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Nicht "echt"? Geschichte der Kärntner Slowenen

08.10.2012 | 12:14 |   (DiePresse.com)

"Kärnten ist nicht zweisprachig", sagte Landesrat Dobernig und löste einen Sturm der Entrüstung aus. Ein Blick auf die Geschichte Kärntner Slowenen.

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Die Kärntner Slowenen, denen Landesrat Harald Dobernig (FPK) am Samstag absprach, "echte" Bürger des Landes zu sein, sind die zweitgrößte autochtone Volksgruppe in Österreich. Ihr Status ist verfassungs- und völkerrechtlich abgesichert. Bereits vor knapp 1400 Jahren haben sich Slawen auf dem Gebiet des heutigen Kärnten angesiedelt, Mitte des 19. Jahrhunderts war Klagenfurt das kulturelle Zentrum aller Slowenen. Ein Rückblick:

Anfang des 7. Jahrhunderts gründeten die Alpenslawen - sie gelten als Vorfahren der heutigen Slowenen - das Fürstentum Karantanien, das historisch als Vorgänger des heutigen Bundeslandes gilt. Das politische Zentrum Karantaniens lag auf dem Zollfeld im Klagenfurter Becken. Inthronisiert wurden die Machthaber auf dem "Fürstenstein" in Karnburg. Die umgedrehte ionische Säule, die aus Virunum - der Hauptstadt der römischen Provinz Noricum - stammt, gilt als ältestes Rechtsdenkmal Österreichs und ist im Klagenfurter Landhaus zu besichtigen.

Von Fürsten zu Feudalherren

Bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts blieb Karantanien unabhängig. Als die Awaren das Herzogtum bedrohten, rief Herzog Borut 745 die Bayern zu Hilfe. Die Awaren wurden zurückgedrängt, Karantanien geriet jedoch unter fränkische Oberherrschaft, der auch die Bayern unterstellt waren. Nach einem Aufstand gegen die Franken wurde Karantanien vollkommen dem Herzogtum Bayern eingegliedert. Anstelle der slawischen Fürsten herrschten nun bayrisch-fränkische Feudalherren.

Im Jahre 976 trennte Kaiser Otto II. Kärnten von Bayern und machte es zu einem eigenständigen Herzogtum. Nach und nach setzte eine Siedlungsbewegung der Bayern nach Kärnten ein, die sich vorwiegend in schwach besiedelten Gegenden - Bergen, Wäldern und Tälern - heimisch machten. Im 15. Jahrhundert bildete sich zwischen Deutsch und Slowenisch eine Sprachgrenze heraus, die im Wesentlichen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unverändert blieb. Mit dem Aufkommen der Nationalbewegung begann eine Assimilierung der Slowenen durch die Deutschen.

Kärntner Abwehrkampf

Mit Ende des Ersten Weltkrieges versuchte der Staat der Slowenen, Kroaten und Serben (SHS-Staat) die slowenisch gebliebenen Gebiete zu besetzen, was zum Kärntner Abwehrkampf führte. In weiterer Folge kam es am 10. Oktober 1920 zur Kärntner Volksabstimmung mit dem Ergebnis, dass Südkärnten mit seiner slowenischsprachigen Bevölkerung bei Österreich verblieb. Dieses Datum gilt bis heute als Landesfeiertag. Unter der NS-Herrschaft wurden sämtliche slowenische Vereine aufgelöst. Der Widerstand der slowenischen Partisanen war der einzige militärisch organisierte Kampf gegen das NS-Regime in Österreich.

Die "Titopartisanen" versuchten nach dem Zweiten Weltkrieg, Teile Kärntens zu besetzen, stießen aber auf Widerstand der englischen Besatzer und zogen sich schließlich zurück. Diese Entwicklung heizte den Konflikt zwischen slowenischsprachiger und deutschsprachiger Bevölkerung abermals an. Am 15. Mai 1955 wurde der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet, in dessen Artikel 7 die "Rechte der slowenischen und kroatischen Minderheiten" in Österreich reguliert sind.

Späte Lösung des Ortstafelstreits

Im Staatsvertrag verbriefte Rechte, wie die Aufstellung zweisprachiger topographischer Bezeichnungen, wurden jedoch Jahrzehnte lang nicht umgesetzt und gipfelten 1972 im "Ortstafelsturm", einem Aufstand einiger "Deutschkärntner" gegen die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln. Mit dem Erstarken der Freiheitlichen in Kärnten wurden Ressentiments gegen die Volksgruppe abermals aus politischem Interesse genährt, federführend war der mittlerweile verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider.

