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Höchste Präzision für die Fusion

26.02.2011 | 18:13 |  von PETRA PAUMKIRCHNER (Die Presse)

In Südfrankreich wird derzeit ein Kernfusionsreaktor errichtet, der erstmals mehr Energie erzeugen soll, als er verbraucht. Wissenschaftler der TU Wien sind daran maßgeblich beteiligt.

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Eine saubere, umweltfreundliche, praktisch unerschöpfliche Energiequelle: der Traum der Wissenschaft. Die Sonne macht es uns seit Jahrmilliarden vor: Aus der Verschmelzung von Wasserstoff entsteht Energie – und zwar viel Energie. Sie müssen sich nur vorstellen, dass ein Kilogramm Wasserstoff – der in den Ozeanen in Fülle vorhanden ist – etwa so viel Energie liefert wie heute 11.000 Tonnen Kohle.

Doch was für die Sonne selbstverständlich ist – nämlich die Kernfusion –, daran beißen sich die Plasmaphysiker seit mehr als 60 Jahren fast die Zähne aus. Zugegeben, die Voraussetzungen sind andere. Die Wissenschaftler müssen erst mühsam die für irdische Verhältnisse extremen Bedingungen auf der Sonne künstlich simulieren. Dazu muss das Ganze abgeschirmt in einem Reaktor stattfinden.

Um einen funktionstüchtigen Fusionsreaktor, der den enormen Energieflüssen aus dem extrem heißen Fusionsplasma mit rund 100 Millionen Grad Celsius standhält, konstruieren zu können, hat das Institut für Angewandte Physik der TU Wien eine ganz besondere Messmethode entwickelt: eine der präzisesten Waagen der Welt.

Eingebettet ist diese Forschung in das Projekt Iter („International Thermonuclear Experimental Reactor“), an dem Österreich im Rahmen des European Fusion Development Agreement (EFDA) und der Assoziation Euratom-ÖAW als Partner beteiligt ist. Um die internationalen Forschungsaktivitäten zu bündeln und die technischen Voraussetzungen für die kontrollierte Kernfusion in einer entsprechend großen Versuchsanlage zu testen, wurde das Projekt Iter ins Leben gerufen, an dem die EU, die Schweiz, die Volksrepublik China, Japan, Indien, die Russische Föderation, Südkorea und die USA beteiligt sind.


Zehnmal mehr Energie.
Das Ziel ist die Errichtung eines Kernfusionsreaktors, der 500 Megawatt (MW) Leistung erbringen soll. Die Fusion soll damit zehnmal mehr Energie erzeugen, als für den Start und die Aufrechterhaltung der Kernreaktion in der Plasmakammer benötigt wird. Iter wäre somit der erste Fusionsreaktor, der mehr Energie liefern würde, als er selbst verbraucht.

Im Jahr 2006 einigte man sich: Europa zahlt 45 Prozent der Kosten, dafür darf der Reaktor in Europa errichtet werden, und zwar in Cadarache in Südfrankreich, gleich neben einem Kernforschungszentrum. 2008 erfolgte der Spatenstich. Das erste Plasma soll 2018 gezündet werden. Doch bis es so weit ist, müssen noch viele technische und physikalische Probleme gelöst werden, damit aus dem Luftschloss auch Realität wird.

An einem technischen Knotenpunkt, nämlich dem Wandmaterial des Reaktors, arbeitet das Team rund um Friedrich Aumayr, Leiter der Arbeitsgruppe für Atom- und Plasmaphysik an der TU Wien. Bei 100 Millionen Grad können geladene Teilchen aus dem Fusionsplasma mit so hoher Energie auf die Reaktorinnenwand einschlagen, dass diese rasch zerstört wird. „Die Wechselwirkung der Teilchen aus dem Plasma mit den Reaktorwänden muss genau untersucht werden, wenn wir einen Weg finden wollen, dauerhaft stabile Fusionsreaktoren zu bauen“, sagt Aumayr.

