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Olympia 1972: Neonazi half Attentätern

17.06.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

Die Palästinenser, die 1972 in München elf israelische Sportler und einen Polizisten töteten, bekamen Hilfe von heutigem Krimiautor.

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Die Palästinenser, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München elf israelische Sportler und einen Polizisten töteten, bekamen offenbar Hilfe aus der deutschen Neonazi-Szene. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ in seiner heutigen Ausgabe. Grundlage sind Akten des deutschen Verfassungsschutzes, die vor Kurzem freigegeben wurden.

Offenbar war der Kriminalpolizei schon sieben Wochen vor dem Attentat der Kontakt eines Mannes „arabischen Aussehens“ zu dem deutschen Neonazi Willi Pohl – er ist heute Krimiautor – aufgefallen. Bei dem Araber handelte es sich um Abu Daud, den Drahtzieher des Anschlags: „Ich habe Abu Daud quer durch die Bundesrepublik chauffiert, wo er sich in verschiedenen Städten mit Palästinensern getroffen hat“, sagte Pohl dem „Spiegel“.

Brisant ist auch ein weiterer Aspekt: In den 2000 Seiten Unterlagen finden sich angeblich keine Hinweise darauf, dass Bundeskriminalamt oder Verfassungsschutz etwas unternommen hätten, um Daud zu finden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2012)

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4 Kommentare
Gast: ffb
24.06.2012 11:17
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Aha

40 Jahre sind vergangen. Jetzt wird's wohl Zeit für Wiedergutmachungs-Zahlungen.

Gast: austria wien
18.06.2012 09:40
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?

der ganze bericht des schreiberlings ist unter jeder kritik - warum leistete der neonazi - bitte hintergründe und fakten schreiben - nicht nur irgendetwas blödes in dem raum stellen herr schreiberling

Gast: TA
18.06.2012 08:56
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BKA und Verfassungsschutz

...hatten ihre eigene Agenda. Die 1980er waren gekennzeichnet vom kalten Krieg, und Terror war - so wie heute - ein Teil der politischen Strategie. In Italien hatte der Geheimdienst Hunderte Unschuldige ermordet, um das Volk in die Arme der vermeintlich beschützenden Staatsmacht zu treiben (Stichwort Gladio), in West-Deutschland waren andere unheilvolle Kräfte am Werk, und die DDR hatte ihr Mörderpack, das im Westen die klassenlose Gesellschaft herbeibomben wollte, in der DDR-Provinz versteckt und ausgebildet.
Die Mär vom guten Staat, der sein Volk vor durchgeknallten Terroristen schützt, glaubte aber damals schon keiner.

Antworten Gast: plebs potus
18.06.2012 12:01
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Re: BKA und Verfassungsschutz

Der schwerste Terroranschlag der deutschen Geschichte ging übrigens auf das Konto von Neonazi-Vorläuferorganisationen mit Zugang zu Gladio-Ausrüstern. Der Sprengstoff mit dem 1986 über 20 Menschen getötet und über 200 auf der Münchner Wiesen verletzt wurden stammte aus Gladio-Waffenlagern. Der Staat förderte und fördert den Rechtsextremen Terror seit dem Tod von Benno Ohnesorg zumindest in Deutschland massiv während der RAF-Zeit. Man wollte dies natürlich der RAF anhängen um die Bewegung zu diskreditieren. Eh klar, dabei erwischte man mehr Menschen auf einen Schlag als die RAF fast während ihrer ganzen Aktionszeit.