Wie die Dinos Eier legten und was für Eier das waren

25.04.2013 | 18:25 |   (Die Presse)

An den Poren der Schalen zeigt sich, dass auf die Erde gelegt wurde (wie bei Vögeln) und nicht in sie (wie bei Krokodilen).

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Vor 245 Millionen Jahren tauchten die Archosauria auf, sie sahen aus wie Krokodile – aus ihnen wurden auch die Krokodile –, es waren Tiere mit vier Beinen und einem langen Schwanz. So sahen zunächst auch die zweiten aus, die sich aus den Archosauria entwickelten, die Dinosaurier. Aber die erhoben sich bald auf zwei Beine und liefen so, bis ein Asteroid vor 65 Millionen Jahren ihnen den Garaus machte. Da waren ihre Erben, die Vögel, längst da, sie überlebten die Katastrophe so gut wie die Krokodile.

Aber in einem sind sie ganz anders als ihre Ahnen und die Krokodile: Alle drei leg(t)en Eier, aber Dinosaurier und Krokodile taten/tun das mit zwei Eierstöcken. Die Vögel legten einen davon still bzw. ab – vermutlich, um für das Fliegen Gewicht zu sparen –, sie taten das früh, das zeigen Funde aus China, sie sind circa 125 Millionen Jahre alt: Beide Eierstöcke sind noch da, aber einer ist funktionslos (Nature, 17.3.).

Und was für Eier leg(t)en sie bzw. die Krokodile und Dinosaurier? Darüber gibt die Eischale Auskunft: Krokodile und andere Reptilien legen in feuchtem Gelände in die Erde hinein, die Eischalen lassen viel Wasser durch. Vögel legen an die freie Luft – und setzen sich dann auf das Gelege –, diese Eier müssen ihre Flüssigkeit gut halten, aber zugleich einen guten Luftaustausch gewährleisten. Und zumindest eine Art von Dinosauriern hielt es ebenso, Troodon. Sie wurden drei Meter hoch und sahen Vögeln ähnlich. Sie legten die Eier auch ähnlich, ein wenig in Erde hinein, aber das meiste war der Luft ausgesetzt, Darla Zelenisky (Montana State University) hat es gezeigt (Paleobiology, 39, S.278). Wie? Im Vergleich der Poren der Eischalen, die regulieren den Austausch von Wasser und Luft.

 

Flügel brachten den zweibeinigen Gang

Die Troodon und andere Dinosaurier gingen auch wie die Vögel, auf zwei Beinen, und mit einem fast horizontal gehaltenen Körper, der muss gut ausbalanciert werden. Bisher vermutete man, dass diese Bewegungsweise erst möglich bzw. nötig wurde, als sich der lange Schwanz verkürzte (die Krokodile haben ihn noch). Aber aufwendige Dino-Rekonstruktionen von John Hutchinson (Royal Veterinary College) haben nun gezeigt, dass diese Zweibeinigkeit weniger vom hinteren Körperteil kam und mehr vom vorderen (Nature, 24.4.): Die Vorderbeine – bei den Vögeln dann: die Flügel – wurden schon bei vogelähnlichen Dinosauriern so mächtig, dass ihr Gewicht ausbalanciert werden musste. jl

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.04.2013)

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