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Ulrichsberg: Ex-Mitglied der Waffen-SS hielt Ansprache

16.09.2012 | 13:52 |   (DiePresse.com)

300 Teilnehmer nahmen an den umstrittenen Treffen teil. Ursprünglich hieß es nach Protesten, der Mann werde keine Rede halten.

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Rund 300 Teilnehmer sind am Sonntag zum umstrittenen "Heimkehrertreffen" am Kärntner Ulrichsberg in Maria Saal gekommen. Sie pilgerten zur Gedenkstätte, um dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Das Treffen begann mit einiger Verspätung, weil es Schwierigkeiten mit dem Transport zur Gedenkstätte gab. Überraschend durfte das ehemalige Mitglied der Waffen-SS, Herbert Belschan von Mildenburg, doch eine Ansprache halten.

Der Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Hermann Kandussi, hatte am Donnerstag nach öffentlichen Protesten noch erklärt, von Mildenburg werde nicht sprechen. Am Sonntag begründete er die Nominierung von Mildenburgs als Redner damit, dass man sich von niemandem vorschreiben lasse, wer bei der Gedenkveranstaltung reden dürfe. Kandussi teilte dann kräftig aus, so übte er scharfe Kritik am Fehlen des Bundesheeres, das ja seit 2009 nicht mehr teilnehmen darf. Scharfe Worte gab es auch in Richtung Medien wegen der Kritik an dem Treffen. Kandussi betonte, dass das Treffen "trotz immerwährender Angriffe der Systemmedien" Zukunft habe und unterstrich, dass das Motto "Nie wieder Krieg" laute.

Herbert Belschan von Mildenburg betonte, er spreche als "simpler Heimkehrer", der als Jugendlicher als Mitglied der Waffen-SS in den Krieg gezogen sei und nach vier Jahren Krieg und Gefangenschaft wieder nach Hause gekommen sei. Auch zwei weitere Heimkehrer hielten Ansprachen, dazu trat auch ein Vertreter der Gedenkgemeinschaft für Walter Nowotny ans Rednerpult.

Nenonazis bei Treffen

Am Rande des Treffens waren einige junge Männer zu sehen, die offensichtlich der Neonazi-Szene zumindest nahestehen. Die Veranstaltung selbst verlief aber ohne jegliche Zwischenfälle, wie seitens des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung auf APA-Anfrage erklärt wurde.

Das Treffen, das 2009 nach dem Aussteigen des Bundesheeres abgesagt worden war, hatte in den vergangenen zwei Jahren nicht am Berg stattgefunden, sondern einmal in Maria Saal und vergangenes Jahr im Klagenfurter Konzerthaus, heuer wurde es wieder an die alte Stätte zurückverlegt. Der Zulauf entsprach nicht ganz den Erwartungen der Veranstalter, Kandussi hatte im Vorfeld erklärt, er rechne mit bis zu 1.000 Teilnehmern.

(APA)

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46 Kommentare
 
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Gast: za co, pane boze
18.09.2012 09:41
16 0

Da gibts noch mehr zum Aufregen

In Tschechien zum Beispiel schützt der Staat heute noch ehemalige Mörder vor der Justiz und dem Initiator des Völkermordes an 3,5 Millionen Sudetendeutschen, Herrn Benes, stellt man Denkmäler zur Ehrung auf. Die Brutalität und Grausamkeit, mit der die ehemaligen Revolutionsgarden und Partisanen, teilweise auch der Mob auf der Straße, gegen die wehrlosen Zivilisten während der Vertreibung aus deren Heimat(darunter sehr viele Kinder, Frauen und Alte) vorging, kann sich mit den Verbrechen der SS ohneweiters messen. Mir ist unvertändlich, warum dies heute aus "political correctness" verschwiegen wird und niemand sich traut, darüber zu diskutieren. Die Tschechen sind von Vergangenheitsbewältigung noch ganz weit entfernt, dafür zeigen sie beinahe täglich im tschechischen Fernsehen (CT1, CT2, Prima) die Verbrechen der Deutschen im 2. Weltkrieg! Die eigenen Verbrechen werden totgeschwiegen. Eine friedliche Zukunft kann es aber nur geben, wenn alle Wahrheiten auf den Tisch kommen !

Antworten Gast: ROTFRONT
18.09.2012 12:18
0 0

Re: Da gibts noch mehr zum Aufregen

Geh, ververka, du bists, stimmts?

Antworten Antworten Gast: gast 35
18.09.2012 13:38
8 0

Re: Re: Da gibts noch mehr zum Aufregen

Ziemlich wurscht, wie der oder die noch heißt, aber recht hat er (sie)!

Gast: Bürger&Wähler
17.09.2012 16:48
3 12

Es ist vielfach bewiesen, dass die Waffen-SS eine verbrecherische NS-Organisation war


Es ist eine Schweinerei, dass da jemand öffentlich seine braunen Lügen verkündet.

Antworten Gast: Fuzzy12
18.09.2012 16:24
3 0

Re: Es ist vielfach bewiesen, dass die Waffen-SS eine verbrecherische NS-Organisation war

Wieso? Was hat er denn gesagt?

14 2

Ex-Mitglied der Waffen-SS hielt Ansprache?

