Schimpansen sind auch nicht besser als wir

09.08.2011 | 18:16 |  JÜRGEN LANGENBACH (Die Presse)

Wie nahe die nächsten Verwandten uns stehen, ist umstritten. Fest steht, dass außer uns nur sie ihre Nachbarn überfallen und erschlagen.

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„Kann ein Affe einen Satz bilden?“ Das fragte 1979 Herbert Terrace, Kognitionsforscher an der Columbia University, in Science, nein, er formulierte härter: „Can an Ape Create a Sentence?“ (206, S.891). Seine Antwort fiel negativ aus, entgegen den eigenen Erwartungen: Terrace hatte einer Schimpansin ihr zehn Tage altes Baby weggenommen, es „Neam Chimpsky“ getauft – kurz: „Nim“ – und von einer befreundeten Familie aufziehen lassen wie ein Menschenkind, die Mutter nährte es an der Brust. Nim wurde gekleidet wie ein Kind, entwickelte sich wie ein Kind – Ödipus inklusive, der Mann der Ziehmutter bekam es zu spüren –, nur sprechen lernte er nicht, das geht bei Schimpansen physiologisch nicht, ihr Kehlkopf sitzt anders als bei uns.

Aber ginge es von ihrer Intelligenz her? Nim sollte es klären, und zwar im positiven Sinn, sein Name klang nicht zufällig an den des Linguisten Noam Chomsky an: Seit den 50er-Jahren galt dessen Dogma, dass Menschen – und nur sie – von Geburt an ein Sprachprogramm im Gehirn haben. Aber Terrace war Schüler des Behavioristen Skinner, der davon ausging, dass man Tieren vieles eintrichtern kann, auch das Sprechen. Und wenn nicht mit dem Mund, dann eben mit den Händen, Nim erhielt Unterricht in Gebärdensprache. Er entschied den Streit – zugunsten von Chomsky: Einzelne Zeichen verstand und gebrauchte Nim zwar, aber Sätze bilden konnte er laut Terrace nicht.

Das blieb umstritten, und bis heute ist nicht klar, wie nahe uns die Vettern stehen: Wieder gibt es zwei Lager, eines um Michael Tomasello (Leipzig) sieht grundlegende Differenzen zwischen den beiden Arten. Im jüngsten Experiment zeigte sich, dass Schimpansen ihren Mitschimpansen nichts freiwillig abgeben – kein Futter, kein Spielzeug –, das tun nur Menschen, auch ganz junge (Nature, 20.7.). Diese Woche schlägt die Gegenseite zurück, sie konzediert allenfalls graduelle Differenzen und schart sich um Frans de Waal (Emory): In dessen letzter Versuchsanordnung erweisen sich Schimpansen durchaus als freigiebig (Pnas, 8.8.). Es liegt viel am Design der Experimente, viel auch am Blick des Betrachters, die Gefahr der Anthropomorphisierung ist groß: Marc Hauser, lange einer der führenden Kognitionsforscher, sah allzu Menschliches in seinen Versuchsaffen und musste deshalb gerade sein Labor in Harvard räumen.

 

Kalaschnikows in Affenhänden?

Ab 11. August kann man auch den eigenen Blick prüfen: Im „Planet der Affen – Prevolution“ führen Schimpansen Krieg gegen Menschen, mit deren Waffen, Kalaschnikows. Könnten Affen damit schießen? Im Gewehrgebrauch trainieren könnte man sie, erklären Experten, aber sie würden wohl keinen Zusammenhang zwischen dem Abdrücken und dem Umfallen eines entfernten Gegners herstellen. Zumindest der Hauptschimpanse in „Prevolution“ – „Cäsar“ – könnte es sicher doch, er ist ein halber Mensch, Forscher haben ihm Teile unseres Gehirns eingepflanzt, um Alzheimer zu studieren. (Diese Perspektive gibt es, eine britische Expertenkommission hat gerade empfohlen, derartige Experimente zu verbieten).