Die Arbeitsgruppe stellt dazu die Bedingungen im Wandbereich eines Fusionsreaktors im Labor experimentell nach. So lässt sich die Wirkung der energiereichen Teilchen auf die Festkörperoberfläche des Wandmaterials exakt studieren. Dafür hat TU-Forscher Michael Schmid eine spezielle Waage entwickelt: die Quarz-Mikrowaage. Ein Quarzkristall wird in hochfrequente Schwingung versetzt und dessen Eigenfrequenz gemessen. Die Eigenfrequenz hängt von der Masse des Kristalls ab. Beschichtet man den Kristall mit dem für die Reaktorwand vorgesehenen Material und beschießt dieses mit Teilchen, lässt sich aus der Änderung der Eigenfrequenz des schwingenden Kristalls direkt die Massenänderung des Materials ablesen. Dies gibt wiederum Aufschluss darüber, wie sich der Teilchenbeschuss auf das potenzielle Wandmaterial auswirkt. „So können wir feststellen, ob das Teilchenbombardement Atome aus dem Material herausschlägt, das Material also zerstäubt, und seine Masse daher abnimmt, oder ob die Teilchen in das Material eingelagert werden und daher die Masse zunimmt“, erklärt Aumayr. Derzeit sind Wolfram-Legierungen für langfristig stabile Reaktorwände am vielversprechendsten. Die Mikrowaage der TU Wien ist eine der präzisesten Waagen der Welt. „Wir können damit Masseänderungen von etwa einem Milliardstel Gramm messen“, erläutert Katharina Dobes, Projektassistentin am Institut für Angewandte Physik. Selbst wenn nur eine einzelne Atomschicht vom Material abgetragen wird, kann die Mikrowaage diesen minimalen Masseunterschied anzeigen. Ein Puzzlesteinchen, das Iter einen kleinen, aber äußerst wichtigen Schritt weiterbringen wird.

Umstritten ist Iter allemal. Immerhin haben sich die Kosten von den 2006 geplanten 5,9 Milliarden Euro bereits mehr als verdoppelt. Außerdem geht die Sicht über „grüne Energie“ innerhalb der Projektpartner weit auseinander. Korea, Japan und China sehen in der Kernfusion einen „grünen“ Weg, um Energie zu erzeugen, schließlich kommt es zu keinem CO2-Ausstoß. In Europa wird die Kernfusion deutlich kritischer betrachtet.

Schauen wir uns die Fakten an: Woher kommt eigentlich der Wasserstoff für die Kernfusion? Brennstoffe sind die Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium, die miteinander verschmelzen. Deuterium – dessen Kern besteht aus einem Proton und einem Neutron – wird aus Wasser gewonnen: Aus einem Kubikmeter Wasser erhält man rund 35 Gramm Deuterium. Deuterium ist somit weltweit frei verfügbar. Tritium (mit einem Proton und zwei Neutronen im Kern) ist hingegen extrem selten und auch radioaktiv. Es kann aus dem ungefährlichen Lithium, das das häufigste Leichtmetall in der Erdkruste ist, hergestellt werden. Die in einem Fusionsreaktor benötigte Menge ist gering. Pro Jahr werden voraussichtlich 100 Kilogramm Deuterium und 150 Kilogramm Tritium – das entspricht zehn Tonnen Lithiumerz – für den Betrieb eines 1000-MW-Kraftwerkes notwendig sein. Zum Vergleich: In einem Kohlekraftwerk gleicher Dimension bräuchte man 2,7 Millionen Tonnen Kohle.


Radioaktiver Abfall. Gefährlicher sind die Reaktorwände, die durch das Teilchenbombardement aktiviert werden und zu strahlen beginnen. „Man muss daher ein Material finden“, so Aumayr, „dessen Aktivität nach dem Ausbau aus dem Reaktor nach zehn, 20 oder maximal 30 Jahren so weit abgeklungen ist, dass man es angreifen kann.“ Das ist für die Lagerung und Wiederverwendung sehr wichtig. Die Wände wird man wahrscheinlich alle zehn Jahre erneuern müssen.

So ist die Kernfusion ein möglicher, derzeit noch nicht durchführbarer Weg zur Energiegewinnung – aber sicher kein unumstrittener. Wer sich selbst ein Bild vom Stand der Kernfusionsforschung machen möchte: Vom 1. bis 10.März 2011 findet im Prechtlsaal der TU Wien (Karlsplatz 13, 1040 Wien) eine interaktive Multimedia-Ausstellung zum Thema Kernfusion und Iter statt, die sogenannte „Fusion Expo“.
www.oeaw.ac.at/euratom

In den 1970er-Jahren machte die Entwicklung der sogenannten Tokamak-Technik – entwickelt 20 Jahre vorher von sowjetischen Forschern um Andrej Sacharow – große Fortschritte. Dabei wird heißes Plasma in einem Torus von Magnetfeldern einge-schlossen. Diese Technik ist bis heute die Grundlage fast aller Kernfusionsexperimente.

Im Jahr 1991 gelang im Joint European Torus (JET) im englischen Culham die erste kontrollierte Fusion von Wasserstoff mit einer Fusionsleistung von 1,7 Megawatt (MW). 1994 wurden auch in der US-Anlage TFTR bis zu zehnMW Leistung erzeugt. 1997 konnte im JET über mehrere Sekunden eine Leistung von zehn MW gehalten werden, die maximale Leistung lag bei 16 MW.

Das 2006 unterzeichnete internationale Projekt Iter („International Thermonuclear Experimental Reactor“) soll „brennendes“ Plasma unter Kraftwerksbedingungen produzieren. 2018 soll Iter fertig sein, die Kosten haben sich von ursprünglich 5,9 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. In Europa, speziell in Österreich, gibt es auch heftige Kritik an dem Vorhaben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.02.2011)

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20 Kommentare
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Nur weil die Neugierde größer ist, verbaut man die Mittel in Testreaktoren anstatt in Solaranlgen der Wüste!

Natürlich geben ich der Forschung den Vorrang, doch hier zeigt sich Unvernunft.

Wenn ich diese beachtlichen Summen in Gewinnträchtige und nützliche Invests für Energie einbringe (Wüstensolar), dadurch Energieunabhängiger werde, könnten danach die verdienten Mittel dauerhaft in diese Forschung fließen.

Die "verlorenen" 10 Jahre wären mit Simulationen nicht schlecht, aber preiswert genutzt.

Wer weiß was wir bis dahin alles entdecken?


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Re: Nur weil die Neugierde größer ist, verbaut man die Mittel in Testreaktoren anstatt in Solaranlgen der Wüste!

mir ist es lieber man verwendet das geld in südfrankreich um die energiequeller der zukunft zu finden, durch die man de facto unbegrenzet energie zur verfügung hätte, und völlig unabhängig wäre, als man versenkt das geld im wüstensand.

denn durch projekte wie desertec macht sie die eu abhängig von diversen instabilen afrikanischen staaten

mit der kernfussion könnte europa jedoch sienen energiebedarf zu 100% autark decken, ohne von russen oder afrikanern abhängig zu sein

Gast: Wirtschaftspraktiker
04.03.2011 21:00
0 0

simulieren statt bauen!

Ich schätze den Forschungsbedarf bis zur nutzbaren Technologie auf 50 bis 150 Jahre. In Zukunft wird man aber hoffentlich nicht für jeden Versuchsaufbau einen neuen Milliarden teuren Forschungsreaktor bauen müssen sondern den Versuchsaufbau SIMULIEREN.
Anscheinend sind die Eigenschaften der Materialien und das Verhalten des Plasmas immer noch zu unbekannt um diese einfach zu berechnen. Weitere Forschung sollte in die Richtung gehen dieses Verhalten berechenbar zu machen, um sich physische Experimente zu sparen. Zur Zeit sind ja offenbar nicht einmal die Anlagekosten berechenbar.

Gast: mindset
28.02.2011 13:52
1 0

...

Es ist nicht ganz fair die eine Technologie gegen die anderen auszuspielen dass gebe ich zu. Aber:
Für dasselbe Geld hätte man einige dutzend Photovoltaikproduktionsstätten errichten koennen...inkl. Produktionskosten für 10 Jahre. Das Potential wäre dort wesentlich höher (zumindest innerhalb der nächsten 30 Jahre). Davon abgesehen ist und bleibt Iter ein Versuchsreaktor.


klassisches Flop-Projekt

und keiner traut sich es zu killen. wird eine teurer Auto-Kill.

