Neues Sorgerecht: Keine Doppelresidenz, Furcht vor Kontrolle

11.10.2012 | 18:21 |  PHILIPP AICHINGER (Die Presse)

Juristen sehen im neuen Sorgerecht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen SPÖ und ÖVP. Das Gesetz könnte Eltern ihre Aufgaben aber besser bewusst machen.

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Wien. Statt Besuchsrechten soll es künftig Kontaktrechte zwischen Scheidungskindern und Eltern geben. So will es der Gesetzesentwurf, auf den sich die Regierung geeinigt hat.

Nicht nur am Wochenende, auch im Alltag würden Väter sich durch das neue Kontaktrecht stärker einbringen können, meint Astrid Deixler-Hübner, Professorin an der Uni Linz. „Der Vater kann das Kind zur Schule bringen oder mit ihm am Nachmittag lernen“, sagt die Familienrechtsexpertin im Gespräch mit der „Presse“. Das gelte für Väter mit und ohne Sorgerecht, sofern ihr Einsatz im Alltag gut für das Kind ist. In der Praxis werde es freilich sehr den Richtern überlassen bleiben, wie sie das neue Recht auslegen. Deixler-Hübner glaubt aber an eine positive „Bewusstseinsbildung“ durch das neue Gesetz. Gut sei zudem, dass Österreich nun Gerichtsurteilen nachkommt und ledigen Vätern ihre Rechte einräumt.

Insgesamt ist die Professorin aber „ein bisschen enttäuscht“ vom Entwurf. Das Ergebnis sei nur der „kleinste gemeinsame Nenner“ zwischen SPÖ und ÖVP. So kritisiert Deixler-Hübner, dass keine Möglichkeit geschaffen wurde, eine Doppelresidenz für das Kind (Wohnsitz bei Mutter und Vater) zu vereinbaren. Deixler-Hübner vermisst zudem klarere gesetzliche Regelungen für die Höhe des Unterhalts. Diesen muss nun weiterhin das Gericht nach seinem Ermessen festlegen.

Neu eingeführt wird eine sechsmonatige Testphase bei strittigen Scheidungen. Danach soll der Richter das Sorgerecht entweder einem Elternteil allein oder beiden Expartnern zusprechen können. Bisher war eine gemeinsame Obsorge nur möglich, wenn die Expartner sich selbst darauf verständigten. Für Anwältin Andrea Wukovits ist die Sechsmonats-Frist zu kurz für eine Abkühlungsphase nach Rosenkriegen. „Mindestens ein Jahr“ sollte diese dauern, fordert die Wiener Advokatin. Eine Doppelresidenz für das Kind hält sie für weniger sinnvoll, überhaupt sieht sie in dem Entwurf eine „ausgeglichene Regelung“. Kopfzerbrechen bereiten ihr aber die neuen Rechte für die Familiengerichtshilfe. Diese dürfe „Personen, die über die Lebensumstände eines minderjährigen Kindes Auskünfte erteilen können“ laden und befragen. Diese Kontrolle könne die „Privatsphäre gefährden“, warnt die Anwältin. Man solle nicht vergessen, dass Erziehung Privatsache ist. Und diese neuen Kontrollmaßnahmen könnten künftig jeden Bürger treffen, der sich scheiden lässt und über die Kinder nicht gleich eine Einigung erzielt.

 

„Justizministerin hat sich erpressen lassen“

Anwalt Alfred Kriegler ist vom Gesetzesentwurf sogar „sehr enttäuscht“. Man hätte beim alten Entwurf bleiben sollen, wonach es nach einer Scheidung grundsätzlich immer eine gemeinsame Obsorge gibt. Das neue Modell führe zu einem „gigantischen Mehraufwand“ bei Gericht, konstatiert Kriegler. „Die Justizministerin hat sich von der Blockadepolitik der Frauenministerin erpressen lassen“, meint der Wiener Advokat. Man solle die Themen Scheidung und Kinder ganz trennen, fordert er. Nur so könne man sicherstellen, dass in der Praxis niemand überhöhte Alimente an den Ex-Partner zahlen soll, weil er sonst sein Kind nicht geregelt sehen darf. Die Doppelresidenz wäre sinnvoll.

