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US-Vorwahl: Wenn zwei sich streiten...

23.04.2008 | 18:15 |  Von unserem Korrespondenten NORBERT RIEF (Die Presse)

Hillary Clinton hielt sich mit ihrem Vorwahlsieg in Pennsylvania im Ring. Dennoch bleibt Barack Obama Favorit. Der Streit der Demokraten spielt dem Republikaner John McCain in die Hand.

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Washington. Für die Demokraten war es der schlechtestmögliche aller Wahlausgänge. Am Tag nach der Vorwahl in Pennsylvania ist alles so wie am Tag davor: Hillary Clinton wird weiterkämpfen und Barack Obama nicht aufgeben. Und am Ende könnte der Republikaner John McCain als lachender Dritter ins Weiße Haus einziehen.

Der Neun-Prozent-Vorsprung, mit dem Clinton (54,3%) die Vorwahl in der Nacht auf Mittwoch vor Obama (45,7%) gewann, ist groß genug, um ihrer Präsidentschaftskandidatur Auftrieb zu geben. Aber zu klein, um Obamas Vorsprung deutlich zu verringern.

„Einige haben mich angezählt und mir gesagt, ich soll aufgeben“, sagte Clinton in ihrer Siegesrede in Pennsylvania. „Aber das amerikanische Volk gibt nicht auf, und es verdient einen Präsidenten, der auch nicht aufgibt.“

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„Es ist genau das passiert, was ich am meisten befürchtet habe“, erklärte Phil Bredesen, demokratischer Gouverneur von Tennessee. „Sie werden einfach weitermachen, sich gegenseitig angreifen und sich blutig schlagen. Und am Ende wird niemand gewinnen. Wir müssen das hier bald beenden.“

Es ist unwahrscheinlich, dass sich der bittere Kampf in den verbliebenen neun Vorwahlen entscheidet: Selbst wenn Clinton oder Obama jede Wahl mit einem 20-Prozent-Vorsprung gewinnt, kommt keiner der beiden auf die für die Nominierung notwendigen 2025 Delegiertenstimmen.

Damit entscheiden die 796 Super-Delegierten, die nach Belieben einen Kandidaten unterstützen können, die Wahl. Sie müssen abwägen, welche Eigenschaften im Kampf gegen McCain wichtiger sind: Clintons Fähigkeit, die männliche, weiße Arbeiterschicht anzusprechen, oder Obamas Möglichkeit, Spenden in Rekordhöhe zu sammeln. Mit einem Votum für Clinton würden sie sich über die Basis hinwegsetzen. Denn schon jetzt ist klar, dass Obama mehr Vorwahlstimmen haben wird.

Parteichef Howard Dean machte deutlich, dass er Anfang Juni eine Entscheidung haben möchte: Bis dahin sollen sich die Super-Delegierten auf einen Kandidaten festlegen.

Während die Demokraten streiten, kann sich McCain schon voll auf den Kampf um die Unentschlossenen konzentrieren. Mit Erfolg, wie Umfragen zeigen: Der 71-Jährige liegt derzeit knapp sowohl vor Clinton als auch Obama.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.04.2008)

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13 Kommentare
Johnyx
24.04.2008 08:13
0 0

Bla

Bla bla

Paige
24.04.2008 06:27
0 0

Wozu dieser Vorwahlzirkus

bei uns immer so groß berichtet wird, ist mir ein Rätsel. Wenn interessiert das eigentlich? Es ist komplett Blutwurst, wer bei denen das Rennen macht. Regiert wird das Land ohnehin immer von den selben...

m4st4
24.04.2008 11:05
0 0

Re: Wozu dieser Vorwahlzirkus

mich interressierts

Paige
24.04.2008 12:55
0 0

Deine Sache...


freeman
24.04.2008 10:56
0 0

Du hast in Prinzip 2 Möglichkeiten

Entweder Du ereiferst Dich weiterhein bei jedem Artikel über dessen scheinbare Irrelevanz und stirbst früh an Herzinfarkt, oder Du bleibst einfach bei der Spatzenpost.

