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Nazi-Kriegsverbrecher in Ungarn aufgespürt?

15.07.2012 | 20:38 |   (DiePresse.com)

Nach Informationen des Wiesenthal-Zentrums wurde der 97-jährige Laszlo Csatary, der wegen Juden-Deportationen nach Auschwitz gesucht wird, gefunden.

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Der mutmaßliche Nazi-Kriegsverbrecher Laszlo Csatary ist nach Informationen des Simon-Wiesenthal-Zentrums aufgespürt worden. Wie das Jerusalemer Büro des Wiesenthal-Zentrums am Sonntag mitteilte, wurde der 97-Jährige von der britischen Boulevard-Zeitung "The Sun" in der ungarischen Hauptstadt Budapest fotografiert und gefilmt. Csatary soll für die Deportation von 15.700 Juden in das Vernichtungslager Auschwitz mitverantwortlich sein.

Die Informationen über Csatary wurden vom Direktor des Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem, Efraim Zuroff, veröffentlicht. Zuroff sagte, die "Sun" habe sich bei ihren Recherchen auf Informationen gestützt, die vom Wiesenthal-Zentrum im September 2011 herausgegeben wurden. Damals habe ein Informant, dem inzwischen eine Belohnung von 25.000 Euro gezahlt worden sei, es ermöglicht, den Aufenthaltsort Csatarys zu bestimmen.

Zuroff hatte im Dezember auch in Berlin eine neue Kampagne zur Enttarnung und Verurteilung noch lebender NS-Verbrecher mit Hilfe örtlicher Ermittlungsbehörden vorgestellt. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum arbeitet bei der Kampagne mit der Targum-Shlishi-Stiftung in den USA zusammen. Die Kampagne soll Ermittlungsbehörden dabei unterstützen, Kriegsverbrecher in Deutschland, Österreich, Polen, Rumänien, Ungarn, Kroatien und den baltischen Staaten zu finden.

Frankreich fordert Prozess

Das Wiesenthal-Zentrum übergab seine Informationen laut Zuroff auch der Staatsanwaltschaft in Budapest. Vize-Staatsanwalt Jenö Varga konnte am Sonntag zu dem Fall keine Einzelheiten mitteilen. Er sagte lediglich, eine "Untersuchung" sei im Gange, die Staatsanwaltschaft werte die "eingegangenen Informationen aus". Die französische Regierung froderte die ungarischen Behörden bereits auf, Csatary den Prozess zu machen.  "Die Nazi-Verbrechen verjähren nicht", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Paris am Montag.

Während des Zweiten Weltkrieges hatte Csatary als Kommandant den Befehl über ein Sammellager in Kassa, in der heutigen Slowakei. Zudem soll er für seinen "Sadismus" bekannt gewesen.Csatary leugnete die ihm gegenüber vorgebrachten Anschuldigungen, zitiert die Ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Csatary war 1945 in der damaligen Tschechoslowakei in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden. Er lebte jahrzehntelang in Kanada. 1995 wurde die Vergangenheit von Csatary in Kanada aufgedeckt, und er verlor seine kanadische Staatsbürgerschaft. Damals floh Csatary und tauchte 15 Jahre lang unter.

"Sun": Csatary weist Schuld von sich

Laut "The Sun" wohnt Csatary in einem eleganten Budapester Viertel. Er habe bei der kurzen Begegnung jegliche Schuld von sich gewiesen. Beobachtungen hätten ergeben, dass Csatary ein "normales Alltagsleben" führe, mit Spaziergängen oder Einkäufen. In die gegenwärtige Wohnung sei er erst vor wenigen Wochen gezogen. Am Tor würde auf seiner Klingel der Name "Smith" stehen, während der Briefkasten den Namen Csatary trüge.

Im September 2011 war der mutmaßliche ungarische Nazi-Kriegsverbrecher Sandor Kepiro im Alter von 97 Jahren in Ungarn gestorben. Kepiro gehörte zu den meistgesuchten NS-Kriegsverbrechern. Doch ein Gericht in Budapest hatte Kepiro erst Mitte Juli 2011 vom Vorwurf freigesprochen, Kriegsverbrechen begangen zu haben, doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein. Die Anklagebehörde warf Kepiro vor, im Jänner 1942 im damals von Ungarn annektierten Novi Sad die Ermordung von 36 Menschen, hauptsächlich Juden, angeordnet zu haben. Insgesamt waren bei den Massakern im heutigen Serbien mindestens 1.200 Zivilisten getötet worden.

Zu den meistgesuchten NS-Kriegsverbrechern gehört auch der Ungarn Karoly (Charles) Zentai, der seit sechs Jahrzehnten in Australien lebt und die australische Staatsbürgerschaft besitzt. Zentai soll 1944 an der Verfolgung und dem Mord an Juden in Budapest teilgenommen haben. Ungarn hat 2005 die Auslieferung beantragt.

(APA/AFP/dpa)

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32 Kommentare
 
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Gast: Gesichtschirurg
16.07.2012 15:54
0 1

Damit so was in Zukunft nicht mehr geschieht...

...vernichtet der Deutsche Verfassungsschutz die NSU Akten schon heute.