Antworten Gast: sandra l
28.02.2011 14:01
0 1

Re: klassisches Flop-Projekt

ja weil die physik darunter falsch ist, darum wirds ja auch gepusht

Antworten Gast: tqb
28.02.2011 13:59
0 1

Re: klassisches Flop-Projekt

Woraus beziehen Sie Ihr Wissen, dass das Projekt ein Flop wird?
Können Sie ein paar seriöse Quellen nennen, welche diese Behauptung untermauern?

Re: Re: klassisches Flop-Projekt

vollkommen unrealistische Erwartungen was den industriellen Plasma Einschluss betrifft.

außerdem ist es ein multiple point of failure design - ein Magnet versagt und das ganze Ding ist im Arsch

und wer in 50 Jahren nicht liefern konnte - wird es in den nächsten 30 Jahren auch nicht können.

Außerdem gilt der Satz vom ausbleibenden Erfolg: dort sind keine guten Leute mehr tätig, denn gute Leute beschäftigen sich nur mit Projekten die auch Erfolg haben.

Eine einzige Abwärtsspirale


Antworten Antworten Antworten Gast: ?
01.03.2011 12:48
1 1

Re: Re: Re: klassisches Flop-Projekt

Schön das wir hier lauter Physikexperten haben die sich offensichtlich besser auskennen als sämtliche Forscher. Die internationale Gemeinschaft hat ja auch nichts besseres zu tun als unbegabte Forscher zu sinnlosen Projekten zu schicken.
Schon mal was von Grundlagenforschung gehört?
Die braucht ihre Zeit, kostet Geld und liefert nicht immer gleich Erfolge. Wenn man damit ein Problem hat kann man auch gleich aufhören zu forschen und dann gäbe es kaum eine der Technologien die ihr täglich nützt, einschließlich dem Internet.

Re: Re: Re: Re: klassisches Flop-Projekt

es geht hier nicht um Grundlagenforschung - sondern um eine Wette

Inhalt der Wette???
Der Prototyp performt

Eine Eintagsfliege wird reichen um nochmals zig-Milliarden rauszureißen

Das Ding sollte mindestens einmal ein Jahr funktionieren

dann sollte man es definiert abdrehen können

danach einen Wiederanlauf wagen und noch einmal ein Jahr laufen lassen...

Falls sie soweit kommen (was ich nicht annehme - ja sogar ausschliesse) gilt es eine sehr, sehr weitreichende Entscheidung zu treffen.


Re: Re: Re: Re: klassisches Flop-Projekt

ändert das etwas am Befund, dass kein Magnet versagen darf.

dafür reicht mein Dipl.Ing. Dr. in Informatik allemal.

und die Elektronik und die Informatik haben geliefert.

Die Nuklear- und Fusionsphysiker (außer Bomben) nicht.


Gast: Halleluja!
28.02.2011 07:26
1 3

Wandmaterial?

Dachte bisher immer, dass das wegen der hohen Temperaturen nur mit einem Magnetfeld zu machen wäre?
Na ja, jedenfalls sind solche Forschungsprojekte äußerst unterstützenswert.

Antworten naehich
04.03.2011 00:15
0 0

Ja

Das Plasma wird von einem Magnetfeld zusammengehalten und darf die Wand nicht beruehren.
Das Plasma strahlt aber schnelle Neutronen ab, die dann in der Wand aufgefangen werden und diese erhitzen. Mit dieser Waerme soll irgendwann mal der Strom gewonnen werden.
Ob es jemals klappt bevor das Geld ausgeht ist eine andere Frage.

Gast: Peter Mate
27.02.2011 14:08
0 2

Rossi's cold fusion reactor achieves 15 kW for 18 hours

Recently a technical test of Andrea Rossi's Ni-H reactor (energy catalyzer) was conducted in which a minimum of 15 kW of heat was produced continuously for 18 hours, observed by Dr. Joseph Levi and others. Coming soon: reports from upcoming experiments to be performed in cooperation with the University of Bologna's physics department

http://pesn.com/2011/02/22/9501770_Rossi_cold_fusion_reactor_achieves_15_kW_for_18_hours/

Gast: Puehringer
27.02.2011 12:09
0 0

Lithium - das häufigste Leichtmetall?

