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Buback-Mord: RAF-Terroristin Becker verurteilt

06.07.2012 | 13:14 |   (DiePresse.com)

Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wurde wegen Beihilfe zum Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback schuldig gesprochen. Das Urteil: eine Freiheitsstrafe von vier Jahren.

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Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wegen Beihilfe zum Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977 schuldig gesprochen. Die Richter verurteilten sie am Freitag zu vier Jahren Freiheitsstrafe. Davon gelten zweieinhalb Jahre bereits wegen ihrer früheren Verurteilung als abgegolten.

Buback und seine beiden Begleiter waren vor 35 Jahren von einem Mordkommando der Roten Armee Fraktion (RAF) in Karlsruhe in ihrem Dienstwagen von einem Motorrad aus erschossen worden. Wer die beiden unmittelbaren Täter waren, konnte das Gericht in dem mehr als eineinhalb Jahre dauernden Verfahren nicht klären.

Wer gab die Schüsse ab?

Die deutsche Bundesanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren wegen Beihilfe gefordert. Becker habe innerhalb der RAF eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für den Mordanschlag gespielt. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Die 59 Jahre alte Angeklagte hatte in einer Erklärung vor Gericht jede Beteiligung bestritten.

Der Nebenkläger Michael Buback, Sohn des Opfers, hielt bis zum Schluss des Prozesses an seiner These fest, dass Becker selbst die tödlichen Schüsse abfeuerte. Hierfür ergab die Hauptverhandlung jedoch keine tragfähigen Anhaltspunkte.

Terror aus der eigenen Mitte: Die Verbrechen der RAF

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(APA/dpa)

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14 Kommentare
Gast: xefo
06.07.2012 19:09
1 2

30 Jahre zu früh

Ich glaube, wenn sowas wie die RAF heute existierte und Superreiche liquidieren würde, gäbe es viel Beifall in der U-Bahn-Zeitungen lesenden Bevölkerung. Zumindestens stille Genugtuung hinter der Fassade der Empörung.

Antworten Gast: Dr. Eisendraht
06.07.2012 23:13
0 0

Re: 30 Jahre zu früh

Die "klammheimliche Freude" hat es sachon ei!nmal gefgeben , Du Depp!

Gast: Die restlichen zwei Jahre...
06.07.2012 17:41
3 0

...soll sie in Dunkelhaft bei Wasser und Brot absitzen


Gast: itsdead
06.07.2012 17:37
3 0

Ideologie ist tot

Gott sei Dank ist Ideologie tot - so passieren heute solche Sachen nimmer.

Antworten Gast: xefo
06.07.2012 19:13
0 0

Re: Ideologie ist tot

Täuschen Sie sich nicht. Es geht immer mehr frustrierte Mittelstandsbürger die ernsthaft mit dem Gedanken spielen, jemanden umzubringen bevor sie ihrem unglücklichen Leben ein Ende setzen.

Re: Ideologie ist tot

Stimmt, die Chef- Ideologen arbeiten heute fast alles bei den Medien oder den Grünen

Gast: plebs ptotus
06.07.2012 16:46
2 6

blöde Frage zum Thema Gerechtigkeit

Wieviele Hintermänner des Mordes an Benno Ohnesorg bekamen wieviele Jahre? Wer wurde für den Auftragsmord an einem Studenten ins Kittchen geworfen? Und was ist mit der Aufarbeitung der Müchner Oktoberfestattentats, da hat anscheinend der deutsche Innenminister die Hand auf die Gladio-Terroristen, die RAF wurde aber gejagt wie Hunde, Die Nazimörder laufen frei rum und der Innenminister hält auch noch die Hand drauf??? In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Die Logik der Extremisten


Sie fordern Freiheit für und Nichtbelangung von RAF-Terroristen mit dem Verweis auf andere Straftaten und deren mangelnde Aufklärung. Die Rechtssprechung ist aber kein Mathematikkurs, d.h. Minus mal Minus ergibt noch lange nicht Plus. Wenn die Tat des einen ungesühnt bleibt, ist das keine Entschuldigung für die eigenen Verbrechen.