Die Richter warnen vor längeren Verfahren. Die Opposition ist unzufrieden. Die Grünen sind dagegen, dass Richter eine gemeinsame Obsorge verordnen können, das BZÖ sieht die Chance auf gemeinsame Obsorge als Regelfall vertan, die FPÖ ortet nur eine halbe Reform. Skeptisch zeigten sich auch Männer- und Frauenorganisationen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.10.2012)

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29 Kommentare
 
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Es ist ganz klar,

dass der Lebensstandard der Eltern nach der Trennung sinkt, müssen doch mit demselben Einkommen nun 2 Haushalte finanziert werden. Das bedeutet, jeder braucht eine komplette Wohnung, Kinderzimmer, die gesamte Einrichtung, Auto, Spielzeug, Sportausrüstung etc. etc.
An solchen Familien verdient die Wirtschaft am besten. Deshalb ist der Familienstaatssekretär auch gleichzeitig Wirtschaftsminister. Das lässt sich gut vereinbaren, denn die Familien sind heutzutage ohnehin nur mehr für die Wirtschaft da.

Gast: Kinder- und Väterrechte: Automatische gemeinsame Obsorge jetzt!!!
15.10.2012 18:58
1

Die Feminismuskeule hat wieder zugeschlagen

Männerdiskriminierung Bleibt
Männer werden in Österreich vor allem bei Obsorge und Beziehungsrechten zu Kindern massiv diskriminiert.

Dass eine Feminismusministerin an diesem Gesetz beteiligt gewesen ist, sagt wohl schon alles.

Der Richter KANN dem Vater die gemeinsame Obsorge zusprechen oder sogar, dass sein Kind bei ihm leben kann. Wie oft wird er das beim österreichischen Staatsfeminismus tun? Was sind die Kriterien?

Schon heute haben 50% der Väter nach einigen Monaten nach der Trennung keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil die Mutter machen kann was sie will und Kinder regelmäßig von Frauen instrumentalisiert werden.

Ich bezweifle, dass sich Wesentliches durch diese Gesetzesänderung ändern wird.

Niemals Rot oder Grün, solang diese dem Feminismus nicht abschwören, der Männer systematisch diskriminiert und nur das Generieren arbeitslosen Fraueneinkommens auf Kosten der Männer zum Ziel hat.

Gast: gutenmorgen
15.10.2012 14:41
0

ob das gut für kinder ist?

wenn schon gleiches recht für alle dann aber mit allen konsiquenzen!

der elternteil bei dem das kind lebt, muss das ganze leben danach richten und schauen wie man zurecht kommt.
da kann man nicht einfach sagen, heute hab ich auf dies und jenes lust, oder ausgehen wie es einem gefällt!
wieviele männer würden denn auf das ganze verzichten??
mann kann doch ein kind nicht ständig einmal hier und einmal dort wohnen lassen!
kinder brauchen regelmäßigkeit und deshalb vereinbahrt man ja auch ein besuchsrecht!

das besuchsrecht soll ja nicht für die väter sein, sondern einzig und allein das kind soll den anspruch haben!!!
und eine mutter mit gesundem verstand wünscht sich auch das das kind seinen vater kennt und den gerne besucht.

mein ex hat zuvor nie um ein gemeinsames sorgerecht gebeten.. im gegenteil er hat mir auch wo mein mädchen auf der welt war noch gesagt: Ich wollte Sie ja Nie haben!!!
Warum sollte er jetzt einen anspruch auf das gemeinsame sorgerecht bekommen?
damit er mir noch mehr steine in den weg legen kann?

ich habe ihm nie den umgang mit seiner tochter verwehrt obwohl er viel mist gebaut hat..
da sagt das jugendamt nur: die vergangenheit muss man hinter sich lassen (so einfach ist das aber nicht)


Antworten Gast: Stop der Väterdiskriminierung
15.10.2012 19:55
0

Re: ob das gut für kinder ist?

