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Reporter 08 - Sag dem Abenteuer, dass wir kommen!

Peter Babutzky


“Weil ich eine spannende Idee habe, die einfach umgesetzt werden muss! ”

Jahrgang: 1986
Wohnort: Wien
Hobbies: reisen, lesen, schreiben, Musik (Klavier und ein kleines bisschen Gitarre spielen)...
Aktuelles Studium:
FH Wien
Journalismus

Soundtrack für die Reise:
Curumin
Tudo Bem Malandro
Manu Chao
La Despedida
Red Hot Chili Peppers
Wet Sand

Lesestoff für die Reise:
Sten Nadolny
Die Entdeckung der Langsamkeit
Henning Mankell
Chronist der Winde
Paulo Coelho
Veronika beschließt zu sterben

3 Dinge für die Reise:
Digitalkamera
Reisetagebuch
Dosenöffner

Reiseziel: Brasilien

MOTIVATION

Meine Motivation gewinne ich zu einem großen Teil aus meinem Zielland Brasilien. Ich habe zu diesem Land eine ganz spezielle Beziehung, da einer meiner besten Freunde aus Brasilien stammt und ich durch und mit ihm dieses Land kennen lernen durfte. Keine Reise, kein Land hat mich derart fasziniert, schockiert und bewegt. Für mich ist das Land Brasilien ein Sinnbild für unsere heutige globalisierte Welt, in der unermesslicher Reichtum und unvorstellbare Armut zugleich existieren.

In Rio de Janeiro war dieser, für mich schwer zu fassende, Gegensatz am deutlichsten zu erkennen. Gleich neben den Armensiedlungen, den Favelas, türmen sich die Luxushotels. Ihr Gesicht wenden sie dem Atlantik zu, den schönen Buchten von Ipanema und Copacabana, während in ihrem Rücken, auf den zahllosen Hügeln der Stadt, Armut und Not regieren. Diese gnadenlose Gegensätzlichkeit spiegelt sich nun aber nicht nur im Stadtbild der Metropole Rio de Janeiro wieder, sondern prägt das ganze Land. Während im armen Nordosten Brasiliens Hunger herrscht, verwendet Brasilien einen Großteil seiner landwirtschaftlichen Anbaufläche dazu, so genanntes Bioethanol herzustellen, das als vermeintlich umweltschonender Treibstoff für Autos eingesetzt wird.

Dieses Thema möchte ich behandeln und in einer Reise die Schauplätze kennen lernen, an denen im Namen des Umweltschutzes eben auch Umwelt zerstört wird. Das Motto: „Journalismus statt Tourismus“ nehme ich wörtlich. Ich will von diesem Land eine Geschichte erzählen, um die vielschichtigen Probleme aufzuzeigen, die mit der Globalisierung und dem Kampf gegen den Klimawandel entstehen. Mein Traumberuf ist Journalist, das ist auch der Grund warum ich seit 2006 Journalismus an der FH Wien studiere. Eine Reportagereise mit einem erfahrenen Auslandjournalisten wie Thomas Seifert wäre für mich ein großes Glück, da in diesem Projekt zwei Leidenschaften von mir aufeinander treffen: Reisen und Journalismus.

REISEPLAN

Die USA und die EU glauben in „Bioethanol“ eine neue Wunderwaffe gegen den Klimawandel gefunden zu haben. Dabei forscht Brasilien seit 1973 am „Alkohol-Auto“. Mit Erfolg: Fast jedes zweite Auto in Brasilien läuft mittlerweile mit dem „grünen“ Kraftstoff. Das Ethanol wird zum größten Teil aus Zuckerrohr gewonnen, das auf riesigen Flächen angebaut wird. Von Umweltschutzorganisationen hagelt es jedoch heftige Kritik: Durch den Einsatz von Pestiziden werde Grundwasser ungenießbar gemacht, Monokulturen würden den Boden auslaugen und durch Brandrodungen werde nur noch mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen.

Im Juli dieses Jahres befreiten brasilianische Behörden 1.000 Arbeiter, die in sklavenähnlichen Verhältnissen auf einer Zuckerrohrplantage im Norden des Landes arbeiteten. UN-Sondergesandter Jean Ziegler warnte vor einer drohenden Hungerkatastrophe, da immer weniger landwirtschaftliche Fläche für den Anbau von Lebensmittel genutzt werden könne. Worüber möchte ich berichten? Ist Bioethanol wirklich umweltfreundlich? Mein Plan ist es, Interviews mit Forschern, Interessensvertretern und Umweltschützern zu führen. Über einen brasilianischen Freund könnte ich bereits von Wien aus Interviews organisieren. Er ist auch mit einem deutschen Wissenschaftler in Kontakt, der in Brasilien Ethanolforschung betreibt.

Die größte soziale Bewegung in Brasilien ist die Landlosensbewegung (MST), die sich für die Rechte der besitzlosen Landarbeiter einsetzt. Ich möchte Interviews mit Vertretern der MST und brasilianischen Politikern führen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Lokalaugenschein beim Vorarlberger Bischof Erwin Kräutler. Er setzt sich seit 40 Jahren für die Rechte der Landlosen in Xingu (Para) ein. Die Reiseroute: Ulianopolis im Amazonasgebiet (jene Stadt, in der sich die Geschichte mit den Sklavenarbeitern zugetragen hat) Ribeirao Preto (Sao Paulo) Hauptanbaugebiet von Zuckerrohr. Palmares Paulista (Sao Paulo) Eldorado dos Carajas (Konfliktstadt-Massaker von Eldorado Carajas)

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4 Kommentare
Gast: reberg
15.12.2007 09:53
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Wiederholung

.... ist ein Grundprinzip des Journalismus. Interessante Themen muss man geradezu immer wieder bearbeiten. Gratulation dem Kandidaten aus dem Laendle. Er hat sich angenehm zurueckhaltend praesentiert, anders als manch anderer Wichtigtuer-Kandidat.

Gast: stern007
06.11.2007 22:45
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hatten wir bereits

das thema ist zwar interessant, aber bereits in allen medien erschienen. jeder, der sich dafür interessiert, konnte sich in den letzten monaten genügend informieren und weiß daher über die probleme bereits bescheid.

Antworten Gast: Thomas
07.11.2007 19:38
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Re: hatten wir bereits

wenn es für dich heißt "hatten wir bereits", wenn du irgendwo einen Artikel zu diesem Thema ließt, dann finde ich das erbärmlich. Ich habe mich mit diesem Thema auseinander gesetzt und finde das viel zu wenig darüber berichtet wird. Dieses Thema ist sehr komplex und zieht seine Kreise in alle Bereiche, sei es Soziales, Umweltpolitisches und Wirtschaftliches. Ich war in Brasilien und ich habe die Auswirkungen gesehen und bin mir sicher, dass diese gerade in Österreich kaum bekannt sind. Außerdem ist es ja nicht Zweck der Medien einmal über ein Thema zu berichten, es anschließend ad acta zu legen und kein Wort mehr darüber zu schreiben.

Antworten Antworten Gast: Norbert Reis
11.11.2007 09:53
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Re: Re: hatten wir bereits

Das Konzept gefällt mir. Es sieht nach
gründlicher Recherche aus. Das Thema
ist zwar nicht neu, wird uns aber noch sehr stark beschäftigen und kann hoch brisant werden. Es ist vielleicht das wichtigste Zukunftsthema.

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