Hund darf auch teuer gerettet werden

09.12.2012 | 18:17 |  PHILIPP AICHINGER (Die Presse)

Selbst wenn man das Fünffache des Wertes eines Tieres aufwenden muss, um es zu heilen, können die Kosten gerechtfertigt sein. Das zeigt ein aktuelles Urteil, in dem ein Hundehalter die Genesungskosten einklagte.

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. . Beim Schadenersatz gibt es eine Grenze: Liegt ein sogenannter Totalschaden vor, so darf man eine Sache nicht mehr teuer reparieren lassen. Wer es dennoch tut, muss die Mehrkosten selbst tragen. Auch bei Tieren gibt es so etwas wie einen Totalschaden. Doch die Schwelle dafür liegt vergleichsweise hoch, wie ein aktuelles Urteil zeigt.

Im Mittelpunkt steht der zweieinhalbjährige Sheltie-Rüde „Candyman“. Als die 18-jährige Tochter des Hundehalters mit Candyman spazieren ging, machte das Tier unliebsame Bekanntschaft mit einem siebenjährigen Deutsch-Langhaar-Rüden namens Condor. Dieser war wiederum mit der Mutter seines Herrchen unterwegs. Es folgte ein wilder Kampf, obwohl die Hunde angeleint waren. Candyman war mit seinen zwölf Kilo aber dem mehr als 40 Kilo schweren Condor klassisch unterlegen. Candyman erlitt durch die Attacke des gewichtigen Hundes einen dreifachen Bruch des Hinterlaufs.

Nun war die Veterinärmedizin gefragt. Doch die Operation, die Nachbehandlung und die Fahrtkosten schlugen finanziell derart zu Buche, dass am Ende eine Rechnung von knapp 4700 Euro stand. Der Halter von Condor (bzw. seine Haftpflichtversicherung) war aber nur bereit, 1100 Euro zu zahlen. Mehr sei nicht drinnen, zumal die gesamten Heilungskosten den Wert des Tieres deutlich übersteigen würden. Zudem wandte der Halter von Condor ein, dass der Hund das Bein zu früh belastet habe, was zu weiteren Komplikationen und Kosten führte. Dafür sei der Hundehalter verantwortlich. Überdies sei bei dem Kampf auch Condor verletzt worden und auch die Frau, die Condor Gassi führte.

Das Bezirksgericht Krems verwies auf §1332a ABGB. Nach diesem Paragrafen sind die Heilungskosten eines Tieres dann gerechtfertigt, wenn ein wirtschaftlich denkender Tierliebhaber die Summe zur Rettung seines „besten Freundes“ aufgewendet hätte. Und ein verständiger Tierliebhaber hätte 4700 Euro gezahlt, um Candyman, der 950 Euro wert ist, zu retten. Dass das Bein zu früh belastet wurde, könne man Hund und Halter nicht anlasten. Das sei möglicherweise auch durch eine unwillkürliche Bewegung passiert. Und als Tierhalter könne man seinen Hund etwa beim Schlafen nicht anleinen und daher nicht sicherstellen, dass dieser nichts falsch mache. Trotzdem gewährte das Gericht dem Halter von Candyman nur den Ersatz eines Drittels des Schadens. Denn die Tochter, die mit Candyman spazieren war, treffe ein Mitverschulden. Sie hätte mit dem kleinen Hund rechtzeitig dem mächtigen Condor aus dem Weg gehen sollen, befand das Erstgericht.

Das Landesgericht Krems änderte das Urteil in zweiter Instanz (1 R 127/12z). Es hielt fest, dass der gewichtige Condor von einer Frau geführt wurde, die körperlich nicht in der Lage war, das Tier im Ernstfall zurückzuhalten. Beim zwölf Kilo schweren Candyman sei die Situation ganz anders. Die 18-jährige Frau habe mit dem Tier umgehen können, zumal sie fast täglich mit ihm unterwegs sei. Von einer Verschuldensteilung könne daher keine Rede sein.

Blieb die Frage, ob die hohen Genesungskosten in Ordnung sind. Das Landesgericht Krems griff zur Lösung dieser Frage auf die deutsche Rechtsprechung zurück, erklärt der siegreiche Amstettner Anwalt Josef Kattner, der Candymans Herrchen vertrat. So wurden in Deutschland einst für einen Hund, der 600 Mark wert war, 1855 Mark an Heilungskosten zugesprochen. Für einen Hund, der bloß 100 Mark wert war, wurde sogar das Zehnfache des Werts an Heilungskosten genehmigt. Es sei somit gerechtfertigt, dass man zur Heilung von Candyman rund das Fünffache seines Werts ausgegeben habe, meinte das Gericht. Das Urteil ist rechtskräftig, der Halter des Sheltie-Rüden bekommt die knapp 4700 Euro.

