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Autonome Studiengebühren vor Abschaffung?

17.10.2012 | 11:57 |   (DiePresse.com)

Die Vorschreibung von Studiengebühren unterliegt einer besonderen staatlichen Verantwortung, heißt es vom Verfassungsgerichtshof. Ein Prüfungsverfahren wird eingeleitet.

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Acht der 21 österreichischen Universitäten haben mit diesem Wintersemester erstmals in Eigenregie Studiengebühren eingehoben. Aber ist das auch gesetzeskonform? Der Verfassungsgerichtshof hat Bedenken gegen die "autonome" Vorschreibung und Einhebung von Studiengebühren durch die Unis. Er leitet ein Verordnungsprüfungsverfahren ein, das zeigen soll, ob diese Bedenken gerechtfertigt sind. Dies gilt als Signal für eine Aufhebung der Regelung. Entschieden ist aber über eine Aufhebung noch nicht.

Konkret hat der VfGH laut Präsident Gerhart Holzinger gleich in zwei Punkten Bedenken: Einerseits sei man vorläufig der Ansicht, dass die Einhebung von Studiengebühren nicht in die Autonomie der Unis fällt. Die Tatsache, dass im Uni-Gesetz auf Studiengebühren Bezug genommen wird, könnte eine autonome Regelung ausschließen.

Holzinger: Unis sollten vorsichtig sein

Außerdem unterliege die Vorschreibung von Studiengebühren einer besonderen staatlichen Verantwortung, so der VfGH. Die Übertragung einer weitreichenden Finanzautonomie dürfte mit dieser nicht im Einklang stehen. Dies resultiere aus der besonderen gesellschaftlichen Bedeutung der staatlich finanzierten Regelstudien. "Eine solche Übertragung der Finanzverantwortung an die Unis würde die öffentlichen Universitäten und nicht den Gesetzgeber entscheiden lassen, welche finanziellen Zugangshürden bei der Aufnahme eines Regelstudiums an den öffentlichen Universitäten bestehen sollen", so Holzinger. Dies dürfte nach vorläufiger Einschätzung des VfGH verfassungswidrig sein.

Den Unis empfahl Holzinger, mit einer neuerlichen Einhebung von Gebühren "vorsichtig zu sein, bis die endgültige Entscheidung kommt". Dass das Thema Studiengebühren ein "vermintes Gebiet" ist, habe sich ja bereits wiederholt gezeigt.

Unendliche Geschichte: Der Streit um die Studiengebühren

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Entscheidung Anfang 2013

Seine Entscheidung will der VfGH so rasch wie möglich treffen, so Holzinger. Man sei sich über die Bedeutung der Sache durchaus im Klaren. Realistisch sei eine Entscheidung im ersten Viertel des Jahres 2013. In über 85 Prozent der Fälle, in denen der VfGH ein Prüfungsverfahren von Amts wegen einleitet, führen die vorläufigen Bedenken tatsächlich zur Aufhebung der entsprechenden Bestimmungen.

Im aktuellen Wintersemester heben acht der 21 Unis in Eigenregie Studiengebühren ein. An der Universität Wien, der Uni Innsbruck, der Wirtschaftsuniversität (WU), der Uni Graz, der Technischen Uni (TU) Graz, der Uni Linz, der Veterinärmedizinischen Universität und am Mozarteum Salzburg müssen jene Studenten 363,36 Euro pro Semester bezahlen, die die Mindeststudiendauer um mehr als zwei Semester überschritten haben bzw. aus Nicht-EU-Staaten kommen.

