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"Wir haben es!" CERN feiert Durchbruch bei Higgs-Suche

04.07.2012 | 11:02 |  von Daniel Breuss (DiePresse.com)

Das Higgs-Boson verleiht den Bausteinen des Universums ihre Masse. Seit Jahrzehnten suchen Forscher das Elementarteilchen. Nun wurde am Teilchenbeschleuniger LHC ein neues Teilchen gefunden, das ihm entspricht.

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Das europäische Kernforschungszentrum CERN dürfte das bisher nur theoretisch vermutete Higgs-Boson entdeckt haben. Bei einer Pressekonferenz erklärte Joe Incandela, Sprecher für eines der umfangreichen Experimente am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC), dass ein neues Elementarteilchen beobachtet wurde. Es sei definitiv ein neues Boson, das schwerste je gefundene, aber ob es das Higgs-Teilchen ist, könne noch nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden. "Es ist ein vorläufiges Ergebnis, aber wir glauben es ist stark und stabil", sagte Incandela. Der während des Vortrags anwesende 83-jährige Peter Higgs, nach dem das Teilchen benannt ist, war bei der Bekanntgabe der Ergebnisse zu Tränen gerührt. "Es ist unglaublich, dass ich das noch zu Lebzeiten miterleben konnte", sagte der schottische Physiker im Rahmen der Veranstaltung. Die Zuseher jubelten und applaudierten lautstark.

"Ära der Higgs-Messungen"

Incandela ist Sprecher für das Experiment CMS (Compact Muon Solenoid). Ein weiteres Experiment, ATLAS (A Toroidal LHC ApparatuS), fand ebenfalls Hinweise auf das Higgs-Boson, wie Sprecherin Fabiola Gianotti bei der Vorstellung der ATLAS-Ergebnisse erklärte. "Wir begeben uns in die Ära der Higgs-Messungen", sagte Gianotti. Die Ergebnisse des CERN würden die "Tür in eine strahlende Zukunft öffnen", sagte sie. Incandela mahnte dennoch zur Vorsicht: "Wir brauchen noch mehr Daten." CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer zeigte sich deutlich gefestigter in seiner Ansicht, dass das Higgs-Boson gefunden sei. "Wir haben es!" verkündete Heuer euphorisch und ergänzte später: "Es ist ein historisches Ereignis." Er lobte die Ergebnisse aber auch als Ergebnis einer weltweiten Anstrengung. Die Entdeckung des neuen Teilchens werde höchstwahrscheinlich "Licht auf andere Geheimnisse unseres Universums scheinen". (c) EPA (DENIS BALIBOUSE / POOL) Fabiola Gianotti und Peter Higgs

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Physik hängt von theoretischem Teilchen ab

Die Ankündigung, die über die CERN-Website live übertragen wurde, löste Jubel und Applaus bei den anwesenden Forschern aus. Teilchenphysiker versuchen bereits seit Jahren, das Higgs-Boson zu finden. Es ist ein wesentlicher Bestandteil des derzeit gültigen Standardmodells der Physik, war bisher aber nur ein theoretisches Konstrukt. Bestätigt sich die Vermutung der Forscher, könnte das eine der wichtigsten Entdeckungen in der Physik der letzten Jahrzehnte sein. Nahezu die gesamte Physik seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts basiert auf dem Standardmodell.

Was ist ein Boson?
Die nach dem indischen Physiker Styendranath Bose benannten Bosonen sind gewissermaßen der Klebstoff des Universums. Sie vermitteln die Kräfte zwischen den Materieteilchen. Das Higgs-Teilchen verleiht nach dem Standardmodell der Physik den Bausteinen des Universums ihre Masse.

Higgs erklärt Masse

Mit dem sogenannten Higgs-Mechanismus wird seit 1964 im Standardmodell der Elementarteilchen-Physik erklärt, wie die Teilchen - also die Grundbausteine der Materie - ihre Masse erhalten. Higgs-Bosonen, wenn sie denn existieren, wären ein Produkt dieses Mechanismus. Die Suche nach dem Higgs-Teilchen gehört zu den zentralen Aufgaben des LHC-Teilchenbeschleunigers an der französisch-schweizerischen Grenze. Mehr als hundert Meter unter der Erde lassen die CERN-Wissenschaftler in dem 27 Kilometer langen Ringtunnel Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen. AP Kollisionen im CMS-Detektor des LHC

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99,9999991 Prozent der Lichtgeschwindigkeit

Aus den Spuren, die sich nach den Protonen-Kollisionen messen lassen, könnte das Higgs-Boson nachgewiesen werden. Schon im vergangenen Dezember konnten die Physiker ihre Suche deutlich eingrenzen: Die Experimente der beiden Teams hatten ergeben, dass sich die Spuren des Higgs-Teilchens bei einer Masse von rund 125 Gigaelektronenvolt (GeV) konzentrieren. Der LHC ist für eine Energiemenge von bis zu 14 Teraelektronenvolt (TeV; ein TeV sind 1000 GeV) vorgesehen. Dabei wird 99,9999991 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreicht.