Ob es gut für die Kinder ist, wenn

- der Vater rechtlich ein Fremder ist
- er sein Kind rechtlich nicht vertreten darf: im Spital, Schule, Vermögen, etc.
- der Vater des Kindes in AT in Menschenrechtswidriger Weise diskriminiert wird
- der Vater sein Kind nicht sehen kann und de facto keine Mittel hat sich gegen die Mutter zu wehren, wenn sie freiwillig den Kontakt nicht ermöglicht

Wir brauchen dringend:

- Gemeinsame automatisch Obsorge jetzt!

- Kinderrechte auf Mutter UND VATER.

- Schluss mit versteckter Frauensubventionierung via überhöhte Unterhaltsberechnungen

- Rechnungslegungspflicht für Alimente jetzt

- 50:50 Beziehungszeit und Kostenteilung

Re: Re: ob das gut für kinder ist?

Au weh. Ich hoffe, Sie haben keine Kinder Bitte, pflanzen Sie sich nicht fort. Danke.

Zeichnet sich ...

... ein gelungener Kompromiss nicht dadurch aus, dass alle unzufrieden sind? in diesem Sinne sollte man dem Entwurf zumindest einmal eine Chance in der Praxis geben.

Gast: gutenmorgen
15.10.2012 04:03
0

unterhalt

manche männer glauben wohl wirklich das kinder nur essen und kleidung benötigen!

di wohnung kostet was-kinder sollen ja auch ein dach übern kopf haben
wasser-kinder sollten doch nicht stinken
heizkosten-kinder sollen doch nicht frieren
freizeit/sport-kinder sollen sich bewegen (sommer schwimmen- winter skifahren)
kindergarten-mütter sollen sich selbst erhalten

all das kostet geld und da kommt schon einiges zusammen.
und selten das jemand alle sachen rund ums haus oder wohnung hat wo man nicht auch noch fahrkosten benötigt!!!!

macht di augen auf oder liebt ihr eure kinder nicht das ihr das nicht bezahlen wollt??!!

und was ist euch wichtiger das frau 40h arbeiten geht und dafür euere kinder irgendwo betreut werden??

dann dürft euch halt dann nicht beschweren wenn eure kinder auf si schiefe bahn geraten!!!

Antworten Gast: gutenacht
15.10.2012 22:13
1

Re: unterhalt

Und manche Frauen verwenden den Unterhalt, der bis zum 3 fachen (!!!) des statistischen Bedarfs ausmachen kann, für sich und nicht für das Kind. Und dagegen gibt es praktisch keine Handhabe. Diese Frauen sind nicht einmal Rechnungslegungs-pflichtig.

Kinderunterhalt ja. Versteckte Frauensubventionierung absolut nein!

Gast: gutenmorgen
15.10.2012 03:41
0

ein witz

sorgerecht gesetz für alle gleich ist wahnsinn!!!
man kann in dieser hinsicht nicht alle in einem topf schmeißen!
vor allem bestimmte sachen redet man ja sowieso ab wegen schulischer leistungen, krankheiten usw.
aber für alles eine einverständniss zu holen ist nicht super!
es ist mir klar manche frauen machen es den männern nicht leicht, aber umgekehrt ist es genauso!

viel besser wäre es wenn beide elternteile vor gericht sprechen könnten und dann entschieden wird ob gemeinsames oder alleinige sorgerecht!

