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Seit wann gibt es uns überhaupt? Länger als bisher vermutet!

13.08.2012 | 21:00 |  von Jürgen Langenbach (Die Presse)

Unsere Ahnen haben sich von denen der Schimpansen vor mindestens sieben bis acht Millionen Jahren getrennt. Das zeigen Genetiker in einem ganz neuen Anlauf, in dem sie mit heutigen Genen bzw. Mutationen und Generationen rechnen.

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Mit unserer ganz frühen Geschichte haben wir ein Problem: Wir wissen nicht, seit wann es uns gibt, wann unsere Ahnen sich von denen der Schimpansen getrennt haben. Woher sollen wir auch? Es gibt zwei Archive, das der Fossilien und das der Gene. Und die Auskünfte, die beide erteilen, weichen oft stark voneinander ab. Denn zum einen sind Fossilien rar und erbrachten schon die unterschiedlichsten Schätzungen. Funde in Pakistan (Ramapithecus) legten in den 1960er-Jahren gar nahe, die Menschen könnten 20 Millionen Jahre alt sein.

Durch diese Rechnung machten Molekularbiologen 1967 einen Strich. Damals verglichen Vincent Sarich und Alan Wilson Gene bzw. Proteine des Immunsystems von Menschen und Affen. Sie gingen davon aus, dass auch Proteine ihre Evolution haben und man deshalb aus den Unterschieden der Proteine von Menschen und Affen darauf schließen kann, wann ihre Träger ihre eigene Entwicklung eingeschlagen haben. Das war bei den Menschen und Schimpansen vor fünf Millionen Jahren soweit.

Diese Zahlen wurden leicht modifiziert, seit man direkt mit Genen bzw. ihren Mutationsraten rechnet: Fünf bis sechs Millionen Jahre nahm man nun für die Trennung von Menschen und Schimpansen an. Aber dann schlugen die Ausgräber zurück, sie fanden Menschen, die schon da waren, als es sie noch gar nicht hätte geben dürfen, Sahelanthropus etwa, er lebte vor sieben Millionen Jahren.
Nun waren bzw. sind die Genetiker in Zugzwang, und ausgerechnet eine Schülerin von Sarich/Wilson – Lindi Vigilant – schiebt die Trennungszeit wieder zurück, mit einem neuen Ansatz. Der geht von heute lebenden Affen und Menschen aus und von deren Mutationsrate, bei Menschen kennt man sie, bei Affen ist sie vermutlich ähnlich.

Dann muss man nur noch die Länge einer „Generation“ kennen – das Durchschnittsalter von Vater und Mutter bei der Geburt des Durchschnittskindes –, die wird mit der Mutationsrate verrechnet, dann kommt man auf die gesuchte Ursprungszeit einer Art in Jahren (Pnas, 13. 8.).
„Bisher ist man von falschen ,Generationen‘ ausgegangen, wir haben uns deshalb an Wildbiologen gewandt, die die Tiere seit Langem exakt beobachten“, erklärt Studienmitarbeiter Bence Viola (früher Uni Wien, heute MPG Evolutionäre Anthropologie, Leipzig): „So kommen wir bei der Trennung von Mensch und Schimpanse auf mindestens sieben bis acht Millionen Jahre. Die endgültige Antwort wird auch das noch nicht sein. Aber errechnete Daten und Fossilien passen besser zusammen als bisher.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2012)

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36 Kommentare
 
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bitte anschauen

Lavater, würde mich freuen, wenn du dir die 15 Minuten Zeit nimmst und dir das Video anschaust. Würde mich interessieren, wie du das erklärst (also ehrlich gemeint, ohne böse Absichten).

"Frans de Waal: Moral behavior in animals"
http://www.youtube.com/watch?v=GcJxRqTs5nk

Falls die das zu lange wird, schau dir das Video ab Minute 13:00 an bis zum Schluss.

(sorry, das hat jetzt mit dem Thema nichts zu tun, aber ich hab das gerade gefunden und bis hier mal ein Beitrag zu dem Thema kommt, dauert das wohl noch länger)

Antworten Gast: lavater
18.08.2012 14:41
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Re: bitte anschauen


Zum Video:

Also nehmen wir einmal an, den Affen wurde nichts angelernt und nichts eintrainiert - was ich ein bisschen bezweifle - so könnten wir einmal sagen, dass Affen gewisse "moralische" Aktionen ausführen.

Ob der Affe seine “Moral” durch Evolution oder durch Schöpfung bekommen hat, lassen wir auch einmal außer Streit, kann ja theoretisch beides möglich sein.