7,5 Milliarden Euro teures Projekt

Der LHC hat schon viel Kritik einstecken müssen. Österreichs damaliger Wissenschaftsminister Johannes Hahn hatte 2009 sogar einen Ausstieg aus dem CERN erwogen und musste dann zurückrudern. Grund für die anfängliche Skepsis waren die 7,5 Milliarden Euro, die für die Konstruktion des LHC budgetiert wurden. Bereits 1995 wurde sein Bau genehmigt. Zahlreiche Verzögerungen führten dazu, dass die größte Maschine der Menschheit erst im Jahr 2008 den Betrieb aufnehmen konnte. Ein Schaden führte dazu, dass der LHC erst 2010 voll eingesetzt werden konnte. Seit April 2012 werden Protonenstrahlen mit jeweils 4 TeV genutzt, was die doppelte Kollisionsenergie ergibt.

Grundlagenforschung: Laser und Touchscreen

Konkrete Alltags-Anwendungen können sich aus den LHC-Ergebnissen noch nicht ableiten lassen. Die Grundlagenforschung (und nichts anderes wird am CERN betrieben) hat aber oft schon unerwartete Nachwirkungen gehabt. Als Albert Einstein im Jahr 1916 erstmals über "stimulierte Emission" schrieb, wusste noch niemand, dass sich daraus im Endeffekt der Laser (ein Akronym für "Light Amplification through Stimulated Emission of Radiation") und seine vielfältigen Anwendungsgebiete ergeben würden. Geschweige denn, dass man Jahrzehnte später um wenig Euro an jeder Ecke Laserpointer erstehen könnte. CERN hat übrigens bereits in den 1970er Jahren etwas eingesetzt, das Apple seit 2007 für sein iPhone reklamiert: Den kapazitiven Multitouch-Touchscreen. Für den Teilchenbeschleuniger Super Proton Synchrotron wurden 1977 Steuergeräte mit solchen Displays entwickelt. Ihre Weiterentwicklung sitzt heutzutage in jedem Smartphone.

CERN: Teilchenbeschleuniger in Aktion

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Stephen Hawking hat Wette verloren

Finanziell negative Auswirkungen hat die Entdeckung für den britischen Physiker Stephen Hawking. Er habe vor ein paar Jahren mit einem Kollegen in den USA gewettet, dass das Teilchen nie gefunden werde, sagte Hawking am Mittwoch in einem Interview mit dem britischen Sender BBC. "Mir scheint, ich habe gerade 100 Dollar (79,6 Euro) verloren", erklärte der im Rollstuhl sitzende Wissenschafter und Autor des Bestsellers "Eine kurze Geschichte der Zeit", der nur über einen Sprachcomputer kommunizieren kann. Dennoch begrüßte er das "wichtige Ergebnis" und sagte, die Forscher hätten einen Nobelpreis verdient.

(db/APA)

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313 Kommentare
 
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Gast: ubutoy
16.07.2012 22:16
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jetzt hama wieda gschummelt!

und die nlp-betrugsstory is auch virtuell verschwundibus.

na sowas! ;-)))

Antworten Gast: Analyst 829
06.08.2012 02:46
0 0

Re: jetzt hama wieda gschummelt!

Geschummelt ist vielleicht das falsche Wort. Die haben wirklich geglaubt, es gäbe ein Higgs-Teilchen, aber es gibt so etwas eben nur scheinbar in einer Ähnlichkeit von maximal 99,999...98 zum mathematischen ideal.

Keiner, aber wirklich keiner in CERN will kapieren, dass mathematische Formeln NICHT die Realität widerspiegeln. Nur wenn eben 1 hoch 100 mal auf A immer B gefolgt ist, kann man nie mit Sicherheit sagen, dass beim nächsten Versuch nicht auf A eben C folgt oder A+. Was schief gehen kann geht irgendwann eben schief. Das Schiefgehen kann natürlich auch scheinbar etwas Positives sein und scheinbar z. B. ein Higgs-Teil hervorbringen, dass dann doch wieder natürlich kein Higgs-Teil war.

Nur wenn man die Null in die Formeln einsetzt, hat man immer ein richtiges Ergebnis und daher ist in Wahrheit alles inexistent und daher brauche ich auch gar kein Higgs-Teilchen unbedingt um die Masse zu erklären.

Jedes Teil ist immer wieder teilbar, das besagt die Logik, denn nur so komme ich zur sicheren Basis von Null, die man eben in beliebigen positiven und negativen Teilen darstellen kann.

