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OGH: Republik haftet für Schäden von Amis-Kunden

26.07.2012 | 17:44 |   (Die Presse)

Anleger, die sich nicht mit der Republik Österreich verglichen haben, sollen Schäden ersetzt bekommen, die von niemandem sonst abgedeckt werden. Finanzdienstleister Amis war im Jahr 2005 in Konkurs geschlittert,

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Wien/red./apa. Sieben Jahre hat es gedauert, nun hat der Oberste Gerichtshof (OGH) entschieden, dass die Republik Österreich für Schäden, die Kunden des Finanzdienstleisters Amis erlitten haben, haftet. Der Finanzdienstleister war 2005 in Konkurs geschlittert, zwei Vorstände wurden wegen Betrugs verurteilt, der Republik daraufhin Aufsichtsmängel vorgeworfen. Der Gesamtschaden beträgt 65 Mio. Euro, etwa 15.000 Anleger sind betroffen.

Jene Anleger, die sich nicht mit der Republik vergleichen, haben damit die Chance, ihren nominellen Schaden zur Gänze ersetzt zu bekommen. Das gab Anlegeranwalt Harald Christiandl am Donnerstag bekannt. Sie sollen jene Schäden ersetzt bekommen, die sie aus keiner anderen Quelle erhalten, etwa der Konkursmasse oder den Luxemburger Sicav-Fonds (von ihnen sollen 60 Prozent abgedeckt werden).

Republik bietet 27 Prozent Abfindung

Zahlreiche Anleger haben ein Vergleichsangebot des Staats angenommen und erhalten 27 Prozent ihrer Forderungen. Für sie gilt das neue Urteil nicht. Bisher hat die Republik geschädigten Anlegern 28,57 Mio. Euro bezahlt, sagte Wolfgang Peschorn von der Finanzprokuratur. 10.003 Anleger hatten sich an die Finanzprokuratur gewandt, 7329 wurden abgefunden. Das Abfindungsangebot bestehe weiter, sagte Peschorn.
Durch das OGH-Urteil erwartet er keine neuen Belastungen. Die Ansprüche könnten weniger werden, da das Gericht die Haftung auf die nach dem 1. Jänner 2002 entstandenen Schäden eingeschränkt habe. Auch sei das Urteil nur eine Feststellung, jeder einzelne Anleger müsste ein Leistungsbegehren geltend machen.

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8 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
27.07.2012 09:13
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Der OGH hält den verantwortlichen Beamten den Rücken frei und belastet die Steuerzahler!

Dieses Spiel zieht sich durch alle Bereiche der staats- parteienkontrollierten Bereiche Österreichs.

Das Schlimmste was den verantwortlichen Totalversager passieren kann, das wird wohl ein Frühruhegenuss von 50.000.- bis 100.000.- EUR pro Jahr sein. Das sind dann wieder Gelder, welche den Bürgern abgepresst werden müssen.

In den Parteibonzenhochburgen kann den Posterl- und Amterlinhabern gar nichts passieren, die sind, nachdem durch korrupte Vorgänge das Poster- oder Amterl ergattert wurde, bis zum Lebensende perfekt abgesichert und können ein Leben lang eine Bereicherung auf Kosten der Mitmenschen betreiben. Auch wenn diese Typen, welche zum größten Teil maximal unfähig sein, eine gewaltigen Schaden an den Mitmenschen anstellen, dann geht deren Bereicherung auf Kosten der Mitmenschen weiter und auch der angerichtete Schaden muss von den Mitmenschen kompensiert werden.

Sogar rechtskräftige verurteilte Kinderschänder werden, nach Gerichtsbeschluss, wieder als Lehrpersonen eingestellt und sind so eine Gefährdung der Kinder Österreichs, per Recht und Gesetz!

Das Alles basiert auf dem geltenden Recht. Österreich muss also ein heftiges Problem mit dem geltenden Recht haben. Ein besonderes Wunder ist das nicht, haben doch in Ö die Interessensvertreter (=Lobbyisten) schon traditionell einen direkten Zugriff auf die Gesetzgebung und diese Zugriff auch massiv in eigener Sache missbraucht. Über diese Gesetzgebung wacht dann der 2. NR Präsi.

Antworten Gast: alles walzer
27.07.2012 12:40
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Re: Der OGH hält den verantwortlichen Beamten den Rücken frei und belastet die Steuerzahler!

es ist halt wie am operball .. die politikerkinder eröffnen in der ersten reihe, natürlich weil sie besser tanzen wie alle anderen .....

und wenn man jetzt noch weisz, dass der langjährige tanzmeister des opernballs, der bestimmt hat, wer in der ersten reihe eröffnet hat hysek geheissen hat (das war der vater vom amis prüfer und jetzigen leiter der bankenaufsicht) .. dann erklärt sich vielleicht manches

Gast: Gast 13
26.07.2012 19:02
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Verantwortung

Was heißt "der Staat" - das zahlt der Steuerzahler.
Welche Mitglieder der FMA sind verantwortlich?
Warum werden diese Beamte nicht zur Verantwortung gezogen?

Antworten Gast: orfloch
26.07.2012 20:50
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Re: Verantwortung

Die FMA gibt es seit Okt 2001
und hatte immer 2 Vorstände: Der eine war von Anbeginn an immer Kurt Pribil (davor Kabinett Schüssel) und der andere Andreas Grünbichler (Okt 2001 - Okt 2004; zuvor Stmk. Sparkasse; jetzt mit Susanne Riess-Passer bei Wüstenrot), Heinrich Traumüller (Okt 2004 - Februar 2008; zuvor im BMF unter KHG; zuletzt verwirrt verschollen ;-)) und seit Okt 2008 Helmut Ettl (zuvor Assistent von Tumpel-Gugerell in der OeNB).
Die Steuerzahler danken allen kompetenten Experten!


Antworten Antworten Gast: alles walzer
26.07.2012 23:43
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Re: Re: Verantwortung

sie haben den damals verantwortlichen prüfer bei der amis herrn hysek vergessen, der bald danach interessanterweise bereichsleiter der bankenaufsicht geworden ist und übrigens auch heute noch immer ist.

Antworten Antworten Antworten Gast: betroffener
27.07.2012 12:13
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Re: Re: Re: Verantwortung

Vielleicht deshalb, da mehrfach vorkommenden Unterlagen über Geldwäsche der Luxemburger mit Hilfe der RZB niemals nachgegangen wurde, vielleicht deshalb, da er die Weisung des Finanzministeriums befolgte, diese Firma nicht zu prüfen, vielleicht deshalb, da eine Zahlung von ATS 20 Mio an eine dubiose Schweizer AG ( BIX AG) nicht überprüft wurde _ Hinweise, dass hier die SPÖ über Flöttl Geld erhalten hat!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: alles walzer
28.07.2012 22:45
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schon interessant nicht ?

da ist dieser beamte zuerst als abteilungsleiter für die zulassung der amis verantwortlich...

ein paar monate später taucht er dort als prüfer auf, und findet, nichts, was eine rückname der konzession erforderlich machen würde.

irgendwann gibt es den bankenuntersuchungsausschuss und ausgerechnet der einzige beamte der die amis sowohl zugelassen als auch geprüft hat wird nicht befragt ?

SOKO-Chief Peschorn

bei der FinProK?

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