Das wirkliche Problem liegt aber ganz woanders. Moral ist ja nicht das Endziel des Menschen, sondern Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott (Römer 8:29). Und dieses Ziel, das Gott mit dem Menschen hat, ist für den Affen nicht vorgesehen. Zwischen Affe und Mensch klafft keine Evolutionslücke, denn sie sind wesensmäßig ja etwas ganz anderes.

Welche Beziehung hat dann die Moral oder die guten Werke?
a) Eine Folge der Erlösung und nicht Mittel der Erlösung Eph 2:10
b) Ein Resultat, das der Mensch nicht mit eigener Kraft liefern kann Galater 5:22
Siehe auch 2.Petrus 1:3; Matthäus 5:16 usw. usw.

Moral als Evolutionsschritt macht auch deshalb keinen Sinn, weil:
Die Lehre der ET ist auf reinem Egoismus aufgebaut. Moral wäre also der Egoismus einer Gruppe, um sich durch Moral eine bessere Überlebenschancen zu sichern (also nur ein verkappter Gruppenegoismus). Dass Moral per se im Gedankensystem der Evolution keinen Sinn macht, wurde in der Presse schon des öfteren erwähnt. Herr Langenbach hat darüber schon mehrmals geschrieben und den Altruismus des Mehrzellers als Egoismus gedeutet.

Antworten Antworten Gast: Grummelbart2
20.08.2012 09:39
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Re: Re: bitte anschauen

Lavater, danke für Ihren Beitrag, denn er zeigt genau auf, warum die "Moral" der Religion keine solche ist.

Denn sobald "moralisches" Verhalten nicht Selbstzweck ist, sondern auf ein Ziel ausgerichtet ist (i.e. EIngang ins Himmelreich), kann es schon kein moralisches Verhalten sein, sondern reiner Egoismus - wenn ich mich an die Regeln XY halte, komme ich in den Himmel.

Bereits Kant sagte jedoch, dass Moral mehr sein muss als das Befolgen von Regeln, weil andernfalls Konsequenzen drohen. Moralisches Verhalten hat eine tiefe, innere Überzeugung auszudrücken, etwas zu tun, eben weil es "richtig" ist und nicht, weil es irgendeine Gottheit vorgeschrieben hat und bei Nichtbeachtung das himmelreich verweigert wird.

Religiöse Regeln können somit keine "Moral" vorgeben - denn was ist, wenn die religiösen Regeln bspw eine Steinigung vorsehen? Ist das dann "moralisches Verhalten", einen Stein zu werfen?

Religiöse Regeln sind ein Bestrafungssystem wie alles andere auch; die Befolgung von religiösen Regeln erfolgt nur, weil man eben eine "Strafe" fürchtet bzw den Eingang ins Himmelsreich erreichen will - und nicht aus einer grundlegenden Wertschätzung anderen Menschen gegenüber (wobei auch hier die Grenze fließend ist).

Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
23.08.2012 19:59
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Re: Re: Re: bitte anschauen

....Denn sobald "moralisches" Verhalten nicht Selbstzweck ist, sondern auf ein Ziel ausgerichtet ist (i.e. EIngang ins Himmelreich), kann es schon kein moralisches Verhalten sein, sondern reiner Egoismus - wenn ich mich an die Regeln XY halte, komme ich in den Himmel...

Genau das ist ein schwerer Irrtum.
Dieser Irrtum stimmt allerdings für die meisten Religionen. Diese sind nämlich TUN-Religionen. Motto: Tu was, dann kriegst was.

Das Evangelium ist aber keine TUN-Religion. Das ist aber seit 500 Jahren (seit der Reformation) bereits wieder allgemein bekannt. Lesen sie den Römer,- Galater-und Titusbrief, dann werden sie sehen, dass das Evangelium keine TUN-Religion ist.


Re: Re: bitte anschauen

Mir ging es darum, dass diese Affen ein Verhalten mit Moral zeigen. Und ich verstehe nicht, wie das möglich ist, wenn es stimmt, dass die Welt von einem Gott geschaffen ist, weil doch laut Bibel (soweit ich das sehe) Moral etwas für den Menschen und nicht für Tiere ist.
Und du selbst sagst auch, dass Moral eine Folge der Erlösung ist. Doch wird Jesus wohl keine Affen erlöst haben.

Moral ist kein Evolutionsschritt in meinen Augen, aber darüber will ich eigentlich gar nicht diskutieren (weil ein ganz anderes Thema).

Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
18.08.2012 22:02
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Re: Re: Re: bitte anschauen

Moral ist ein sehr weitgestreckter Begriff.
Besonders wenn für Affenmoral und Menschenmoral dasselbe Wort verwendet wird.Das Problem in unserer Sprache ist, dass für verschiedene Begriffe, die semantisch ganz anders hinterlegt sind, dasselbe Wort verwendet wird.

Du müsstest einmal einen Ethiker oder Moraltheologen fragen, ob ein Affe eine Moral haben kann. Er wird dir dann vielleicht die richtige Antwort geben. Ich bin da auch nicht so beschlagen.

Re: Re: Re: Re: bitte anschauen

Ich mag's nicht, wenn man zweierlei Maß anlegt, nur weil es sich hier um eine andere Art handelt. Von Primaten wissen wir, dass sie hoch entwickelt sind. Wieso ist es da so abwegig, dass sie Moral kennen? Wieso muss man krampfhaft einen eigenen Begriff suchen, nur damit man deren Moral nicht mit unserer Moral gleichsetzen kann?

Wenn ich sehe, dass irgendwelche Affen oder Elefanten ein moralisches Verständnis zeigen, dann freue ich mich und fühle mich nicht angegriffen. Wieso _darf_ das nicht sein?

Was wäre denn, wenn andere Primaten oder sonstige Tiere eine Moral haben? Ich glaube nicht, dass davon die Welt untergeht.

Re: Re: Re: Re: Re: bitte anschauen

übrigens finde ich es seltsam, dass gerade du keinen Begriff für Moral hast und einen Moralethologen dafür brauchst, um zu entscheiden, ob ein Lebewesen moralisch handelt oder nicht...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
19.08.2012 21:48
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Re: Re: Re: Re: Re: bitte anschauen

ich versuchte dir nur zu erklären, dass hinter demselben Wort eine verschiedene Semantik steckt. Damit ist der folgende Vergleich ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.
Beispiel: ein Hausball (Unterhaltung) ist ein Ball und ein Fussball ebenso. Wenn du beide Bälle vergleichst und du sagst, du siehst überall Bälle und das beeindruckt dich, vergleichst du Äpfel mit Birnen. Und so wird es mit Affenmoral und Menschenmoral auch sein.

Vielleicht kommst du dann auch noch dazu, die Pflanzenmoral zu achten.

Das ist kein Spaß: Pflanzen, die von Raupen befallen werden, warnen andere Pflanzen vor dieser Gefahr. Die anderen Pflanzen produzieren darauf hin Bitterstoffe, um nicht aufgefressen zu werden. Ist das nicht eine Super-Moral?


Re: Re: Re: Re: Re: Re: bitte anschauen

Nur, dass ich hier sehr wohl Äpfel und Äpfel vergleiche.

Der Affe zeigt Moral auf dieselbe Weise, wie wir. Er handelt in dem Film auf dieselbe Weise moralisch, wie wir das tun würden. Damit ist es kein Äpfel- und Birnenvergleich.


Gast: Be-obachter
17.08.2012 13:52
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Der jüdische Kalender

nimmt als Entstehungsdatum der Welt das Jahr 3761 v. Chr. an, errechnet aus der Genealogie der Bibel.
Für viele Jahrhunderte hielt man dies als wahr und richtig.
Humbold kamen erste Zweifel, als er auf seinen Reisen Entdeckungen machte, die ein sehr viel früheres Entstehungsdatum verrieten. Aus Angst vor der Kirche hielt er sich lange bedeckt.

Seitdem müssen wir die Daten immer öfter revidieren. Das Puzzle wird vollständiger und bringt laufend neue Erkenntnisse. Daran müssen wir uns gewöhnen.

Gast: zylmurbafi
16.08.2012 20:59
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zeit für eine cäsur durch die natur.

vielleicht klappts heuer.

Gast: lavater
14.08.2012 21:56
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Die Millionen aus dem Hut gezaubert

Vor etwa 2 Jahren war hier ein Artikel in der Presse:
Mensch und Nager hatten vor etwa 70 Mio Jahren einen gemeinsamen Vorfahren (GV). Etwa 1/2 Jahr später ein Artikel - mir fielen fast die Augen raus: Mensch und Nager hatten vor etwa 130 Mio Jahren einen gemeinsamen Vorfahren (GV).
Da ich jetzt bereits aus anderen Fällen in Wien weiß, dass bei wissenschaftlichen Arbeiten Daten "hingebogen" werden, bin ich - gerade wenn es um Millionen geht - etwas skeptisch.