Antworten Gast: Feminismuskeule
15.10.2012 23:07
0

Re: ein witz

Vater und Mutter bekommen Kinder gemeinsam. Sie sind gemeinsam für ihre Kinder verantwortlich. Deshalb sollte auch die gemeinsame automatische Obsorge die Regel sein. Nur in Ausnahmefällen kann dann auf Antrag die alleinige Obsorge zugesprochen werden. Das funktioniert in anderen Ländern hervorragend. Warum in AT nicht? Weil nur die Femifaschistinnen die Gesetze machen und die Interessen von Kindern und Vätern mit Füssen getreten werden. 50% der Väter haben ein Jahr nach der Trennung keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern, weil Frauen die Kinder instrumentalisieren und Vätern die Beziehung sabotieren. Wieviel unnötiges Leid erzeugt das bei Kindern und Vätern? Väter werden dafür zu Bankomaten reduziert. Alles Dank dem absurden Staatsfemifaschismus in Österreich. Wählt die Grüninnen, Roten endlich ab!

Antworten Gast: Feminismuskeule
15.10.2012 23:07
0

Re: ein witz

Vater und Mutter bekommen Kinder gemeinsam. Sie sind gemeinsam für ihre Kinder verantwortlich. Deshalb sollte auch die gemeinsame automatische Obsorge die Regel sein. Nur in Ausnahmefällen kann dann auf Antrag die alleinige Obsorge zugesprochen werden. Das funktioniert in anderen Ländern hervorragend. Warum in AT nicht? Weil nur die Femifaschistinnen die Gesetze machen und die Interessen von Kindern und Vätern mit Füssen getreten werden. 50% der Väter haben ein Jahr nach der Trennung keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern, weil Frauen die Kinder instrumentalisieren und Vätern die Beziehung sabotieren. Wieviel unnötiges Leid erzeugt das bei Kindern und Vätern? Väter werden dafür zu Bankomaten reduziert. Alles Dank dem absurden Staatsfemifaschismus in Österreich. Wählt die Grüninnen, Roten endlich ab!

Ja, eh

Nur wird das halt erst nach einem halben Jahr entschieden.

Gast: Uneingeladen
14.10.2012 11:05
0

lustige unterhaltsdebatte

frauen sollen also keinen kindesunterhalt mehr bekommen und arbeiten gehen.

nun, ich gehe arbeiten, wie in der ehe auch schon. wenn ich alle jährlichen kosten zusammenrechne, die so anfallen, steigt mein exmann mit weit weniger finanziellem aufwand aus, als ich. zusätzlich kann er ja, ob im neuer lebensgemeinschaft lebend oder nicht, die unterhaltszahlungen absetzen.
ich erhalte keinen alleinerzieherabsetzbetrag mehr, weil ich in lebensgemeinschaft lebe.

auch wird ja sein unterhalt nach seinem einkommen berechnet, der naturalunterhalt, wenn die kinder bei einem lebenn, nicht.
ich will damit nicht sagen, dass ich dieses geld nicht gerne in meine kinder investiere, aber ich finde einfach, dass sich manche kritiker der unterhaltszahlungen eventuell mal hinsetzen sollen und rechnen, was ein kind kostet und was der vater tatsächlich bezahlen muss. ich kenne keine alleinerziehende, die in saus und braus leben kann von den alimenten.

übrigens: meine kinder können bei ihrem vater nicht leben (auch nicht zeitweilig), er hat schichtdienst und die kinderbetreuungszeiten sind nicht gut genug ausgebaut. ich hingegen bin auf meinen job angewiesen, der sich mit den betreuungszeiten deckt. da gehört zuerst mal angesetzt: bessere kinderbetreuung, dann könnten auch viele mütter mehr arbeiten gehen.

und nicht zu vergessen ist auch: wer kinder in die welt setzt hat auch finanziell dafür aufzukommen. punkt.

Antworten Gast: Gedanken
14.10.2012 12:09
0

Re: lustige unterhaltsdebatte

Selbstverständlich sollen Mütter und Väter für die Kosten ihrer Kinder aufkommen. Die Kommentare von Vätern, die ihre Kinder nicht unterstütz wollen, finde ich persönlich ekelhaft.

