25.05.2012 20:29 | Meine Presse Merkliste 0

BZÖ-Debakel: Sonnleitner ins Kloster

 (Die Presse)

BZÖ-Spitzenkandidat Walter Sonnleitner will sich nach dem desaströsen Wahlergebnis erholen. Im BZÖ ist der Richtungsstreit voll ausgebrochen. Es sei „Gefahr in Verzug“, so der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz.

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Wien. Einen Tag nach dem desaströsen Wiener Wahlergebnis ist im BZÖ der Richtungsstreit voll ausgebrochen. Ausgelöst hat ihn einer, der selbst erst vor zwei Wochen eine Landtagswahl – mit 2,98 Prozent – verloren hat: der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz. Es sei jetzt „Gefahr in Verzug“, sagte Grosz. Eine „inhaltsleere Ausrichtung“ und „nettes Philosophieren“ seien abgewählt worden. Notwendig seien nun eine Kurskorrektur und ein gänzlicher Neubeginn, denn „sonst gibt es uns nach der Nationalratswahl nicht mehr“, so Grosz. Mit einer Fortsetzung der Politik Jörg Haiders könne man mehr erreichen.

 

Gegen wirtschaftsliberalen Kurs

Im Klartext heißt das: Der wirtschaftsliberale Kurs, den Parteichef Josef Bucher dem Bündnis verordnet hat, sei schuld an der Pleite. Der Wiener Spitzenkandidat, der frühere Wirtschaftsjournalist Walter Sonnleitner, hatte diesen Kurs ja im Wahlkampf durchgezogen, während Grosz und einige andere Spitzenfunktionäre den alten Kurs der Partei – Ausländerthema plus „Law and Order“ nie verlassen haben. Bucher wollte am Montag nicht zu Grosz Stellung nehmen und überließ diese Aufgabe dem Wiener Landesparteichef Michael Tscharnutter: Eine Neupositionierung sei nicht notwendig, und mit öffentlicher Panikmache sei der Partei nicht gedient. Der Aufstand gegen Bucher dürfte zumindest vorerst folgenlos bleiben. Mit Ausnahme von Grosz und dem Abgeordneten Peter Westenthaler würden alle den Kurs des Parteichefs mittragen, heißt es aus der Partei.

Walter Sonnleitner weiß noch nicht, ob er beim BZÖ weiter machen wird. Jetzt zieht er sich für ein, zwei Wochen an einen „Ort der Stille zurück, um wieder meine Mitte zu finden und zu meditieren“, wahrscheinlich in ein Kloster. Die Partei müsse entscheiden, ob er gebraucht werde. Aber er habe genug zu tun und könne sich auch seinen Büchern widmen, so der frühere ORF-Journalist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.10.2010)

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8 Kommentare
Gast: peopletoo
17.01.2011 20:45
0 0

zu weich

Vielleicht hätte Walter Sonnleitner nicht neben jemanden in der Straßenbahn sitzen sollen der ein gutes Graserl eingesteckt hat, hätte sich zumindest den grünen annähern können, oder aber auch den strewberry- bladen, so weit so gut gediegen. Naja Orange- But soll sich in wieder mit den Rauchern vertragen, dann gibts zu weinachten wieder kekse...

WARUM NICHT GLEICH IN EIN ISLAMISCHES KLOSTER ? ZUR DERWISCH-AUSBILDUNG.

Mehr Muslime in die Politik verlangt Anas Shakfeh, der rote Islamvordenker.

Bitte sehr:

Fast alle Parteien mit einer Kopftuchträgerin auf der Liste haben die Wahl verloren. Fast alle... Nur das BZÖ hat es geschafft, auch ohne Kopftuchträgerin auf der Liste zu verlieren.

Also warum sollte man nicht beim nächsten mal ( dieses nächste mal gibts bestimmt, man schaue sich nur das uneinsichtige Liberale Forum an ) einen in einem wie auch immer gearteten Kloster "geläuterten" männlichen Kandidaten mit Kopftuch ins Rennen schicken ?

Re: WARUM NICHT GLEICH IN EIN ISLAMISCHES KLOSTER ? ZUR DERWISCH-AUSBILDUNG.

...übrigens unser 550 Kommentar.
Irgendwie ein Jubiläum !"

Gast: pour le mérite
12.10.2010 13:14
1 1

Aus - Maus.

Dieser tragik-komischen Verrätertruppe weint keiner auch nur eine Träne nach.

Genauso wenig, wie einstmals der Heide Schmitt.

Servus, Baba

und Nimmerwiedersehen!

just4fun
12.10.2010 12:40
1 0

der grosz sollte wohl leiber schweigen

immerhin sinds ja solche leute wie er der die wähler abschreckt. weil eine rechtspopulistische partei gibts schon, und warum sollte da jemand das bzö wählen wenns die fpö gibt?
und das liberale potential wird einfach verscheucht durch grosz, stadler, westenthaler und petzibärli.

Gast: gast
12.10.2010 10:33
0 0

es ist nicht gefahr im verzug


es ist das ende eines kasperltheaters, das nach haiders tod nichts mehr ist.

niemand braucht eine wischiwaschi-fpö, siehe das wahlergebnis der schwarzen !

da geht man zum schmied, und der heißt strache!

Gast: Endor
11.10.2010 20:08
1 0

AUFRÄUMEN

teilweise zerstört man sich das eigene programm durch einen innerparteilichen kampf - also spätestens nach dieser pleite müsste innerhalb der orangen truppe ein umdenken stattfinden und der partei aufgeräumt werden.

innerhalb der partei findet eine duell zwischen HAIDER-POPULISTEN und WIRTSCHAFTSLIBERALEN statt - ein kampf welcher die glaubwürdigkeit der bewegung stark in frage stellt. bucher der zur den wirtschaftliberalen zählt muss zunächst leute wie einen grosz, stadler oder einen westenthaler entfernen um erfolg zu haben, ansonsten läuft das bzö ungebremst dem abgrund entgegen...

also hr.bucher bitte aufwachen und rechtzeitig eine glaubwürdige echte liberale bewegung bevor es zu spät ist!

die haider-treuen ex-freiheitlichen sollten sich mit einer LISTE JÖRG HAIDER selbstständig machen und ihr glück als "moderate" FPÖ versuchen, dann würden diese herren sehen wie viel noch möglich wäre mit dieser nostalgie-politik!

Re: AUFRÄUMEN

Oida ! Ihr habt es immer noch nicht kapiert ! Für Euch ist es aus. Aus Maus !

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