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RAF-Terroristin Ensslin: Bruder fordert neue Ermittlung

19.10.2012 | 14:08 |   (DiePresse.com)

Vor 35 Jahren starben drei RAF-Anführer in ihren Zellen. Der Bruder von Gudrun Ensslin ortet Ungereimtheiten in der damaligen Untersuchung, die Selbstmord feststellte.

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Am Morgen des 18. Oktober 1977 fanden Wärter im Gefängnis Stuttgart-Stammheim die drei RAF-Anführer Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan-Carl Raspe tot in ihren Zellen. Selbstmord, ergab die Untersuchung der Justiz. 35 Jahre später wollen daran aber noch nicht alle glauben: Ensslins Bruder hat nun die Wiederaufnahme der Untersuchung beantragt, wie deutsche Medien am Freitag berichteten.

„Die Staatsanwälte und Polizisten, die 1977 ermittelten, haben nur nach der Bestätigung der Selbstmordhypothese gesucht. Ich verlange eine ergebnisoffene Untersuchung", sagte Gottfried Ensslin laut „Spiegel" bei einem Pressegespräch. Ensslin stützt seine Zweifel vor allem auf das Buch „Die Todesnacht in Stammheim" von Helge Lehmann, in dem über zahlreiche Ungereimtheiten berichtet wird. Lehmann hat nun auch für Ensslins Antrag 32 Punkte aufgelistet, die seiner Ansicht nach untersucht gehören. Sowohl Lehmann als auch Ensslin betonen, dass sie keine Hypothese haben, wie die drei Terroristen 1977 ums Leben kamen.

Ensslin wurde damals erhängt an ihrem Zellenfenster baumelnd aufgefunden. Baader und Raspe starben an Schusswunden. Eine weitere Terroristin, Irmgard Möller, lag mit mehreren Stichverletzungen in ihrer Zelle. Sie überlebte die „Stammheimer Todesnacht" als einzige und behauptet bis heute, sie sei angegriffen worden.

Kurz vor dem Tod der "Stammheimer" waren die Geiseln in der Lufthansa-Maschine „Landshut" befreit worden, mit denen die Terroristen freigepresst werden sollten. Raspe hatte ein Radio. Die Ermittler gingen davon aus, dass er die Nachricht von der Geiselbefreiung gehört und seine Mithäftlinge informiert hatte. Daraufhin hätten die Häftlinge begriffen, dass es keine Chance mehr auf ein Leben in Freiheit gab, und gemeinsam ihren Selbstmord beschlossen. Schon im Jahr zuvor hatte RAF-Anwalt Arndt Müller Schusswaffen in den Hochsicherheitstrakt eingeschmuggelt.

Zu den bis heute rätselhaften Punkten zählt laut Lehmann unter anderem, dass einer der beiden zuständigen Wachbeamten in der Todesnacht in eine andere Abteilung abberufen wurde. Die Videoüberwachungsanlage soll ausgefallen sein. Laut Lehmann fanden sich außerdem auf den Händen von Baader und Raspe keine Schmauchspuren.

Die RAF-Akten sind teilweise nach wie vor unter Verschluss. Ihre Freigabe wird auch von Angehörigen von Mordopfern der Terrorgruppe gefordert. Einige der Verbrechen der RAF sind bis heute nicht aufgeklärt.

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(kron)

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32 Kommentare
 
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Die RAF hat großes geleistet

Nachdem damals Nazis immer noch /wieder in Spitzenpositionen waren (Hanns Martin Schleyer) und Großkapitalisten (Algred Herrhausen) straflos die Beute ihrer gemeinsamen Raubzüge genießen konnten, beschlossen einige selbstlose junge Helden endlich für Gerechtigkeit zu sorgen. Ohne die RAF hätten wir wir viele Errungenschaften nicht. Manchmal muss man den Leuten mit der Waffe die Augen öffnen; natürlich konnte das der Bullen und Nazistaat BRD nicht dulden. Klar wurden sie ermordet. Das weiß doch jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt. Und diejenigen sind darüber nicht überrascht. Aber die Einzelpersonen, Individualschicksale - darum geht es nicht. Es geht um den Kampf. Und der geht weiter. Mit und ohne Waffen. Erfreulicherweise bringen sich in Österreich ja die rechten "Buberln" durch besoffenes Autofahren selber um (Jörg Haider) wenn's Liebeskummer mit dem heimlichen Beliebten gibt. Den Luxus gibt es halt in Anden Ländern nicht. Da müssen Profis ran. Zu sterben - Berufsrisiko!

Antworten Gast: tc_t
22.10.2012 09:42
3 1

Re: Die RAF hat großes geleistet

grosses geleistet??? sie waren schlichtweg mörder... und sogesehen ist´s egal wie sie starben...

Antworten Gast: noch einer
22.10.2012 00:23
1 1

Vts oder keine VTs ?

Also ,die Einen wurden sicher Umgebracht und der Andere ist sicher "selber Schuld"

"bringen sich in Österreich ja die rechten "Buberln" durch besoffenes Autofahren selber um (Jörg Haider)"

auch wieder nur politisch motivierte Schwarzweismalerei ?

Re: Die RAF hat großes geleistet

die RAFler waren um kein Haar besser als die vermeintlichen nazis!

gut so, dass sich dieser Abschaum selbst entsorgt hat :-)

Antworten Gast: W.Polheim
21.10.2012 22:25
2 2

Re: Die RAF hat großes geleistet

Sie trauen sich aber was! Ehe Sie sich versehen, wird Ihnen das Handwerk gelegt werden, Sie mieser Kommunist

Re: Re: Die RAF hat großes geleistet

herr pohlheim. drohen sie mir? sie sind lächerlich...

