24.05.2013 03:38 Merkliste 0
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Hannah
Stadlober

“„Kein Recht auf Sprache - Die Identitätskrise der pattani-malaisischen Minderheit in Südthailand“ ”

Jahrgang: 1990
Wohnort: Leoben
Hobbies: Lesen, Volleyball, Reisen
Aktuelles Studium: Hauptuni Wien/Jus (ab WS 20011/12)
Abgeschlossenes Studium: Oktober 2008- Mai 2011: Webster University/Internationals Relations (BA) Oktober 2008 – Mai 2011: Webster University/ Media Communications with an emphasis on Journalism (BA)
Soundtrack für die Reise:
Yuna
"Dan Sebenarnya"
Yuna
“Deeper Conversation”
Dikir Barat Lieder
(traditionelle „performance art“ im patani-malaysischen Dialekt

Lesestoff für die Reise:
Kijang Mas Perkasa
“Patani: Behind the Accidental Border”
David K. Wyatt
Thailand: A Short History”
Ibrahim Syukri
“The History of the Malay State of Patani”

3 Dinge für die Reise:
Ein großes Glas Nutella - mit genügend Zucker im Blut schreibt es sich besser!
Insektenschutz – nie wieder 50 Stiche pro Bein!
Spiegelreflexkamera – zum Einfangen unbeschreiblicher Momente.

Bewerbung empfehlen!


Reiseziel: Thailand/Malaysia

MOTIVATION

Ich möchte mit Thomas Seifert nach Thailand und Malaysia reisen um dort von einem Konflikt zu berichten, der nunmehr seit Jahren fast unbemerkt von den westlichen Medien das Land und seine Leute bedroht. Da ich selbst mehr als vier Monate in Thailand gelebt habe, fühle ich mich dem Land und seiner Geschichte besonders verbunden. Auch mit meinem Thema beschäftige ich mich schon seit einiger Zeit: Während der Recherchearbeiten für meine Bachelorarbeit, habe ich mich intensiv mit den Konzepten des „nation“ und „state-building“ (in Bezug auf Afghanistan) auseinandergesetzt– und somit auch mit der Frage, was es für Menschen bedeutet, sich auf der „falschen“ Seite der Grenze wieder zu finden, sich einem Staat ethnisch, sprachlich und religiös nicht zugehörig zu fühlen. Genau das war nämlich das historische Schicksal der pattani-malaisischen Minderheit Thailands. Ich liebe es generell zu reisen, in fremde Kulturen einzutauchen und habe daher schon mehrere Male über einen längeren Zeitraum hinweg im Ausland gelebt. Durch meine Auslandsaufenthalte in Amerika, der Schweiz und Thailand habe ich gelernt, offen auf neue Kulturen, Sprachen und Traditionen und Leute zuzugehen. Auch durch mein Studium an einer englischsprachigen Universität mit Studierenden aus aller Welt bin ich es gewohnt, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu tun zu haben. Ich habe bereits einige Erfahrungen im journalistischen Bereich gesammelt, bin wissbegierig, anpassungsfähig, neugierig, arbeite gerne und viel und möchte etwas lernen. Ich möchte mit Thomas Seifert auf Reisen gehen, weil ich glaube, dass ich etwas zu sagen habe und das auch auf Papier bringen kann.

REISEPLAN

Wir alle kennen Thailands Traumstrände aus diversen Reisekatalogen – aber wer weiß mehr über diese beliebte Touristendestination, als dass das Essen himmlisch, die ladyboys überzeugend weiblich und die Vollmondfeiern verrückt sind? Im Süden des Landes, nur rund 200 Kilometer von Phuket entfernt, werden die muslimischen pattani-malaisischen Einwohner der Pattani-Provinz zu „Bürgern zweiter Klasse“ degradiert. Obwohl sie 83% der Bevölkerung in diesem Landesteil ausmachen, bleibt ihnen das Recht auf Sprache – und somit die Erhaltung ihrer Identität als Volksgruppe – verwehrt. Als Folge der Homogenisierungs- und Assimilierungspolitik, die von der thailändischen Regierung seit Jahren vorangetrieben wird, kommt es immer wieder zu blutigen Auseindersetzungen. Wir starten unsere Reise in der Hauptstadt Bangkok, wo wir Vertreter der „Nationalen Versöhnungskommission“ treffen, wie auch Suwilai Premsriratis, einen Sprachwissenschaftler an der Mahidol Universität, der sich mit gefährdeten ethno-linguistischen Gruppen beschäftigt. Als Projektleiter des „Strong Bilingual Education Programm“ in Südthailand wird er uns einiges über die schulischen Pilotprojekte in der Region erzählen können und uns seinem patani-malai-sprachigen Forscherteam vorstellen, das sich seit Jahren mit dem Programm „Language für Reconciliation“ beschäftigt. Da die Sprachproblematik und die damit einhergehende Identitätskrise der Pattani-Malay unser Fokus ist, werden wir auf unserer Reise nach Narathiwat und Songkhla verschiedene Schulen besuchen, darunter traditionelle Lehranstalten - die “pondoks” – und Schulen, an denen Pilotprojekte laufen, die den zweisprachigen Unterricht fördern und somit einerseits die sprachliche Identität der Pattani-Malai stärken, andererseits aber auch ihre Ressentiments der thailändischen Kultur gegenüber abbauen sollen. Danach überqueren wir die Grenze nach Malaysia, wo wir mit NGOs über die Rolle der malaysischen Regierung im Versöhnungsprozess sprechen.

2 Kommentare

Christoph Carl Fernberger 1624

Der 1. Österreicher in Thailand hieß Christoph Carl Fernberger. 1621, nach einem Schiffbruch vor der westafrik. Küste begann der junge Söldner seine unfreiwillige Weltreise, er wurde von einer holl. Flotte gerettet, musste aber zuerst nach Batavia(Indonesien). Danach, als er sich von der VOC freikaufen konnte landete er 1624, von Macao kommend in Pattani. Das war damals ein kleines Königreich, regiert von einer Frau namens Biru "die Blaue". Sie war dem König von Ayuddhaya tributpflichtig und musste ihm einmal jährlich eine Blume aus Gold abliefern. Als Fernberger in Pattani eintraf wurde er von der Königin beauftragt eine kleine Truppe zusammen zustellen, die gegen den siam.König kämpfte. Fernberger gewann die Schlacht, die Königin liess ihn als Zeichen der Dankbarkeit eine Betelnuss aus ihrem Mund essen, dann aber flüchtete er aus Pattani weil er als "ordentlicher Christenmensch" weitere Anzüglichkeiten befürchtete. Das alles und noch mehr wissen wir aus seinem Tagebuch, im Staatsarchiv liegt eine Handschrift die von Prof. Wernhardt editiert wurde. Ich habe einen Videofilm darüber gedreht, sein Abenteuer in Pattani. Wir ließen von der Deutschabtlg. der Universität Prince of Songkla einige Studenten aus seinem Tagebuch vorlesen, die Schlacht haben wir mit thail. Filmmaterial in das Video eingebaut. Als der Film fertig war wollten wir ihn durch die Kulturabtlg an der österr. Botschaft in Bangkok zeigen, doch wurde uns das verwehrt. Das Video gibts bei www.michaelpand.com

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Staker Lebenslauf

Jahrgang '90
schon 2 BA's
einige Auslandsaufenthalte
dazu noch Jus

die Konkurrenz ist hart ;)

In Kooperation mit: