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Ig Nobel für Rapunzelformel und Maulstopfer

21.09.2012 | 20:42 |   (DiePresse.com)

Die jährlichen Preise für wunderliche Forschungen wurden vergeben, wie immer in Harvard.

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Wenn man sich beim Betrachten des Eiffelturms nach links neigt, schrumpft der Turm, sofern man ihn noch sieht und einem nicht die Haare vor die Augen fallen. Aber man kann vorsorgen und sie zum Pferdeschwanz binden. Auch der gehorcht den Gesetzen der Physik, sie wurden in der „Ponytail Shape Equation" bzw. der „Rapunzel Number" formuliert. Beide sind dem Physiker Joseph Keller zu danken, den schrägen Blick auf den Eiffelturm warf die Psychologin Anita Eerland. Dafür wurden beide am Donnerstag in Harvard mit dem Ig Nobel ausgezeichnet, er würdigt wunderliche Forschungen. Das ist ein fröhliches Fest, zu dem auch echte Nobelpreisträger anreisen, alle werfen Papierflieger, und wenn einer, der die Redezeit - eine Minute - überzieht, ruft ein Mädchen laut: „Boring!"

Das könnte entbehrlich werden, durch „Speech-Jammer", eine Maschine, die Reden abwürgt, indem sie sie kurz zeitversetzt nachspielt, Japaner erhielten dafür den Preis. Weiters ging es darum, warum Kaffee beim Tragen der Tasse überschwappt, wie Affen einander am Hintern erkennen (Frans de Waal!), und wie man verhindert, dass Patienten bei einer Koloskopie explodieren - das ist schon passiert. Eine Premiere gab es hingegen mit Joseph Keller: Er erhielt schon den zweiten Ig Nobel, 1999 errechnete er den „optimalen Weg, ein Biskuit zu tunken".

 

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