Kommt diese Verbrecherpartie ..

... aus ihren Löchern?

Gast: Dr. Eisendraht
21.10.2012 17:01
6 1

Ein Fall für den Staatsanwalt

Der Herr Bruder wird ja einiges mehr wissen als bisher über das feine Schwesterlein bekannt wurde. Daumenscherauben anlegen!

Frage:


"... Schusswaffen in den Hochsicherheitstrakt eingeschmuggelt."

Was ist ein Hochsicherheitstrakt?

Gast: Konservativer
20.10.2012 19:27
16 5

Mit den Terroristen wurde viel zu milde umgesprungen. Stammheim eingeschlossen.

Die RAF hat Deutschland offen und wörtlich den Krieg erklärt.

Die RAF und ALLE Unterstützer waren also ausnahmslos Kriegsfeinde.

Kriegsfeinde knallt man ab.

Aus.

Tötet endlich die braven, unbescholtenen Bürger

so scheint die Haltung des Rechtsstaates, der Richter, Staatsanwälte, der Politik zu sein.
Mörder, Terroristen, Asylanten mit Drogenschmuggelhintergrund usw. haben alle gute Gründe warum sie unbedarft, unschludig, ohne Absicht in eine dramatisch, persönlich, politisch grausame Lebenssituation gekommen sind.
Es gilt : es lebe der Mord - stellen sie sich vor ein gewöhnlicher Bürger, braver Steuerzahler macht das alles.

wann hört man endlich auf, linke Terroristen zu verherrlichen?


Um diese Mörder ist es nicht schade!


Gast: Peterundich
20.10.2012 10:27
17 1

Vor Jahren geschehen.

Soldat einer bekannten Armee vergewaltigt mehrere Mädchen auf schlimmste Art.
Er wird am nächsten Tag in seiner Zelle erhängt gefunden.
Aussage eines Major.
"So etwas brauchen wir weder in unserer Armee noch unserem Land."

Antworten Gast: Dr. Eisendraht
21.10.2012 16:59
4 1

Re: Vor Jahren geschehen.

Ein Soldat einer bekannten Armee vergewaltigte der Reihe nach Mädchen und Frauen zwischen 10 und 70. Es war ein Rotarmist und man schrieb Mai 1945

Re: Re: Vor Jahren geschehen.

genau .. so etwas gab es ja unter den Soldaten der edlen Wehrmacht sicher nicht

Gast: noch einer
20.10.2012 09:26
2 1

Spielfeld der Geheimdienste

Der "Terrorismus" ist ,
wie sich zunehmend harausstellt ,
eine Spielwiese der Geheimdienste .

Din der RAF waren sowohl der DDR Geheimdienst
als auch der westdeutsche BND aktiv
Die RAF Terroristen scheinen heute eher willige Handlanger
übergeordneter Interessen gewesen zu sein ,
Aussagen diese Personen wurden dann durch ihren Tod verhindert .

18 5

Kein Verlust. Egal, wie die umgekommen sind,

das Ergebnis ist zu begrüßen.

Re: Kein Verlust. Egal, wie die umgekommen sind,

wodurch unterscheiden Sie sich von Terroristen? Sie entscheiden ja genauso, wessen Leben Wert besitzt und wessen nicht. Gratulation!

Antworten Antworten Gast: Konservativer
20.10.2012 19:25
9 3

Re: Re: Kein Verlust. Egal, wie die umgekommen sind,

"wodurch unterscheiden Sie sich von Terroristen?"

Ich habe auf diese Frage gehofft.

Dadurch, dass Ingsoc für die Tötung von DRECKIGEN TERRORISTEN eintritt, während die Terroristen für die Tötung von unschuldigen Menschen eintreten.

Antworten Antworten Gast: Doividl
20.10.2012 17:59
16 1

Re: Re: Kein Verlust. Egal, wie die umgekommen sind,

Ich unterscheide mich von Terroristen indem ich kein kommunistischer Heckensch ütze bin

Antworten Antworten Gast: Peterundich
20.10.2012 10:30
12 1

Re: Re: Kein Verlust. Egal, wie die umgekommen sind,

Tolerance and Apathy are the last virtues of a dying Society.

17 4

Re: Re: Kein Verlust. Egal, wie die umgekommen sind,

Das nennt sich "Vernunft". Krebszellen werden auch vernichtet. Sie können ja, wenn Ihnen das lieber ist, daran zugrundegehen.

Re: Re: Re: Kein Verlust. Egal, wie die umgekommen sind,

tja und wenn ich/andere nun beschließen dich und weitere reaktionäre Gestalten/rechtskonservative Kasperln u. Spinner (à la Konservativer ..) auch als "Krebszellen" innerhalb unserer Gesellschaft zu betrachten?!

btw, ich hege nicht die geringste Sympathie für die Raf - im Gegenteil ..

Gast: veritas
20.10.2012 00:14
4 11

der staat

darf sich NICHT über das gesetz stellen.

leider sind keine ernsthaften bemühungen seitens des deutschen staates zu erkennen, die ungereimtheiten rund um die stammheimer todesfälle aufzuklären. unter verschluß gehaltene akten geben immer gute argumente dafür, daß vertuscht wurde.

und vermutlich wird. denn auch im fall der zwickauer terrorzelle darf sich der staat nicht mit lorbeeren schmücken. ganz im gegenteil.


4 2

Re: der staat

Das ist die logische Konsequenz, wenn man sich die Möglichkeit der Todesstrafe versagt.

 
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