im Irak sei damit ein "wichtiger Sieg gegen den Terrorismus" gelungen. Bush wies darauf hin, dass al-Qaida selbst den Irak als entscheidendes Schlachtfeld mit dem freien Westen bezeichnet habe.

Fünf Jahre Irak-Krieg: Die Bilanz
Seit Beginn des Irak-Kriegs kamen mehrere hunderttausend Iraker und mindestens 3.990 Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben. Die amerikanischen Steuerzahler hat der Einsatz bisher fast 500 Milliarden Dollar (320 Milliarden Euro) gekostet.

Die Aufstockung der Truppen im vergangenen Jahr habe eine Stabilisierung der Lage im Irak gebracht. Ohne diesen Schritt hätte die Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak "die Ausmaße eines Völkermords erreichen können", sagte Bush.

Ohne ausdrücklich auf den gegenwärtigen Wahlkampf einzugehen, warnte Bush den nächsten Amtsinhaber im Weißen Haus vor einer raschen Beendigung des Einsatzes. Dies würde ein Vakuum schaffen, "in dem Terroristen und Extremisten Unterschlupf finden und zur Verbreitung von Chaos und Gewalt nutzen könnten", sagte Bush. "Der Irak würde im Chaos versinken." Radikalislamische Terroristen würden dadurch gestärkt werden und die USA mit neuen Angriffen bedrohen, so Bush.

Demokraten: "Düsterer Meilenstein"

Der demokratische Abgeordnete John Dingell bezeichnete den Jahrestag als einen "düsteren Meilenstein", der einen Anlass biete, "sich zu erinnern, wie wir in diese Situation geraten sind, und darüber nachzudenken, wie wir am besten wieder rauskommen. Die im Irak anstehenden Aufgaben wie die Teilung der politischen Macht könnten nur von den Irakern selbst gelöst werden. (Ag.)

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16 Kommentare
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Integer

Integer. Das ist der Mann allerhand. Er hat eine dumme Entscheidung getroffen, sie dumm begrüdet, seinen Entschluss dumm verfolgt unbeschreiblich dumme Folgen verursacht und jetzt zieht er aus dem Ganzen konsequent dumme Schlüsse. Bewundernswert.

Bombur
19.03.2008 12:36
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Schön muss es sein....

wenn man 5 Jahre nach Kriegsbeginn, immer noch sagen kann "Es war eine gute Entscheidung" und das obwohl sämtliche Vorwände für diesen Militärschlag als Lügen identifiert wurden.

Genau das zeigt was Amerika wollte, US freundliche Regierungen im mittleren Osten und das Öl in $$.

Aber anscheinend ist dem Amis, Demokratie nur an strategisch unwichtigen Positionen wichtig, denn die meisten Verbündeten der USA in der Gegend sind nicht so gut in Sachen Demokratie.

Die wirkliche Schande ist das Europa so wort- und tatenlos zusieht und sich sogar noch an Amerikas ersten privatisiertem Krieg beteiligt.
Wenn jetzt weiterhin Wirtschaftsbosse die "Terror" Ziele angeben dann blüht uns keine rosige Zukunft.

panda82
19.03.2008 15:08
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Re: Was glaubst du denn???

"Die wirkliche Schande ist das Europa so wort- und tatenlos zusieht und sich sogar noch an Amerikas ersten privatisiertem Krieg beteiligt."

Sicher wird Europa tatenlos zusehen. Hat denn Europa überhaupt Kraft etwas zu unternehmen???

Europaer werden ihre Mütter fürs Geld verkaufen und andere werden Kriege führen...


hw
19.03.2008 14:53
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Re: Schön muss es sein....

wieviele war anfangs auch bei uns FÜR den krieg, nicht wenige. der saddam war ja der böse.

einen krieg hat noch nie jemand "gewonnen", und bush wird sicher nicht der erste sein.

harbard
19.03.2008 11:12
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Fünf Jahre Irak-Krieg...

...dieses land befindet sich seit jeher im kriegszustand!
...gegen die indianer...gegen sich selber,...wk 1+2,...
...vietnam,...etc., ...um nur einige zu nennen!
...und alles für demokratie und frieden!
...verlogene bande!
...home of the brave!