Eine Lösung des Ortstafelstreits wurde erst 2011 herbeigeführt. Neben dem damit beauftragten SP-Staatssekretär Josef Ostermayer war auch der jetzige Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) daran maßgeblich beteiligt. Ausgerechnet dessen Landesrat und Parteifreund Dobernig meinte am Samstag bei einer Veranstaltung, Slowenen seien keine "echten Kärntner" und: "Kärnten ist nicht zweisprachig."

''Jahrhundertstreit'': Der Kärntner ''Ortstafelsturm''

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(APA)

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29 Kommentare
 
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Gast: Pensador
09.10.2012 19:34
0 0

Give America back to Red Indians?

Die Äusserung war sicher unnötig. Aber was soll der Schwafel, wer länger und vor 1000 oder 1500 Jahren wo oder irgendwo war?
Es gibt Gebiete, wo Deutsche 1000 Jahre oder länger siedelten und wo heute kein Wort mehr Deutsch gesprochen wird. Und ganz Ostösterreich war vor mehr als 1200 Jahren von Awaren bewohnt, bevor Karl der Grosse diese Gebiete kolonialisierte und mit bajuwarischen Bauern besiedelte. Und in der Steiermark gibt es hunderte Ortsnamen slawischen Ursprungs. Slawisches Land?
Es erinnert mich daran, als ich vor vielen Jahren im Londoner Hydepark einen dunkelhäutigen Diskutanten hörte, der verlangte, Südafrika "back to the black people" zu geben. Worauf ihm ein weisser Südafrikaner antwortete: "Give Amerca back to Red Indians?"

Mit den "echten" Kärntnern sind die Deutsch-Kärntner gemeint

Selbstverständlich sind die Angehörigen der slowenischen Minderheit Kärntens in jeder
(z. B. in siedlungsgeschichtlicher) Hinsicht genauso echte Kärntner wie die Angehörigen der deutschen Mehrheit dieses österreichischen Bundeslandes. Es wundert mich sehr, daß sich ausgerechnet ein Politiker der FPK scheut, österreichische Staatsbürger
deutscher Volkszugehörigkeit als Deutsche zu bezeichnen. Diese Realitätsverweigerung ist sonst eher in anderen Parteien gang und gäbe.

Re: Mit den "echten" Kärntnern sind die Deutsch-Kärntner gemeint

Slowenischsprachige Kärntner sind keine Slowenen, und deutschsprachige Kärntner sind keine Deutschen, sondern beide sind ÖSTERREICHER!
Oder sind Amerikaner, Kanadier, Australier, Neuseeländer etc. alles ENGLÄNDER, nur weil sie zufällig Englisch sprechen?

Re: Re: Mit den "echten" Kärntnern sind die Deutsch-Kärntner gemeint

Die meisten Angehörigen der von Ihnen erwähnten Staatsvölker sprechen keineswegs "zufällig" Englisch. Auch die meisten Angehörigen
des österreichischen Staatsvolkes sprechen keineswegs "zufällig" Deutsch ...

Gast: Paz
09.10.2012 15:25
2 0

Slowenien + Österreich

Länder die seit Jahrhunderten zusammen gehören und erst durch den wechselseitigen Nationalismus getrennt worden sind. Der bayerische Herzog hat sich am Kärntner Herzogsstuhl in slowenischer Sprache verpflichten müssen dieses Land zu schützen. Das verbliebene Österreich hat seine Pflicht nicht wahrgenommen das Slowenenland gegen Nationalismus und gegen Kommunismus zu schützen.
Heutzutage gehören derartige Sprüche wie die des Dobernig auf den Misthaufen der Geschichte.

Gast: ökono-mist
09.10.2012 15:10
0 0

Ingrid Flick - fraglos eine waschechte Kärntnerin...


Trotzdem würde sie beim "Aufnahmetest" durchfallen!

Nach den - zweifellos sehr strengen - Aufnahmekriterien des LH's müßte sich die Milliardärin nämlich wieder in ihrem angestammten Beruf als Rezeptionistin verdingen, bevor sie um die "waschechte Kärntnerschaft" ansuchen kann. Denn
sie (o Makel!) "arbeitet nicht" [sprich: sie nimmt nicht mehr am ständestaatlich verherrlichten Lohnarbeitsprozeß teil - als Milliardärin... (sic!)].

Man muß nur genau hinhören beim Herrn Landeshauptmann. Ein Freibrief für das attributlose Kärntnertum war seine "Fremdentschuldigung" keineswegs.

