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OPEC-Prozess: Schweigen im Gericht

03.10.2012 | 10:45 |   (DiePresse.com)

In Frankfurt am Main läuft der Mord-Prozess gegen zwei frühere Mitglieder der linksextremen Revolutionären Zellen. Sie wollen weder zu den Anschuldigungen noch zu ihren Lebensläufen Stellung beziehen.

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Im Frankfurter Prozess um das OPEC-Attentat von 1975 und Anschläge der Terrorgruppe Revolutionäre Zellen (RZ) hüllen sich die beiden Angeklagten in Schweigen. Am zweiten Verhandlungstag am Dienstag äußerten sich weder die Hauptangeklagte Sonja Suder noch ihr Freund Christian Gauger zu den Vorwürfen. Auch zu ihren Lebensläufen machten die mutmaßlichen ehemaligen Linksterroristen keine Angaben.

Die Anklage wirft Suder dreifachen Mord und einen versuchten Mord vor. Zwar war sie nicht dabei, als die Konferenz der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in Wien 1975 überfallen wurde, Dutzende Geiseln entführt wurden und drei Opfer starben. Doch soll sie Waffen und Sprengstoff für Carlos, den Chef des Terrorkommandos, beschafft haben. Der Staatsanwalt hielt Suder vor, aus niederen Beweggründen den Tod der Opfer leichtfertig verursacht zu haben: "Sie wusste und billigte, dass Waffen zur Tötung von Menschen eingesetzt wurden."

Sprengstoffanschläge in den 1970ern

Zusammen mit dem schwer kranken Gauger, der laut Staatsanwaltschaft mit dem OPEC-Attentat nichts zu tun hatte, sitzt Suder außerdem wegen mehrerer Sprengstoffanschläge in den 1970er-Jahren auf der Anklagebank. Bei den Gewaltaktionen in Nürnberg, Frankenthal und Heidelberg war hoher Sachschaden verursacht, aber niemand verletzt worden.

Frankreich, wo das Paar jahrelang untergetaucht war, hatte beide vor rund einem Jahr ausgeliefert und so den Prozess ermöglicht. Er wird am Freitag fortgesetzt. Bis zum 26. März 2013 sind noch 38 Verhandlungstage geplant.

(APA/dpa)

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