Und:

- die aktuelle Regelung des Kindesunterhalts ist eine wenig versteckte Subventionierung der Frau, weil der Mann verpflichtet wird bis zum 3fachen ! des statistischen Regelbedarfs zu zahlen. Frauen sind nicht Rechnungslegungspflichtig, d.h. sie können Sanktionslos einen Teil der Überzahlung für Schuhe, Taschen, etc. ausgeben
- wenn das gemeinsame Kind teilweise beim Vater lebt, führt das zu keiner Reduktion des Unterhalts, weil die Judikatur pro femifaschistisch nur auf die Fixkosten der Frau sieht und die variablen Kosten vernachlässigt

Neben der automatischen gemeinsamen Obsorge, sollten die Kosten 50:50 zwischen den Eltern geteilt werden. Stopt die versteckte Frauenfinanzierung unter dem Deckmantel des Kinderunterhaltes jetzt!

Antworten Antworten Gast: Uneingeladen
14.10.2012 18:49
0

Re: Re: lustige unterhaltsdebatte

wenn eltern 50:50 für den unterhalt der kinder sorgen sollen, dann müssen sie sich aber 50:50 die betreuung teilen. denn es kann nicht sein, dass dem mann beruflich der rücken freigehalten wird, er von den arbeitszeiten her flexibel bleibt, dadurch besser bezahlte stellen annehmen kann und die frau die betreuung fast zur gänze übernimmt (bis auf alle 14 tage am papa-wochenende), dadurch oft an weniger gut bezahlten jobs festhalten muss, damit die kinderbetreuung lückelnlos funktioniert und trotzdem die gleichen kosten zu tragen hat, wie der kindsvater.

deswegen schrieb ich ja: besser ausgebaute kinderbetreuung mit flexibleren zeiten würde das problem schon mal kleiner machen. und natürlich auch die bereitschaft der kindsväter nicht nur hin und wieder eine nette zeit mit den kindern zu verbringen, sondern genausoviel verantwortung bei der betreuung übernehmen. anders wird das nämlich nicht funktionieren.

so wie es jetzt ist, wird sich nichts ändern. und wie ich schon schrieb: mein exmann hat weit weniger jährliche ausgaben für die kinder als ich. damit stehe ich hier als geschiedene nicht alleine da. mein exmann hätte also mit 50:50 sicher weniger freude als ich. :)

zudem ich auch keine einzige mutter kenne, die sich nur mit den alimenten auf die faule haut legen könnte oder gar sich neu einkleiden.


Antworten Antworten Antworten Gast: Gedanken
15.10.2012 18:30
0

Re: Re: Re: lustige unterhaltsdebatte

Sie schreiben: "mein exmann hätte also mit 50:50 sicher weniger freude als ich. :)"

Dann muss er sehr wenig verdienen. Ansonsten muss er Ihnen bis zum 3fachen des statistischen Durchschnittsbedarf zahlen.

Sie schreiben: "wenn eltern 50:50 für den unterhalt der kinder sorgen sollen, dann müssen sie sich aber 50:50 die betreuung teilen." Sie bekommen gerade gnädigerweise das 14 tage am papa-wochenende.

Das dürfen Männer aber nicht, d.h. Vätern wird ja gesetzlich nicht nur die Obsorge genommen, sondern auch die Möglichkeit für ihre Kinder zu sorgen (auch, wenn sie das wollen).

Wieviele Obdachlose kennen Sie? Ein grosser Anteil sind Männer in Folge von Scheidungen. Sie werden vielleicht von Alimenten nicht reich, aber viele Männer dadurch arm.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Uneingeladen
16.10.2012 19:32
0

Re: Re: Re: Re: lustige unterhaltsdebatte

welchen statistischen Bedarf Sie meinen, wird hier hoffentlich noch erklärt. Denn der Regelbedarf wird mitnichten 3fach an den vater weiterverrechnet. das wären bei größeren kindern dann über tausend euro (für ein kind!) und welcher durchschnittsverdiener muss das bezahlen? was sie meinen ist die playboygrenze für spitzenverdiener, aber wieso sollte das kind nicht vom hohen einkommen eines elternteiles profitieren? oder fragt jemand danach, ob die mutter besonders gut verdient und deswegen ihrem kind einen besondern lebensstandard bietet und findet, dass sie das nicht tun sollte?