Antworten Gast: gast
19.03.2008 13:56
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Re: Fünf Jahre Irak-Krieg...

dieses land befindet sich seit jeher im krieg.....

stimmt,die republik österreich kann ja im gegensatz dazu auf eine äusserst friedliche vergangenheit zurückblicken.
"Opfer" des zweten wk,mit dem ersten wk nichts zu tun, keine kriege gegen preussen,aber bitte, wie Sie meinen

Land der Berge (hinter denen wir Berge von Lügen verstecken)

hw
19.03.2008 14:57
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Re: Re: Fünf Jahre Irak-Krieg...

sie sollten lernen, das jedermann/frau nur fuer die zeit verantwortlich gemacht werden kann, in der sie leben.

und jenen die da dauernd, die grauslige geschichte in die neuzeit mitbringen gehen mir schon richtig auf den keks. der täglich bericht in der ZIB1/2 ebenso.

hat österreich keine andere gute/schlimme vergangenheit? man könnts fast glauben.

strozzi
19.03.2008 11:08
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Mission accomplished!

Hat das nicht Bush schon vor Jahren lauthals verkündet, während er der Welt vom Flugzeugträger aus winkte? Ich fürchte, der Mann ist nicht nur nicht bei Sinnen, sondern er weiß auch gar nicht mehr, mit wem er noch im Krieg ist. Geschweige denn, dass er nicht weiß, wann ein Krieg nicht mehr zu gewinnen ist.

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Die Amis sollen den Krieg einmal selber verspüren.

Schickt 1000 Bomberverbände 5 Jahre lang über Washington, Newyork, Dallas, Tel Aviv und Chicago, knüpft Bush und seine Vasallen an der Freiheitsstatue auf und gebt dann ganz locker zu besten:
"Nach fünf Jahren in dieser Schlacht gibt es eine verständliche Debatte darüber, ob es sich gelohnt hat, diesen Krieg zu führen,..."
Es scheint so, als ob diese Kerle nur diese Sprache verstehen und nur so könnte man diesen Verbrechern endlich Ihre Arroganz austreiben.


Antworten Gast: Arthur
19.03.2008 15:56
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Re: Die Amis sollen den Krieg einmal selber verspüren.

Ja genau. Super Idee. Weil eine Regierung (und die Großinvestoren der Kriegsindustrie) den Fehler macht einen sinnlosen, idiotischen Krieg zu führen, der sehr vielen Menschen das Leben kostet, sollen einfach noch viel mehr Menschen dran glauben (so um die 100 Millionen mehr, wenn dass geschieht was sie schreiben).
Ein wohlüberlegtes Eingreifen, dass Bush & Konsorten entmachtet ist da wohl sinnvoller. Aber ok.

Mich würde interessieren was Österreichs Politiker machen würden, wenn man ihnen so viel Macht in die Hände gibt wie sie ein POTUS hat. Größere Macht, größere Fehler, größere Auswirkungen.

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In den USA

sind Primaten den Menschen bereits gleichgestellt.

strozzi
19.03.2008 11:03
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Re: In den USA

Ja, und einer Primaten regiert sogar. Das kann man ganz deutlich erkennen.

Nur zur Erinnerung...

Einst beschwor Bush die Idioten dieser Welt, mit ihm in den Irak zu ziehen, weil Amerika von Massenvernichtungswaffen der Araber bedroht sei. Heute beschwört Bush die Idioten, sich bloß nicht aus dem Irak zurück zu ziehen, weil sich die Araber sonst die Geldmittel für Massenvernichtungswaffen besorgen könnten, um damit Amerika zu bedrohen. (...) - Aber in einem hat Bush recht: Es war notwendig Saddam zu töten. Denn der Kerl hat ihm ein größeres Desaster als in Vietnam prophezeiht. Und außerdem hat er die Ölfelder verstaatlicht statt sie den US-Companies zu überlassen. Und dann wollte er sein Öl auch noch in Euro abrechnen, der Spinner! Jede Menge unamerikanische Gründe also, die jedes Todesurteil - made in USA - rechtfertigen, oder? - Heil, Bush!

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Re: Nur zur Erinnerung...

Hier spricht wohl reiner Populismus aus Ihnen. Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, woher die ihre Soldaten hatten, um sie nach Afghanistan und Irak zu verlegen?

Viele Militärbasen im arabischen Gebiet waren die Quelle. Die so verloren gegangene Kontrolle in den Gebieten kostete den Amerikanern in der Bilanz Öl und hat ihnen keins eingebracht.

Dieser Krieg brachte ihnen kein Mehr an Öl.

Re: Re: Nur zur Erinnerung...

Dass der Krieg kein mehr an Öl brachte, ist bekannt und zugleich das Problem der USA. Das sagen Sie ja selbst. Nur, das Ausbleiben des geölten, militärischen Erfolgs bedeutet ja nicht, dass es nicht der Kriegsgrund war, oder? Nein, es beweist nur, dass der Krieg bislang nicht gewonnen werden konnte und der ölreiche Sieg in immer weitere Ferne rückt. Und da liegt schon wieder das Problem...

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Bush hat recht

Krieg ist einfach super. Danke George!

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