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10.000 Teilnehmer bei Mauthausen-Gedenken

13.05.2012 | 14:58 |   (DiePresse.com)

Zur internationalen Gedenkfeier anlässlich der Befreiung der Häftlinge des KZ Mauthausen kamen am Sonntag Botschafter und Vertreter von etwa 50 Ländern.

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Die internationale Gedenkfeier anlässlich der Befreiung Häftlinge des Konzentrationslagers Mauthausen am Sonntag in Oberösterreich hat heuer den Schwerpunkt der aus rassistischen Gründen Verfolgten gehabt. Laut offiziellen Schätzungen nahmen rund 10.000 Personen an der Veranstaltung teil.

Zu der Feier kamen nach Angaben der Organisatoren Botschafter und hochrangige Vertreter von etwa 50 Ländern. Das offizielle Österreich war durch Bundespräsident Heinz Fischer, die erste Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Bundeskanzler Werner Faymann (beide SPÖ), die Minister Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Norbert Darabos und Alois Stöger (beide SPÖ) und Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) sowie zahlreiche Nationalratsabgeordnete und Regierungs- und Landtagsmitglieder aus mehreren Bundesländern vertreten.

Kritik am Heldenplatz-"Totengedenken"

Der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), Willi Mernyi, erinnerte zum heurigen Schwerpunkt, der Verfolgung und Ermordung aus rassistischen Gründen daran, dass im KZ Mauthausen mindestens 15.000 Juden und Hunderte Roma und Sinti ermordet worden seien. Dazu kämen noch die Tausenden Toten der Todesmärsche ungarischer Juden, die im Frühjahr 1945 auf dem Weg nach Mauthausen beziehungsweise nach Gunskirchen starben. Ihre Zahl habe nie vollständig erfasst werden können. Auch heute noch würden Menschen noch rassistisch verfolgt und ermordet, machte er aufmerksam.

Er kritisierte eine Feier am vergangenen 8. Mai am Heldenplatz, die offiziell dem Totengedenken gewidmet gewesen sei, als Aufmarsch der "alten Ewiggestrigen in Verbindung mit ihren jungen rechtsextremen Kameraden". Das erfülle ihn "mit Scham, aber auch mit Wut. Es macht keinen Unterschied, ob sie sich in den Fußballstadien, Schulen, Betrieben, Wirtshäusern oder im Parlament artikulieren. Es bleiben die gleichen braunen, hasserfüllten Parolen, die die Menschen, die hier gelitten haben, alle schon einmal gehört haben."

"Wir verantworten das Heute und das Morgen"

Bei der Feier hielten ein aus Polen stammender Überlebender des KZ Ebensee, ein russisches Mitglied des Internationalen Mauthausen Komitee und Jenny Mendel, die Enkeltochter des deutschen KZ-Überlebenden Johannes Müller, kurze Reden. Mendel verwies dabei darauf, dass in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland neue Nazis gemordet hätten. Inzwischen wisse man: Das seien rassistische Morde gewesen. Ihr Opa und die vielen anderen Zeitzeugen seien nicht mehr da - nun sei die Enkelgeneration gefragt. "Wir sind nicht dafür verantwortlich, was der deutsche Faschismus verbrochen hat. Aber wir verantworten das Heute und das Morgen."

In Mauthausen und seinen 49 Außenlagern haben die Nationalsozialisten rund 200.000 Menschen aus 70 Nationen gefangen gehalten. Rund die Hälfte überlebte diese Vernichtungsmaschinerie nicht.

(APA)

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26 Kommentare
 
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Gast: baro palatinus
14.05.2012 11:33
4 0

und da soll noch einer sagen, dass ideologie heutzutage nicht mehr bewegen könne

zwar keine massen aber immerhin ein paar hanseln aus aller herren länder...

Gast: gewissen+
13.05.2012 22:17
1 8

VERANTWORTUNG- SCHON MAL WAS DAVON GEHÖRT??

Dafür geb ich mein Steuergeld gerne her.

Aber für eine lächerliche FPÖ-Akademie, wo rechtsextreme "Musiker" und Hetzer auftreten, dafür ist mir mein Geld zu schade. Diesen Verrückten würd ich nicht mal meinen benutzen Kaugummi geben.

Antworten Gast: Fairness78
14.05.2012 09:09
2 0

Re: VERANTWORTUNG- SCHON MAL WAS DAVON GEHÖRT??