übrigens: die meisten geschiedenen männer, die ich kenne, sind sicher nicht bereit weniger zu verdienen, weil sie ihre arbeitszeit kürzen müssen, damit die betreuung der kinder gesichert ist. und wie will man solche männer dann dazu bewegen dies zu tun? oder ist das dann egal, hauptsache sie müssen nicht soviel bezahlen?

ich kenne keinen mann, der durch scheidung obdachlos wurde. aber denken sie vielleicht mal darüber nach, wieso gerade alleinerzieher besonders oft von armut bedroht sind. weil sie so viel unterhalt für ihre kind bekommen auf jeden fall nicht. und auch nicht deswegen, weil sie ja ach so tolle jobs annehmen können, da die betreuung ja so gut gesichert ist. ob jetzt durch kinderbetreuungsplätze oder durch den expartner.

es gehören änderungen her, die BEIDE seiten betreffen und BEIDEN seiten vorteile schaffen.

Antworten Gast: Gedanken
14.10.2012 12:03
0

Re: lustige unterhaltsdebatte

Selbstverständlich sollen Mütter und Väter für die Kosten ihrer Kinder aufkommen. Die Kommentare von Vätern, die ihre Kinder nicht unterstütz wollen, finde ich persönlich ekelhaft.

Und:

- die aktuelle Regelung des Kindesunterhalts ist eine wenig versteckte Subventionierung der Frau, weil der Mann verpflichtet wird bis zum 3fachen ! des statistischen Regelbedarfs zu zahlen. Frauen sind nicht Rechnungslegungspflichtig, d.h. sie können Sanktionslos einen Teil der Überzahlung für Schuhe, Taschen, etc. ausgeben
- wenn das gemeinsame Kind teilweise beim Vater lebt, führt das zu keiner Reduktion des Unterhalts, weil die Judikatur pro femifaschistisch nur auf die Fixkosten der Frau sieht und die variablen Kosten vernachlässigt

Neben der automatischen gemeinsamen Obsorge, sollten die Kosten 50:50 zwischen den Eltern geteilt werden. Stopt die versteckte Frauenfinanzierung unter dem Deckmantel des Kinderunterhaltes jetzt!

Bravo

Frau Deixler-Hübner und Herr Alfred Kriegler! Gut beobachtet!!!!! Danke!

Gast: Eusebius
12.10.2012 09:57
0

So ein Schwachsinn

"Die Doppelresidenz wäre sinnvoll"........

Ein Kind oder mehrer Kinder gehen in Kindergärten und Schulen - haben Freunde und ihre gewohnte Umgebung, Sportverein etc. entweder bei Vater oder bei der Mutter - aber jeden Monat wechseln oder jedes Jahr oder wie stellen sich das die "Juristen" in der Praxis vor?

Ist es heute nicht mehr möglich einen "Idee" zu Ende zu denken, ihre Konsequenzen durchzudenken? Anscheinend nicht.

Antworten Gast: Doppelresidenz ist das Beste fuer Trennungskinder
12.10.2012 16:13
1

Re: So ein Schwachsinn

Doppelresidenz für Trennungskinder ist in vielen Laendern eine normale Angelegenheit, weil diese laender erkannt haben, dass die Vorteile den Nachteilen fuer die Kinder bei weitem ueberwiegen. Sie Eusebius sollten tiefer ueber den Sinn einer Doppelresidenz nachdenken und zuende denken, wenn man wirklich das Beste fuer Kinder will. Scheidungswaise zu werden ist der Supergau fuer Trennungskinder. Ich empfehle ihnen mal den letzten wissenschaftlichen Untersuchungsbericht zu lesen. Von einem gewissen Michael Frigger. Lassen sie sich die Augen oeffnen und sie werden anders denken oder zumindest nicht mehr preisgeben, dass die Doppelresidenz Schwachsinn fuer Kinder ist. Schwachsinn ist es ganz sicher fuer die Muetter, weil selbst nach Trennung immer noch Gleichberechtigung gefordert wird und das im Sinne des Wohles unserer geliebten Kinder.