Aber echte Schimpansen? Sie sind uns in den letzten Jahren immer nähergerückt, am Ende hielt noch eine, wenig schmeichelhafte Grenze: Nur Menschen führen Kriege, überfallen ihre Nachbarn und schlagen sie tot. Dazu ist außer uns niemand imstande, auch die engsten Verwandten sind es nicht. Ach was! Dem Mythos der sanften Verwandten musste Jane Goodall 1979 ein Ende bereiten, sie hatte als erste Weiße beobachtet, dass auch Schimpansen „barbarische Killer“ werden können. Auch sie schlagen Nachbarn tot, tückisch aus dem Hinterhalt, und nur wenn sie viele gegen einen sind.

Darf man so moralisieren: „barbarisch“, „tückisch“? Man muss, sie sind uns gar zu ähnlich, ganz gleich, ob sie nun Sätze kreieren können oder nicht. Auch davon kann man sich ein Bild machen, zumindest in den USA und England. Dort läuft eine Dokumentation von James Marsh über Nim und seinen Herrn. Terrace, immer noch Kognitionsforscher an der Columbia University, ist nicht amused, er wird als karrieregeiler Forscher gezeigt, der Nim sein Leben stahl und ihn nach Gebrauch wegwarf: Als er im Uni-Labor ausgedient hatte, kam er zur Pharmaindustrie, später doch an einen Zufluchtsort. Dort starb er am 22. März 2000 an Herzinfarkt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2011)

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115 Kommentare
 
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Zum sogenannten Zufall

Ok ich fang wieder oben an, es wird sonst zu unübersichtlich.

@Lavater:
Zu welchem Grad Mutationen Zufall sind ist eh i-Tüpfelreiterei, sie sind weder komplett deterministisch noch (aus Mangel an passendem deutschen Ausdruck) „pure chance“. Tatsache ist, und da sind wir uns alle einig, dass Mutationen passieren und die Fitness von Individuen verändern. Das selbe gilt auch für Rekombination. Dass aber Selektion Zufall sein soll ist ein irrsinniger Schwachsinn, tut mir leid, dass ich das so ausdrücken muss. Die Mutation verändert den Phänotyp eines Organismus, dieser bewährt sich in der Umwelt (mit all ihren unvorhersehbaren Ereignissen) oder auch nicht. Ein einfacher Vergleich: Wenn 16 Leute in einem Tennisturnier sind, einer ist Roger Federer, einer sind Sie und 14 sind irgendwelche Hobbytennisspieler, na wer wird wohl gewinnen und wie viel Zufall ist dabei?
Evolution ist kein vorausschauender Prozess sondern bezieht sich auf das Hier und Jetzt. Wenn sich die Umweltbedingungen verändern ändert sich auch der Selektionsdruck, aber was dabei herauskommt ist noch immer kein Zufall. Wenn das Turnier plötzlich zu einem Boxturnier wird, wie wird’s dann ausgehen? Auch kein Zufall sondern abhängig von dem Zusammenspiel Umwelt + Individuum.

Re: Zum sogenannten Zufall

Was wirklich Zufall ist ist Gendrift, darunter fallen alle unvorhergesehenen Ereignisse, die unabhängig von der Selektion die Allelfrequenz von Populationen beeinflussen. Drift ist aber auch wieder von der Populationsgröße abhängig, wenn am Vortag ein Blitz 8 von 16 Turnierteilnehmern ausschaltet kann sich natürlich das Ergebnis drastisch verändern. Wenn das Turnier 1600 Teilnehmer hat und 8 werden vom Blitz getroffen eher weniger.

So, ganz ohne für/wider Evolution, ist Ihnen jetzt vielleicht klar, was man in der Evolutionstheorie unter Zufall versteht?


Vergebene Liebesmüh', fürchte ich.

Lavater hat zwei Argumentationsschienen, die mit "Zufall" arbeiten, beiden dürfte mit Fakten nicht beizukommen sein.

Die häufiger auftretende ist der "mathematische Beweis" über den Zirkelschluss von Gitt und seiner Pseudo-Informationstheorie.