Nehmen wir als weiteres Beispiel Herrn X und/oder Frau Y: Einer von beiden kann keine Kinder zeugen/bekommen. Also werden sie wohl nie eine (Vater-Mutter-Kind-)Familie sein können.
Sense also mit dem Kärntnertum?!

P. S.:
Egal, ob ich nun Deutschkärntner wäre oder Kärntner Slowene, ich würde dem Herrn LH genau die selbe Frage stellen: Darf man - bitte! - ein ganz attributloser Kärntner sein?! Oder muß man sich weiterhin vom Stammtisch-Mob taxieren lassen? Dieser formuliert nämlich nicht so moderat wie die Politiker, sondern schickt die Ersten schon verbal "ins Gas", wenn die Parteipolitik noch mit der Reparatur ihrer verunglückten Formulierungen zu kämpfen hat!

Ich jedenfalls traue Ihnen, Herr Dörfler, (nach wie vor) mehr zu als den (die Freiheit erwürgenden!) Muff von tausend Jahren.

Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire! Und erkennen Sie bitte die verfassungsgemäße Erwerbsfreiheit an!

Ich habe mich ehrlich gefreut,

... als der Ortstafelstreit beigelegt wurde und an den Landeshauptmann ein schriftliches Danke geschickt (hätte ich auch an Ostermaier schicken sollen). Inzko hat mich schwer enttäuscht, weil ich mir von einem Diplomaten mehr erwartet hätte.
Jetzt ist es an der Zeit, das alte Volksabstimmungsmotto "Kärnten frei und ungeteilt" auszugraben und den 10.Oktober gemeinsam zu feiern. Das möchte ich noch erleben.

Ich hoffe, dass Parteien mit Dobernigs in ihren Reihen in Kärnten keine Stimme mehr bekommen (warum ist er noch nicht aus- und zurückgetreten?)

Der Name DOBERNIG ...

... ist ein Paradebeispiel für einen typisch Kärntner Familiennamen slowenischer Herkunft (Varianten: Dabernig / Dabornig / Dobernig / Tabernig / Tabornig), der zu slowen. deber, mundartlich daber ‘Schlucht, Klamm’ zu stellen ist; er entspricht dem dt. Klammer.
In der Osttiroler Mundart ist das Wort Daber noch heute geläufig, z.B. Daber- oder Daba-Klamm (Kals).
Die slowenischen -nik-Namen entsprechen semantisch genau den deutschen Namen auf -er, z.B.:
Moser – Blatnik (zu Moos ‘Moor, Sumpf’, slowenisch blato) > Blatnig, Wlattnig usw.
Ebner – Ravnik (zu Ebene, slowenisch raven) > Raunig usw.
Wald(n)er – Lesnik (zu Wald, slowenisch les) > Lesnig, Liesnig usw.
Gasteiger – Klančnik (zu mittelhochdeutsch gāsteig ‘steiler bzw. jäher [> mundartlich gacher] Weg, Anstieg’, slowenisch klanec ‘Steile; steiler Weg, Hohlweg’) > Glantschnig(g), Glanznig, Quantschnig usw.
Bacher – Potočnik (zu Bach, slowenisch potok) > Pototschnig, Petutschnig(g) usw.
Rauter – Laznik (zu Raut, slowenisch laz ‘Rodung’) > Laßnig, Lassnig usw.
Die meisten dieser slowenischen Namen auf -nik verfügen also über ein bedeutungsgleiches deutsches Pendant auf -er. Dies kann man als Ergebnis einer Parallelentwicklung unter den Bedingungen weit verbreiteter Zweisprachigkeit sehen, indem beide Sprachgemeinschaften einen gemeinsamen, korrespondierenden semantischen Typus mit jeweils eigenem Sprachmaterial geschaffen haben. Sprachliche u. friedliche Koexistenz im wahren Sinn des Wortes!

Ich nehme an ...

... die -nig Namen sind eine weitere Verschiebung? Hat das was mit den sogenannten "Windischen" zu tun? Wer sind diese und wie stehen die innerhalb des Volksgruppenkonflikts (außer, dass sie jede Gruppe für sich vereinnahmen möchte?).
Aus dem Bauch heraus würde ich die Windischen als slowenischsprachige Kärntner bezeichnen. Aber wie sehen die sich selbst?

Re: Ich nehme an ...

"Windisch" ist keine eigene Sprache, sondern nur ein (inzwischen obsoletes) Bekenntnis. Weiteres unter http://members.chello.at/heinz.pohl/Windische.htm

Überall gibt es Zugewanderte...

