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Reichtum macht auch nicht glücklich

13.12.2010 | 21:33 |   (Die Presse)

US-Ökonom Easterlin sieht seine alten Zweifel am Segen des Wachstums weltweit bestätigt.

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Dass es allen gut gehe, wenn es der Wirtschaft gut geht, bezweifelte der Ökonom Richard Easterlin (Los Angeles) erstmals 1973: In den USA waren die Menschen allen Steigerungen des Sozialprodukts zum Trotz langfristig nicht glücklicher geworden. Seitdem wird über „Easterlins Paradox" - „über lange Zeiträume steigt das Glück nicht mit dem Wohlstand" - debattiert und gerechnet.

Nun hat sich der Forscher wieder selbst eingeschaltet und für 54 - von schwach bis hoch entwickelte - Länder Geld und Glück bilanziert: „Der Zusammenhang ist Null." Besonders drastisch zeigt sich das bei explodierenden Ökonomien wie denen von Chile, China und Südkorea, überall hat sich das Pro-Kopf-Einkommen in weniger als 20 Jahren verdoppelt. Aber die Menschen fühlen sich nicht glücklicher (Pnas, 13. 12.).

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.12.2010)

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18 Kommentare
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Quo vadis?

Worin besteht noch mal der Vorzug des Kapitalismus? Nur damit ichs nicht wieder vergesse...

Antworten Gast: Grummelbart2
17.12.2010 08:55
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Re: Quo vadis?

Effektive Verteilung von Gütern, und ein Maximum an Freiheit für das Individuum - möchte man mehr haben, kann man mehr arbeiten. Durch nicht staatlich gesteuerte Produktion und einen daraus resultierenden Wettbewerb wird Innovation gefördert, und technologischer Fortschritt erzielt...

Diese Liste ließe sich fortsetzen.

Reichtum macht natürlich nicht automatisch glücklich...

...aber er versüßt das Unglücklichsein.

Gast: Grummelbart2
16.12.2010 12:54
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Glück...

...ist relativ.

Gemessen sollte nicht werden, wie "Durchschnittsglücklich" die Menschen heute im Vergleich zu 20 Jahren sind, sondern wie glücklich Einzelne heute im Vergleich zueinander sind. Und da wird man wohl doch sehen, dass Leute, die mehr am Konto haben, glücklicher sind als die, die weniger am konto haben - von Ausnahmen abgesehen.

Und selbst wenn das nicht stimmen sollte, dann wäre ich trotzdem lieber reich. Weil ein besch****enes Leben mit Heimkino, Pool, BMW und Modelfreundin immer noch besser ist als ein ebenso besch****enes Leben mit Röhrenfernseher, Gänsehäufl, GTI und Uschi, dem Friseurlehrling. ;-)

Antworten Gast: DerGlückliche?
17.12.2010 14:52
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Und selbst wenn das nicht stimmen sollte, dann wäre ich trotzdem lieber reich


-> du bist allso neidisch!

-> und deshalb, anscheinend, unglücklich...

-> glücklich ist man dann, wenn man mit dem was man hat zufrieden ist!

Antworten Antworten Gast: Grummelbart2
17.12.2010 17:00
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Re: Und selbst wenn das nicht stimmen sollte, dann wäre ich trotzdem lieber reich

Neien, bin nicht neidisch. Warum auch? Ich verdiene nicht schlecht, mit Aussicht auf mehr sobald die Konzizeit vorbei ist - auf materielle Dinge brauch ich keinen Neid haben.

Nur lebt es sich halt mit mehr Kohle unbestrittenermaßen leichter.

Stimmt schon, bei der Geburt und beim Sterben sind alle gleich, nur wie man von Geburt zum Sterben kommt, ist eine andere Sache.

Und unzählige Wehwehs haben begüterte Menschen einfach nicht: bessere Zahnbehandlungen als GKK-Versicherte, besseres Essen, bessere Kleidung, bequemere Autos... auch wenns nicht glücklicher macht, es nimmt Sorgen, und macht das Leben bequemer - und das ist auch schon was.

Im Übrigen ist Neid - in Maßen - ganz brauchbar: Nämlich dann, wenn er den Ehrgeiz anstachelt. Aber das ist ja in Ö nciht der Fall; hier fragt man vielmehr: "Darf der das? Kann der das? Wieso der und ich nicht? Unfair! Reichensteuer!"

Es ist wie das ewig grüßende Murmeltier!

Alle paar Wochen kann man in der Zeitung lesen, dass irgendein Prominenter bemerkt hat, dass das BIP (Bruttoinlandsprodukt) nicht immer glücklich macht.
Eigentlich müsste es sich schon längst herumgesprochen haben, dass das BIP kein Maßstab für Glück, sondern eine Geldmenge ist. Dass Geld zwar glücklich machen kann, aber es keineswegs immer tut, müssten ja auch alle längst wissen!
Im Schnitt sind Reiche zwar glücklicher als Arme, aber viele Arme sind glücklicher als so mancher Reiche. Das gilt für Einzelpersonen und genau so für ganze Bevölkerungen!

Gast: Dont Panic
14.12.2010 15:55
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Hast du schon einmal die Beobachtung gemacht,

daß manche, die nur wenig besitzen, mit dem Wenigen zufrieden sind und sogar noch davon abgeben, während andere an einem beträchtlichen Vermögen noch nicht genug haben?

(Sokrates, 469-399 v.Chr.)

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Re: Hast du schon einmal die Beobachtung gemacht,

Ein Klassiker - zeitlos wahr!

Antworten Gast: Ösi
14.12.2010 20:16
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Re: Hast du schon einmal die Beobachtung gemacht,

Nein, hab' ich noch nicht!

Aber wer ist schon Sokrates gegen Ösi.

Aber wer ist schon Sokrates gegen Ösi.

Jemand den man kennt und nicht gleich wieder vergisst?

No, na, ned

Beispiel: In einem armen Land gibt es drei große Konzerne, welche enorme Umsätze erzielen und dadurch ein hohes BIP für das Land errechnet wird.

Ist die Bevölkerung glücklich?

Ja: Wenn es sich bei den Konzernen um keine Ausbeuterbetriebe handelt, die Menschen gut bezahlt werden etc...

Nein: Wenn das Geld ausschließlich ein paar hundert Managern und Aufsichtsräten zukommt und Profitmaximierung angestrebt wird.

Nein ist momentan Realität.

Und damit ist es logisch, dass es keinen Zusammenhang zwischen Bip und Glück gibt.

Lg

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Re: No, na, ned

Und jetzt? Was tun, sprach das Huhn.

Gast: me
14.12.2010 07:11
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me

Glück hat nicht immer was mit Geld zu tun. Viele, oder auch nur ein Umstand kann einen glücklich machen!

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Wachstum = Wohlstand

Die, welche schon alles haben brauchen nichts mehr.....logo.

Aber der grssteil der Menschen sind sehr arm und freuen sich wenn's a Wachstum gibt.....von Wohlstand koennen's eh nur traeumen.

Antworten Gast: mi fhèin
16.12.2010 10:54
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Re: Wachstum = Wohlstand

Nur je weiter das Wachstum geht, desto größer wird der Unterschied zwischen Arm und Reich. Soll heißen, daß die Reichen zwar noch reicher werden, aber die Armen dafür auch ärmer.

Antworten Antworten Gast: Grummelbart2
16.12.2010 13:03
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Re: Re: Wachstum = Wohlstand

Das ist der größte Schwachsinn, den ich jemals gehört habe.

Vergleichen sie einmal den Lebensstandard heute mit dem vor 100 Jahren. Dank Wachstum gehts den Leuten heute um einiges besser, als damals. Dass die Kluft zwischen arm und reich wächst, ist nicht zu leugnen, nur das bedeutet nicht, dass die Armen ärmer werden, sondern nur langsamer mehr Vermögen anhäufen, bzw. ihren Lebensstandard nur langsamer anheben können.

Beispiel? Vergleichen sie "Armut" in unserem Land mit "Armut" in einem Entwicklungsland. Die wären über ein bisschen Wachstum froh.

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Will uns...

Easterlin auf etwas vorbereiten?!?