 

Sachen: Grenze bei zehn bis 15 Prozent

Bei Sachen liege ein Totalschaden hingegen bereits vor, wenn die Reparaturkosten zehn bis 15 Prozent über dem Zeitwert liegen, sagt Andreas Kletečka, Professor für Zivilrecht an der Universität Salzburg, im Gespräch mit der „Presse“. Im Jahr 1988 habe man aber den Paragrafen 1332a ins ABGB eingefügt, demzufolge bei Tieren ein Totalschaden erst vorliegt, wenn ein „verständiger Tierhalter“ die Kosten nicht mehr tragen würde. Eine relevante Gesetzesänderung, denn im österreichischen Recht werden Tiere wie Sachen behandelt, solange es keine ausdrücklichen anderen Regeln für sie gibt.

Bei Menschen gibt es keinen „Totalschaden“: Die Kosten jeder noch so teuren Heilbehandlung dürfen eingeklagt werden, solange nur die Behandlung eine sinnvolle war.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.12.2012)

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54 Kommentare
 
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Na dann

Sind wir aber beruhigt, wenn uns der jurist versichert, dass menschen auch im gesetz als menschen qualifiziert werden.

Dass Tiere als Sachen gelten haben wir der nekrophilen beziehung der jurisprudenz mit dem alten rom zu verdanken - erbärmlich wie hier mit lateinischen sprichworten an längst überholtem festgehalten wird.

dabei war rom eine effektive mordmaschine, die sich als expansiver machtapparat später ua im schafspelz der kirche und einem ausgefeilten rechtssystem weltweit etabliert hat um auch das letzte völkchen zu befrieden!

Millionen sind diesem römischen imperialismusgedanke zum opfer gefallen.

Millionen arbeiten noch immer für den römischen Eigentumsbegriff - bloß für die Rendite der Bürger.

Und Millionen Tiere (sowie Menschen, sobald sie zu solchen ernannt wurden) leben und sterben dafür, dass Sie diesem Sachbegriff unterliegen.

Es ist daher eine grundlegende!!! Reform des gesamten Rechtssystems nötig um endlich einen Paradigmenwechsel herbeizuführen. Bei dieser Gelegenheit können gleichzeitig die Mafiabegünstigenden Gesetze gestrichen und stattdessen strafbestimmungen vorgesehen werden.

Re: Na dann

ROFL.

1) Und wie sollen die Gesetze ihrer Meinung sonst aussehen? Welchen Status sollen Tiere sonst haben?

2) Rom war auch eine der stabilsten und langanhaltendsten Zivilisationen der Welt und sorgte in weiten Teilen der bekannten Welt für störungsfreies Reisen, funktionierenden Handel und ja, auch Völkerverständigung.

3) Wenn wir das römische Recht 1:1 übernommen hätten, wären auch noch Sklaven etc. bekannt. Das nur zur Erklärung.

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Re: Na dann

Dann zitiere ich mal das Gesetz:
====
§ 285a. ABGB Tiere sind keine Sachen; sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Die für Sachen geltenden Vorschriften sind auf Tiere nur insoweit anzuwenden, als keine abweichenden Regelungen bestehen.
====

hätte mit dem kleinen Hund rechtzeitig dem mächtigen Condor aus dem Weg gehen sollen

das "Gericht" hat anscheinend nicht sehr viel Ahnung von Hunden

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Re: hätte mit dem kleinen Hund rechtzeitig dem mächtigen Condor aus dem Weg gehen sollen

Jawoll, sonst hätte es den Schaden nicht ersetzen lassen!

Re: Re: hätte mit dem kleinen Hund rechtzeitig dem mächtigen Condor aus dem Weg gehen sollen

erstens der Ersatz des Schadens ergibt sich schon aus dem Schadenersatzrecht, zweitens dh "jawohl" und nicht "jawoll" und drittens irgendwie tun sie mir sehr leid, so wie sie sich hier im Forum einbringen, muss man auf eine große Verbitterung ihrerseits schließen

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Re: Re: Re: hätte mit dem kleinen Hund rechtzeitig dem mächtigen Condor aus dem Weg gehen sollen

Jawoll ja!

