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Deutschland zahlt noch immer für Ersten Weltkrieg

02.12.2009 | 06:46 |   (DiePresse.com)

Mehr als 90 Jahre nach dem Versailler Vertrag zahlt Deutschland noch immer Kriegsschulden aus dem Ersten Weltkrieg ab. Der offene Betrag beläuft sich auf rund 56 Millionen Euro.

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Mehr als 90 Jahre nach dem Versailler Vertrag zahlt die Bundesrepublik Deutschland noch immer Kriegsschulden aus dem Ersten Weltkrieg ab. "Der noch offene Betrag für Zins- und Tilgungsleistungen beläuft sich auf rund 56 Millionen Euro", sagte der Sprecher Deutschen Finanzagentur, Boris Knapp, laut "Bild"-Zeitung. Das Geld werde an Gläubiger gezahlt, die Schuldverschreibungen besitzen.

Bis 1952 hatte Deutschland den Angaben zufolge rund 1,5 Milliarden Mark Kriegsschulden getilgt. 1953 wurden die entstandenen Zinsforderungen im Londoner Schuldenabkommen demnach wegen der Gebietsverluste Deutschlands bis zu einer Wiedervereinigung zurückgestellt.

Ab 3. Oktober 2010 schuldenfrei

Am Tag der deutschen Wiedervereinigung, dem 3. Oktober 1990, seien dann die alten Forderungen wieder in Kraft getreten, die Laufzeit betrug 20 Jahre. Am 3. Oktober 2010 werde Deutschland die Schulden von Versailles abbezahlt haben, heißt es in dem Bericht.

(Ag.)

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70 Kommentare
 
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Yalcin
18.01.2010 15:16
0 0

huhu

zahlt mal schön weiter !!!

Antworten Gast: Beobachter
18.01.2010 20:51
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Re: huhu

Deutschland macht es genau richtig: In Sack und Asche gehen, ordentlich Geld verteilen - und genau dadurch immer mehr Einnahmen haben. Irgendwie schlau, diese Füchse.

Gast: Ösi
07.12.2009 10:59
1 1

toll, dass wir Österreicher sind!

Da finden wir es gleich viel besser, dass wir die guten alten Habsburger haben. Elegant wie der alte Kaiser Franz Yussuf I. die Piefke in den 1.Weltkrieg hineintheatert hat und wie behände sein Nachfolger Karl I. , im Ausland der Giftgas-Charli genannt, dann durch Abdankung sich der Schuld entledigt hat.
Während die Habsburgerl den 1.WK mit Kriegsanleihen finanziert haben und damit ausgezeichnetes eigenkapitalschonendes Risikomanagement an den Tag gelegt haben, blechen die Bundesdeutschen.
Tja, selbst schuld! Den gleichen Fehler haben die Germanen ja 20 Jahre später wieder gemacht. Und wies unserern EU-Beitritt nicht verhindert haben schon wieder.
Daher: die Deutschen lernen nicht aus der Geschichte!

Antworten Gast: Beobachter
13.12.2009 19:27
0 0

Re: toll, dass wir Österreicher sind!

Da bin ich aber ganz anderer Meinung, wenn ich mir anschaue, wo Deutschland heute territorial, wirtschaftlich, militärisch u. politisch steht und wo die Reste des "Habsburgerreichs" stehen

Lilienfeld
06.12.2009 20:55
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Ungerecht und enttäuschend

Die Gespenster der Vergangenheit überschatten den Weg in eine bessere Zukunft im geeinten Europa. Aus dem "Krieg der Großväter" wird bis heute für die Nachkommen der Besiegten Tributpflichtigkeit abgeleitet.
Wieder enttäuschen EU und "Staatengemeinschaft" durch Ungerechtigkeit.
"Iustitia regnorum fundamentum" hat es einmal geheißen. Doch heute: Die Raffgier regiert!