Die Schüsse auf Benno Ohnesorg waren also ein Auftragsmord? Was ist denn das für eine hanebüchene 68er Räuberpistole. Wenn überhaupt kam dann der Auftrag aus der DDR bzw. von der Stasi für die der Schütze Kuras schließlich nachweislich gearbeitet hat.

RAF-Terroristen wurden und werden verfolgt weil es ordinäre Verbrecher sind und nicht wie Hunde. Diese Damen und Herren verdienen diese Behandlung. Selbst jetzt nach Auflösung der RAF und mehr als 30 Jahre nach dem deutschen Herbst weigern sich alle an dem Verbrechen Beteiligten die Identität des Schützen zu klären. Das Urteil ist noch viel zu milde.

Re: Die Logik der Extremisten

pleps ptotus fordert mitnichten Freiheit und Nichtbelangung von RAF Terroristen. Das bilden Sie, Gast123, sich nur ein. Er oder sie fordert hingegen eine Selbstverständlichkeit in einem westlichen Rechtsstaat ein, nämlich dass Attentate und Mord mit dem gleichen Eifer polizeilich/gerichtlich verfolgt werden, egal von welcher politisch/extremen Richtung diese verübt worden sind.

Re: Re: Die Logik der Extremisten

Explizit nicht, aber der Tenor ist doch unmissverständlich. Zum einen fordert er die Aufklärung angeblicher Komplotte wie diesen "Auftragsmord" an Benno Ohnesorg", den die Linke doch so gerne als Opfer einer rechtslastigen Obrigkeit sehen würde, und andererseits meint er die RAF-Terroristen seien wie Hunde verfolgt worden, d.h. Opfer einer übertriebenen staatlichen Härte in der Strafverfolgung.

Dieser Kommentar ist die Begleitmusik zum Prozess Becker inklusive Proteste für eine Nichtbelangung. Natürlich fordern das nur wenige offen, sondern es wird eben auf die Verbrechen der anderen Seite gezeigt um abzulenken und angebliche übertriebene Härte, die sie erdulden mussten, wird angeführt um sie heute (!) in Ruhe zu lassen, weil sie doch schon genügend gebüßt hätten.

Implizit verlangt er doch, dass vor einer weiteren Strafverfolgung der RAF-Terroristen, erst einmal Gerechtigkeit hergestellt werden müsse und folglich die rechten Terroristen im selben Maße verfolgt und zur Verantwortung gezogen werden müssen. Erst dann könnte man die RAF weiter belangen.

Gast: Valery
06.07.2012 15:43
1 0

Welch ungeheures Leid, welchen Aufwand und welche Kosten haben diese RAF Terroristen verursacht!

Und nun sind fast alle frei, Frau Becker wird eventuell noch 2 Jahre sitze, maximal.
Kann man diese Bande nicht zum Schadenersatz verdonnern, damit wenigstens ein Teil der damals benötigten extra Sicherheitskosten herein kommt?

Es ist eine Schande, dass Leute, durch die ein ganzes Land in Angst und Schrecken versetzt wurde, nun ganz einfach frei kommen, als wäre nie etws geschehen.

3 0

Re: Welch ungeheures Leid, welchen Aufwand und welche Kosten haben diese RAF Terroristen verursacht!

Der größte Schaden, den die angerichtet hatten ist der Verlust unserer Freiheit. Solche Leute werden ja immer als Anlass genommen Bürgerrechte zu beschneiden. Wegen der Sicherheit...

So eine Perlustrierung wie wir sie heute am Flughafen ganz normal finden gab es in den 80er-Jahren nicht einmal bei Einreise in die DDR. Jedenfalls war es nicht ärger.

erheblich ärger als in der DDR ist jedenfalls die Rundumüberwachung über Kameras, Handy und Internet. Dass man nicht einmal einen Geldbetrag bar einzahlen darf ohne einen Ausweis zu zeigen ist ja auch alles andere als ein Merkmal einer freien Gesellschaft.

Gast: ROTFRONT
06.07.2012 14:56
5 0

Die 4 Jahre soll

die Dame im Gulag absitzen.

4 0

Kann man diese Terroristin für die restliche Haft nicht nach Guantanamo verlegen.