Gut, wie wärs damit:
Mein Grossvater war ein Mörder. Er hat Menschen gefangen gehalten, gefoltert und ermordet. Ich hab ihn nie kennen gelernt, denn nachdem die Polizei einige seiner letzten Opfer befreien konnte, hat er Selbstmord begangen.

Seine Familie wurde bestraft, zahlte an die Opfer und Hinterbliebenen Entschädigung, entschuldigte sich für die Taten des Großvaters.

Jedes Jahr am Befreiungstag kommen die Enkel der damaligen Opfer zu unserem Haus. Sie halten eine Gedenkfeier ab und erinnern so alle Menschen an die Untaten unseres Großvaters. Auch die Enkel der damaligen Nachbarn (die es ahnten, sich aber lange Zeit nicht einmischen wollten) machen fleißig mit.

Ich kann nichts dafür, dass mein Großvater ein Monster war. Aber das interessiert niemanden. Einige meiner Kinder finden diesen Gedenktag gut und machen mit. Andere klagen über diese Stigmatisierung und darüber, dass sie von fremden Leuten darauf angesprochen werden und in erster Linie "die Urenkel des Monsters" sind.

Gast: Hunter
13.05.2012 19:52
10 0

Das Gewinsle kümmert mich nicht.

Gedenkt wem und wie ihr wollt und wann auch immer aber ohne meinem Steuergeld.

Gast: das hirn
13.05.2012 19:07
10 0

stafette des hasses

es kann einem nur übel werden, wenn man sieht, wie die stafette des unversöhnlichen hasses an die kinder und kindeskinder weitergereicht wird. die grauenhaften verbrechen werden so weder ungeschehen gemacht und in zukunft auch nicht verhindert. es gibt keine vergebung für die dritte und vierte generation. es lebe die sippenhaftung.

Antworten Gast: bffgsdsfds
13.05.2012 21:48
6 0

Re: stafette des hasses

volkommen richtig, ganz im gegenteil, diese leute gleichen dadurch höchstens jenen, die siezu verurteilen vorgeben.

Was bitte ist beim Totengedänken beim Heldenplatz so furchtbar?


Re: Was bitte ist beim Totengedänken beim Heldenplatz so furchtbar?

die rechtschreibfehler auf den nazi-plakaten!

Re: Re: Was bitte ist beim Totengedänken beim Heldenplatz so furchtbar?

Was meinen Sie genau?

Gast: rohrspitz
13.05.2012 15:25
21 4

Verantwortung

Liebe Leute. Auch ich bin nach dem Ende des Krieges geboren und kann wirklich nichts dafür, was vorher geschah. Weshalb muss ich immer diese Vorwürfe lesen? Was können wir oder eure oben zitierten Enkel dafür?

Antworten Gast: oesterreicher 14
13.05.2012 21:23
0 8

Re: Verantwortung

Sie sind nicht verantwortlich für das was damals geschah!!!!!! Niemand wirft IHNEN persönlich Schuld vor. Aber unsere Eltern/Großeltern haben uns eine schwere Last mitgegeben und unsere VERANTWORTUNG liegt darin richtig mit dieser Last umzugehen: Dafür zu sorgen dass so eine Schei*e nie wieder passiert!

Darin liegt unsere Verantwortung, und wenn Sie dieser Aufgabe nicht nachkommen, dann machen Sie sich schuldig!

Re: Re: Verantwortung

Ihre Großeltern haben Ihnen eine schwere Last mitgegeben?

Ich bedaure Sie wirklich.

Meine Vorfahren sind Gott sei dank unbescholten.

Re: Verantwortung

DIR macht jemand vorwürfe?
wenn ja, dann wirst du wohl anlass dazu geben. zb in form von wiederbetätigung.

Re: Re: Verantwortung

Ich hatte ebenfalls die Gnade einer späten Geburt und distanziere mich klar von jeglicher Form der Wiederbetätigung; es ist schlicht nicht meine Meinung und dennoch höre und sehe ich ständig irgendwo Nazi-Geschichten obwohl ich nicht auf der Suche danach bin.
Das ist der Punkt.

Antworten Gast: b754
13.05.2012 16:19
4 21

Re: Verantwortung

weil du ein fpöler bist und somit eine rechtsextreme partei wählst

wo, bitte, lesen sie hier einen vorwurf?

beissreflex all jener, die aus der österreichischen geschichte nicht lernen, sondern sie verdrängen wollen.

Antworten Antworten Gast: Johann S
13.05.2012 17:40
0 8

Re: wo, bitte, lesen sie hier einen vorwurf?