Meines Wissens ist die Behauptung des Artikels, dass Lithium das häufigste Leichtmetall sei, falsch. Aluminium gehört auch in diese Gruppe und weist ein deutlich größeres Vorkommen auf.
mfG,
Pühringer

Gast: Ludwig Ammer
27.02.2011 01:04
0 0

Warum aber

wird in Österreich nicht automatisch auf den Erfolg Arnold Schwarzeneggers auf diesem Gebiet hingewiesen? Ist das so sehr peinlich für Europas vereinte Schinesen, da gleich um so viele Jahrzehnte hinterher zu tüfteln und doch auf dem falschen Weg keine Zukunftslösung sondern nur zum scheitern verurteilte Zwischenlösungen vorstellen zu können? So wurscht ist das ja auch nicht für Europas Zukunft, und wenn man dieses Projekt mit den Chinesen jetzt beenden würde, könnte man gleich ohne KP gescheit weiterbauen.

Gast: (R)ed
27.02.2011 00:35
1 2

Lasst uns fusionieren

Klar gibt es Kritiker die auch die kernfusion bemängeln wegen den anfallenden Risiken und des Mülls. Doch ist es derzeit unsere vielversprechendste Energiequelle mit der wir uns von fossilen nicht nachwachsenden Energieträgern befreien können die in Kraftwerken eingesetzt werden. Außerdem wird es zur Serienreife frühestens 2030 kommen, bis dahin sollten wir zumindest ein Verständnis entwickelt haben wie Notwendigkeit, aufgrund des Schwindens unserer Ölvorkommen, eine effektivere Energieversorgung ist.

Solarzellen, wasserkraftwerke, Biokraftwerke können nur in Großflächigen Ländern mit den Vorraussetzungen eingesetzt werden doch in Gebieten wie Russland, China oder in der Nähe europäischer bzw. amerikanischer Großstädte benötigt es riesige Energiemengen um den Strom fließen zu lassen und ein Maximum unseres Energieverbrauchs ist nicht abzusehen.

Helium-3 wie manche bereits wissen eignet sich auch hervorragend als Fusionstoff, außreichende Menge liegen auf dem Mond und bis es soweit ist das wir Helium vom Mond holen können wird es auch soweit sein sodass wir Verstrahlte Objekte auf Mond Endlagern können. Denn dort ist es unwahrscheinlich das es die Erde verstrahlen wird.

1 0

"Frühestens 2030".

Naja, das ist schon sehr optimistisch.

Es stimmt schon, es wäre eine tolle Sache, unabhängig von fremden oder schwindenden Ressourcen wie Öl, Gas, Uran oder riesigen Flächen für Solaranlagen zu sein.

Aber so einfach sind die Bedenken auch nicht vom Tisch gewischt, wie Sie da tun. "Verstrahlte Objekte" auf den Mond zu schießen ist eine denkbar schlechte Idee, da müssten die Raketen nochmal um ein paar Größenordnungen sicherer und gleichzeitig (!) billiger werden.

Das Letzte was irgendjemand wollen kann ist, ein paar Kilotonnen radioaktiven Mülls auf eine riesige Ladung Sprengstoff zu schnallen und hoffen, dass das alles fein säuberlich zum Mond fliegt.

Abgesehen davon wäre es ziemlich witzlos, das nächste Ziel menschlicher Erkundung gleich mal vorsorglich zuzumüllen.

pck0
26.02.2011 20:50
5 2

Kritik aus Österreich

Ist ja klar, dass wieder irgendwelche Wappler Kritik an Dingen üben, von denen sie eh keine Ahnung haben. Und dann wundern, warum es kaum Spitzenforschung in Österreich gibt.


Antworten Grünfink
27.02.2011 19:37
3 0

Re: Kritik aus Österreich

Bei der Kritik gehts natürlich ums Geld. Aber da hätte ich eine gute Lösung: die jährlichen Milliarden-Zuschüsse für die ÖBB streichen, und stattdessen ein paar eigene Reaktoren bauen...