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"Bloody Sunday": Großbritannien zahlt Entschädigung

22.09.2011 | 15:23 |   (DiePresse.com)

40 Jahre nach den Schüssen auf katholische Demonstranten in Nordirland sollen die Familien der Opfer entschädigt werden.

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Fast 40 Jahre nach dem "Bloody Sunday" in Nordirland will das britische Verteidigungsministerium nun die Opferfamilien entschädigen. "Wir verstehen den Schmerz, den diese Familien seit fast 40 Jahren spüren, und räumen ein, dass Mitglieder der Armee falsch gehandelt haben", sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag. "Das tut der Regierung zutiefst leid." Über die Höhe der Entschädigung wurde zunächst nicht bekannt.

14 katholische Demonstranten waren am 30. Januar 1972 in der nordirischen Stadt Londonderry getötet worden, als britische Soldaten auf sie schossen. Im Anschluss verschärfte sich der Nordirlandkonflikt radikal.

Der Hergang des "Bloody Sunday" war jahrzehntelang umstritten. Im vergangenen Jahr kam eine Untersuchung im Auftrag der britischen Regierung zu dem Schluss, dass die Armee zuerst und ohne Provokation auf die unbewaffneten Demonstranten schoss. Der britische Premierminister David Cameron entschuldigte sich daraufhin bei den Angehörigen der Opfer.

(Ag.)

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