Nach 3 Billionen Versuchen etwas zu finden, dass einem Higgs-Teilchen ähnlich ist, ist eben eine Folge eines ganz anderen Gesetzes, nämlich jenem, dass die Soziologie kennt, wonach Vorhersagen, den Ausgang beeinflussen. Z. B. Die Schweigespirale: Sagt man, dass mehr Produkt A wählen als B, so nehmen mehr Produkt A, sagt man dass mehr Partei A wählen als B, so wählen mehr Partei A...

Man kann wirklich nur an alle Journalisten und Wissenschaftler am Forschungszentrum Cern appelieren...

...das Higgs-Boson nicht als "Gottesteilchen" zu bezeichnen. Der Begriff "Gottesteilchen" verleite meiner Meinung nach zu dem Missverständnis, das Geheimnis der Schöpfung könne mit der Wissenschaft und dem menschlichen Verstand irgendwann völlig erklärt werden.

Doch Gott lässt sich eben nicht auf ein Elementarteilchen reduzieren. Der Begriff "Gottesteilchen" lasse somit vielmehr den Eindruck entstehen, die Wissenschaft strebe an, die Schöpfung im Labor nachbauen oder Gott wie auf dem Seziertisch analysieren zu können.

Antworten Gast: uburoi
16.07.2012 22:20
0 0

Re: Gott?

de mär is over since ca 1975 mitsammt dem verdammten particle.

das ist aber kein grund gott aggressiv anzubeten.

Gast: Zeppelin II
06.07.2012 11:26
2 1

Völlig klar, dass Gott eine unsinnige Fantasiegestalt ist


Die Entdeckung des Higgs-Bosons ist viel interessanter, als die öde Frage nach einem Gott.

Gast: soleil
05.07.2012 21:59
2 1

es gibt keinen gott

wieso nennen diese träumer das higgs teilchen- gottesteilchen- mag sein , daß es dieses teilchen gibt aber gott gibt es keinen. man sollte also bei der namensgebung dieses teilchen den namen higgs berücksichtigen.

Antworten Gast: IC
06.07.2012 10:07
1 1

Allaussage

"Es gibt keinen Gott"

Beweisen Sie das mal!

Antworten Antworten Gast: Fatalist
08.07.2012 21:08
0 0

Re: Allaussage

Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es die Götter die sich der Mensch geschaffen hatt nicht gibt!
Ansonsten halte ich es mit Sokrates der gesagt haben soll: "Ich weiß dass ich nichts weiß!"

Re: Allaussage

Es gab und gibt

unzählige VIRTUELLE Götter und Göttinen

in den Köpfen der Menschen.

Viele,

wie z.B. Ammun,Isis,Zeus,Hera,Artemis,

Jupiter,

Juno,

Wotan,
Freya usw.

sind aber schon lange ausgestorben.

Re: Allaussage

"Es gibt einen Gott"

Beweisen Sie das mal!



So kommen wir nicht weiter. Sinnvollerweise geht man aber von der Nichtexistenz eines Objektes aus, bis dessen Existenz bewiesen ist. Siehe Russel'sche Teekanne und so.

Antworten Antworten Antworten Gast: Linker Pirat
07.07.2012 10:24
0 0

Re: Re: Allaussage

Dann gehe ich auch von der Nichtexistenz von ihnen aus bis sie mir das beweisen können.
Aber weil es sie jetzt nicht gibt können sie mir auch nix beweisen.
Nix außer der Existenz der Existenz lässt sich beweisen, zusammen mit ihrer Teekanne muss ich annehmen, dass ich das einzige intelligente Objekt bin und alles andere nicht existiert.
Und wenn sie nicht an Gott glauben, Kopie könnten sie dann an SOWAS glauben?

Solipsismus

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob sie jetzt mir vorwerfen, Solipsismus zu betreiben oder ihm selbst anhängen.

Und ja, mit "Ich denke, also bin ich" allein macht man noch keine großen Sprünge.

Nö, aus die Solipsismus-Phase bin ich im Gymnasium kurz eingestiegen und gleich wieder ausgestiegen. Ich bin Evidentialist.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ösi
07.07.2012 13:40
2 0

Re: Re: Re: Allaussage

Ach, Ihre Krankheit werter linker Pirat nennt man Solipsismus!

Tschüssi

Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
06.07.2012 22:49
1 1

Re: Re: Allaussage

Sinnvollerweise gehen wir einmal von der eigenen Existenz (cogito ergo sum) und der Existenz des Weltalls aus.