Fadenkreuz
06.12.2009 19:32
1 0

Zinsforderungen eigentlich hinfällig

Interessant ist aber, dass 1952 unter Gebietsverlusten was ganz anderes verstanden wurde als heute. Da waren sich damals alle Par-teien in Deutschland einig. Das beweisen die Bundestags-Wahlplakate von SPD und CDU aus jener Zeit. Zum Beispiel: „Niemals Oder-Neiße-Linie. Wählt CDU!“ Oder: „Lübecker! Deutsche! Von Memel bis Saar-brücken die freie, geeinte deutsche Republik. Darum wählt Sozialde-mokraten!“ Das heißt, die Wiedervereinigung aus Sicht 1952 hätte auch Ostpreußen und Schlesien usw., also Deutschland in den Gren-zen von 1937 betroffen (Bis 1991 hing diese Deutschlandkarte auch so im CDU-Stammsitz). Das wiederum heißt aus heutiger Sicht, dass es eigentlich keine Wiedervereinigung gab und die Zinsforderungen somit eigentlich hinfällig ist.

0 0

...

Deutschland (und Österreich) und seine "Verbündeten" und "Freunde" die ehemaligen Alliierten.
Ein Sado/Maso-Verhältnis mit den zum Masochisten erzogenen Deutschen als tragische Figuren.

Das geht erst zu Ende wenn Deutschland sich wieder seiner selbst besinnt.

Antworten Gast: ramses II
11.12.2009 19:09
0 0

Re: ...vielleicht ...

...so besonnen wie ihr ösis?

Antworten Gast: Wagner
07.12.2009 21:43
0 0

Re: ...

Bei der nächsten Götterdämmerung?

Antworten Silvester
05.12.2009 17:44
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Re: ...

es wird nun aber auch zeit daß die engländer für dresden bezahlen!

0 1

Sicher müssen diese Nieten bezahlen!

Auch Österreicher sollten bezahlen...

So was gibt es nicht! Zwei mal Kriege anfangen und beides male verlieren! Das können nur Flaschen! Von den Österreichern erwarte ich zwar nichts anderes aber zumindest sollten die Deutschen etwas können!

Antworten Gast: ...
05.10.2010 17:02
0 0

Re: Sicher müssen diese Nieten bezahlen!

Du Idiot!...Deutschland hat den 1WK nicht angefangen!...Es waren Österreich-Ungarn! Wegen der Ermordung von Franz-Ferdinand in Sarajewo! Deutschland hatte ein Bündnis mit Österreich ungarn somit mussten sie sich einmischen...da sie die größte streitmacht hatten, schiebt man die schuld gerne auf sie!...Bastard!Denk nächstes mal nach bevor du was sagst!

Antworten Gast: satan der schreckliche
11.12.2009 19:11
0 0

Re: Sicher müssen diese Nieten bezahlen!

...hey du, sags ihnen nicht zu deutlich, die ösis sind doch so stolz auf ihre bauernrestpublik.

Antworten Firemage
03.12.2009 01:20
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Re: Sicher müssen diese Nieten bezahlen!

darf ich fragen welcher landsmann sie sind?

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Re: Re: Sicher müssen diese Nieten bezahlen!

Er ist Türke also "integriere" ihm gefälligst.

WOMIT HÄTTE MAN DENN SONST DIE GEHIRNWÄSCHE ZU EINWANDERUNGSFREUNDLICHEN, "URBANEN" MENSCHEN FINANZIERT ?

Nach jahrzehntelanger Lenkung und Umerziehung hat man ja jetzt das Resultat.
Ein Minarettverbot wie in der Schweiz würde in Deutschland wohl mit 92 %iger Mehrheit abgelehnt werden...

Gast: gefreiter
02.12.2009 16:43
4 2

ungerechte siegesjustiz

der Vertrag von Versailles war extrem ungerecht.

Durch die Einmisschung der USA wurde die österr.-ungarische Monarchie zerstört;
Deutschland, als in Wahrheit stärkstes Land Europas wurde auf Jahrzehnte hinauf zerstört;
GB hatte hier seine Finger im Spiel um Deutschland als Konkurrenten auszuschalten.