Gast: lok
12.10.2012 08:50
3

Die Sonderschullehrerin hat wieder zugeschlagen...

Das eigene Klientel wurde ausreichend versorgt (mehr Tätigkeiten für Gutachter, Anwälte und Psychologen) und dem erklärten Feind (sprich allen Männern) wurden trotz Beschluss des Europäischen Gerichtshofes weiter Steine in den Weg gelegt.

Mir war schon immer unklar, wie jemand eine Partei wählen kann, die klar unterqualifizierte, dogmatisch verblendete Personen in politische Ämter hebt.

Gast: Gasti
11.10.2012 21:38
4

Kein Mann sollte Unterhalt zahlen

Wozu auch? Die Ex leistet ja auch nichts.

Das Kind sollte dort sein wo das Geld ist: Beim Vater.

Liebe Maenner, macht eure Geldboersel zu und seht zu was passiert.

Antworten Gast: Dasdarfdochallesnichtwahrsein
12.10.2012 17:29
1

Kindesunterhalt ist fürs Kind, nicht für die Ex.

Kinderbetreuung und -erziehen ist außerdem sehr wohl eine Leistung.

Antworten Antworten Gast: GastiIch
12.10.2012 18:20
1

Re: Kindesunterhalt ist fürs Kind, nicht für die Ex.

Sind Sie sicher, dass Ex-Frauen das auch so sehen und nicht das eine oder andere Paar Schuhe mit dem Geld des Ex-Mannes kaufen, obwohl es für das Kind bestimmt ist?

Das sollte kontrolliert werden.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast(m.)
12.10.2012 20:02
1

Re: Re: Kindesunterhalt ist fürs Kind, nicht für die Ex.

Ahaaa und jetzt erklären sie mir mal bitte wie sie DAS kontrollieren wollen? (ohne massiven bürokratischen Aufwand und Eingriffen in die Privatssphäre)
Die Kinderbetreuung ist nunmal ein Zeit + Geldaufwand der erheblich ist - es ist nur logisch, dass der andere Partner zumindest finanziell dazu einen Beitrag leistet. Und das es meistens der Mann ist der zahlt liegt daran, dass Frauen noch immer so gut wie immer sich um die Kinder kümmern (nicht selten aber trotzdem arbeiten müssen) und Männer sich auf die Arbeit konzentrieren können. Abgesehen ob die Frau jetzt die 30 euro für ihre Schuhe von ihrem eigenen Geld nimmt und die 30 euro vom Mann für die Kinderschuhe oder umgekehrt ist doch herzlich egal.
Finde es lustig wie hier manche so tun als würden Frauen nicht arbeiten wollen (mehr oder weniger als Männer)- das 18. Jh. bitte verlassen.
Abgesehen davon sind einige dieser Reformansätze schon seltsam - gut das es nicht zur automatischen Obsorge gekommen ist - in manchen Fällen sicher eine gute Lösung, aber die Eltern in jedem Fall zur Zusammenarbeit zu zwingen und damit (noch mehr) Streitigkeit auf dem Rücken der Kinder ausdrücken ist ja mal nicht so eine gute Idee.
@lok die ÖVP ist doch bekannt dafür ihr Personal nur nach Bünden und Ländern auszuwählen und Fähigkeiten, Qualifikationen oder zumindest Erfahrungen in dem Bereich (so unprofessionell sie auch sein mögen) völlig zu ignorieren, da ist die SPÖ doch (vom Anschein her zumindest) eine Spur besser

 
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