SPÖ "zu politischer Lösung bereit"

SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl sieht ihre Bedenken gegen die autonome Einhebung von Studiengebühren bestätigt. Gleichzeitig betonte sie, "dass die SPÖ nach wie vor zu einer politischen Lösung bereit ist". Man habe Wissenschaftsminister Töchterle bereits vor Monaten einen Vorschlag für eine Reparatur der betroffenen Regelungen übergeben, so Kuntzl. "Ich stehe sofort für Verhandlungen über diesen Vorschlag zur Verfügung." Den betreffenden Vorschlag hat der Minister bisher abgelehnt, weil er "nur" eine Gesetzesreparatur der "alten", vom VfGH aufgehobenen Gebührenregelung mit zahlreichen Ausnahmen von der Gebührenpflicht vorsieht. Töchterle hatte hingegen ein Gebührenmodell vorgelegt, das den Unis die Einhebung von Gebühren in der Höhe von bis zu 500 Euro pro Semester erlaubt und viel weniger Ausnahmen von der Zahlungspflicht vorsieht.

(APA/Red.)

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184 Kommentare
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Re: Es sollte nach der Leistung gehen.

und wieviel verdient tatsächlich die tochter die mit 25 ihren dr.med. in der unterhose hatte? ich wette meine putzfrau verdient mehr!

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Re: Es sollte nach der Leistung gehen.

Es wird immer 33% der Besten, Mittleren bzw. "Schlechten" geben, selbst wenn nur "Nobelpreisanwärter" studieren.

Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
17.10.2012 22:47
0 0

Re: Re: Es sollte nach der Leistung gehen.

Super erkannt. Aber wer von diesen Nobelpreisanwärtern "brennen muss wie ein Luster", das wird durch Korruptionäre bestimmt. Korruption wird dadurch erst herangezüchtet.

Der schwarze

Minister aus dem Stubaital hat sich halt an der Tiroler-Dorfkaiser Mentalität orientiert..........

Antworten Gast: Bettelstudent
17.10.2012 22:50
1 0

Re: Der schwarze

Sehe ich genauso. Dort sind ja 110% der Wähler für die ÖVP, 10% für die Oppositionspartei ÖVP, der Rest für die ÖVP Namenslisten.

Antworten Gast: in tiroi
17.10.2012 16:11
2 0

Re: Der schwarze

kau net lesen und rechnen is a fremdwort.

kauderwelsch.

tja..

wenn ich überlege wie viel stress und ärger ich mir erspart hätte ohne studium - ganz ehrlich, so blöd muss man auch erstmal sein sich das anzutun in österreich. lieber nach der matura direkt arbeiten gehen, keine verantwortung tragen und vom sozialen österreich dafür belohnt werden. es ist einfach der gemütlichere weg.

Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
17.10.2012 22:55
0 0

Machen sie es doch wie die Studienabbrecher an der TU-Wien

Ein Semester studieren, im Lebenslauf steht dann"Studium an der TU-Wien", danach zu einer US-amerikanischen Spekulantenfirma gehen, Firmengeheimnisse in einem Buch veröffentlichen und mit dem verdienten Geld einen akademischen Titel in einem Lehrgang von der TU-Wien nachkaufen.

1 0

Re: tja..

Sie hätte sicher nicht studieren sollen!!"

Re: Re: tja..

@wm: tja, ich denks mir auch manchmal. aber so sichere ich wenigstens über mein know how die arbeitsplätze einiger proleten.

Gast: Knaller
17.10.2012 15:29
6 4

Kaum machen die Unis etwas richtig, klopft man ihnen auf die Finger!

In diesem Land haben vernünftige Vorschläge keinen Raum! Es ist doch der Geist von 1968, der Studiengebühren verteufelt.
Natürlich baruchen wir Studiengebühren! Unsere Unis sacken ab, was hat ein Studiem in Österreich noch für einen Wert? Ist es das Ziel gerade noch unter die besten 500 Unis zu kommen? Dann gute Nacht!
Wer etwas erreichen will, geht ins Ausland.

Gast: ASVG-Sklave
17.10.2012 14:58
3 1

Verbreiterung der Wissengesellschaft

Eine Verbreiterung der Wissengesellschaft durch Erleichterung von Zugang zu Wissen ist ein Schlüssel einer erfolgreichen Volkswirtschaft. Was die ÖVP betreibt ist eine Elitärisierung und Verkleinerung der Wissengesellschaft, welche nur die obere Zehntausend dient. Denn Wissen führt zu kritisches Denken und ist meist unerwünscht bei der totaritären Regime, welche die ÖVP eher Abstand nehmen soll.