Und ich hab´ glatt gedacht, es handle sich um eine Günter-Grass-Lesung...

überzogenes gelaber

was hat der treuteutsche gesagt?
oder ist es die tatsache dass er dabei war die so aufregt?
neobraunes brauchen wir nicht, aber alte deppen sollte man in ruhe lassen, so sie sich betätigen.

Gast: Hollertscheck
17.09.2012 14:40
13 2

" einige junge Männer zu sehen, die offensichtlich der Neonazi-Szene zumindest nahestehen"

Die Statisten vom ORF?

Gast: Johan C.
17.09.2012 11:08
5 20

Man wurde nicht zu SS eingezogen,

man meldete sich freiwillig! Das ist der Punkt!

SSler haben für mich zum Thema Krieg genau garnichts zu melden, schon garnicht dort.

Antworten Gast: Callisto
17.09.2012 15:54
13 3

Re: Man wurde nicht zu SS eingezogen,

Das ist falsch.
Gegen Kriegsende wurden z.B. die 27/28 Jahrgänge zwangsweise zur SS eingezogen.
Bitte haltets doch die Pappn wenn ihr keine Ahnung von Geschichte habt.

Re: Re: Man wurde nicht zu SS eingezogen,

dann geh ich auch nicht zu einer veranstaltung, wo FREIWILLIGE AUFKREUZEN, wenn richtigerweise die maenner GEGEN ihren willen eingezogen wurden

Antworten Antworten Gast: Volksdeutscher,
17.09.2012 16:50
4 6

Re: Re: Man wurde nicht zu SS eingezogen,

Dann müßtest du die Pappen halten, Callisto!

Antworten Antworten Antworten Gast: G.D.
18.09.2012 16:27
0 1

Re: Re: Re: Man wurde nicht zu SS eingezogen,

Von der Ausdrucksweise her passt's ihr ja alle schön zusammen. Von der Aggressivität her auch. Wo liegt denn dann der Unterschied? Was macht denn dann den einen besser als den anderen Kommentareschreiber hier bie diepresse.com? Ihr seid allesamt nur noch peinlich!

Glücklicherweise wird

das fortgeschrittene Alter dieser Ulrichsberg-"Helden" diesem Kaspale-Theater eh bald ein Ende setzen!

Gast: Gast_234234
16.09.2012 21:35
37 9

Ulrichsberg

Es war eine schöne Veranstaltung, die Festreden gelungen und die Stimmung gut. Ein paar Punkte hätte man sicherlich besser machen können, aber in Anbetracht des gelungenen Ablaufs sind diese vernachlässigbar.

Diejenigen, welche sich darüber aufregen, dass ein ehem. Mitglied der Waffen-ss gesprochen hat, sollten möglicherweise vor ihrer Kritik mal hören, was der Herr gesagt hat. Worte für den Frieden zu verteufeln, weil es "ein Falscher" gesagt hat, zeigt eher von der Geisteshaltung dieser "Kritiker".

Auch nächstes Jahr lautet das Motto sicherlich: "Der Ulrichsberg ruft!" ... und ich werde mich sicherlich erneut nicht missen lassen. Für Völkerverständigung von Frieden, das war Ulrichsberg 2012.

Re: Ulrichsberg

ich will deklarierten NAZIs gar nicht den Willen für Frieden absprechen - aber es geht halt um den Frieden den sie meinen

Gast: Gruppe Wolfsdung
16.09.2012 20:18
5 18

Wen da Herbert net so an Bledsinn daher gredet hät

wärs jo gaunz lustig gwesn.

Gast: Was solls
16.09.2012 19:28
23 9

Solange

Hassprediger toleriert werden, kein Thema.

"Hassprediger"

Ein interessanter Hassprediger ist das, der seinen Hass mit den Worten "Nie wieder Krieg" tarnt.

45 10

Na sowas Schlimmes...

Kommt jetzt das Redeverbot für ehemalige SS Angehörige?

Antworten Gast: KL (33)
17.09.2012 16:53
3 6

Re: Na sowas Schlimmes...

Nein, aber ein Lügenverbot muß es geben.

Re: Re: Na sowas Schlimmes...

Das hieße aber allgemeines Redeverbot für alle Politiker!

6 2

Re: Re: Na sowas Schlimmes...

Geht nicht, was macht unser Bundeskanzler denn dann?

Re: Na sowas Schlimmes...

die verwendung des wortes systemmedien entlarvt den wortspender als nazi.
punkt.
nachzuschlagen bei goebbels

4 1

Re: Re: Na sowas Schlimmes...

Na, ich bin sicher der hat auch irgendwann einmal Brot gegessen... die Schlussfolgerung ist daher für jedermann sonnenklar!

Antworten Antworten Gast: Kein Wikinger, sondern Europäer
17.09.2012 08:47
9 5

Re: Re: Na sowas Schlimmes...

Medien sind doch eigentlich immer Medien eines Systems. Auch in einer Demokratie. Und da ist das doch nichts Schlimmes, oder? So sind wir doch einfach froh darüber, dass die derzeitigen Medien die Medien eines demokratischen Systems sind. Also worüber regst du dich denn eigentlich auf?

 
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