Versicherung zahlt nicht für „Schupfer“

Mann hat sich in eine Rauferei eingemengt.

Wien. Auch wenn man eine Haftpflichtversicherung hat, muss diese nicht für jeden Schaden zahlen, den der Versicherte verursacht. Das musste nun auch ein Mann lernen, der nach einer Rauferei seine Haftpflichtversicherung geklagt hatte.

Der Mann hatte erklärt, sein Verhalten habe geradezu einem „natürlichen Reflex“ entsprochen, als er im Zuge der Handgreiflichkeit einem Kontrahenten einen „Schupfer“ versetzt hatte. Das sah der Oberste Gerichtshof (OGH) anders. Der Mann habe sich aktiv in eine Handgreiflichkeit eingemischt. Der Schupfer sei weder Abwehrreaktion noch Reflexhandlung noch Schlichtungsversuch gewesen.

 

Keine alltägliche Gefahr

Der OGH (7 Ob 18/17y) betonte wie schon die Vorinstanz, dass der „Schupfer“ keine Gefahr des täglichen Lebens sei und die Haftpflichtversicherung daher nicht zahlen müsse. (aich)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.07.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Versicherung zahlt nicht für „Schupfer“

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.