Muss mein Leben ohne vierbeinigen Therapeuten fristen - deshalb soooo verbittert

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Welchen Wert kann ein Hund haben?

Der Wert einer Sache kann nur von einem möglichen Verkaufspreis abhängen und nie von der Wertvorstellung des Besitzers.

Bei Nutztieren gibt es einen Verkehrswert; wie hoch kann der bei einem Hund sein, der sowieso als unverkäuflich einzustufen ist.

Nutzlosviecher wie Hunde, die den Besitzern meist nur als Psychokrücke dienen, können daher keinen Verkehrswert haben.
Was kostet ein neuer Hund, sprich Welpe? Mehr kann ein erwachsener Hund nur dann Wert sein, wenn er spezielle Funktionen hat (Blindenhund etc.) aber kein Haushund. Nachdem solche Hunde nicht verkauft werden kann der Wert nur sinken! Wenn er eingeht, dann ist er nichts mehr wert, da nicht einmal das Fell verWERTet werden darf.

Aber was ist schon Vernunft bei derartigen vergötterten Kreaturen - da die Hundehaltung sowieso völlig unnötig ist!

Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

ich muss Ihnen da leider in mehrfacher hinsicht widersprechen!

man kann den wert einer sache sicherlich nicht nur am möglichen verkehrswert berechnen, denn die würde immer zu einer schlechterstellung des geschädigten führen!

man muss auch die wiederbeschaffungskosten berücksichtigen!

was die tiere betrifft, so hat der gesetzgeber halt eine extraregeung erlassen, die vermutlich als ein art "seelische" schemerzensgeld fungieren sollte

dies ist wenn man es so will nicht komplett unschlüssig, da z.b bei fahrlässiger tötung eines menschen auch ein trauerschaden beansprucht werden kann, nun ist es in unseren breiten nun einmal so, und das kann man durchaus auch kritisch betrachten, dass gewisse leute vorallem zu hunden eine emmotionale bindung aufweisen die der zu einem menschen gleichkommt, ja diese sogar leider manchmal übertrifft!

nun kann man wohl die heilungskosten als eine art mittel zur vergütung des trauerschadens sehen, und daher leicht argumentieren, dass diese daher durchaus höher als der wert ausfallen dürfen!

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Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Warum Trauerschaden? Man hätte den verletzten Hund einschläfern und der Dame einen neuen Welpen bezahlen sollen.

Was heißt also Trauerschaden bei Viechern? Diese Gesellschaft geht an ihrer Dekadenz zugrunde, und die Haustierhaltung ist ein guter Indikator dafür. Diese überbordene Vermenschlichung von Hunden ist an Absurdität kaum mehr zu überbieten.

Therapeuten gestörter Egos, die sonst zu kurz kommen - sonst nix!

Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Das Problem ist wohl nicht die vermenschlichung, so es diese auch geben mag, sondern die versachlichung von Lebewesen.


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Re: Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

An alle Vegetarier - Pflanzen und deren Früchte sind auch Lebewesen, also esst diese auch nur wenn sie eines natürlichen Todes sind!

Esst daher nur Pilze - aber auch nur wenn sie verschrumpelt sind!

So erst kann man fleischlos die Menschheit ernähren!

Übrigens, was frisst der Hund???

Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

wohl schon öfter gebissen, ja Tiere spüren eben den Charakter von Menschen

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Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Also sind Sie ein Tier!

Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

In Anbetracht von 8 Milliarden Menschen, die die Erde kahlfressen und ihre Ressourcen rücksichtslos vergeuden, würde ihre Argumentation ja genauso auf Kinder zutreffen: was ist schon Vernunft bei derart vergötterten Kreaturen - die Kinderhaltung ist ja in bei der gegebenen Überbevölkerung auch völlig sinnlos?

Im übrigen: woher nehmen Sie eigentlich Ihr hochqualifiziertes Wissen über vierbeinige Psychokrücken? Aus der Perlenreihe: "Wie misshandle und vergifte ich schnell und billig unliebsame tierische Hausgenossen?"

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Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Nicht zu vergessen die Millionen Nutztiere, die für die Fressiindustrie gezüchtet werden müssen!

Oder sind Hunde etwa Vegetarier?

Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Zu Ihrer Information - die Sie offenbar aufgrund Ihres grenzenlosen Hundehasses bis dato nicht eingeholt haben: Nutztiere werden nicht extra zur Hundefutterproduktion gezüchtet (auch nicht zur Katzenfutterproduktion). Tiernahrung wird aus den Abfällen der Nahrungsmittelindustrie produziert. Die Tiere fressen Ihnen also auch nichts weg, denn selbst Sie werden sich ja nicht ausschliesslich von Schwarten und Knorpeln ernähren sondern eher von Filet.

Im übrigen sind Sie doch froh über die vierbeinigen "Psychokrücken", denn wenn alle von Ihnen benannten gestörten Egos statt dessen - den ja dann in Ihren Augen unumgänglichen - Psychiater aufsuchen würden, würde unser Gesundheitssystem noch schneller unfinanzierbar werden.

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Re: Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Die Aufschrift einer sehr bekannten und begehrten Hundefressidose lautet: "In unser ... kommen nur die besten Fleischstücke". Da bleibt für uns Menschen nur Schlachtabfall - gell!

Faule Ausrede der Canidenfanatiker, um ihr gestörtes Ego zu rechtfertigen.

Übrigens zu Ihrer Beruhigung, ich hasse keine Hunde - nur deren gestörte Besitzer, die ohne besagte Psychokrücke erhebliche Minderwertigkeitskomplexe hätten!

Re: Re: Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Sie fallen auch auf jeden Werbeschmäh herein! Ihr Waschmittel wäscht wahrscheinlich auch weißer als weiß und ihr Dieselauto ist so öko, dass es keine schädlichen Kohlenwasserstoffe produziert, oder? Ganz schön blöd bei Ihrer Souveränität!

Im übrigen: was für eine Hund "beste Fleischstücke" sind, ist für einen Menschen meistens noch immer Schlachtabfall - oder essen Sei z.B. Kopffleisch vom Rind? Es ist essbar, aber Sie haben es ganz sicher nicht am Teller.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Faule Ausrede der Canidenfanatiker, um ihr gestörtes Ego zu rechtfertigen

Q.e.d.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Wer von uns beiden das gestörtere Ego hat, bleibt wohl offen. Typisch für Ihr gestörtes Ego ist jedenfalls, dass Sie sich in Beleidigungen flüchten, wenn Ihnen Ihre ohnehin nur sinnlosen Argumente endgültig ausgehen. Im übrigen - warum gehen Sie eigentlich nur auf Hundehalter los, die selben Argumente treffen auf Katzen genauso zu. Haben Sie vielleicht eine?

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Noch was. Wenn ich keine Argumente hätte, warum vertschüssen sich die anderen hier nach wenigen Runden und streichen die Segel?

Weil die Realität nicht zumutbar ist?

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Hunde- und Katzenhaltung unterscheiden sich:

Katzen werden nicht zum Kacken ins Freie geführt.
Katzen fallen keine Kinder an, schon gar nicht fremde.
Katzen bedrohen keine Menschen.
Katzen bellen nicht nächtelang herum - auch nicht bei Tags.
Von jährlichen 3.000 Hundebissen sind keine Katzenbisse vermerkt.
Katzen werden nicht an der Leine geführt und brauchen keinen Beißkorb.
Katzen nimmt man nicht zum Speisen ins Resti mit.
Katzen wühlen nicht in der Kacke herum und werden deshalb auch nicht an der Schnauze abgebusselt.

- deshalb wären Katzen nur unzulängliche Therapeuten getörter Egos

Wozu brauchen Sie den Hund?

Sie haben Recht, bei Canidenfanatikern sind Argumente meist sinnlos! Sonst könnten Sie ja obige Frage beantworten.

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Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

so nutzlos wie sie kann kein hund sein.

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Re: Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Ihr Nick ist ihr Programm?

Re: Welchen Wert kann ein Hund haben?

Wenn laut Ihrer Meinung nur der Verkaufspreis den Wert eines Lebewesens bestimmt, dann wäre der Wert eines Menschen nach der Abschaffung des Sklavenhandels auch gegen Null gefallen...
Oder, bemessen Sie den Preis eventuell auch nach Seltenheit - Raritäten sind ja oft nur deshalb so teuer? Aber auch da ist das Verhältnis der Gattung Mensch zu den meisten Säugetierarten - inklusive Hund - wirtschaftlich nicht gerade zu unseren Gunsten... Woher nehmen Sie also - selbst ohne Beachtung der Ihnen fremden Begriffe Emotion und Moral - die Berechtigung zu Ihrer unmenschlichen Überheblichkeit?

 
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