Re: Die Millionen aus dem Hut gezaubert

Mister Lavater!

Bitte ein Zitat aus der Genesis/Bereshit zu diesem Thema!

Antworten Antworten Gast: lavater
16.08.2012 16:34
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Re: Re: Die Millionen aus dem Hut gezaubert

Schatzgräberarbeit leistet dieser Artikel nicht. Denn es sind immer nur ein paar Knochensplitter eines Kieferknochens oder ein paar Zähne, aus denen man die Mio-Jahre berechnet. Wir müssen einfach realistisch sein - vollständige Skelette gibt's sowieso nicht. Mit ein paar Millionen herumzuwerfen so wie unsere Politiker mit Milliarden herumwerfen ist Spekulation.
Theorien ohne Daten sind nicht einmal Hypothesen sondern nur Spekulation. Spekulationen sollten nicht unter der Spalte "Wissenschaft" erscheinen.
Archäologen geben ja bereits zu, dass der GV nie gefunden werden wird. Er bleibt eine Spekulation ohne Daten.

Moderne Wissenschaft (seit Galileo Galilei) fordert immer Daten zu jeder Theorie. Ohne Daten landen wir bei den Fallgesetzen von Aristoteles.


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Re: Re: Re: Die Millionen aus dem Hut gezaubert

Sie machen den Fehler von einigen Faellen auf alles Faelle zu schliessen. Es gibt natuerlich viele unvollstaendige Fossilien und genausogut gibt es aber vollstaendige. Und von welchem gemeinsamen Vorfahren sprechen Sie? Etliche sind gefunden worden, nachdem aber jede einzelne Geburt einen gemeinsamen Vorfahren hervorbringt ist es unmoeglich alle zu finden. Die Daten die Sie fordern sind da, viele davon schon seit Jahrzehnten wenn nicht laenger und es kommen auch taeglich neue Daten hinzu. Wer sehen kann der sehe?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
16.08.2012 19:57
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Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Die Tatsache ist, dass viele aufgrund von ein paar Knochensplittern oder ein paar Zähnen ganze Romane erfinden, wie der erste Mensch gelebt hat, wie er gejagt hat etc. etc. Die Phantasie von manchen Wissenschaftlern ist grenzenlos. Die Anthropologen sind auch schon etwas verschrien, weil jedes Jahr die "korrekten" Schädelformen geändert werden.

Jeder Mensch sieht halt gerne das, was er sehen möchte. Das wusste schon Goethe, der in etwa sagt: "Der Mensch lernt nichts kennen, als was er liebt".

Bei jährlich Milliarden Tiergeburten, die nie eine andere Art sind als die Parentalgeneration, sollte man schon, wenn man plötzlich behauptet, dass aus einer Art 2 verschiedene Arten entstehen (Mensch und Affe), mit genügend Daten kommen, um die Milliarden und hunderte Milliarden-Erfahrung aller Bauern dieser Welt mit genügend Daten zu entkräften.

Die Ausrede, das war vor Millionen von Jahren und wir haben keine vollständigen Daten mehr, gilt nicht.



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Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Ich kann Sie beruhigen, die Evolutionstheorie gegen die Sie da wettern gibt es nicht. Dass eine Tierart eine andere gebiert ist absolut lacherlich, so etwas behauptet absolut niemand. Natuerlich haelt das keinen Kreationisten davon ab, sich dergleichen Evolutionstheorien vorzustellen und dann brilliant zu widerlegen. Lernen Sie selber ein bisserl Biologie, es ist wirklich interessant!




Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
17.08.2012 21:05
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Re: Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

bitte nicht ablenken. Sie können noch so lange auf "little by little" setzen, irgendwann muss der Schritt kommen, wenn die Parentalgeneration mit der Filialgeneration nicht mehr kreuzbar ist. Und wir reden nur in diesem Fall vom gemeinsamen Vorfahren. Denn es interessiert uns nur der GV, der eine andere Art hervorbringt. Und DIESEN GV werden sie nie vollständig ausbuddeln. Und der GV von Mensch und Affe hat sogar 2 ANDERE Arten hervorgebracht, also eine Meisterleistung! , die aber jedes Jahr durch hunderte Milliarden von geborenen Haustieren und Tieren auf freier Wildbahn widerlegt wird.