Die zweite beruht auf dem naturalistischen Fehlschluss und einem ungültigen Verweis auf die Konsequenzen. Hier sehen wir eben diese Schiene: Wenn die Menschheit durch Evolution und damit durch natürliche und letztendlich zufällige Prozesse entstanden ist, dann kann es keine absolute oder universelle Moral geben, deshalb ist Moral beliebig und somit die Evolutionstheorie die Basis für ein verabscheuenswürdiges Weltbild.

Die Probleme dieser Argumentation sollten offensichtlich sein: Nur, weil eine Schlussfolgerung nicht wünschenswert ist, ist sie deshalb nicht falsch. Nur weil es nicht schön ist, obdachlos zu sein, kann es mir trotzdem passieren.

Zweitens bedeutet, dass etwas "natürlich" ist, nicht zwangsläufig, dass sich die menschliche Moralvorstellung auch daran richten muss. Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist natürlich, aber deswegen nicht immer moralisch gut. Jemand, der sich auf "Moralexperten" beruft, sollte das vielleicht schon einmal gehört haben.


PS: Apropos gehört: Die Kamelle vor wegen, durch ein Studium würde man doof werden, hab ich doch schon mal gehört... http://diepresse.com/home/science/633140/Ahnfrau-Lucy-lebte-aufrecht-wie-wir?parentid=1540729&showMask=1#kommentar1540729 (ältere finde ich gerade nicht)

Re: Vergebene Liebesmüh', fürchte ich.

Apriori festzustellen, dass es nur Materie, Energie, Raum und Zeit gibt und dass alles andere "wissenschaftlich" sein muss, hat ein Problem. Wenn nämlich ihre erste Prämisse falsch ist, dann ist das gesamte Gedankengebäude, worauf sie ja logisch weiterbauen, auch falsch.

Denn es gibt zwar Zufallstreffer, dass man mit falschen Prämissen auch zum richtigen Ergenis kommen kann, in der Regel trifft dies jedoch nicht zu.


Re: Re: Vergebene Liebesmüh', fürchte ich.

Konkret bezieht sich dieser Kommentar jetzt auf...?

Re: Re: Re: Vergebene Liebesmüh', fürchte ich.

Anlass war der Kommentar von Bernd, aber meine Feststellungen sind allgemein gültig, denke ich.

Eine rein materialistische Sicht der Dinge leistet ja in der Wissenschaft Großes, ohne Zweifel. Trotzdem sollte jeder Wissenschaftler auch seine Grenzen erkennen. Es gibt genug Wissenschaftler, die sehr bescheiden sind und sich nichts einbilden. Das Gegenteil leider aber auch. Wenn Wissenschaft zur Überheblichkeit und zum Glaubensdogma "von der Amöbe bis Goethe" führt, dann bin ich sehr skeptisch.


Der verwirrte 2. Satz des Haupttextes

wurde anscheinend vom Schimpansen vom Dienst gebildet.

Wissenschaft ??? Ja aber wie du oben mit NACl Einwände entgegnest,

dass komplizierteste Strömungstechnik nicht per Zufall entsteht, war nicht besonders wissenschaftlich. Und dass du die Suppe gern salzt, weil sie dir dann besser schmeckt, ist auch kein wissenschaftliches Argument.
Okay - Evolution ist Wissenschaft - aber in DEINEM Sinne. Gescheitere Leute sagen aber, dass der Evolutionsstammbaum heute nicht mehr existiert, dass die meisten Bindeglieder fehlen und d ass das Datengrundgerüst für die darüberliegende Theorie fehlt.
Deine Suppe magst du ruhig salzen und gleichzeitig glauben, dass dies wissenschaftlich ist, aber die Ursuppe kannst du nicht salzen, denn die hat nie existiert.


Antworten Gast: @Lavater J.C.
16.08.2011 23:05
0

Re: Wissenschaft ??? Ja aber wie du oben mit NACl Einwände entgegnest,

tja, ich hab mich - rein hobbymässig - mit Entwurf von Flugzeugen befasst;
und kam drau, dass der mensch über 100 Jahre brauchte, um etwa einen Flügel eines Vogels funktionsfähig nachbilden zu können.

In geradezu erschreckender Folgerichtigkeit kam man drauf, wie extrem ausgereift und hochspezialisiert der Flugapparat eines "primitven" Vogels ist.

