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Lehrer wegen sexueller Belästigung gekündigt

15.06.2012 | 13:00 |   (DiePresse.com)

Ein Salzburger Biologie-Lehrer verteilte vor zwei Jahren anzügliche Fragebögen an elfjährige Schülerinnen. Der Rechtsstreit zog sich bis jetzt hin.

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Ein Biologielehrer eines Gymnasiums in der Stadt Salzburg ist wegen sexueller Belästigung von elfjährigen Schülerinnen im Jahr 2009 gekündigt worden. Der Lehrer hat den folgenden Rechtssreit beim Arbeitsgericht bis zuletzt erfolglos angefochten. Den Anstoß lieferte ein anzüglicher Fragebogen. Der Lehrer war zuvor schon in Wien wegen "sexueller Aufdringlichkeit" im Unterricht aufgefallen. Die Salzburger Schulbehörden wussten davon allerdings nichts.

In dem Fragebogen, den der Lehrer selbst erstellt habe, sei es um sexuelle Praktiken gegangen, die "nicht altersadäquat für Elf- und Zwölfjährige waren", sagte Gimpl. "Die ganze Bandbreite dieses Fragenkataloges ist noch in ganz andere Bereiche des allumfassenden Themas Sexualität gegangen, was in der sechsten Schulstufe mit Sicherheit keinen Platz haben sollte."

Der Lehrer, der im Alter von "50 plus" sei, habe ein übergriffiges Verhalten in der Sexualerziehung an den Tag gelegt. "Das war für die jungen Mädchen keine angenehme Sache. Der Fall wurde auch angezeigt, es hat keine strafrechtlichen Konsequenzen gegeben", sagte Gimpl.

Schülerinnen beschwerten sich bei Eltern

Einzelne Schülerinnen beschwerten sich bei ihren Eltern, der Landesschulrat wurde informiert. "Mitarbeiter der Dienstrechtsbehörde führten Einvernahmen durch", erklärte der Landesschulratspräsident. Aus seiner Sicht wäre die Kündigung notwendig gewesen, diese sei dann Ende Februar 2009 ausgesprochen worden. Das Arbeitsgericht gab zunächst der Behörde recht, der Lehrer berief dagegen beim Oberlandesgericht Linz.

Der Fall sei schließlich an das Arbeitsgericht rückübermittelt worden, schilderte Gimpl. Das Gericht habe in einer Letztentscheidung heuer im Frühjahr festgestellt, dass die Kündigung richtig gewesen sei.

Bei dem Prozess am Arbeitsgericht sei bekanntgeworden, dass der Lehrer bereits in Wien wegen "sexueller Aufdringlichkeit" im Unterricht auffällig geworden sei. "Wir waren schwer verärgert, dass der Stadtschulrat in Wien letztendlich keinerlei Informationen zu diesen Anlassfällen, die es ja schon vor Jahren gab, an uns weiter übermittelt hat", sagte Gimpl gegenüber dem ORF.

(APA)

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3 Kommentare

wenn dem so ist

hätte dieser Lehrer nach dem Vorfall in Wien schon nie wieder als Lehrer tätig werden dürfen. Hier spielt das datengeheimnis plötzlich wieder eine Rolle?
Spätestens jetzt gehört er nicht nur gekündigt, sondern verpflichtend auf eigene Kosten einmal Pro Woche zum Psychiater.

Vielleicht hätten sich

die Salzburger selbst mit dem Problem beschäftigen sollen: wo hat die Person vorher gearbeitet und warum wurde dieses Dienstverhältnis von wem gelöst? Ist doch überall so. Nur der Landesschulratspräsident von Salzburg oder sein zuständiges Personal ist scheinbar zu dämlich dafür!

Gast: gyfnfy
15.06.2012 17:30
1 0

Frechheit

Der hätte schon beim ersten Fehltritt gekündigt und angezeigt werden müssen!