Gast: Tirolerhut
17.10.2012 14:44
4 1

Es ist Zeit für Töchterle

den Hut zu nehmen!

Ich verstehe nicht, was das Problem ist?!

Der Studienbeitrag ist mE nicht sehr hoch und durchaus leistbar. Vor allem erhalten die meisten Sudenten oder deren Eltern diverese Unterstützungen wie zB Familienbeihilfe. Jetzt kommt das Argument, dass man diese ab einem gewissen Alter nicht mehr beziehen kann. Das führt wiederum zu dem Argument "Selbsterhalterstipendium". Es könnte eine Weile so weiter gehen, da es genügend Unterstützung gibt! Diese ist aber meiner Meinung nach gar nicht notwendig, wenn man brav in der Mindeststudienzeit bleibt. Ich weiß, dass das nicht immer gemacht wird, aber es ist definitiv machbar! OK, Schicksalsschläge können einen immer treffen, aber zum Glück gibt es ja auch Toleranzsemester. Mir wurde beigebracht, dass nichts im Leben umsonst ist. Die Ausbildung, die man erhält und die einen beruflich einmal viele Türen öffnet, darf ruhig etwas kosten, denn es gleicht sich nachher (je nach Studienfach) wieder aus bzw kann od sollte nur besser werden! Ich bin selbst Studentin und arbeite nebenher full time und habe wirklich nicht die Zeit zum Raunzen. Dafür eine MP, in der ich mir das einmal von der Seele schreiben kann! Vergesst einfach nicht, dass wir uns eigentlich glücklich schätzen können, denn andere Länder sind teurer oder bieten überhaupt nichts!

Re: Ich verstehe nicht, was das Problem ist?!

oha, vorsicht - für viele gibts unterstützungen (die üblichen verdächtigen). für andere weniger - und leistbar soll es doch für alle sein die das potential haben.

Re: Ich verstehe nicht, was das Problem ist?!

und die, die die matura am 2. bildungsweg nachgemacht haben, kein selbsterhalterstip. und keine studienbeihilfe erhalten und zu alt fuer familienbeihilfe sind?
woher sollen wir uns das geld zusammenkratzen? nachm stuhlgang find ichs jedenfalls nicht in der toilette.
meine elten zahlen keine alimente etc mit de begruendung "deine ausbildung haben wir dir gezahlt, du hattest einen handelsabschluss und dann gings ins berufsleben. alles danach - deine sache."

nach der hasch arbeiten, neben der arbeit matura nachgemacht, dann beschlossen studieren zu gehen - und jetzt schau ich was unterstuetzungen jeglicher art angeht, durch die finger.

ich liebe mein studium, ich bin in der regelzeit, ich will endlich fertig werden - denn mehr arbeiten neben dem studium kann ich nicht, um in der zeit (ohne toleranzsemester) zu bleiben - aber monatlich bleibt mir nichts uebrig. ohne meinen freund wuerde sich mein minus am konto monat fuer monat vergroessern.

Antworten Antworten Gast: Berufstätige Studentin
17.10.2012 23:26
1 0

Re: Re: Ich verstehe nicht, was das Problem ist?!

Ich verstehe Sie voll und ganz, bei mir ist es ähnlich! Matura, Beruf erlernt, einige Jahre gearbeitet und dann zu studieren begonnen, weil mein Beruf leider obsolet geworden ist (man findet keine Jobs mehr).

Das AMS wollte mich, nachdem ich meinen damaligen Job verlor, nicht in eine Umschulung schicken, damit ich mich anderweitig qualifiziere. Stattdessen wurde ich in einige Bewerbungskurse gesteckt. Auf welche Jobs ich mich bewerben sollte, hat mir dort leider niemand verraten. Es endete damit, dass ich vom AMS nur Billigjobs angedreht bekam, wo man mich sowieso nicht einstellen wollte ("überqualifiziert"). Ich habe mir das 2 Monate lang angeschaut und die Sache dann selbst in die Hand genommen.