Gast: Linker Pirat
16.07.2012 12:46
0 2

Kein Wunder...

...dass der nach Ungarn gegangen ist.
Da gibt es viele Gleichgesinnte in der Regierung.

Antworten Gast: Wahrheit statt Propaganda
16.07.2012 13:11
1 0

Re: Kein Wunder...

Nein, Jobbik ist in Opposition. Wie auch die menschenverachtenden Ex-Kommunisten die Ungarn bereitwillig zugunsten ausländischer Interessen ( Finanzmafia etc. ) verraten haben.

Gast: N:N
16.07.2012 12:34
2 0

...

Bravo!! - Simon Wiesenthal ist ein Held.

Gast: gast012
16.07.2012 11:47
7 0

die sind aber flott

hat ja nur 67 jahre gedauert, um den aufzuspüren

was hat die justiz die letzten 67 jahre getan??

einen 97 jährigen jetzt anklagen und ein verfahren durchzudrücken ist sinnlos, was soll das jetzt noch bringen, außer spesen nichts gewesen, bis das verfahren durch alle instanzen durch ist, lebt er gar nicht mehr

Gast: ROTFRONT
16.07.2012 11:09
2 4

Ich hoffe er wird nach Israel ausgeliefert.

In Europa gibts ja außer in Weißrussland keine ordentliche Betrafung für sowas.

Antworten Gast: Warner
16.07.2012 18:28
2 0

Re: Ich hoffe er wird nach Israel ausgeliefert.


Nach Israel würde ich den Mann nicht schicken!

Die haben ja auch den ukrainischen Kriegsverbrecher Demjanjuk begnadigt und laufen lassen.

Entweder nach Deutschland zur Verurteilung oder in die Slowakei zum Vollzug der Todesstrafe schicken

Gast: Geschichte
16.07.2012 10:49
2 2

Geschichte nicht nur auf einen Punkt reduzieren

Aber diejenigen die an der Macht sind wollen das offenbar so.

Es gäbe ja so viel aufzuarbeiten, es gibt ja so viele Verbrecher die noch frei herumlaufen: weltweit. Etwa in Ländern die viel Macht haben...

Vor allem ist die Gegenwart viel interessanter für alle - und da läuft sehr viel schief aus der Sicht der Masse: etwa die zunehmende Machtergreifung der Finanzmafia.

Die NS-Zeit ist ja so praktisch um abzulenken...

Gast: konec
16.07.2012 07:42
20 1

Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

auch einmal darüber nachzudenken, dass die tschechischen Nachkriegsverbrecher verurteilt werden, die abertausende unschuldige, darunter viele Frauen und Kinder, ermordeten. Die werden aber immer noch per Gesetz geschützt!

Antworten Gast: myrnyxdyrnyx
16.07.2012 11:20
3 1

Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

ich sehe es positiv.
ich glaube,die leute im ostblock sind einfach noch nicht soweit zur verteibung der deutschen stellung zu nehmen.sie müssen noch das trauma der kommunistischen diktatur verarbeiten.es gibt in tschechien schon durchaus kritische ansätze,die den schwerfäligen potikapparat,der noch vom kommunismus herrührt ein wenig in bewegung versetzen.
im moment ist die wirtschaft das wichtigste,später kann man sich auch besser mit seiner geschichte befassen und vielleicht verstaubte gesetze überdenken.
man lebt heute sogar ganz gut von den leistungen der deutschen kultur(man denke zb nur an die vermarktung kafkas in prag) und die deutsche kultur ist ein wichtiger teil des heutigen tschechien(brünn war eine deutsche stadt-man sollte sich dorthin auf eine spurensuche begeben!sehr spannend!).

2 0

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Selbstverständlich ist auf die Befindlichkeiten von Tätern Rücksicht zu nehmen und abzuwarten, bis sie sich dazu bequemen.

Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Sie meinen also,die Tschechen haben das Deutsche Reich überfallen?

Bitte um historische Daten!

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Das Deutsche Reich nicht, aber die Deutschen in der Tschechei.
Die kamen zur Tür rein und sagten, in 15 Minuten müssen Sie und Ihre Familie raus sein. Mitnehmen dürfen Sie nur das, was Sie in den 15 Minuten noch zusammenraffen können.
Auf dem Marsch von ihrem Haus zu Grenze warteten schon die Räuber, Vergewaltiger und Mörder. Keine Rassisten, sondern Verbrecher aus niedrigen Beweggründen. Und diese alle wurden general-amnestiert. Von den 3 Mio Vertriebenen kamen auf die Art rd 300 tsd ums Leben.
Weil es genug Orte gab, in denen es praktisch keine Tschechen gab, waren danach einige Orte ausgestorben. Der Fehler war schon die Gründung der Tschechei in den Grenzen, und der Überfall des Deutschen Reiches über die Tschechei war bedauerlich, aber durchaus schlüssig. Nach dem Krieg wurden viele deutsche Kriegsverbrecher verurteilt, auch zum Tode, tschechische Räuber, Mörder, Vergewaltiger nicht. Die laufen heute frei herum und erfreuen sich noch heute der Beute. Ich kennen kein Zentrum ähnlich Wiesenthal, das ebenso ähliche Verbrechen verfolgt.

