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Mutmaßlicher NS-Verbrecher in einem Punkt entlastet

07.08.2012 | 15:08 |   (DiePresse.com)

Der Ungar war nach Angaben der Staatsanwaltschaft 1941 nicht an der Deportation hunderter Menschen in ein ukrainisches Ghetto beteiligt.

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Die ungarische Staatsanwaltschaft hat den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher Laszlo Csatary vom Vorwurf entlastet, 1941 an der Deportation mehrerer hundert Menschen in der Ukraine beteiligt gewesen zu sein. Die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft sagte am Dienstag in Budapest, Csatary habe nicht an der Deportation von etwa 300 Menschen in das ukrainische Ghetto Kamjanez-Podilskyj beteiligt gewesen sein können, da er zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort gewesen sei. Zudem habe er keine Position innegehabt, die es ihm ermöglicht hätte, über Deportationen zu entscheiden.

Dieser Vorwurf des Simon-Wiesenthal-Zentrums sei den eigenen Ermittlungen zufolge "unbegründet", sagte die Sprecherin. Allerdings würden die Ermittlungen wegen der Deportationen von Kosice im Jahr 1944 fortgesetzt. Die Klagen wegen der Deportationen von Kamjanez-Podilskyj und Kosice waren den Angaben zufolge vom Leiter des Simon-Wiesenthal-Zentrums, Efraim Zuroff, eingereicht worden.

Der heute 97-jährige Ungar Csatary soll zwischen 1941 und 1944 maßgeblich daran mitgewirkt haben, dass 15.700 Juden aus dem Ghetto Kosice in das Vernichtungslager Auschwitz geschickt wurden. Nach dem Krieg wurde er 1948 in Kosice, das heute in der Slowakei liegt, in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Csatary hatte jahrzehntelang unter falschem Namen in Kanada gelebt. Als die Behörden seine wahre Identität herausfanden, flüchtete er 1995 nach Ungarn. Im Herbst 2011 machte dann das Simon-Wiesenthal-Zentrum, das sich der Aufklärung über dem Holocaust widmet, die ungarischen Behörden auf den mutmaßlichen Aufenthaltsort Csatarys aufmerksam. Am 18. Juli wurde er schließlich festgenommen und kurz darauf in Budapest unter Hausarrest gestellt. Csataray steht an oberster Stelle der Liste der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher des Wiesenthal-Zentrums.

(APA/AFP)

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7 Kommentare
Gast: gutzu
08.08.2012 18:22
0 0

nano

Wie alt ist der 95 Jahre ...:-) bald erwischt was.

Schluss damit

Einmal muss doch Schluss sein!

Gast: beispiel
08.08.2012 08:23
9 0

Ja, ja,

die Tschechen machens besser. Dort schützt man gleich alle Mörder von 1945/46 per Gesetz, dann kann sowas nicht passieren!

Antworten Gast: honza-neu
08.08.2012 13:09
1 10

Re: Ja, ja,

Ach ja, die Tschechen. Bloß keine Kollektivschuld, gell ! Ist ja typisch !!

Antworten Antworten Gast: luigio
09.08.2012 19:07
8 0

Re: Re: Ja, ja,

Sie sind eine löbliche Ausnahme-- keine Kollektivschuld. BRAVO! Denn gerade von den Tschechen wurde die Kollektivschuld der Sudetendeutschen angenommen, da man alle verjagt hat, auch die unschuldigen, die kommunistischen Deutschen, Antifaschisten, sogar jene , die im KZ waren und ebenso deutschspachige Juden! Das war eben Völkermord aus rein ethnischen Gründen!

Antworten Antworten Gast: beispiel
09.08.2012 07:45
9 0

Re: Re: Ja, ja,

Simmt schon, pardon. In den gestohlenen Gebieten leben ja heute gar nicht so viele Tschechen, denn die "Neusiedler" waren hauptsächlich "Romuni" (slowakische Rumänen), die in den letzten 20 Jahren zusätzlich durch Vietnamesen bereichert werden!

7 0

Der Kreisky wusste schon

warum er dieses "Zentrum" nicht unterstützte!