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Re: Re: Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Eben nicht, Sie haben eine vollständig falsche Vorstellung von Evolution, so wie die meisten Kreationisten. Es ist frustrierend hier jedesmal die Grundlagen der Biologie zu runterzuleiern aber ok: Arten entstehen durch Abspaltung von Gruppen von Individuen, sprich Populationen und durch Mangel an Kreuzungen zwischen diesen Gruppen, nicht innerhalb. Das ist so trivial dass ich Ihnen nicht einmal einen wikipedia-link dazu zeige.

Im Ernst, Sie argumentieren hier immer gegen Fantasiebiologie, die sie weiß Gott woher haben. Wie würden Sie sich fühlen wenn ich mit Ihnen Theologie diskutierte aber das Christentum mit Herr der Ringe verwechseln würde?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
18.08.2012 18:29
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Re: Re: Re: Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Das ist nicht ganz der Punkt. sie glauben, dass das Genom eines affenartiges Wesens (GV) - wie es genau aussah, wissen wir nicht, durch "zufällige" Umcodierungen im Genom zum Menschen wurde.
Diese Umcodierungen waren - natürlich nur durch den Zufall bewirkt - so intelligent, dass der Bananenfresser zum Bananenzüchter und Bananenvermarkter mutierte. Der Zufall codierte das Genom so, dass plötzlich ein intelligentes Wesen da war.
Einen Nachweis mittels exakten Daten haben sie nicht, nachproduzieren können sie ihre Theorie - würde aber eher sagen Glaube - auch nicht.
Theorien, für die es keine exakten Daten gibt und die man nicht nachvollziehen kann, sind aber wissenschaftlich nichts wert.

Und jeder einfache Programmierer wird ihnen sofort erklären, dass der Zufall kein intelligentes Programm, keinen intelligenten Code schreiben kann.
Der Wal hält sein neugeborenes Baby über Wasser, damit es nicht erstickt.
Na, wie lange glauben sie muss der Zufall das Genom eines Wals umcodieren, bis der Wal diesen Trick codiert in seinem Genom hat? In der Zwischenzeit sind die Wale wohl 1 Million mal ausgestorben.

Um von Nicht-Intelligenz zur Intelligenz zu kommen, brauchen sie einen extrem intelligenten Codierer. Nicht-Intelligenz (=der Zufall) kann nicht Intelligenz codieren, genauso wie Steine nicht miteinander kommunizieren können.


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Re: Re: Re: Re: Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Da bin ich tatsächlich etwas vom Thema abgeschweift, solche bizarren Äußerungen lenken mich leider leicht ab.

Die Sache ist die: Sie gehen davon aus, das für Intelligenz ein intelligenter Schöpfer gebraucht wird und dass biologischer Code mit Computercode äquivalent ist, also auch einen Programmierer benötigt. Wir wissen aber, dass sowohl in der Biologie als auch in der Informatik durch Variation und Selektion, die letztere von Kreationisten gerne übersehen, durchaus intelligente Resultate entstehen, beobachtbar. Millionen Jahre Evolution lassen sich natürlich nicht im Labor nachbasteln, genausowenig wie jedes andere vergangene Ereignis. Aber: Man findet überall, in der Anatomie, Embryogenese, Paläontologie, Genetik etc. die Überreste dieser Ereignisse, welche zusammen mit den immer und immer wieder in Labor und Natur beobachteten Mechanismen der Evolution zum Schluss kommen lassen, dass wir eben nicht durch Zauberei sondern durch Naturprozesse zum Mensch geworden sind.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
19.08.2012 12:00
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Lieber @pck0,

Chemischer Code in der DNA läßt sich sehr wohl mit Computercode oder jeder anderen intelligenten Information (z.b. ein Brief, eine Bedienungsanleitung für eine Waschmaschine) vergleichen.
Emtscheidend ist, dass der Datenträger nach Normen codiert ist, die eine Information übermitteln. Der Träger der Information (Papier, DNA oder Steintafeln) ist uninteressant.

Und noch etwas: Ist ihnen noch nie aufgefallen, dass die von ihnen nachgewiesenen - die gibt es ja auch - oder gewünschten Mutationen (in der Vergangenheit) immer einen funktionierenden Code benötigen, der bereits besteht.
Ohne bestehenden, vernünftigen Code keine Mutation.

Ex nihilo aus ungeordneter Materie auch nur 100 Zeilen Code per Zufall zu produzieren, ist nicht möglich.

Jeder EDVler weiß, dass es auch nicht geht, einfach drauflos zu programmieren, es braucht auch ein Konzept und einen Organisator.

