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OPEC-Prozess: 79-jährige auf der Anklagebank

21.09.2012 | 11:14 |   (DiePresse.com)

In Frankfurt am Main hat der Mord-Prozess gegen zwei frühere Mitglieder der linksextremen Revolutionären Zellen begonnen. Sonja S. soll Waffen und Sprengstoff für den Anschlag auf die OPEC-Konferenz besorgt haben.

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Vor dem Landgericht Frankfurt am Main hat am Freitag der Prozess gegen zwei frühere Mitglieder der linksextremen Revolutionären Zellen (RZ) begonnen. Sonja S. muss sich wegen Mordes im Zusammenhang mit dem Wiener OPEC-Anschlag im Jahr 1975 verantworten, bei dem drei Menschen starben. Sie soll Waffen und Sprengstoff für den Anschlag auf die OPEC-Konferenz besorgt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft der heute 79-Jährigen dreifachen Mord und einen Mordversuch vor.

Im Vorfeld des Wiener Anschlags soll die Angeklagte den Terroristen Hans-Joachim Klein rekrutiert haben, der später im Prozess als Kronzeuge aussagen soll. Klein war 2001 wegen des Anschlags zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Zwei Jahre später wurde er auf Bewährung entlassen, 2009 schließlich begnadigt. Er hatte in seinem Prozess von der Kronzeugenregelung profitiert und auch Hinweise auf S. gegeben.

Weitere Sprengstoff- und Brandanschläge

Gemeinsam mit ihrem 71-jährigen Lebensgefährten Christian G. soll Sonja S. zudem an Sprengstoff- und Brandanschlägen auf Fabriken in Nürnberg und dem pfälzischen Frankenthal sowie auf das Heidelberger Schloss beteiligt gewesen zu sein. Die beiden mutmaßlichen früheren RZ-Mitglieder waren 1978 nach Frankreich geflohen und 2011 nach Deutschland ausgeliefert worden. Mit dem OPEC-Attentat hat der Schwerkranke laut Anklage nichts zu tun.

 Die Schwurgerichtskammer verhandelt wegen des Gesundheitszustands des Angeklagten nur höchstens drei Stunden pro Tag. Der Prozess wird sich deshalb erheblich in die Länge ziehen - schon jetzt hat das Gericht 39 Fortsetzungstermine bis zum 26. März des nächsten Jahres festgesetzt.

(APA/AFP)

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6 Kommentare
Gast: Wixer unterhalb des Inns
21.09.2012 21:11
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Gast: plain potatoe
21.09.2012 20:58
0 0

verleiht ihr einen Orden


die Welt ist besser geworden. Zumindest bis Bush und Kohl auftauchten.

na klar, wer früher die Anderen beschuldigt, darf "Kronzeuge" sein ...

... und der Langsamere ist eben der Verbrecher
(Vorsicht, Zynismus an Bord, Kritik an "Kron"Zeugen"Regelung" kann nicht ausgeschlossen werden)

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Links muss man sein.

Dann kommt man trotz der nachgewiesenen Beteiligung an terroristischen Anschlägen nach 2 Jahre auf Bewährung raus.

Feierabendterroristen oder Terrorprofis?

Die “Revolutionären Zellen” werden in deutschen Medien wieder einmal zu “Feierabendterroristen” verharmlost.

http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/09/21/carlos-deutsche-feierabendterroristen/

Dabei wird ignoriert, dass RZ-Mitglieder bei höchst professionellen Terror-Aktionen wie Entebbe involviert waren.

Die Truppe des Terror-Profis Carlos bestand fast ausschließlich aus RZ-Mitgliedern.

Der sogenannte “Internationale Kampf” der RZ bestand darin, für Gaddafis Libyen und andere kriminelle Staaten gegen Bezahlung Morde und Terroranschläge durchzuführen.

Dabei wurde bisher wohl nur ein Bruchteil ihrer Aktivitäten aufgedeckt.

So wurde erst vor wenigen Jahren bekannt, dass sich der RZ-Mann Thomas Kram alias “Lothar” am Tag des schlimmsten Terroranschlags der italienischen Geschichte am Tatort aufhielt.


Re: Feierabendterroristen oder Terrorprofis?

Den Link hätten Sie sich getrost sparen können, führt er doch nur auf eine von Ihnen geschriebene Seite, wo Sie genau die gleiche Behauptung aufstellen wie hier. Was soll also der Unfug? Kinder, Kinder.