Leider bekomme ich auch keinerlei Unterstützungen oder Stipendien und meine Eltern können mich nicht unterstützen, da sie selbst nur wenig Geld (Pension) zur Verfügung haben. Sie stecken mir manchmal etwas Geld zu, aber das würde bei Weitem nicht zum Leben in Wien reichen.

So verdiene ich mir mein Geld eben selbst und muss relativ viel dafür arbeiten (zeitflexible Studentenjobs sind halt nicht übermäßig gut bezahlt). Das hat zur Folge, dass ich sicher nicht in der Mindestzeit fertig werde. Mir persönlich wäre das egal, aber wenn ich dann noch Studiengebühren aufgebrummt bekäme, dann wäre es für mich noch um einiges härter!


Re: Re: Ich verstehe nicht, was das Problem ist?!

Ich gratuliere ihnen zu ihrer Einstellung, das ist die Jugend auf die man hoffen kann.

0 3

Re: Re: Re: Ich verstehe nicht, was das Problem ist?!

Das ist die Jugend ohne Esprit, Phantasie und Autonomie!

Re: Re: Re: Re: Ich verstehe nicht, was das Problem ist?!

eine begruendung zu dem statement waere nett...

ohne autonomie und esprit? hier sind 2 beispiele von unabhaengigen personen, die ihr Leben und ihre Entscheidungen selbst in die Hand genommen haben - nicht das AMS (und die Steuerzahler) fuer sich haben arbeiten lassen - sondern Weiterbildung selbst organisiert und finanziert haben (bspw. habe ich fuer meine Maturalehrgaenge inkl. allen Pruefungsgebuehren, etc. knapp 3000 Euro bezahlt und wie weiter unten schon mal geschrieben, ich wuerde auch Pruefungsgebuehren an der Uni zahlen, immerhin motivieren die dazu, dass man wirklich aufs Bestehen lernt und nicht mal zur Pruefung geht und schaut, obs vl. klappt (was bei uns ziemlich verbreitet ist) - ausserdem bezahlt man hier fuer jenes, was man wirklich besucht/leistet. ein semester arbeitet man mehr, studiert weniger, zahlt weniger, im naechsten semester ists umgekehrt)
sowas selbst zu managen erfordert kreatives zeit-& geldmanagement, engagement und durchhaltevermoegen.

Gast: Student mit Job
17.10.2012 13:17
4 1

Die Diskussion um Studiengebühren ist sowas von verkehrt!

Es ist bekannt, dass Kinder aus Haushalten mit höherem Einkommen auf der Uni immer noch in der Überzahl sind. Das sind genau die, die neben dem Studium nicht arbeiten müssen und die sich auch sonst Erleichterungen finanzieren können. Da kann man leicht in der Normalzeit studieren.
Die Studenten aus finanziell schwachen Haushalten sind eher gezwungen, neben dem Studium etwas Geld zu verdienen um die Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Die werden dann auch noch mit zusätzlichen Studiengebühren bestraft, weil sie angeblich gebummelt haben.

Alle sollen Studiengebühren bezahlen und über das Finanzamt soll es für die finanziell Schwachen Unterstützung geben. Das wäre fair und ehrlich.
Eine längere Studienzeit belastet die Unis nicht mehr. Im Gegenteil, wenn alle Studenten pro Semester den gleichen Betrag bezahlen, aber einige nur weniger Vorlesungen besuchen und weniger Prüfungen ablegen, dann sind es genau die langsam studierenden, die der Uni mehr Geld bringen. Warum also sollten die dann auch noch zusätzlich zur Kasse gebeten werden?

Antworten Gast: Gast01
17.10.2012 16:57
1 0

Re: Die Diskussion um Studiengebühren ist sowas von verkehrt!

Studenten mit Job kriegen die Studiengebühren retourniert, lieber Student mit Job.

Re: Die Diskussion um Studiengebühren ist sowas von verkehrt!

danke, einer ders verstanden hat.

ich will zuegig fertig werden, ich zahl keine studiengebuehren, ich wills von MIR aus, ich will arbeiten gehen, geld verdienen koennen, nicht jeden cent umdrehen muessn.
ich arbeite neben meinem studium - mehr als 1 tag/woche ist derzeit nicht moeglich, u.a weil ich mir mit den stoff der jetzt dran ist, schwer tue und mehr zeit zum lernen brauch. anfangs ging ich 25h/woche arbeiten, da hab ich die faecher gemacht, die mir leicht fielen, da wars okay.
aber jetzt gehts nicht mehr. ich bin im 4./6 semestern - ich hoffe und ich tu alles dafuer, kein semester laenge zu brauchen. denn ICH will es, nicht meine eltern, es sind auch nicht potenzielle studiengebuehren die mich antreiben - es ist der abschluss, dem ich immer naeher komm, die aussicht auf ein finanziell besseres leben, als ich es derzeit habe.

Antworten Antworten Gast: Student mit Job
17.10.2012 15:08
1 3

Re: Re: Die Diskussion um Studiengebühren ist sowas von verkehrt!

Sie wollen. Na gut. Dagegen ist nichts einzuwenden. Sie wollen einmal besser verdienen. Der Wunsch ist nachvollziehbar.
Aber glauben Sie, dass die anderen Menschen den Wunsch haben, Ihnen ihr Studium zu finanzieren? Wieso glauben Sie, dass es für Sie selbst unzumutbar ist, wenigstens einen kleinen Beitrag für ihre eigene Ausbildung zu leisten und die anderen die völlig unbeteiligt sind, die sollen Ihr ganzes Studium finanzieren. Der Egoistmus der Universitätsstudenten ist unerträglich abstoßend, vor allem da dieses Studium die höchsten Einkommen in Aussicht stellt.
Wissen Sie was, schämen Sie sich für Ihren Egoismus.

Antworten Antworten Antworten Gast: who knows
17.10.2012 15:42
4 0

Re: Re: Re: Die Diskussion um Studiengebühren ist sowas von verkehrt!

Schämen braucht sich keiner, denn wenn ein höheres Einkommen erzielt wird, freut sich der Staat über mehr Steuern. Also sehr kurzsichtig von Ihnen bedacht!
Und glauben Sie mir, wenn man nur eine Steuerklasse aufsteigt, sind die paar Euros schnell und vielfach zurückgezahlt. Das ist für den Staat besser, als Leute wegen paar hundert Euros vom Studium abzuschrecken.

Re: Re: Re: Re: Die Diskussion um Studiengebühren ist sowas von verkehrt!

danke, ziemlich genau daa, was ich dazu sagen wollte.

ich zahle miete, kaufe lebensmittel, fahre mit oeffis, bezahle internet, etc - all das sind steuern, die ich genauso bezahle.
ich gebe mein geld fuer das gleiche aus, wie nichtstudenten. ich verdiene aber spaeter mal - eventuell - besser und zahle hoehere steuern und sozialausgaben, werde mehr geld (=steuern) ausgeben, die dann wiederum der allgemeinheit zugute kommen. (krankenkassenbeitraege, die ich im hohen Maß einzahle, aber weniger beanspruche als aeltere oder kraenkere buerger) auch meine steuern werden es mal meinen, Ihren, wessenauchimmer Kindern/Enkeln ermoeglichen eine Volksschule oder Uni zu besuchen.

Ich waere ja bereit fuer mein Studium zu zahlen - allerdings faend ich Pruefungsgebuehren sinnvoller.Die sind Zweckgebunden und werden nur fuer die Anzahl an Faechern bezahlt,die man auch macht.Arbeitet man 1 sem nebenbei mehr, zahlt man weniger vice versa. die motivieren auch pruefungen zu schaffen statt nur zu probieren.

4 0

Stillstand

Wann gibt es endlich Ausgleichszahlungen von Deutschland und von diversen osteuropäischen Staaten?
Deutschland ist doch die führende Wirtschaftsmacht, aber sie sind dort anscheinend unfähig, genug Studienplätze für ihre Staatsbürger zu schaffen.

Wo ist hier die Deutsche Gründlichkeit?
Natürlich löst es nicht die umfassenden Probleme, die es zur Zeit gibt, aber ein kleiner Schritt ist auch etwas wert.

Antworten Gast: Student mit Job
17.10.2012 13:21
0 2

Re: Stillstand

Die Deutschen hatten schon seinerzeit beim EU-Betritt die Österreicher auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Aber die Österreicher waren zu blöd das Problem zu erkennen und in die Beitrittsverhandlungen einzubeziehen. Zuständig war damals Schüssels Handarbeitslehrerin. Die hatte natürlich keine Ahnung von sowas. Aber wo waren die führenden Köpfe der Universitäten? Warum haben die sich nicht damals zu Wort gemeldet. Die hätten doch wirklich den Durchblick haben müssen.

Re: Re: Stillstand

Wie sagte schon Kreisky:
Lernen´s Geschichte!
Bis November 1994 war Erhard Busek Wissenschaftsminister, sein Nachfolger war Rudolf Scholten der Bilderberger Sozialist. Also bitte nicht Leute beschuldigen, die zum Zeitpunkt des EU Beitritts nicht in dieser Causa involviert waren.
Die Ansprechpartner wären also Vranitzky und Scholten von der "roten" Fraktion.

Antworten Antworten Antworten Gast: Student mit Job
17.10.2012 15:15
0 0

Re: Re: Re: Stillstand

Wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht war zu Zeiten des EU-Beitritts die Gehrer Unterrichtsministerin und zuständig für die Verhandlungen mit der EU in Sachen Universität. Wenn meine Erinnerung mich täuscht, nimm ich den Vorwurf gegenüber Gehrer zurück. Aber der Vorwurf bleibt, dass die damaligen Politiker geschlafen haben, die für diese Angelegenheit zuständig waren. (Egal von welcher Partei sie waren. Ich hänge an keiner Partei.)

pech für die studiengebühren-freaks...

...dass es in österreich noch gesetze, eine verfassung und einen verfassungsgerichtshof gibt.

viel schöner ist es natürlich, wenn man parlament, gesetze und verfassung ignoriert und per ukas regieren möchte, wie töchterle und seine erfüllungsgehilfenin den rekoraten. leider leben wir immer noch einem rechtsstaat.

Antworten Gast: wu-student
17.10.2012 13:47
4 2

Re: pech für die studiengebühren-freaks...

Ja, die Ungewissheit in der die Studierenden momentan leben ist wahrlich viel besser als eine klare Reegelung dafür oder dagegen.
Es gibt im Leben nichts Schöneres als wenn man nicht mehr als 1 Semester im voraus planen kann. Ich weiß nicht ob ich in ein Masterprogramm reinkomme, ob ich dafür zahlen muss, etc.

Rechtstaat hat damit rein gar nichts zu tun, das zeigt nur wie wenig Ahnung Sie von dem haben was Sie reden... es bestehen eben noch geltende Gesetze zu den Studiengebühren, nur kleinste Teile davon wurden aufgehoben und die Frage ist nun wie man mit diesen Scherben umgehen muss.

Re: Re: pech für die studiengebühren-freaks...

Als Studierender an einer Staatl.Uni muss man sich um jedes Seminar, Übungen etc., eben um alles selbst kümmern. Sonst wäre es eine Privatuni oder eine FH. Aber genau dieses selbstbestimmte Arbeiten ist es das fürs Leben formt und der große Vorteil gegenüber den anderen Studienformen.

Antworten Antworten Antworten Gast: wu-student
17.10.2012 18:15
1 0

Re: Re: Re: pech für die studiengebühren-freaks...