Und wenn diese sich dann als Bürger des Landes fühlen und verstehen, in dem sie JETZT ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben, dann sollte man es dabei belassen! Die in Kärnten lebenden slowenischstämmigen Familien tun dies seit unzähligen Generationen und wären sicher schon längst ausgewandert, wenn es ihnen bei uns nicht gefallen würde. Warum also schüren gewisse deutschnationalistische Kreise immer wieder Mißtrauen dort, wo dieses nicht angebracht ist? Jetzt hat man nach jahrzehntelangem Hickhack endlich die umstrittene Ortstafelfrage finalisiert, wobei beide Seiten Kompromißfähigkeit zeigten. Dabei sollte man es bewenden lassen und nicht ständig moderat abgeschlossene Kapitel verlängern. Im übrigen habe ich schon immer Probleme mit Leuten gehabt, die nicht akzeptieren wollen, daß ein "Match" zuende ist. Nach vorn zu blicken, darauf kommt es IMMER an. Oder, wie es schon in der Bibel heißt: "Laßt die Toten begraben sein". Die Ortstafelfrage ist keine "Einstiegsdroge", die bei den slowenischen Kärntern neue Begehrlichkeiten wecken könnte. Höchstens noch ein paar verschlagene politische Paranoiker können einen solchen Unsinn vertreten. Wie Haiders ehemaliger Büroleiter-Wauwau...

1 0

Re: Überall gibt es Zugewanderte...

Grundsätzlich bin ich ganz Ihrer Meinung. Nur würde ich Kärntner Slowenen nicht als Zugewanderte bezeichnen wenn diese Menschen schon seit über tausend Jahren in Kärnten leben. Dann müssten im Prinzip alle Menschen weltweit (bis auf den afrikanischen Kontinent, denn von dort aus hat sich der Mensch auf die ganze Welt ausgebreitet) als Zugewanderte bezeichnet werden.

Antworten Antworten Gast: GrafGudenus
09.10.2012 13:18
1 0

Zugewanderte...

sind jene, die einen deutschen Dialect sprechen!

Gast: GrafGudenus
08.10.2012 14:19
3 0

Ureinwohner sind somit keine Germanen, Deutsche


Gast: Herbert West
08.10.2012 13:43
2 16

Slowenische Ortstafeln haben in Österreich nichts zu suchen

Österreich spricht Deutsch und Kärnten heißt immer noch Kärnten solange es zu Österreich gehört - und nicht "Koroska" oder wie auch immer. Die immer wieder geäußerte Behauptung, daß Anfang des 7. Jahrhunderts "Alpenslawen" das Fürstentum Karantanien gegründet hätten ist nachweislich falsch.

Touristische Zusatztafeln (wie in anderen Ländern) gerne - aber österreichische Orte haben EINEN Namen: eine Deutschen!

Mit der Landnahme der Kelten im 3. Jahrhundert v. Chr. verlagerte sich das Herrschaftszentrum um die Eisengruben von Hüttenberg an den Klopeiner See (Gracarca). Möglicherweise lag dort die sagenumwobene und seit langem gesuchte Stadt Noreia, Hauptort des Norischen Königreiches. Wiederholt ist von den Norikern in römischen Geschichtsbüchern die Rede.
Auf die Gründung einer Handelsstation am Magdalensberg (um 50 v. Chr.) folgte im Jahre 15 v. Chr. die Eingliederung ins Römische Reich. Die Provinz Norikum griff über weit über den Kärntner Raum bis an die Donau aus. Vom Magdalensberg wurde die Hauptstadt bald ins Zollfeld (Virunum) verlegt. Eine weitere Stadt in Kärnten entstand bei Spittal/Drau (Teurnia). Hierher wurde während der Völkerwanderungszeit die Hauptstadt verlegt. Der Bischof übernahm in der zunehmend christianisierten Welt zeitweise auch die politische Führungsrolle. Am Hemmaberg befand sich ein überregional bedeutender Wallfahrtsort...

Antworten Gast: Ferdl Ost
09.10.2012 09:11
2 0

Re: Slowenische Ortstafeln haben in Österreich nichts zu suchen

Noricum war ein keltisches Reich.

Das Siedlungsgebiet der Kelten reichte bis ins heutige Ungarn im Osten, umfasste AUCH DAS HEUTIGE SLOWENIEN, Teile Istriens, Norditaliens etc. etc. etc.

Diese Information ist gratis für Sie.
Denken Sie nach.

Antworten Gast: beschwerer
08.10.2012 19:29
3 0

Re: Slowenische Ortstafeln haben in Österreich nichts zu suchen

kann es seinn dass Ihre geschichtskenntnis in einem historischen lehrbuch über die beinahe unbekannte geschichte der erde vom planeten koprophagos aus dem nächsten spiralarm unserer galaxis fusst? kelten waren nämlich ganz einfach keine germanen, und dass selbige später kamen nach kärnten als die slawen steht 101prozentig fest, und ich bin KEIN slawenabkömmling!

