Beschneidung: Verfahren gegen Oberrabbiner eingestellt

18.01.2013 | 12:37 |   (DiePresse.com)

Die Staatsanwaltschaft Wien sieht keine Körperverletzung bei dem religiösem Ritual. Das Verfahren gegen einen muslimischen Arzt läuft noch.

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Die Staatsanwaltschaft Wien hat ein Verfahren gegen den Gemeinderabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), Schlomo Hofmeister, wegen Körperverletzung eingestellt. Die "Initiative gegen Kirchenprivilegien" hatte eine Anzeige eingebracht, da dieser religiöse Beschneidungen an Unmündigen durchführe. Ermittlungen gegen einen muslimischen Arzt in der selben Sache seien noch anhängig, hieß es am Freitag vonseiten der Anklagebehörde.

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Die Initiative sah in ihrer Anzeige den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt, da es sich bei Beschneidungen um einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit handelt, ohne dass dies ein medizinischer Grund rechtfertige. Die Staatsanwaltschaft sieht diese nicht erfüllt. Warum der Fall des praktischen Arztes, der ein Beschneidungszentrum in Wien betreibt und auf rituelle islamische Beschneidung spezialisiert ist, noch anhängig ist, wurde nicht konkret begründet.

"Alle Rechtsmittel ausschöpfen"

Ad acta gelegt ist auch eine Gegenanzeige des Bundesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs. Dieser hatte der "Initiative gegen Kirchenprivilegien" aufgrund der Sachverhaltsdarstellung Herabwürdigung religiöser Lehren, Verhetzung und Verleumdung vorgeworfen. In ihrem Anliegen will die Initiative nun "alle Rechtsmittel ausschöpfen", offensichtlich seien dem Staat und der Justiz Kinderrechte "augenscheinlich ziemlich egal", hieß es dort.

(APA)

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58 Kommentare
 
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keine Körperverletzung bei dem religiösem Ritual

Weitere tote Säuglinge durch dieses "religiöse" Ritual:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2304793/Two-babies-stricken-HERPES-ritual-oral-blood-sucking-circumcision-New-York-City.html

Schutzlose, rechtlose Unmündige werden einem "Gott" geopfert - und das noch im 21. Jahrhundert im angeblich fortschrittlichem Westen.

Wie minderwertig

ist eigentlich eine Religion bzw sind deren Vertreter, wenn sie sich, obwohl es bloß um die Abschaffung überholter Rituale in einem kleinen Detailbereich geht, sofort in ihren Fundamenten angegriffen fühlt?

Diese Beißreflexe treffen auch andere Religionen und nicht nur im Zusammenhang mit Beschneidung.

Und das gibt Anlass, über den Komplex "Religion" als Ganzes nachzudenken, zumindest was deren gängigste Erscheinungsformen betrifft.

Ja, aber .........

was ist nun mit den muslimischen Bubenvorhäuten --- meine diesbezügliche Frage wurde allerdings schon vor etlichen Tagen abgewürgt ................

Seit wann haben Bubenvorhäute eine Religion?

Und zwecks Ausgewogenheit:
Was ist mit den Mädchenvorhäuten???

Re: Seit wann haben Bubenvorhäute eine Religion?

@art 47 Was ist mit den Mädchen-VORHÄUTEN ??? -- Ich denke daß man dazu Stellung nehmen kann, sobald die Mädchen eine solche haben ...
( Zur Info: das "Hymen" ist keine V. im Wortsinne )

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Re: Re: Seit wann haben Bubenvorhäute eine Religion?

Leider keine Ahnung art 47 Einfach mal nach "milder Sunna" googlen und staunen. Die Beschneidung der KlitorisVORHAUT ist in den islamischen Gebräuchen auch verankert, aber bei uns streng verboten. Zu recht.
Bei der PenisVORHAUT gilt dieser Schutz aber nicht.

Re: Seit wann haben Bubenvorhäute eine Religion?

...diese Wortklau (b) erei ist doch wohl ein wenig doof - oder sollte es wenigstens noch lustig sein ???

Hätte Gott

oder Allah oder Jahve und wie man ihn sonst nennen will, die Beschneidung gewollt, dann hätte er Buben und Mäderln gleich von Anfang an in dem gewünschten Zustand in die Welt gesetzt, beschnitten und zugenäht. In Wahrheit ist so ein Vorgehen eine Anmaßung, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit an dem aus reiner Sturheit, Tradition und Denkverweigerung festgehalten wird. Ob es wehtut oder nicht, ob der Teil abgeht oder nicht, ist kein Kriterium.

Sture Religionsführer aller Art und ihr aufgehetzter Fanatikermob sind die Bedrohung der Neuzeit.

