Vier Jahre "Presse am Sonntag"

Gut, wir haben untertrieben. Die Chefredaktion unserer vierten Jubiläumsausgabe war doch ein Stück Arbeit. Danke, Angelika Kirchschlager.

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Vier Jahre Presse Sonntag
Vier Jahre Presse Sonntag – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Die Idee hatte Roland Geyer, Intendant des "Theater an der Wien", ein alter Freund unseres Hauses: „Fragt doch Angelika Kirchschlager, die würde eine Zeitung sicher interessieren.“ Wir fragten. Sie interessierte sich dafür. Wie in jedem Jahr boten wir das Ehrenamt ambitioniert knapp an. Und wie jedes Jahr untertrieben wir elegant, als es um Dauer und Intensität des Einsatzes ging. Angelika Kirchschlager blieb dennoch freundlich, auch etwa, als ich sie wegen dringender Entscheidungen in einem Sushi-Lokal im russischen Sotschi erreichte, wo sie einen ihrer zahlreichen Auftritte in den vergangenen Wochen hatte. (In Sotschi, nicht im Sushi-Lokal.)

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Gemeinsam suchten wir diesmal Gastressortleiter aus, die bestimmte – für Kirchschlager zentrale – Aspekte des Leben abbilden sollten. Sie selbst verschrieb sich dem Kampf für mehr Ruhe in unserer Zeit. Schnell waren Nationalbibliothek-Direktorin Johanna Rachinger als Spezialistin für Ordnung und Anja Salomonowitz für Obhut an Bord.

Beim ersten Treffen mit der jungen Regisseurin Salomonowitz im Café Drechsler kam ihr Bekannter Alfred Dorfer vorbei und erzählte von einem schönen Konzert am Vorabend. Gesungen hatte – Kirchschlager. Damit hatten wir Vater Courage. Das Drechsler wurde kurzerhand als Ort der Redaktionskonferenz institutionalisiert.
Erste-Bank-Chef Andreas Treichl erbat sich ein Wochenende Bedenkzeit, dann übernahm er die Freiheit. Dann bat Kirchschlager Cornelius Obonya, der übrigens schon mit Salmonowitz gedreht hatte und den Jedermann in Salzburg gibt, um den Humor. Anton Zeilinger übernahm freundlich die Wahrheit, obwohl er eigentlich gerade zur Wahl als Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften stand. Gratulation unserem Kollegen, übrigens! Hubert von Goisern willigte während seiner US-Reise ein, sich um das Thema Anstand zu kümmern. Nach seiner Rückkehr wurde es hektisch für ihn: Er hatte nur drei Tage Zeit bis zum Redaktionsschluss – die beste Vorlage. Lena Hoschek diktierte noch am Donnerstag am Rande einer Modegala im Museumsquartier Themen für das Tradition-Buch.

Jeder dieser Ressortleiter bekam einen unserer Redakteure als Betreuer zugeteilt: Ulrike Weiser und Christian Ultsch, die beiden Chefs der Sonntagszeitung, übernahmen die nicht ganz triviale Produktionsleitung sowie Dorfer (Ultsch) und Rachinger (Weiser). Die Wirtschaftschefs Hanna Kordik und Gerhard Hofer hatten Treichl zu Gast. Feuilleton-Chefin Bettina Eibl-Steiner lotste Obonya, ihr Ko-Chef Thomas Kramar und Martin Kugler gingen Zeilinger zur Hand. Unser Modejournalist des Jahres, Daniel Kalt, betreute Hoschek, Anna-Maria Wallner kümmerte sich um Goisern, Erich Kocina assistierte Salomonowitz, Georg Renner uns allen.
Die schlichte schwarz-weiße Bildsprache – sie soll die Ruhe als gemeinsame Klammer dieser Ausgabe verdeutlichen – verantworten Clemens Fabry (Fotos), Rafiy Pasha (Fotosprache), Nina Schuster, Robert Speer, Marin Goleminov (alle Layout) und Jorge Rottmann (Bildbearbeitung).

Und ich durfte die ganze Zeit Kirchschlager zuhören. Ein super Job.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.03.2013)

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