CERN-Spitze kommt nach Wien

Wissenschaftsminister Johannes Hahn wird am Montagnachmittag mit den Spitzen des Forschungszentrums CERN zusammentreffen. Er sucht neue Formen der Kooperation.

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(c) APA (Martial Trezzini/KEYSTONE)

Wissenschaftsminister Johannes Hahn wird am Montagnachmittag mit den Spitzen des Forschungszentrums CERN zusammentreffen. Dafür kommen CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer und die Direktorin für Außenbeziehungen, Felicitas Pauss – eine gebürtige Österreicherin –, extra nach Wien. Hahn will den CERN-Granden im direkten Gespräch die Gründe für Österreichs Ausstieg erläutern und künftige Perspektiven ausloten. Wie berichtet, will Hahn die Mitgliedschaft Österreichs bei CERN Ende 2010 auslaufen lassen. Die Mittel – jährlich rund 20 Millionen Euro – sollen für andere internationale Kooperationen genutzt werden, die Hahns Meinung zufolge mehr Nutzen für die österreichische Wissenschaft bringen.

 

150 Österreicher arbeiten am CERN

In den nächsten eineinhalb Jahren muss nun eine Lösung für die rund 150 Österreicher gefunden werden, darunter Dutzende Dissertanten, die am CERN arbeiten. Auch die künftige Rolle des Hochernergiephysik-Instituts der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) muss neu definiert werden. Österreich hat in den letzten Jahren viel Geld in den Ausbau von CERN (mit)investiert, nun sollte auch die wissenschaftliche Ernte eingefahren werden.

In der Forschungs-Community hat sich indes eine breite Bewegung namens „SOS – Save our Science“ gebildet, die den Ausstieg Österreichs bei CERN verhindern will. Heute soll auf der Internet-Homepage http://sos.teilchen.at eine öffentliche Petition dazu publiziert werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.05.2009)

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