Opfer einer Geisterradlerin kann mitschuld sein

Eine Radfahrerin benützte einen Radfahrstreifen am Wiener Ring in der falschen Richtung. Sie stieß mit einem entgegenkommenden Radler zusammen, der nicht ausweichen konnte. Trotzdem steht jetzt seine Mitschuld im Raum.

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In dieser Nebenfahrbahn des Stubenrings geschah der Unfall – Benedikt Kommenda

Es war eine Sightseeingtour mit bitterem Abschluss: Die Fahrt einer Frau mit ihrem Bekannten, dem sie mit dem Fahrrad die Sehenswürdigkeiten an der Wiener Ringstraße hatte zeigen wollen, endete auf dem Stubenring vor dem Wirtschaftsministerium mit einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Radfahrer. Die Frau stürzte und verletzte sich wie auch ihr Unfallgegner. Obwohl sie einen Radfahrstreifen in der falschen Richtung benützte und er nicht ausweichen konnte, steht eine (kleine) Mitschuld auf seiner Seite im Raum. Das geht aus einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs hervor.

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