Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) wurde erneut Opfer einer Panne. Erneut kam es zu einem Temperaturanstieg im Kühlsystem, wie das europäische Kernforschungszentrum CERN berichtet. Anscheinend war ein Stück eines Baguettes auf Stromschienen an der Oberfläche des LHC-Komplexes gefallen. Der 27 Kilometer durchmessende Beschleuniger selbst befindet sich tief unter der Erde. Ein CERN-Techniker vermutete gegenüber dem britischen Register, dass ein Vogel das Stück Brot fallen hat lassen.
Sicherheitssystem verhindert Katastrophe
Im Gegensatz zum katastrophalen Unfall im September 2008 hätte der "Brotangriff" nicht zu Schäden am LHC geführt, selbst wenn er bereits auf voller Leistung fahren würde. Aufgrund von Sicherheitssystemen hätte sich die gigantische Maschine von selbst abgeschalten und wäre nach ein paar Tagen wieder hochgefahren worden. Der Betrieb des LHC hängt eng mit seinem Kühlsystem zusammen. Eine Überhitzung wäre fatal für den Beschleuniger.
Extreme Kälte für Beschleuniger
"Überhitzung" ist in diesem Fall aber relativ. Die Betriebstemperatur liegt bei 1,9 Kelvin, was minus 271 Grad Celsius entspricht. Aufgrund des Baguettes im Stromkreis stieg die Temperatur auf 8 Kelvin an (minus 265 Grad Celsius). Die Temperatur konnte aber wieder erfolgreich auf 1,9 Kelvin gesenkt werden und der Betrieb geht weiter. Im Falle einer LHC-Abschaltung würde es mehrere Tage dauern, bis der Beschleuniger wieder Einsatzbereit ist. In so einem Fall müssten erst alle Systeme getestet werden, erklärte eine Sprecherin gegenüber der britischen Times.
(db)




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