Da nach dem Energiesatz Materie und Energie nicht erzeugt werden können aber das Vorhandensein von Materie diesem Satz widerspricht, müssen Sie unbedingt annehmen, dass ein allmächtiger Gott uns und unser Weltall aus dem Nichts erschaffen hat.
Die Frage: "Wer hat Gott erschaffen", stellt sich nicht, da nur ein ewiger, allmächtiger Gott das Weltall erschaffen kann.
Das ist jetzt nur eine Argumentation für einen Theismus, ein Christ hat natürlich noch wesentlich mehr Gründe an den Herrn Jesus Christus zu glauben.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Grummelbart2
09.07.2012 09:42
0 0

Re: Re: Re: Allaussage

Der Ansatz "Materie kann nicht aus dem nichts entstehen" ist natürlich ein interessanter. Deswegen auf einen gott zu schließen ist auch durchaus einleuchtend (ignoriert aber, dass es ansonsten keine Hinweise auf einen solchen gibt).

Aus dieser einen Frage jedoch den Rückschluss zu ziehen,d ass dieser eine Gott genau der christlich-biblische ist, und sich dieser Gott vor tausenden Jahren irgendwelchen Kameltreibern in der Wüste offenbarte, ihnen Regeln gab, nach denen sie für alle Zeioten zu leben haben - das ist der Teil, der extremst gewagt ist.

Re: Re: Re: Allaussage

Wer ist Ihr allmächtiger Gott?

Der große Manitou mit oder ohne Schuh?

Stichhaltige Argumentation! Ich bin überzeugt!

Und zwar davon, dass das hier nicht der echte Lavater ist.

Antworten Antworten Gast: Korrektur!
06.07.2012 11:20
0 1

Re: Allaussage


Irrtum, dass es etwas nicht gibt, ist keine Allaussage, sondern eine singuläre Aussage und eine solche kann man sehrwohl beweisen, eben auch deren Nichtexistenz.

Gott ist ein abstruses Konstrukt, eine Art Megaübermensch, ein Fantasieprodukt.

Antworten Antworten Antworten Gast: IC
06.07.2012 11:56
1 0

Mein Gott

Gar gscheid sind Sie nicht, oder?
Die Frage nach der Existenz Gottes ist nicht beweisbar, weil es auserhalb unserer Erkenntnis liegt.
Unter Allaussage verstehe ich einen nicht zu verifizierende Aussage, und Gott fällt für mich in diesen Bereich.
Man spricht deshalb von Glaube.

Wenn Sie mir aber einen Beweis bzw. Gegenbeweis hier führen wollen, dann wäre ich Ihnen sehr verbunden.

Gott fällt für mich in den Bereich der Mystik und die Mystik ist ein Produkt der Kultur.

Antworten Gast: jgh
06.07.2012 09:51
1 0

Re: es gibt keinen gott

wenn es keinen Gott gäbe, müßte man ihn erfinden

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Es gibt sehr wohl einen Gott! Oder was gklauben Sie wer sonst die Welt erschaffen hat?


Re: Es gibt sehr wohl einen Gott! Oder was gklauben Sie wer sonst die Welt erschaffen hat?

Wotan,Zeus,Jupiter,Baal,Brahma,Vishnu,
Allah,...........................................................?

Wer hat Sie erschaffen?

Vielleicht sogar ein indischer Affengott?

0 0

Re: Re: Es gibt sehr wohl einen Gott! Oder was gklauben Sie wer sonst die Welt erschaffen hat?

Vielleicht war es sogar Ihr Busenfreund, dass Grüne Urgestein Alexander van der Bellen.

Antworten Antworten Gast: Ibis 33
06.07.2012 11:24
1 1

Re: Es gibt sehr wohl keinen Gott!

Sind sie in psychiatrischer Behandlung, Krash?

Gast: lavater
05.07.2012 14:11
2 6

Huachz amoi zua: Der Atheismus mag zwar einer der großen Weltreligionen sein, aber ein Atheist glaubt, dass es...

...dass es keinen Gott gibt. Dieser Glaube kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Viele Menschen, die sich Atheisten nennen, leben in der Illusion, an nichts zu glauben. Das sind jedoch die Agnostiker.

Atheisten gibt es seit es die anderen Arten von Gläubigen gibt. Ohne den Glauben der anderen ist der Glaube des Atheismus nicht möglich und das ist auch schon das Problem des Atheisten. Er lebt in einer ungeliebten Zwangssymbiose mit den Religionen, denn ohne diese würde sich seine Identität in eben jenes Nichts auflösen an das er glaubt.

Vielleicht schielen Atheisten deshalb immer mit eifersüchtigen Augen auf den glücklichen Gläubigen.

Sapere aude

Sapere Aude?

Ich gebs zu, ich antworte mittlerweile schon etwas reflexartig auf lavater, aber ...

Einen Sermon gegen Atheismus mit dem Wahlspruch der Aufklärung zu unterschreiben? Ich zweifle schon stark an der Authentizität dieses Lavaters.



Trololo.

 
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