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Buback-Mord: RAF-Terroristin bricht ihr Schweigen

14.05.2012 | 13:17 |   (DiePresse.com)

Prozess: Verena Becker spricht 35 Jahre nach dem Mord an dem deutschen Generalbundesanwalt Buback über den Anschlag - und betont: "Ich war nicht dabei". Bis heute ist ungeklar, wer damals geschossen hat.

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35 Jahre nach dem Mord an dem deutschen Generalbundesanwalt Siegfried Buback im April 1977 hat die frühere RAF-Terroristin Verena Becker ihr Schweigen gebrochen. Gleich zu Beginn ihrer 20-minütigen Erklärung betonte sie am Montag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart: "Ich war nicht dabei." Sie sei auch an den konkreten Anschlagsvorbereitungen nicht beteiligt gewesen. "Die Tatvorwürfe sind alles falsche Behauptungen, die ich so nicht stehen lassen kann", sagte Becker laut "ntv".

Weiters führte die 59-Jährige aus, sie habe sich bis einen Tag nach dem Attentat im Jemen aufgehalten und sei über Rom in die Bundesrepublik zurückgekehrt. "Ich erfuhr in Rom aus Zeitungen vom Anschlag auf Buback", sagte sie. "Ich war bis zu meiner Verhaftung im Mai 1977 nie in Karlsruhe gewesen", heißt es in der Erklärung weiter. Sie sei auch nicht an der Planung beteiligt gewesen. Bei einem Treffen der RAF-Terroristen 1976 sei über ein mögliches Attentat auf Buback diskutiert worden, sagte Becker. Mehr wisse sie nicht, wie "Welt Online" am Montag berichtete.

Täter weiter unbekannt

Die Anklage wirft Becker in dem Prozess Mittäterschaft an dem Attentat vor, bei dem in Karlsruhe auch zwei Begleiter Bubacks getötet worden waren. Die Aussage Beckers war mit Spannung erwartet worden. Bislang hatte das frühere Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF) in dem seit September 2010 andauernden Prozess beharrlich geschwiegen. Dass die Angeklagte sich selbst bezichtigen würde, die tödlichen Schüsse abgegeben zu haben, war nicht erwartet worden.

Bei dem Attentat am 7. April fuhren in Karlsruhe zwei vermummte RAF-Terroristen auf einem Motorrad neben Bubacks Dienstwagen, der an einer Ampel  gehalten hatte. Mit einem automatischen Gewehr wurde aus nächster Nähe durch das rechte Seitenfenster in das Wageninnere geschossen. Buback und sein Fahrer Wolfgang Göber waren sofort tot. Ihr Begleiter Georg Wurster starb kurz darauf. Bis heute ist ungeklärt, wer damals die tödlichen Schüsse auf Buback abgefeuert hatte.

Erklärung "völlig unzureichend"

Nach dem Attentat auf Buback habe sie auch nicht an der Verfassung des Bekennerschreibens mitgewirkt, so Becker. Bei ihrer Rückkehr zur Gruppe sei das vermutlich von Brigitte Mohnhaupt verfasste Papier bereits vorgelegen. Sie habe lediglich dabei geholfen, die Briefumschläge zu verschließen. Ermittler hatten später die DNA Beckers an einem der Umschläge gefunden.

Nebenkläger Michael Buback zeigte sich von der Aussage Beckers enttäuscht. "Ich empfinde diese Erklärung in allen wesentlichen Punkten als völlig unzureichend", sagte Buback in Stuttgart. "Wir wissen nicht, wer die beiden Täter waren." Auch bleibe unklar, ob Becker damals Kontakt zum Verfassungsschutz hatte. Buback spielte damit auf Vermutungen an, Becker habe Anfang der 80er Jahre aus dem Gefängnis heraus mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet.

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(Ag./Red.)

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15 Kommentare

Wär es eine Braune Armee Fraktion gewesen

die Leute würden heut noch sitzen.

Antworten Gast: karnator
15.05.2012 09:20
0 3

Re: Wär es eine Braune Armee Fraktion gewesen

Unsinn. Dafür fehlt die rechtliche Grundlage.

Ach, die lebt von Hartz IV?

Liebes Deutschland, du gibst dich auch für alles her, oder?

Am Ende sehen sie alle gleich aus

Egal ob Becker, Causescu, Gadaffi und viele andere die mit Terror ihre Ziele verfolgten.

Blut an den Händen, und schwarze Brillen. Wenn Brillen zum Spiegel der Seele werden.

Jede Idee, jede Bewegung die sich der Mittel des Mordens und des Terrors bedient, ist nicht besser als ihre Instrumente.

Nun ist Becker eine alte Frau die langsam von ihrer eigenen Seele aufgefressen wird.

Auch ein Breivik wird nicht anders enden.


traurig

diese RAF Figuren sind schon traurige gestalten. wenn sie nicht so brutale Mörder wären, würden sie glatt als politische witzfiguren durchgehen. immerhin sind sie der lebende Beweis, was eine lächerliche Ideologie aus Kinder macht, die aus der Pubertät nicht herauswuchsen.

RAF-Terroristin bricht ihr Schweigen,

Und welche Enthüllungen liefert die "Dame"?

"Ich habe nichts gehört, nichts gesehen und sagen tu ich auch nichts."

Sensationell!


Antworten Gast: aaaaaaabbbbbbbccccccccc
15.05.2012 02:39
5 0

Re: RAF-Terroristin bricht ihr Schweigen,

Eigentlich eine Verhöhnung aller RAF-Opfer und derer Angehöriger.

Re: RAF-Terroristin bricht ihr Schweigen,

erinnert ein bisschen an unseren jungen schoenen intelligenten exfinanzminister, der war auch nirgends dabei

Re: Re: RAF-Terroristin bricht ihr Schweigen,

Auch wenn der "junge schöne intelligente Exfinanzminister" noch so unsympathisch ist: bei ihm geht es zumindest nicht um Mord.

Gast: Dr N N
14.05.2012 13:35
7 4

Na, wenn die öffentlich sagt

wer es wirklich war - dann ist die schneller tot als die deutsche Justizwache mit den Ohren wackeln kann. Ich würde da auch schweigen. Jeder würde das, dem sein Leben lieb ist.

Die RAF ist fertig,

für die mordet keiner mehr. Wenn Becker anfängt zu reden, dann werden vermutlich die anderen ExRAFler ebenfalls anfangen sich zu erinnern und ihr irgendwas anhängen. Die RAF hat noch genug Leichen im Keller.

Eine aufrichtige Linke

Zum ersten Mal wurde Verena Becker verhaftet, weil sie 1972 nach dem „Bloody Sunday“ einen Bombenanschlag auf den Berlin British Yacht Club in Berlin-Gatow verübt hatte. Dabei starb der Club-Bootsmann Erwin Beelitz. Wegen dieser Tat wurde sie 1974 zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilt

Nach der Entführung des Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz durch Mitglieder der Bewegung 2. Juni am 27. Februar 1975 wurde sie in die Demokratische Volksrepublik Jemen ausgeflogen.

1977 wurde sie einer Personenkontrolle unterzogen, bei der sie sich nicht ausweisen konnten. Darauf kam es in der Singener Fußgängerzone kam es anschließend zu einem Schusswechsel zwischen den Terroristen und zwei Singener Polizisten.

Bei Verena Becker wurde die Tatwaffe sichergestellt, die bei dem Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seinen beiden Begleitern Wolfgang Göbel und Georg Wurster benutzt wurde.

Eine aufrichtige Linke also.

Auch bei Joschka Fischer wurden Waffen

im Auto sichergestellt.

Er wurde nicht weiter verfolgt und hat eine steile Karriere gemacht.

War er ein V-Mann?


Verena Becker, ein Opfer der Gesellschaft?


Gast: Tonus
14.05.2012 12:00
6 2

compassio nulla

In dubio contra ream!