25.05.2012 20:32 | Meine Presse Merkliste 0

Wiener Wahlerfolg lässt FPÖ-Kassa klingeln

 (DiePresse.com)

Die Wiener Freiheitlichen erhalten künftig um 70 Prozent mehr Parteienförderung.ÖVP und Grüne müssen dagegen sparen und auch Personal abbauen, glaubt Politologe Sickinger.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die FPÖ ist auch finanziell der große Sieger der Wiener Landtagswahl. Nach Berechnungen des Politikwissenschafters Hubert Sickinger erhalten die Wiener Freiheitlichen ab 2011 rund sieben Millionen Euro aus der Parteienfinanzierung des Bundeslandes - ein Plus von gut 70 Prozent. Alle anderen Gemeinderatsfraktionen müssen nach den Stimmenverlusten auch mit weniger Geld auskommen.

Die Wiener Parteienförderung beträgt rund 27 Millionen Euro und ist damit höher als jene des Bundes. Dazu kommen noch einmal rund sechs Millionen Euro für die Gemeinderatsklubs. 

"Schuss ins Knie"

Sickinger sieht die hohe Wiener Parteienfinanzierung als "Schuss ins Knie" für die SPÖ: "Für einen politischen Mitbewerber, der, wie die FPÖ, wenig konzeptive politische Tätigkeit finanzieren muss und einen kleinen Parteiapparat hat, ist diese Situation nämlich ideal." Die FPÖ könnte einen Großteil des Geldes in die Öffentlichkeitsarbeit stecken.

Während die Freiheitlichen also auch finanziell vom Wahlausgang profitiert, erhalten die anderen Rathaus-Parteien künftig deutlich weniger vom Parteienförderungs-Kuchen. Die Wiener SPÖ muss mit 12 Millionen Euro auskommen, ein Minus von zehn Prozent. Auch die Grünen verlieren etwa zehn Prozent und erhalten künftig 3,7 Millionen Euro. Am schlimmsten erwischt hat es die ÖVP mit einem Minus von 22 Prozent auf vier Millionen Euro.

Bei ÖVP und Grünen rechnet Sickinger nun mit Sparmaßnahmen. Er verweist darauf, dass die ÖVP schon in der Vergangenheit Bezirkssekretariate einsparen musste: "Die ÖVP kann es sich längst schon nicht mehr leisten, jeden Bezirk hauptberuflich zu betreuen."Teilweise hätten pensionierte Gemeinderäte die Betreuung übernommen.

"Grüne müssen sich von Personal trennen"

Und den Grünen attestiert Sickinger einen relativ hohen Anteil an Personalkosten: "Die Grünen in Wien haben einen weit aufwendigeren Parteiapparat als die Bundespartei, die vergleichsweise wenig Personal hat. Die stehen jetzt erstmals seit langem vor einer schwierigen Entscheidung, dass sie sich von Personal trennen müssen."

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

8 Kommentare
Gast: Gerhard Wien 22
26.10.2010 12:04
0 0

70% mehr Kohle für die Blauen - da freut sich der Strache, denn da ist sein sündteurer Luxuslebensstil abgesichert!


Ich kenn diese Lumpen und wie ihre hohen Funktionäre in der Donaustadt mit dem Geld herumhauen. Luxus pur.
Und die naiven Leute wählen so ein Gsindl, das sich von den Kleinen fettfrißt!

Antworten Das Wort
01.11.2010 13:47
0 0

Re: 70% mehr Kohle für die Blauen >> So spricht man nicht vom roten Arbeiteradel!


Gast: denkmit
22.10.2010 12:49
0 0

finanzieller wahlerfolg

so wie alle anderen parteien auch, die irgendwann einmal gewonnen haben.
ja hat Einfluß.

Sehr bezeichnend ...

... das man beim Häuplartikel zur Koalitionsbildung nicht posten darf.

Damit erübrigt es sich, hier zu schreiben, wird wahrscheinlich sowieso wieder gelöscht, so wie 95% der postings zur Wahl am Wahltag und danach.

Hat der dicke Mann wirklich schon so viel Einfluss ?

Antworten Gast: gast ..
26.10.2010 12:06
0 0

Re: Sehr bezeichnend ...

Was bist du denn leidgeprüft?
Gibt dir Deppen der Wirt keinen Kredit mehr?

Geht wieder auf ein Viertel und schweig!

Antworten Gast: FürEineNeueArtDerPolitik
20.10.2010 19:06
0 0

Re: Sehr bezeichnend ...

Ja, das ist in der Tat sehr bedenklich! Von wegen unabhängige Medien...

Antworten Antworten Gast: gast ..
26.10.2010 12:08
0 0

Re: Re: Sehr bezeichnend ...

Auch du primitiver Komiker solltest wissen, dass du besser mal arbeiten gehst, statt deine Arbeitslose zu versaufen.


Antworten Antworten Antworten Das Wort
01.11.2010 13:48
0 0

Re: Re: Re: Sehr bezeichnend ...>> Ihre Sozialrente ist so bedeutend wie ihre Wortwahl!


Umfrage

  • Die Suche nach einer griechischen Regierung ist gescheitert. Was bringen die Neuwahlen?
  • Die Radikalen Parteien, vor allem die "Radikalen Linken", werden stark zulegen und den Sparkurs beenden.
  • Die zwei Großparteien können ihre Macht wiedererlangen und setzten ihre Sparpolitik fort.
  • Das Wahlergebnis wird sich nicht ändern und somit findet sich erneut keine stabile Regierung.
  • Weiß nicht/egal.

Mein Parlament