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Hitler-Geburtshaus könnte Wohngebäude werden

20.09.2012 | 10:45 |   (DiePresse.com)

Der Bürgermeister von Braunau spricht sich gegen eine Gedenkstätte aus. Die Stadt habe ihre Vergangenheit zur Genüge aufgearbeitet. "Wir übernehme nicht die Verantwortung dafür, dass der Zweite Weltkrieg ausgebrochen ist".

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Der Bürgermeister der oberösterreichischen Stadt Braunau, Hannes Waidbacher (ÖVP), hat sich gegen eine Gedenkstätte im Geburtshaus Adolf Hitlers ausgesprochen. Stattdessen tritt er für die Nutzung des Hauses als Wohngebäude ein. Die Stadtgemeinde habe bereits viel Geschichtsaufarbeitung geleistet und müsse daher "nicht zwingend" auch das ungeliebte Gebäude in dieser Art verwenden, sagte er gegenüber dem "Standard". Immerhin gebe es bereits genügend Gedenkstätten in der Umgebung.

Die Diskussion, wie sich die künftige Nutzung gestalten soll, hält Braunau bereits seit Jahren in Atem: Das Haus, in dem Hitler seine ersten Lebensjahre verbracht hat, ist im Privatbesitz einer Pensionistin, die sich zu dem Thema bedeckt hält. Hauptmieter ist seit 1972 das Innenministerium, mit einem unbefristeten Vertrag. das berichtete der "Kurier" in seiner Donnerstag-Ausgabe. Der Bund zahle demnach monatlich 4700 Euro Miete an die Eigentümerin.

Geburtshaus soll kein "Wallfahrtsort" werden

Seit vor rund einem Jahr eine Behindertenwerkstatt ausgezogen ist, steht das denkmalgeschützte Gebäude leer. Verhandlungen laufen. Man wolle verhindern, dass das Haus zum "Wallfahrtsort" für Menschen bedenklicher Gesinnung wird, so Ministeriums-Sprecherin Sonja Jell.

Waidbachers Amtsvorgänger Gerhard Skiba (SPÖ) hatte Pläne für ein "Haus des Friedens", das für soziale Projekte und Ausstellungen zur Verfügung steht, vorgeschlagen. Der Historiker und wissenschaftliche Leiter der Braunauer Zeitgeschichtetage, Andreas Maislinger, hatte bereits im Jahr 2000 ein Konzept für ein "Haus der Verantwortung" vorgelegt, sich damit aber auch nicht durchgesetzt.

"Übernehmen nicht die Schuld am Weltkrieg"

Waidbacher sei zwar "offen für viele Ideen", favorisiert nun aber offenbar eine Wohnnutzung in dem Haus. Das wäre an diesem Standort sicher leichter umsetzbar. "Wir sind ohnehin stigmatisiert. Hitler hat die ersten drei Jahre seines Lebens bei uns in der Stadt verbracht. Und es war sicher nicht die prägendste Phase seines Lebens. Wir sind daher als Stadt Braunau nicht bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass der Zweite Weltkrieg ausgebrochen ist", wird er im "Standard" zitiert. Damit sieht er auch die Bevölkerung hinter sich: "Ich bin zum Beispiel 21 Jahre nach Kriegsende auf die Welt gekommen. Und so geht es vielen Menschen in Braunau."

(APA)

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14 Kommentare
Gast: geh anders
21.09.2012 10:45
0 0

!

in welcher zeit lebt die?

Gast: geh anders
21.09.2012 10:44
0 0

!

SAT und so weiter: wenn sie was zu tratschen haben oder wissen, bitte ausser meiner reichweite! meine zeit hat mich von ihnen und ihren räumen getrennt.

Elegante Problembehandlung

Es wächst zusammen, was zusammen gehört!
Die Gegenden beiderseits von Salzach und Inn sind ohnehin bereits zusammengewachsen. Braunau ist wie das ganze Innviertel ohnehin erst seit dem Zwetschkenrummel 1779 bei Oberösterreich. Daher: Zuerst taufen wir Braunau am Inn in "Regenbogen über dem Inn" um. Dann treten wir den Ort, zumindest von der Innbrücke bis inklusive dem Haus Salzburger Vorstadt 15, an Deutschland (Bayern) ab. Die Deutschen sind ja vorbildliche Vergangenheitsbewältiger, und werden aus Hitlers Geburtshaus sicher eine eindrucksvolle Gedenkstätte machen. Wir Österreicher wären die Verantwortung für das unangenehme Thema los, und übrigens auch das braunauer Finanzamt.

Gast: ROTFRONT
20.09.2012 23:57
0 1

Es braucht kein Haus, dass die ganze Welt weiß was Braunau gemacht hat!!!!!!