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Re: Hätte Gott

Es geht beid er Beschneidung nicht um die Unvollkommenheit des Menschen. Die rituelle Beschneidung (von Knaben) ist Zeichen für den Bund den Gott mit Abraham geschlossen hatte.

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Hätte Gott ...

Völliger Unsinn!

Das Ritual stammt aus einer Zeit, in der es hygienische Probleme gab, was auch das Verbot bestimmter Fleischsorten erklärt.

Endlich aufwachen aus dem geistigen Tiefschlaf!

Gilt übrigens auch für die Taufe, kein Mensch muss als Baby eingegliedert werden. Er soll selbst als Erwachsener entscheiden was er will und was nicht.

Re: Re: Hätte Gott

Und dieser Bund ist hinfällig, wenn man Kinder in Ruhe lässt? Schwach.

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Re: Re: Re: Hätte Gott

Das habe ich nicht behauptet, ich wollte lediglich anmerken, dass ihre Aussagen von wegen, dann hätte Gott das selber gemacht, absolut an der Bedeutung des Rituals vorbeigehen... daher ist auch ihr Argument äußerst schwach.

Über die Sinnhaftigkeit des Rituals habe ich mich im übrigen nicht geäußert.

Re: Re: Re: Re: Hätte Gott

Irrtum - die. Bedeutung ist für mich unerheblich, da eben nur ein "Ritual". Wer so etwas braucht, sollte es durch etwas Menschenfreundliches ersetzen können.

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Re: Re: Re: Re: Re: Hätte Gott

Sie haben entweder gar keine Argumente, oder sie verpacken sie so sorgfältig, dass niemand sie erkennen kann...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Hätte Gott

Vorsicht Ironie - wie dumm sind Menschen, die rein menschliche Hirnkonstrukte, Jahrhunderte alt, unbewiesen und beliebig, auch jetz noch als unumstößliche Wahrheiten mit Feuer und Schwert verteidigen? Nur weil es immer schon so war und sich die Religionen in finsteren Zeiten ähnlich rasch verbreitet haben wie heute ein Kettenbrief-Mail?

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Hätte Gott

Andere in der Diskussion als dumm zu bezeichnen zeigt wieder mal das Niveau des Presseforums...
Abgesehen davon verteidige ich hier nichts, mir war lediglich zuwieder, dass Leute hier diskutieren, obwohl sie offenbar keine Ahnung vom religiös-spirituellen Hintergrund der Beschneidung haben.
Ich verabschiede mich jetzt...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Hätte Gott

Wie erwartet verstehen Sie wieder einmal gar nichts. Noch einmal: Es geht hier eben gerade NICHT um den religiös-spirituellen Hintergrund, denn der ist etwas rein Subjektives der an die jeweilige Religion glaubenden Menschen. Sondern darum, diese eigenen Wertvorstellungen gewaltsam (und Herumschneiden an einem Menschen ist Gewalt) ungefragt an anderen auszuleben. Auch das eigene Kind ist kein Werkstück, kein Privatbesitz.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Hätte Gott

@pitz ... dass Leute hier diskutieren ....

Ja, haben sie denn noch nicht gemerkt, daß dieses Forum hier die Elite der Ignoranten und der Intoleranz in Bezug auf andere Kulturen oder zumindestens Religionen generell darstellt ?????

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Hätte Gott

Ich bin gerne intolerant gegenüber Gewalttätern, auch solchen mit religiösen Motiven :-)

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Re: Re:, Recht haben Sie!

:-))

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Re: Re: Hätte Gott

Allerdings sollte der Knabe an der Spitze der Vorhaut beschnittenwerden. Dass man alles Abschneidet ist erst im Mittelalter aufgekommen...

Re: Re: Re: Hätte Gott

@pitz ... wenn es von den offiziellen Beschneidern der einzelnen Relegionen bzw. Kulturen ausgeführt wird, geschieht es auch genau so, wie Sie es ausführen.

Aber dessen Sinngehalt und kulturellen Wert will heute niemand mehr sehen, kann niemand mehr erkennen --- weil geistiges ( zumindest Religion ) nicht nur "megaout" ist, sondern rein vom Verstand her gar nicht mehr aufgenommen werden kann, begriffen werden würde .... abgestumpfte Geister und Seelen.

Re: Re: Re: Re: Hätte Gott

Das Gegenteil ist wahr - wer nachdenkt, ist gegen Beschneiden. Spirituell - welch herrliche Ausrede für verhetzte Denkverweigerung.

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Zum Glück

gibt es in Österreich (bisher noch) keine Religionsgemeinschaft, die Menschenopfer verlangt. Unter dem Deckmantel der freien Ausübung der Religion wäre das sicher auch erlaubt ...

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Na dann,

dürfen Mädchen auch beschnitten werden - rein rituell, versteht sich.

Eine Emanzipation

von den kranken Auswüchsen der Religionskulte wäre wünschenswert.

 
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