Schummelvorwurf: Kein Rechtsmittel

Einem Schüler wurde die Maturaarbeit in Englisch abgenommen, weil er einen Schummelzettel benützt haben soll: Widerspruch unmöglich, bestätigt der Verwaltungsgerichtshof.

Alle Handys präventiv abgenommen, ein konventioneller Schummelzettel aber erst während der Matura entdeckt?
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Alle Handys präventiv abgenommen, ein konventioneller Schummelzettel aber erst während der Matura entdeckt?
Alle Handys präventiv abgenommen, ein konventioneller Schummelzettel aber erst während der Matura entdeckt? – (c) Stanislav Jenis

Wien. Wenn der Staat einem Bürger mit Zwang entgegentritt, kann der Einzelne sich mit einem Rechtsmittel wehren. Möchte man meinen. Der Fall eines Schülers, dem bei der Englischmatura die schriftliche Arbeit abgenommen worden ist, weil er geschummelt haben soll, belegt jedoch das Gegenteil. Wie der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) in einer aktuellen Entscheidung bestätigt, ist – anders als im Fall einer missliebigen Benotung der Matura – ein Widerspruch gegen die unterlassene Beurteilung unmöglich.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.01.2017)

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