Die Luftströmung etwa (Re-Zahl, Strömungsdynamik, laminare, semilaminare Strömung, Wirbelbildung, Flächentiefe, Gleitzahl, Sinkzahl, etc.) können erst nach und nach im Flugzeugbau heute der Natur nachempfupnden werden.

Der Flügel des neusten airbus etwa schaut einem Flügel eines Raubvogels, oder eines Storches schon viel ähnlicher, wie der eines Flugzeuges von vor 60 jahren (vergleichen sie mal).

Also es scheint so dass sich da irgendjemand verdammt viel Gedanken udn Mühe gemacht haben muss, um einen Raubvogel mit dieser hochentwickelten Technik auszustatten.

Aber nur WER war das??

Die KIrche hat eien Antwort darauf, die Moslems auch...

Re: Re: Wissenschaft ??? Ja aber wie du oben mit NACl Einwände entgegnest,

@gast

Danke für deinen Beitrag, er spricht mir aus der Seele.
Ein besonders gutes Buch, welche genialen Konzepte den Tieren zugrundeliegen ist das Buch von Werner Gitt "Wenn Tiere reden könnten" Es ist im Internet sogar gratis downloadbar.

Re: Re: Re: Wissenschaft ??? Ja aber wie du oben mit NACl Einwände entgegnest,

Kannst du mir sagen welches Buch du gelesen hast, das aus evolutionsbiologischer Sicht erklärt, wie diese Dinge entstanden sind? Eines, das von Evolutionsbiologen geschrieben wurde und das versucht ohne einem übernatürlichen Schöpfer auszukommen?
Nur, damit du einem die Idee kriegst, wie das Evolutionsbiologen begründen können?

Mich hätte ehrlich interessiert, ob du wenigtens ein einziges Buch aus der Richtung gelesen hast.

Re: Re: Re: Re: Wissenschaft ??? Ja aber wie du oben mit NACl Einwände entgegnest,

ich habe Bücher über Haeckel gelesen. Haeckel war ein Evolutionsfälscher und ist sogar wegen seiner Fälschungen verurteilt worden. Trotzdem wird seine Idee vom biogenetische Grundgesetz in den Schulen gelehrt und von Schülern fleißig nachgeplappert.
Embryologen wie Blechschmid haben Haeckel schon lange widerlegt, aber es wird in der Schule immer noch nachgeplappert. Ist ja klar, niemand will eine schlechte Note oder gar ein Nichtgenügend in Biologie.

Auch auf den Universitäten ist Evolutionsterror angesagt. Wer heute nicht Evolution vertritt, hat keine Chance. Aus einem einzigen Zahn wird ein ganzes Tier konstruiert, aus einem einzigen Schädelknochen genau vorausgesagt, wie intelligent der Mensch war!

Trotzdem gibt es genug Universitätsprofessoren, die gegen die Gilde der Anthropologen schimpfen und nicht an Evolution glauben - auch in Wien!


Re: Re: Re: Re: Re: Wissenschaft ??? Ja aber wie du oben mit NACl Einwände entgegnest,

Das heißt, du hast Bücher (wie viele? Zwei?) von einem(!) Evolutionsbiologen gelesen, von dem du weißt, dass er schlampig gearbeitet hat (er hat "nur" Messergebnisse gefälscht - seine Experimente wurden aber wiederholt und jene Dinge, die tatsächlich brauchbar waren, werden halt verwendet - das lehrt man dann auch an Schulen. Der Aufschrei über seine Arbeit kam übrigens von anderen Biologen - man schaut sich hier gerne gegenseitig auf die Finger) der fast 100 Jahre tot ist.

Das macht dich tatsächlich zu einem Experten. Ich bin begeistert. Ich mein... ein paar Bücher über einen einzigen Biologen, deren Arbeiten abgelehnt wurden und der schon fast 100 Jahre tot ist... ich finde, man sollte dir direkt den Dr. in Evolutionsbiologie geben!

