Nasa droht "Kepler"-Weltraumteleskop zu verlieren

16.05.2013 | 09:45 |   (DiePresse.com)

Die Sonde, die seit 2009 Planeten außerhalb des Sonnensystems aufstöbert, kann nicht mehr korrekt ausgerichtet werden.

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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat ernste Schwierigkeiten mit ihrem Weltraumteleskop "Kepler". Ein unentbehrliches technisches Teil zur Ausrichtung der Sonde auf ihre Ziele weise einen Defekt auf, teilte die Nasa am Mittwoch auf ihrer Website mit. Die Mission ist damit gefährdet, da die Daten, die "Kepler" derzeit sammeln kann, schlicht und einfach nicht mehr genau genug sind.

Keine Reserven mehr

Das Problem sei nach einer Serie von Tests entdeckt worden, berichtet die Nasa. Konkret funktioniere eines der vier sogenannten Drallräder nicht mehr, die das Teleskop in Position hielten. Schon vor einem Jahr war eines ausgefallen, nun gibt es aber keine Reserven mehr. Die Missionsleiter hatten die Sonde für mehrere Tage gestoppt, damit sich das Schmiermittel besser verteilen konnte. Kurzzeitig schien es auch so, als ob "Kepler" seine Probleme überwunden hatte. Jetzt lässt sich das Drallrad aber überhaupt nicht mehr ausrichten.

Das Weltraumteleskop, das bereits mehrere Aufsehen erregende Entdeckungen gemacht hat, könnte noch mit den beiden verbliebenen Rädern und den Steuerdüsen ausgerichtet werden. Allerdings ist damit die Präzision der Messungen nicht mehr gegeben. Und durch den Düseneinsatz wird der Treibstoff schneller aufgebraucht als geplant. Derzeit hält die Nasa "Kepler" in einer Art Ruhezustand, bis sie eine Möglichkeit gefunden hat, das lädierte Teleskop anderweitig einzusetzen. Das könnte aber noch Monate dauern.

2700 Entdeckungen seit März 2009

"Kepler" war im März 2009 auf die Suche nach "erdähnlichen" Planeten gestartet. Es hat seitdem laut Nasa bereits mehr als 2700 Planetenkandidaten bei anderen Sternen aufgespürt. Die Behörde hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Mission bis September 2016 laufen zu lassen. Sie hatte ihre Entscheidung mit der Erfolgsgeschichte des in der Erdumlaufbahn kreisenden Teleskops begründet.

(APA/dpa/Red.)

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6 Kommentare

Die Außerirdischen werden es sicher zurück bringen.


Unterm Braun hätt's das nicht gegeben

Die Nasa (in obigem Text auch Nase genannt) ist wirklich nur noch ein Schatten ihrer selbst und hat nichts mehr von der Großartigkeit zu Brauns Zeiten.

Nicht mehr die Besten kommen zur Nasa, sondern immer öfter werden Posten nach Geschlecht und Hautfarbe vergeben, weil es die USA so vorschreiben. Das ist ein Problem, dass die Nasa nicht mehr in den Griff bekommt und sie immer mehr versumpern lässt.

Kennedy war der letze Vertreter der Elite, der US-Präsident wurde. Seiter geht es abwärts mit den USA und auch mit der Nasa.

Die Inder haben mit ihrem Kastendenken, derzeit die besten Chancen in der Raumfahrt aufzuholen. Sie tun das auch still und leise und nicht Großkotzig und dabei auch noch extrem unfähig wie Chinesen oder gar Nordkoreaner.

Es ist schlicht und einfach traurig, wie ineffizient die Nasa wurde und sie ihr Budget verwenden muss. Mehr Geld als alle anderen bekommt die Nasa nach wie vor, aber das ist wegen der Auflagen von staatlichen Quoten in der Jobbesetzung, die man in der Raumfahrt (und auch sonst nirgendwo) einfach nicht brauchen kann, eben nicht wirklich viel wert für die Schaffung echter Werte.

Kurzum mich ärgert so etwas unheimlich, da so etwas einfach fähigen Ingenieuren nicht passieren darf. Ist etwas bis 2016 ausgelegt, so muss es auch bis 2016 mindestens voll funktionstüchtig sein. Da war kein unvorhersehbarer Zusammenstoß mit einem Teil im All, da herrschen immer ganz vorhersehbare Bedingungen und ein wichiges Teil fällt trotzdem aus!

Re: Unterm Braun hätt's das nicht gegeben

Das die NASA früher qualitativ hochwertigere Arbeit geleistet hat kommt mir auch so vor.
Bestes Beispiel sind die Voyager-Sonden. Gestartet 1977, bei einer geplanten Lebensdauer von nur 4 Jahren, bewegen sich die zwei Sonden gegenwärtig auf die Grenze unseres Sonnensystems zu und senden noch heute in regelmäßigen Abständen Daten zur Erde.

Re: Unterm Braun hätt's das nicht gegeben

Durch Genderei und Quoten verbl.det jeder Staat!


Re: Unterm Braun hätt's das nicht gegeben

und unterm hitler war sowieso alles super, gell!

Re: Re: Unterm Braun hätt's das nicht gegeben

Wieder einmal eine Antwort auf ein Posting, die unter den Überbegriff: "Selten unqualifiziert" fällt!

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