24.05.2013 22:07 Merkliste 0

Reporter 10 - Sag dem Abenteuer, dass wir kommen!

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Sebastian Höfinger


“Die Festung Melilla & das Nadelör Lampedusa: Brennpunkte der europäischen Einwanderungspolitik”

Jahrgang: 1988
Wohnort: Wien
Hobbies: Sport (laufen, Fußball, Beachvolleyball, Ski Fahren, Mannschaftssportarten allgemein), meine Freunde & Familie, Journalismus im Allgemeinen, schreiben & meine Tätigkeit bei der Studentenzeitung bzw. 'bz'.
Aktuelles Studium: Wirtschaftsuniversität Wien/Wirtschaftswissenschaften bzw. Wirtschaftsrecht
Soundtrack für die Reise:
Nickelback
Alle
Marques
Vajamos companeros
Michael Jackson
(Fast) alle...

Lesestoff für die Reise:
Corinna Milborn
Gestürmte Festung Europa
Mary Kreutzer
Ware Frau
Amnesty International
Passende Berichte

3 Dinge für die Reise:
Stift & Papier
Digitalkamera
Diktiergerät

Reiseziel: Marokko/Lampedusa

MOTIVATION

Abenteuerlust, Wunsch nach journalistischer Betätigung in einem außergewöhnlichen, unbekannten Terrain und eine gesunde Portion "Weltverbesserermentalität" bewegen mich dazu, diese Reise auf mich nehmen zu wollen. Ich will nicht nur selbst immer über Einwanderungspolitik, verschärfte Grenzkontrollen und aufgebrachte Boote im Mittelmeer lesen, vielmehr möchte ich einmal selbst recherchieren und berichten und andere Leser informieren und bilden. Mit einem erfahrenen Reporter und Journalisten werde ich sicher viele wertvolle Erfahrungen sammeln, meine Fähigkeiten ausbauen und definitiv mit der Aufgabe wachsen. An den Erzählungen und Erfahrungen eines Thomas Seifert teilhaben zu können, ist natürlich noch einmal eine große persönliche Motivation. Als Spender von AI interessiere und engagiere ich mich grundsätzlich für Menschenrechte beziehungsweise interessiere mich sehr für alle Arten von Menschenrechstverletzungen. Grundsätzlich bin ich allerdings auch die "andere" Seite gespannt. Wie geht es italienischen Polizisten auf Lampedusa? Was sagen Angehörige der Küstenwache? Und wie sieht die Darstellung der lokalen Behörden aus? Das alles, verglichen mit den Erzählungen von Flüchtlingen und den Äußerungen von Hilfsorganisationen und NGO's, wird dieses Thema zu einer höchst interessanten Reportage machen.

REISEPLAN

Unsere Reise führt uns zunächst nach Melilla, einer der zwei berühmten oder zumindest bekannten spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Marokko. Es sind hoffnungsvolle Auffangpunkte für Flüchtlinge aus ganz Afrika, die zwischen Autos oder auf den Achsen von LKW's versuchen auf eine Fähre Richtung Europa zu kommen oder mit alten Booten oder Zodiacs versuchen überzusetzen. Hier sprechen wir mit lokalen Behörden, wenden uns an NGO's und Einheimische, die uns von ihren Erfahrungen mit Flüchtlingen und Polizei (Guardia Civil) berichten. Wir machen uns daher nach Einbeziehung beider "Seiten" unser eigenes Bild von der Situation in dieser kleinen, verstopften Öffnung in Nordafrika, die sich dem Ansturm an Flüchtlingen nur mit Stacheldraht, meterhohen Mauern und Soldaten erwehren kann. Danach betrachten wir das symbolische Nadelör Europas, die Mittelmeerinsel Lampedusa. Hier machen wir uns ein Bild von den Bedingungen, die Flüchtlinge und die, die es bis hierhin schaffen, im goldenen Europa erwartet. Stimmen die Berichte von völlig überfüllten Flüchtlingscamps, von unmenschlichen und ungygienischsten Bedingungen? Wie beurteilen die Einwohner der Mittelmeerinsel die Lage? Und was sagen auch hier lokale Behörden zur Situation? In letzter Zeit ist es recht still um diese immer aktuelle Problematik geworden. Zeit, mit einer fundierten Recherche die Brennpunkte der europäischen Einwanderungspolitik der Leserschaft wieder ins Gedächtnis zu rufen. Denn: wenn wir nicht (wieder) darüber berichten, wer soll es sonst tun?

In Kooperation mit: