Koffein hilft beim Verdauen

Der Bitterstoff bewirkt mehr Speichel und Magensäure.

Eine Erklärung, warum in vielen Kulturen nach dem Essen Kaffee oder Magenbitter gereicht wird, legt nun ein internationales Team um Veronika Somoza und Kathrin Liszt vom Institut für Ernährungsphysiologie und Physiologische Chemie der Uni Wien vor. Sie fanden heraus, dass der (bitter schmeckende) Kaffeeinhaltsstoff Koffein die Produktion von Magensäure anregt und so den Verdauungsprozess begünstigt. Versuchspersonen schluckten dafür eine Sonde, die den pH-Wert im Magen misst.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Reaktion des Körpers einen evolutionären Hintergrund hat: So wie Bitteres im Mund die Speichelproduktion anregt – weil es reflexartig als giftig eingestuft wird und schnell wieder ausgespuckt werden soll –, hilft die Säure im Magen dabei, den Bitterstoff möglichst schnell abzubauen. (APA/trick)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.07.2017)

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