Urzeitliches "Stirnhorn" lebte viel länger als angenommen

Der Pflanzenfresser wog bis zu vier Tonnen. In Südwestsibirien könnte er noch zusammen mit dem prähistorischen Menschen gelebt haben.

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Wikipedia/DiBgd

Das Sibirische Stirnhorn hat länger gelebt als gedacht. Während Wissenschafter bisher davon ausgingen, dass das in der Fachsprache als Elasmotherium sibiricum bekannte einhörnige Nashorn bereits vor 350.000 Jahren ausstarb, weisen jüngste Knochenfunde auf eine deutlich längere Lebensdauer hin, wie Forscher nun im Fachmagazin "American Journal of Applied Science" berichten.

Demnach könnte das Urtier noch vor 29.000 Jahren gelebt und die Erde zusammen mit dem prähistorischen Menschen bevölkert haben. Die neuen Erkenntnisse wurden bei der Radiokohlenstoff-Untersuchung eines urzeitlichen Nashornschädels gewonnen, der aus der kasachischen Region stammt.

Die Region in Südwestsibirien "war wahrscheinlich eine Art natürlicher Zufluchtsort, wo dieses Tier viel länger überleben konnte als andere Artgenossen", sagte der Paläontologe Andrej Schipanski von der Staatlichen Universität Tomsk. Der gut erhaltene Schädel wurde an der Queen-Universität in Belfast analysiert.

Der Lebensraum des Urzeit-Nashorns reichte vom Fluss Don bis in den Osten des heutigen Kasachstan, wie die Autoren schreiben. Der Pflanzenfresser wog demnach bis zu vier Tonnen und war knapp fünf Meter lang.

(APA/AFP)

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