Paige
24.04.2008 12:54
0 0

Na-na

Bei jedem Artikel schon? Das war immerhin das erste Mal, dass ich mein Desinteresse bekundete und ich bin ganz sicher, dass ich nicht nur für mich gesprochen habe. Man hat ja schon den Eindruck, die Österreicher dürften gar in Amerika mitwählen.
Aber ich weiß schon, worum es geht: Um Fußballvereine - hier die Schwarzen, dort die Roten - das Volk johlt für die einen oder anderen und wähnt sich in einer Demokratie. Dabei sinds nur Spiele. Wer gewinnt, ist völlig egal; denn Fußballvereine sind sie beide - es regieren ohnedies andere...

P.S.: @Herzinfarkt: Reg dich ab, Kleiner, sonst trifft DICH noch der Schlag.

wolbo
23.04.2008 22:06
0 0

Obama bleibt vor Clinton

Im Wahlkampf der beiden Spitzenkandidaten wird sich noch einiges verschieben, wie in früheren Wahlschlachten auch. Die Demokraten tun jedenfalls gut daran, die "Erlöser"-Stimmung um Barack Obama zu nutzen und baldigst klare Verhältnisse zu schaffen. Auch wenn Hillary Clinton die besten Qualifikationen für das Amt des Präsidenten aufweist, wird sie sich dieser "Obama-Welle", die durch das Land geht, beugen müssen, denn fällt die Obama-Euphorie in der Bevölkerung weg, ist Clinton gegen McCain ziemlich chancenlos. Obama als Vizepräsident wäre da keine Alternative - ganz abgesehen davon, dass er kein Vizepräsident sein will. Die Demokraten müssen die weiteren Vorwahlen abwarten, dazu sind sie verdammt. Dass John McCain aber allein dadurch längerfristig profitiert, ist nicht anzunehmen. Der eigentliche Wahlkampf steht noch bevor, und in den USA kann sich schlagartig alles ändern.
Mag. Wolfgang Böhm

0 0

Die totale demokratische Selbstzerstörung...

Auch wenn Rep-Kandidat John McCain von seinen Gegnern betreffs seines politischen Programms als George W. Bush 3 bezeichnet wird; es könnte den Wählern trotzdem wurscht sein, wenn die Demokraten ihre Kandidaten-Selbstzerstörung bis zur Neige "auskosten" sollten!

Ich könnte mir vorstellen, daß die potentiellen Urnengänger inzwischen über jede Schwäche, jede frühere politische Irrung und Wirrung, jeden "dunklen Punkt" in der Vita von Clinton und Obama und jeden noch so kleinen Charakterfehler der beiden "Hoffnungsträger" ausführlichst informiert worden sind. Noch penibler hätte das selbst McCains Wahlkampfteam schwer zustande gebracht. Das muß sich jetzt nur noch damit "begnügen", die starken Seiten ihres Kandidaten heraus zu streichen; das sollte zum vor einem Jahr kaum denkbaren Sieg reichen...

Auch in der eigentlichen politischen Zielsetzung bleiben Clinton und Obama noch ziemlich vage: Man möchte schließlich allen etwas geben und keinem etwas nehmen; doch wie soll das gehen?

cabron
23.04.2008 19:35
0 0

Wie die...

...Lügnerin Clinton einmal ohne zu wollen wahrheitsgemäß sagt:"...„Aber das amerikanische Volk gibt nicht auf, und es verdient einen Präsidenten, der.."
Richtig, einen Präsidenten, keine Präsidentin!

Ophicus
24.04.2008 09:19
0 0

Re: Wie die...

Generisches Maskulinum.

cabron
25.04.2008 14:52
0 0

Re: Re: Wie die...

Generisches Maskulinium - eine feministische oder psycholinguistische Realität?
Wie Sie nicht bemerkt haben, wurde auf den übersetzten Text polemisch Bezug genommen!

noesis
23.04.2008 22:15
0 0

Re: Wie die...

Na, weil sie das bestimmt auf Deutsch gesagt hat!^^

cabron
25.04.2008 14:53
0 0

Re: Re: Wie die...

Wie Sie nicht bemerkt haben, wurde auf den übersetzten Text polemisch Bezug genommen!

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