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Opferkomitee gegen Deserteursdenkmal in der Krypta

04.07.2012 | 16:30 |   (DiePresse.com)

Das Opferkomitee spricht sich gegen den Vorschlag der Historikerin Heidemarie Uhl aus, das Deserteursdenkmal in die Krypta zu integrieren. Das wäre "inakzeptabel", so Ehrenobmann Richard Wadani.

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Die Krypta am Äußeren Burgtor des Heldenplatzes soll bis zum Nationalfeiertag am 26. Oktober komplett umgestaltet werden. Außerdem ist auch die Errichtung eines Deserteursdenkmals in Wien im Gespräch. Die Historikerin Heidemarie Uhl hat in einem Interview am Dienstag den Vorschlag geäußert, das Deserteursdenkmal in die bestehende Gedenkstätte einzubinden. "Es wäre wichtig, dass es ein gemeinsames Gedenken gibt", erklärt Uhl.

Das Personenkomitee "Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz" ist davon nicht begeistert. Eine solche Verbindung der beiden Projekte sei "inakzeptabel", kommentierte der Ehrenobmann Richard Wadani - selbst ehemaliger Wehrmachtsdeserteur - den Vorschlag. Er sieht in einem "gemeinsamen Gedenken" eine Rekonstruierung des nationalen Opferkults der 80er. Außerdem würde damit symbolisch folgender Ausspruch von Adolf Hilter vollendet: "Der Soldat an der Front kann sterben, der Deserteur muss sterben."

Heldenplatz als möglicher Standort

Das Komitee spricht sich für einen Standort aus, der "die Abwendung der Deserteure vom Konsens des Krieges im Zuge der Denkmalsgestaltung auch symbolisch-räumlich sichtbar" werden lässt. Aus diesem Grund würde sich die andere Seite des Heldenplatzes anbieten. Das Denkmal für die Opfer des NS-Militärjustiz soll bis spätestens Ende 2013 errichtet werden. Sollte man sich auf den Standort Heldenplatz festlegen, muss man sich noch mit dem Bund einig werden. Der Heldenplatz wird von der Burghauptmannschaft verwaltet, die dem Wirtschatsministerium unterstellt ist.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Kritiker12345
05.07.2012 15:40
0 0

Tote der 48er-Revolution

Ich fordere ein eigenes Denkmal für die Toten der 48er-Revolution!

Antworten Gast: Der Herzmayr
06.07.2012 08:06
0 0

Re: Tote der 48er-Revolution

Ein solches gibt es. Es steht als Obelisk heute auf dem Wiener Zentralfriedhof und wurde hieher vom ehemaligen Schmelzer Friedhof übertregen.

Gast: ZARA
05.07.2012 11:14
0 2

Und hat da der HC Bumsti schon "Jawohl" dazu gesagt?

Ohne die ehemalige Tätergesinnung ist das alles ja nur der halbe Lack.

Gast: GEFE
05.07.2012 09:31
3 0

Opfer des 30 jährigen Krieges

Fordere selbige Denkmäler für die Opfer des 30 jährigen Krieges. Ebenso Fonds für die Nachkommen der Opfer.
Bitte auf die Restitution nicht vergessen.
Historiker- und Künstlerkommissionen bis zum Abwinken.
Steuergelder sind zu verteilen Wichtigtuer zu beschäftigen.