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Austern haben viele Anti-Stress-Gene

19.09.2012 | 19:02 |   (DiePresse.com)

Erstmals wurde das Erbgut eines Weichtiers entziffert. Das Ergebnis: in Sachen Hitzeschutz und Stressbewältigung ist die Auster unschlagbar.

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Das Erbgut der Pazifischen Auster ist entziffert und damit auch das erste eines Weichtieres. Die Analyse der Gene zeigte eine starke Fähigkeit zur Anpassung an wechselnde Umweltbedingungen, berichten chinesische Wissenschafter in der britischen Fachzeitschrift "Nature".

Die Genkarte der bei Gourmets beliebten Pazifischen Auster (Crassostrea gigas) zeige auffällige Eigenheiten, schreibt das Team um Guofan Zhang von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Quingdao. Sie habe beispielsweise über 8600 zuvor unbekannte spezifische Gene, von denen wahrscheinlich viele typisch für Weichtiere seien, also für Muscheln, Schnecken und Tintenfische.

Sinnvolle Anpassung

Aber auch bereits bekannte Gengruppen zeigten eine besondere Ausprägung: So besitze die Auster 88 Gene für Hitzeschutzproteine, im Vergleich zu den 17 des Menschen und 39 des Seeigels.

Untersuchungen mit Austern, die durch höhere Temperaturen oder Salzgehalt unter Stress gesetzt wurden, zeigten starke Aktivitäten bei 5844 Genen. Das beweise, dass Mechanismen zur Bewältigung von Stress durch wechselnde Umweltfaktoren im Genom der Auster einen großen Raum einnehmen - eine sinnvolle Anpassung für ein festsitzendes Tier im Gezeitenbereich.

 

(APA/dpa)

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