Antworten Gast: Grummelbart2
08.10.2012 19:12
1 0

Re: Slowenische Ortstafeln haben in Österreich nichts zu suchen

Argh, vorher net aufgefallen:

Es sind ja nicht einmal "slowenisch" Ortstafeln; die hätten in der Tat nichts verloren. Es sind österreichische Ortstafeln, welche eine zweisprachige Beschriftung aufweisen.

Wie sie zu der Behauptung kommen, dass österreichische Orte nur einen Namen (und zwar einen teutschen!!!) haben, ist mir angesichts des weltbekannten "Vienna" unbegreiflich. Tatsächlich hat jede Sprache eigene Namen für andere Städte; wir nennen die ägyptischen Städte ja auch bei ihren "deutschen" Namen und nicht den arabischen.

Im Falle der Kärtner Slowenen handelt es sich um eine anerkannte Minderheit, die geschichtlich bewiesen längere Zeit dort gelebt hat und (soweit mir bekannt) ohnedies am absteigenden Ast sitzt. Inwieweit hier durch doppelsprachige Ortstafeln ein problem entsteht (anstatt hier von dem wirtschaftlichen Vorteil einer zweisprachigen Bevölkerung zu profitieren) ist mir als Nichtkärntner ein Rätsel.

Antworten Gast: nereiren
08.10.2012 14:49
11 0

Selten so einen Unsinn gelesen!

'Österreich' gründet sich auf dem Staatsvertrag und die Verfassung, und da steht nunmal klar drinnen was Sache ist, nämlich u.a. die Rechte und Pflichten der slowenischen Minderheit in Kärnten, inkl. Amtssprache und österreichischen Ortstafeln(! - "slowenische Ortstafeln" - was für ein Schwachsinn!) in deutscher und slowenischer Sprache.

Wenn Sie sich schon Ihr eigenes nationales Gebilde erträumen, benennen Sie es wenigstens anders, den "Österreich" ist genau das Gegenteil davon!

Re: Slowenische Ortstafeln haben in Österreich nichts zu suchen

Und wieso nicht? Weil's Ihnen nicht passt?
Weshalb sollten wir ein im Staatsvertrag verbrieftes Recht ignorieren?

Italien spricht Italienisch

und Südtirol heißt immer noch "Alto Adige" solange es zu Italien gehört und nicht "Südtirol" oder wie auch immer. ...

Bla, bla , bla,

In Zeiten von Globalisierung, EU und offenen Grenzen noch so dermaßen verstaubtes Gedankengut verbreiten zu müssen, ist peinlich genug. Darüber hinaus auch noch Geschichtsfälschung unterstellen zu wollen grenzt schon ein bisschen an Realitätsverweigerung...

Antworten Antworten Gast: geri
08.10.2012 17:22
1 2

Re: Italien spricht Italienisch

.... Schau - Österreich WAR ein Vielvölkerstaat! Nur der keine Haufen ist übrig... und nicht mal dem Minirumpf ist einen ÖSTERREICHER noch vergönnt. ;)
Denkt mal einer bisschen als Patriot - ist man gleich ein Idiot...

Antworten Antworten Gast: Hansi Hüpfer
08.10.2012 15:46
0 6

Re: Italien spricht Italienisch

Südtirol heisst Südtirol; nicht wie du Stirnprunzler meinst: "oder wie auch immer".
Wenn du keine Ahnng hast, solltest du lieber den Mund halten statt die letzten Zweifel an deiner Verdodelung zu beseitigen.

ganz ruhig!

Ich hab nur den Text des OP 1:1 kopiert und Kärnten durch Südtirol ersetzt.

Kein Grund gleich ausfällig zu werden..

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hansi Hüpfer
08.10.2012 16:51
0 7

Re: ganz ruhig!

Genau das ist es, was falsch ist.
Slowenen, die nach jedem WK versuchten, Kärnen zu besetzen und nur durch grossem Kärntner Blutzoll zurückgeschlagen werden konnten, kann man nicht mit einer autonomen Region vergleichen, noch dazu, wenn Ö. im Staatsvertrag als Schutzmacht bestellt wurde.

Re: Re: ganz ruhig!

Lustig, dass Sie den Staatsvertrag zitieren, jedoch die Verfassung, in der die Minderheitsrechte festgesetzt sind, scheinbar ignorieren!

 
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