Und sowohl Genom von Tieren und Pflanzen sind Projekte, die Milliarden an Worten von Code haben, Wieviel hochintelligente Organisatoren, Codiere und Mannjahre bräuchten sie wohl für so ein Projekt?
Hunderte Menschen werden dafür zu wenig sein und abgeliefert wird dann ein Projekt mit vielen Fehlern, selbst wenn noch so sorgfältig konzipiert und codiert wird.

Die ET, die den Code für 1 Mio verschiedene Tier-und Pflanzenarten - alle mit hochintelligenten und genialen Konzepten per ZUFALL entstehen lässt, ist leider die dümmste Idee, die Atheisten gerne aufgreifen.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Natürlich ist mir aufgefallen, dass wir von einem funktionierenden genetischen Code ausgehen, wenn wir von den Übergängen zwischen Arten sprechen. Schließlich haben alle Lebewesen einen mehr oder weniger identischen funktionierenden Code.
Die Entstehung von Arten, von der wir hier die ganze Zeit sprechen und die Entstehung des chemischen Codes sind komplett andere Themen. Es muss nicht für jede Art das Rad neu erfunden werden und wenn man auch nur einen oberflächlichen Blick auf die Natur wirft sieht man, dass immer recyclet wird, funktionierende Konzepte abgewandelt werden und zwar genau so, wie man es mit dem Mechanismus der Evolution erwarten würde. Die Frage nach der Entstehung des Codes selbst stellt sich also bei dieser Diskussion nicht. Aber ok, wenn es Sie freut wechseln wir halt das Thema, ich schreib später einen Extrakommentar dazu :)


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19.08.2012 21:40
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Es ist egal, ob sie von einem funktionierenden neuen Code oder einer Code-Ergänzung ausgehen. Für einen fehlerfreien Code von 100.000 Worten brauchen sie in jedem Fall Intelligenz, sehr viel Intelligenz. Die Idee, dass weniger als Dummheit - nämlich der blinde Zufall neuen, intelligenten Code erzeugt, ist nicht logisch.
Erbkrankheiten zeigen, dass ein geschaffener, perfekter Code durch Zufall verstümmelt wird mit den negativen Folgen für das Geschöpf.
Neue, intelligente Organe kann der Zufall nicht erzeugen, dafür ist er zu dumm. Damit ein neues organ funktioniert, braucht es entsetzlich viel komplexen Code. viele neue Bestandteile, Proteine etc., und vor allem ein Konzept.
Denken sie nur an das Konzept des Daumens zu den anderen Fingern, an das Zusammenwirken von Atlas und Epistropheus. Wenn nur ein Muskel, eine Sehne, eine Gelenkspfanne, eine Innervierung etc. bei diesen 2 Wirbeln fehlt, funktioniert das Ganze nicht mehr. Und vor allem sollten sie sich das technische Konzept dieser 2 Wirbel ansehen. All dies ist eine Einheit, die nur als Einheit funktioniert. Es ist unmöglich nichtreduzierbare Komplexität (Behe) hier zu leugnen. Was machen sie nur mit einem Atlas? Oder mit Atlas + alle Muskel + Innervierung, aber ohne Epistropheus? sie können den Kopf immer noch nicht drehen. Wenn sie alles bedenken, was hier notwendig ist, werden sie sehen, dass dies nicht per Zufall im Genom codiert werden kann.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ... wer sehen kann, der sehe.

Spaete Antwort, tut mir leid. Ich glaub von der graduellen Evolution der Atlas-Struktur vom Fisch zum Menschen lernt man schon im 1. oder 2. Semester des Biologiestudiums, eben weils so wunderschoen fossil belegt ist. Ich hab hier einen Artikel von 1939 gefunden wo die Evolution dieses Systems erschoepfend erklaert wird.

Francis Gaynor Evans
THE MORPHOLOGY AND FUNCTIONAL EVOLUTION OF THE ATLAS-AXIS COMPLEX FROM FISH TO MAMMALS.
Annals of the New York Academy of Sciences
Volume 39, Issue 1, pages 29–104, December 1939

Googeln Sie selber, Sie brauchen offenbar das Training. Das Spielchen ist wirklich ermuedend. Sie werfen mir ein x-beliebiges biologisches System an den Kopf, ich google Ihnen wenn ichs selber grad nicht im Kop hab die Antwort. Wollen Sie nicht den Mittelsmann eliminieren und selber ein bisserl suchen bevor ich wieder mal Feder, Photosynthese und was weiss ich noch erklaeren muss?

 
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