1 0

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Für Sie muss man sich echt schämen! Traurig, so etwas von einen Österreicher lesen zu müssen.

Antworten Antworten Gast: INTELLEGO
16.07.2012 10:07
8 3

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

EINE DRINGENDE EMPFEHLUNG:
Sie Aaron FISHHOF sind angehalten, ENDLICH GESCHICHT ZU LERNEN!!
Und des weiteren: Gehen Sie zum Augenarzt Sir, denn auf dem linken Auge sind Sie-ZUR GÄNZE ERBLINDET, können Sie folgen, Aaron??!!

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Erst lesen, dann (richtig) schreiben!

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Die vorangegangene Annexion rechtfertigt also Ihrer Meinung nach die Vertreibung und Ermordung von Zivilisten, egal ob diese regimekritisch waren oder nicht? Sie werden mir wohl zustimmen, dass das eine eher eigenartige Rechtsauffassung ist.

Antworten Antworten Gast: konec
16.07.2012 09:49
7 0

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Sie haben ja schon 2 richtige Antworten bekommen. Ich meinte jene Tschechen, die 3,5 Millionen Menschen vertrieben und beraubten und abertausende Unschuldige ermordeten. Z.B unter anderem der gesamte Böhmerwald war deutschsprachig besiedelt, dort waren nie Tschechen zu Hause. Dennoch wurden alle Bewohner verjagt, bis aufs Hemd ausgeraubt und viele ermordet. Sie können mir nicht weis machen, davon nichts zu wissen!

Antworten Antworten Gast: Sudete
16.07.2012 09:40
10 1

Ja, stimmt!

Nach dem 1. WK haben die Tschechen rein deutsprachige Gebiete annektiert.

Natürlich waren das schon die Filetstücke, wo man einmarschiert ist: Nur Regionen mit Landwirtschaft + Industrie, reich bis zum Gehtnichtmehr.

So gesehen habe die Tschechen tatsächlich die Deutschösterreicher überfallen.

Genugtuung überkommt mich, wenn ich sehe, wie verludert diese Gegenden heute sind. Der Völkermord + Landraub hat sich nicht wirklich ausgezahlt, die Schande bleibt ewig!

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Wo hat er geschrieben das die Tschechen die Deutschen überfallen haben?

Es geht um die Benes-Dekrete. Aber das passt natürlich wohl nicht zu ihrer Ideologischen Vorstellung.

Antworten Antworten Gast: hmm
16.07.2012 09:02
9 0

Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Nein, aber die Beneschverbrecher haben viele Deutschen der Tschechei ermordet und den Rest vertrieben. Für diese Verbrechen sind sie straflos ausgegangen. Das wird Ihnen ja bekannt sein ...

Was bei der einen Seite ein Verbrechen war ist es natürlich bei Figuren wie Ihnen bei der anderen Seite nicht.

Eigenartiges Rechtsempfinden! Shalom ...

Re: Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Wer hat den 2.Welkrieg begonnen?

Benesch?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: hmm
16.07.2012 12:52
5 0

Re: Re: Re: Re: Jetz wäre es schön langsam an der Zeit,

Was hat die Frage danach wer den Krieg begonnen hat mit tschechischen Verbrechen an den Deutschen in der Tschechei zu tun? Verbrechen ist Verbrechen und gehört gesühnt und Sie als miese kleine Dreckschleuder die Verbrechern die Stange hält und Propaganda macht damit die nicht ihrer gerechten Strafe (wird wohl leider nur mehr symbolisch gehen ...) zugeführt werden. Schämen Sie sich und halten Sie am besten Ihren Mund!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sudete
16.07.2012 11:10
5 0

Benesch und seine Freunderln, ja!

SIE ALLEIN haben die Deutschsprachigen solange schikaniert, bis sie ihr Heil bei Adolf gesucht haben!

Man hat sie zu Fremden in der eigenen Heimat gemacht, das war und ist Völkermord.

Sogar die Slowaken haben auf die Tschechen gehustet und einen eigenen Staat errichtet. Wird schon seinen Grund haben...

Abgesehen davon haben die Slawen es ganz toll gefunden, deutsche Gebiete zu erobern, bis nach Berlin hat man wollen. Der Rest wäre an Frankreich gefallen, nur haben die Franzosen nicht mitgemacht.

Ab 1900 hat man den Deutschsprachigen ca. 30-50 % ihrer Territorien gestohlen und Millionen ermordet.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: spontaner volkszorn
16.07.2012 11:49
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Re: Benesch und seine Freunderln, ja!

ja, die Sudetendeutschen wurden in der Tschechoslowakei die ganze Zeit schickaniert, merkten es aber erst 1935, dass etwas nicht stimmte. 1938 sind denen endlich die Augen aufgegangen und gesehen wie schlimm sie die letzten zwanzig Jahre unterdrückt wurden.

Re: Re: Benesch und seine Freunderln, ja!

Eine unglaublich intelligente Aussage, von Spott und Hass geprägt und von der Wahrheit weit entfernt! Sie tun mir leid!

 
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