Insofern war der Versailler Vertrag Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.

Die unselige Kleinstaaterei in O-Europa begann; es wurde der alte Kulturraum mit deutscher Vorherrschaft künstlich zerschlagen und lebensunfähige Kleinstaaten wurden geschaffen.

Heute müssen diese mühsam über die EU wieder befriedet und kulturell auf deutsches Niveau gebracht werden, weil sie nicht fähig sind, aus eigener Kraft eine Wirtschaft und Kultur aufzubauen....

Wer hat die Gebietsverluste Österreichs und Deutschlands bezahlt??

Antworten Gast: satan der schreckliche
11.12.2009 19:15
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Re: ungerechte siegesjustiz

nicht ganz unrichtig, doch für eine beförderung zum stabsgefreiten reichts noch nicht ganz.

Antworten Silvester
05.12.2009 17:45
1 0

Re: ungerechte siegesjustiz

die "siegermächte" haben mit ihrem diktat von versailles den zweiten weltkrieg verursac ht!

Antworten Firemage
03.12.2009 01:23
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was faseln sie da von deutschem niveau und deutscher kultur?

erklären sie das bitte einem briten, einem franzosen, einem italiener, einem ungarn, einem iren und einem griechen.

sollten sie danach noch am leben sein, haben sie bessere ärzte als der durchschnittsösterreicher.

Antworten Justin
03.12.2009 00:45
0 0

Re: ungerechte siegesjustiz

Wer keine Freunde hat, ist nicht stark. Denn drei Kleine bezwingen den Großen.

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Vae victis

Hätte Deutschland eine Margaret Thatcher, würden die Zahlungen bei den EU-Beiträgen abgezogen!

Gast: CBKorn
02.12.2009 15:12
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Welche Schulden

Es geht um die Schulden aus der sog. Young-Anleihe. Nach dem Young-Plan von 1929 wurden die deutschen Reparationen auf 112 Mrd. Goldmark festgesetzt und sollten bis 1987 zu zahlen sein. Für die Raten hat D vor allem in den USA Anleihen begeben müssen. Dann kam im Herbst der Börsencrash, so dass die Anleihen nicht mehr platzierbar waren. D begann damit, die Steuern drastisch zu erhöhen. Ein von den USA vorgeschlagenes Moratorium (Hoover-Moratorium) kam nicht zustande, weil D mit Ö eine Zollunion plante und dies die Franzosen als Verstoß gegen das Vereinigungsverbot interpretierten. Die Sturheit lohnte sich aber nicht, denn im Juli 1931 war D zahlungsunfähig. Erst daraufhin wurden die Reparationen gestrichen (Konferenz von Lausanne). Die vergleichseweise wenigen Young-Anleihen (ein paar Mrd. Mark) wurden von den Nazis nicht mehr bedient. Auf der Londoner Schuldenkonferenz nach dem 2. WK - für den übrigens keine Reparationen festgesetzt wurden - wurden die restlichen Young-Anleihen halbiert und von der Bundesrepublik bis 1983 zurückgezahlt. Nur die Zinsen auf die Anleihen von 1945 bis 1952 wurden über eine eigene Anleihe gestundet bis zur Wiedererlangung der staatlichen Souveränität. Und dies war - ungeachtet der Gebietsabtretungen - am 3.10.1990. Die Rückzahlung belastet den Bundeshaushalt mit rd. 3 Mio Euro p.a. Diese Zinsen dürfen übrigens nach dem Versailler Vertrag in D bis heute nicht besteuert werden (also KESt-frei).

Antworten Gast: ramses II
11.12.2009 19:18
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Re: Welche Schulden

das hat substanz!

Antworten Firemage
03.12.2009 01:25
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Re: Welche Schulden

danke für ihre geduld

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Re: Welche Schulden

Danke für die ausführliche Erklärung!

 
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