Und da könnens schruppen was sie wollen. DAS geht nie mehr ab!

Antworten Gast: Wasserlaeufer
21.09.2012 05:17
3 0

Re: Es braucht kein Haus, dass die ganze Welt weiß was Braunau gemacht hat!!!!!!

Fuer ca. 30 Dollar bekommst du
die drei Baende von Archipel Gulag.

http://www.amazon.com/s/ref=nb_sb_noss_1?url=search-alias%3Daps&field-keywords=Archipel+Gulag

Erzaehlst uns halt dann vom kalten bolschewikischen Arbeiter-Paradies.

Antworten Antworten Gast: ROTFRONT
21.09.2012 08:01
0 3

Re: Re: Es braucht kein Haus, dass die ganze Welt weiß was Braunau gemacht hat!!!!!!

Warum lesen?
Fahr ich nach Oberösterreich und schau mir an, was die Braunauersche Gesellschaft so angerichtet hat. Und zwar in Gusen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Wasserlaeufer
21.09.2012 19:37
0 0

Warum lesen?

Weil nichts von nichts kommt.

Ursache und Wirkung.
Gusen war die Wirkung.

Nun lies etwas von den Ursachen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gulag

http://de.wikipedia.org/wiki/Solschenizyn

Jetzt fahr ich bald nach Sibirien und schau mir an, was die Rote-Front dort so angerichtet hat. Und zwar in Igarka.

Ursache und Wirkung am Beispiel Braunau am Inn

Braunau ist eine sehr schöne Stadt mit einer reichen Geschichte, die ohnehin mehr mit Bayern als mit Österreich verbunden ist. Siehe auch die diesjährige oberösterreichisch-bairische Landesausstellung. Das Innviertel kam erst nach dem Zwetschkenrummel 1779 zu Österreich. Hitler hat dort im Alter von 0-3 gewohnt. Ich traue mich zu sagen, daß in dieser Zeit weder die Stadt das Butzi noch das Butzi die Stadt geprägt hat. Viel eher kommen da Leonding, Linz und Wien in Frage. Hitler hatte als Reichskanzler jedenfalls an Braunau keinerlei Interesse. Ich bin daher davor, aus dem Haus ganz unaufgegt ein Wohnhaus zu machen. Ein Gedenkstein steht ohnehin davor. 15 km entfernt ist übrigens Marktl am Inn, das den Papst feiert, obwohl er dort nur im Alter von 0-2 Jahren gelebt hat.

Gast: Wasserlaeufer
20.09.2012 12:30
6 0

Ein Geburtshaus dient normalerweise der Verehrung

einer hervorragenden Persoenlichkeit.

In diesem Falle sollte aber eine
Veraechtlichmachungsstaette entstehen.

Welcher Oesterreicher will das schon?

Ich kenne keine Veraechlichmachungsstaette
eines Amerikanischen-Praesidenten.
Trotz Civil-War, 400 jaehriger Versklavung, Genocide an Indianern, und Atombombenmord an Zivlilisten, und und.

"Right or Wrong" "My Country"

heisst es dort.

Da kann sich jeder Oesterreicher eine
Scheibe davon abschneiden.

Braunau ist der falsche Platz

Gedenkstätten sollten in erster Linie dazu genutzt werden, der "Welt" interessante und aufschlussreiche Plätze zu sichern, die einen Positiv-Bezug zu Geschehenem sind.
Natürlich ist es auch erforderlich, dort Mahnmale zu hinterlassen, wo der Menschheit Böses widerfahren ist.

Ein Geburtshaus eines Massenmörders dient zu solch einer Aufgabe nicht. Für einige Elemente der Gesellschaft wäre ein solcher Platz wohl zu verlockend, um nicht als Märtyrer-Platz missbraucht zu werden.
Es sind nicht die Mauern, die Böses schufen! Die letzte Verantwortung für alle Taten trägt immer der, der sie ausführt, herbeiführt, begünstigt oder auch nur duldet.

abreissen

wer will da wohnen
brrrrr

Antworten Gast: Everybody
20.09.2012 11:46
7 0

Re: abreissen

Ich weiß es nicht genau, aber ich glaub es steht unter Denkmalschutz!
Ich hab das eigentlich ziemlich lässig gefunden, dass die Lebenshilfe da einen Shop drinnen hatte!

Re: Re: abreissen

ja, auch gut.
also nicht abreissen.

Re: Re: Re: abreissen

Ein Haus kann nichts dafür, wer es finanziert, geplant oder bewohnt hat.

"Abreißen"
So viel Nichtinteresse an historischen (nicht wegen dem Bewohner im Kleinkindalter sondern wegen des Erbauungsjahres) Bauwerken, die sehr schön sind, wie man am Bild sehen kann, lässt mich immer wieder den Kopf schütteln...