Ich bin mir nicht sicher ob Sie mich da gerade belehrn wollten. Jedenfalls haben Lehrversanstaltungen und Prüfungen nichts damit zu tun ob ich nun weiß ob in einem Jahr plötzlich nur noch halb so viele Masterplätze vorhanden sind oder nicht, etc

Den Bachelor alleine kann ich mir jedenfalls an den Hut picken!

Re: Re: Re: Re: pech für die studiengebühren-freaks...

Entschuldigen Sie bitte, Sie zu belehren steht mir wirklich nicht zu. Ich wollte auf einige Dinge hinweisen die nicht wirklich so gut laufen. Auch zur Erhellung mancher der geehrten Mitposter, welche über die Zustände überhaupt nicht informiert sind. Zudem habe ich es verabsäumt Ihnen zum baldigen Abschluss zu gratulieren. Alles Gute.

Re: Re: Re: Re: pech für die studiengebühren-freaks...

ja.. alle denken "bachelor - reicht, studium is abgeschlossen, fertig"

dass der allein eben nicht reicht und das masterstudium keine neue version eines doktoratsstudiums ist, das sehen leider nur sehr wenige. ohne master, vergiss es. haettst gar nicht studieren brauchen. und nein - bitte jetzt keine "wieso studieren Sie dann ueberhaupt, wenn Sie das eh wissen?" kommentare. ich frage Sie ja auch nicht, warum Sie dieses oder jenes machen (bspw rauchen oder fettiges essen, oder autofahren, das schadet uns allen und der umwelt - alle wissens, keinen interessierts, jeder machts)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Bettelstudent
17.10.2012 23:07
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: pech für die studiengebühren-freaks...

Die Universitäten wollen unbedingt wissen, wieso man unbedingt studieren will. Gültige antworten sind "weil es in der Familie sonst eine Schande wäre" usw.

Antworten Gast: Student mit Job
17.10.2012 13:22
2 0

Re: pech für die studiengebühren-freaks...

Möchten Sie lieber in einem Unrechtstaat leben?

Studiengebühren bringen gar nix.

Wir haben die Situation, dass 80% der Studierenden Jobs annehmen müssen, um ihr Durchkommen sichern zu können. Würden Studiengebühren eingehoben werden, müssten besagte Studis mehr arbeiten und hätten weniger Zeit ihr Studium voranzubringen.
Gleichzeitig kostet aber ein Studienplatz deutlich mehr, als über Gebühren eingehoben würden.
Wo da der Sinn liegt, dass man Studien künstlich in die Länge zieht, das muss mir erstmal jemand schlüssig erkären...

Antworten Gast: yoshi1
17.10.2012 13:48
1 0

Re: Studiengebühren bringen gar nix.

Mehr Geld für Pensionen und Sozialdienste. Und damit mehr Geld für Stammwähler.

Antworten Gast: Student mit Job
17.10.2012 13:27
1 0

Re: Studiengebühren bringen gar nix.

Ihnen geht es aber gut, wenn 10 Mio für Sie "gar nichts" sind. Da sind scheinbar selbst Matschitz und Stronach arme Würstchen neben Ihnen.

Student? Wohl kaum.

Da sollte sinnerfassendes lesen wohl kein Problem sein.

Gebühren müssen in Österreich per Gesetz...

... zweckgebunden verwendet werden, bei allen anderen Abgaben ist dies nicht der Fall.
Und selbst im Fall der Gebühren findet in Ö mittlerweile Missbrauch statt, wie es das Beispiel der Parkometerabgabe in Wien und die Verwendung der Gelder durch Vassilakou aufzeigen.

Es gibt eine ganz einfach Schlussfolgerung aus diesem Umstand: die Österreichische Innenpolitik ist, wie sonst überall auch, nicht in der Lage ihren Verpflichtungen nachzukommen.Wenn bspw. in der Vergangenheit Steuern erhöht wurden weil das Bildungssystem mehr Geld benötigt hat, wurde das für alles andere verwendet - aber nícht für die finanzielle Unterstützung des Bildungssektors.