Es ist auch niemand verpflichtet,diese Berichte zu lesen.
Sie haben recht,Geschichte wird noch immer gerne verdrängt.
Leider.
Fr Gr

Re: Re: wo, bitte, lesen sie hier einen vorwurf?

Richtig, vor allem in Tschechien, wo man ehemalige Massenmörder noch per Dekret schützt und dem Völkermörder Benes Denkmäler aufstellt!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Johann S
13.05.2012 20:05
2 5

Re: Re: Re: wo, bitte, lesen sie hier einen vorwurf?

Sie müssen die Chronologie der Ereignisse in Rechnung stellen.

Unrecht wird wieder Unrecht erzeugen.
Leider.
Wer Wind sät......

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: windrad
14.05.2012 08:49
9 0

Re: Re: Re: Re: wo, bitte, lesen sie hier einen vorwurf?

Schon recht und schön. Das soll aber nicht heißen, dass man Mörder abertausender Unschuldiger per Gesetz vor strafrechtlicher Verfolgung schützt. Außerdem war der Genozid an den Deutschen schon lange VOR dem 2. WK in Planung! Sehr empfehlenswert dazu das Buch des jungen Tschechen Thomas Krystlik mit dem Titel "Zamlcene Dejyni" (verschwiegene Geschichte)- auch in Deutscher Übersetzung erhältlich.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Johann S
14.05.2012 13:15
1 4

Re: Re: Re: Re: Re: wo, bitte, lesen sie hier einen vorwurf?

Danke für diese Info.
Der Verlag der vertriebenen Sudd.
verlegt dieses Buch..
Nichtsdestoweniger muss diese unsägliche Barbarei von Sept 38-April 45,eben wieder Ungerechtigkeit gebären.

Man sollte auf die Zukunft hoffen.
Fr Gr

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: windrad
14.05.2012 15:44
8 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: wo, bitte, lesen sie hier einen vorwurf?

Ich habe beide Bände in tschechischer Originalfassung in einer kinihovna (Bücherei) in Budweis gekauft, da ich der Sprache mächtig bin! Mit Barbarei und "auf die Zukunft hoffen" gebe ich Ihnen vollständig recht. Ich möchte nur einer modern gewordenen Geschichtsfälschung erwidern, nämlich jener, dass die brutale Vertreibung von über 3 Millionen Menschen eine Folge des 2. Weltkrieges war! DAS stimmt NICHT! Man kann heute noch in archivierten Benes-Reden hören, dass diese ethnische Säuberung schon um die Jahrhundertwende geplant wurde. Außerdem hatten die Tschechen unter der deutschen Besatzung am allerwenigsten von allen Völkern zu leiden und führten so ziemlich unbehelligt ein "normales" Leben während des 2. WK. Dazu ein Zitat von Churchil:"Die Tschechen spazierten gemütlich durch den 2. WK aber verhielten sich dafür nach dem Krieg wie die größten Banditen!". In der Causa der Sudetendeutschen wird viel an der Wahrheit vorbeigeredet. Wie kann es sich ein Staat heute noch erlauben, ehemalige Mörder und Folterer per Gesetz zu schützen? Ich will damit nicht im Geringsten die Naziverbrechen beschönigen, aber hier tut man einer Volksgruppe, die schon jahrelang VOR dem 2.WK von den Tschechen drangsaliert und diskriminiert wurden,Unrecht. Maseryk und vor allem Benes haben der ganzen Welt in Potsdam 1919 Lügen aufgetischt und Tatsachen verdreht. Dem blieben die tschechischen Politiker bis heute treu. Ich habe übrigens schon viele tschechische Freunde und hoffe ebenso auf die Zukunft!

Gast: ösin
13.05.2012 15:22
17 7

Kosten

Eine höfliche Frage eines Steuerzahlers. Wer bezahlt den Teilnehmern Unterkunft, Essen etc.?
Kann mir das jemand wahrheitsgetreu beantworten?

Re: Kosten

sofern das nicht selbst bezahlt wird: genau diesselben leute, die auch die 8. mai 'feier' am heldeplatz finanziert haben.

Antworten Gast: Tonus
13.05.2012 16:27
6 0

Re: Kosten

Im Prinzip über die Subventionen aus Steuergelderrn Sie selber!

Antworten Antworten Gast: ösin
13.05.2012 17:35
7 0

Re: Re: Kosten

Danke für die Aufklärung, Hr./Fr. "Tonus".
Interessant - andauernd werden wir der Ausländerfeindlichkeit bezichtigt, aber wenn's gratis ist, kommen alle.

 
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