Die SPÖ schreit laut nach neuen Schulden. Faktum ist: 33% unserer staatlichen Einnahmen müssen aufgebracht werden um die Zinsen!! unserer Schulden zurückzuzahlen - nur rund 2% werden für die Bildung aufgewandt.

Deshalb sind personenbezogene Studiengebühren, welche direkt an die Unis entrichtet werden, die einzige wirkliche Lösung um sicherzustellen das der finanzielle Aufwand auch wirklich dort ankommt wo er hin muss!

Vom jetzt eingeschlagenen Weg anzuweichen dient weder den Studenten, noch den Unis. Man muss sich einfach klar werden das ein weiterer Qualitätsverfall im universitären Bildungsbereich nicht tragbar ist. Das Studium in Österreich ist bald nichts mehr wert als ein gekauftes in Weissrussland - dies gilt es zu verhindern. Da müssen auch Studenten ihren Beitrag leisten.

Antworten Gast: Bettelstudent
18.10.2012 00:48
0 0

Es ist ganz einfach!

Die Professoren bekommen ein Gehalt und müssen dafür die Lehre bestreiten. Die Forschung findet mit den bisherigen Computern statt, repariert darf werden, wenn die Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist, darf neu gekauft werden.
Für Drittmittelprojekte muss ein Teil auch für die Lehre und für andere Projekte abgestellt werden.
Studiengebühren werden nicht benötigt. Wenn die Hörsäle überfüllt sind, gibt es technische Möglichkeiten das auszugleichen.

Antworten Gast: wegweisende tafelrunde
17.10.2012 12:51
0 2

Re: Gebühren müssen, ...?

rolle nicht vergessen und gerade durch.

Re: Re: Gebühren müssen, ...?

Inhalt?

Gast: Was_nix_kostet
17.10.2012 12:29
5 1

60 Euro pro Monat

Als Mutter von 2 studierenden Kindern finde ich Studiengebühren wirklich sinnvoll. Die 60 Euro pro Monat Kostenbeitrag sind ja wirklich nicht so tragisch, wenn es dafür Prüfungstermine, Skripten und entsprechende Studienmöglichkeiten (zB Labors) für Regelzeitstudenten gibt.

Übrigens: ein Meisterkurs und die Meisterprüfung auf der WIFI kosten ca. 6000 ....

und: eine Pflegehelferausbildung kostet 5000,- .... nur studieren muss gratis sein?


Antworten Gast: Gast01
17.10.2012 17:00
3 0

Re: 60 Euro pro Monat

Warum setzen Sie sich nicht dafür ein, dass die Meisterprüfung gratis wird? Stattdessen verschwenden Sie Energie dafür sich einzusetzen, dass es bei anderen auch gleich schlecht und unfair wird. Wirklich (nicht) intelligent.

Re: 60 Euro pro Monat

wenn die von ihnen genannten Rahmenbedingungen stimmen würden, könnte man über einen Beitrag sprechen.Diese Bedingungen waren auch nicht besser als es die Gebühren noch gab. Haben sie nie ihre Kinder für ein Seminar über PC angemeldet, weil die Kinder arbeiteten. Um 9h Anmeldebeginn-9h01 alle Plätze besetzt. dafür wollen sie zahlen ?.

Re: 60 Euro pro Monat

zahlen sie es ein, wenn sie wollen. viel spaß!

wieso ist eigentlich schule dann gratis? sind 60 euro im monat füpr eine gute schule wirklich zu viel verlangt? na also! zahlen sie das auch gleich, dann fühlen sie sich gleich besser!

Antworten Antworten Gast: Noch eine Studentenmutter
17.10.2012 13:30
2 3

Re: Re: 60 Euro pro Monat

Die Pflichtschule ist gratis. Die Berufsausbildung kostet nicht gerade wenig. Es gibt wirklich keinen Grund, warum die diversen Ausbildungen ein Vermögen kosten müssen, während die Universität gratis sein soll.