Dass es "genug" Uniprofessoren an der Uni Wien gibt, die Evolution für falsch halten... das ist ein bisserl eine erlogene Aussage. Ich hab mich an der Uni Wien ungehört. Es gibt in der Biologie genau einen (so etwas spricht sich natürlich rum).

Aber ich bin es ja gewohnt, dass Christen mit ihrem Halbwissen versuchen andere Leute zu verunsichern und gegebenenfalls irgendwelche Aussagen erfinden, damit sie andere für sich gewinnen können.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wissenschaft ??? Ja aber wie du oben mit NACl Einwände entgegnest,

Bitte nichts für ungut. Mir kommt aufgrund der bisherigen Diskussion vor, dass du mindestestens 2 schwere, grundlegende Denkfehler machst:
1.) weißt du offensichtlich nicht den Unterschied zwischen Zufall und Nicht-Zufall (Mutation ist bei dir z.B. Nicht-Zufall!!!). Das ist aber sehr tragisch. Wenn wir eine Diskussion über Krieg und Frieden haben und du nur das Wort Frieden verstehst, wird die Diskussion jeden Philosophen binnen kürzester Zeit weißhaarig machen.
2) Weiters verstehst du überhaupt nicht, dass Wahrheit nicht das Ergebnis von Mehrheiten ist. Du sagst: "Nur ein Professor ..."
Wenn du die Geschichte anschaust, wirst du sehen, dass Wahrheit meist bei der Minderheit war und nicht umgekehrt. Wahrheit kann nicht durch ein Terrorsystem gemacht werden, auch wenn dieses System momentan die Mehrheit hinter sich hat.


Teil 1

Mutation ist tatsächlich nicht immer Zufall. Es ist nicht Zufall wenn das Lungengewebe zu wuchern beginnt bei Rauchern. Zu sagen, dass beispielsweise das Auge durch Zufall entstanden ist, ist schlichtweg nicht richtig. Es ist kein Zufall, wenn man sich aus dem 20. Stock eines Hochhauses wirft und dann stirbt. Ja, bei Mutationen spielt teilweise - nicht nur - der Zufall mit. Alles andere hat dann aber nichts mehr mit Zufall zu tun. Du aber stellst die Dinge eben genauso dar - als wäre das alles reiner Zufall. Das ist eben nicht korrekt und verfälscht das Bild gänzlich. Das mache ich dir zum Vorwurf.

Je näher Menschen an der Naturwissenschaft sind, desto weniger Gläubige gibt es unter ihnen. Ich finde, das sagt durchaus etwas aus. Anders ausgedrückt: Je größer das Verständnis für Evolutionsbiologie ist (weil man es nun einmal studiert hat ein Leben lang), desto weniger glauben diese Menschen an Gott.

Ich habe den Eindruck, du hegst die Denkweise, dass nur dumme Menschen nicht an Gott glauben, ergo sind die Naturwissenschaftler, die nicht an Gott glauben dumm, jene Naturwissenschaftler, die schon an Gott glauben, aber besonders gescheit, weshalb sie sofort eine Mehrheit bilden (die kriegen gleich ein paar Stimmen mehr, weil sie ja gescheit sind - deiner Meinung nach).

Manchmal ist es einfach so, dass die Wahrheit bei der Mehrheit liegt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Vielosoph
18.08.2011 14:04
0

Re: Teil 1

sprich keinen Unfug Hesperiidae.

Es ist einwandfrei mit Methoden der höheren Mathematik bewiesen, dass Lebewesen mitsamt deren Werkzeugen und Organen NICHT "von selbst" entstanden sind, wie gottlose Knecht und Agnostiker behaupten.

Die REligionen mt ihrem kindischen Gottesbegriff von einem alten Mann mit wallendem Bart der Blitze auf dei verdammten Menschen niederschleudert und über alles bescheid weiss, haben sicher viel Unheil angerichtet.

Aber die Erklärung von Letuen die meinen alles sei "von selber" durch "Evolution" entstanden sagen garnix damit aus, ausser dass es entstanden ist.

Wenn heute genialste Computer mit den genialsten Wissenschaftlern mühsamst die gerade primitiveren Techniken und biologischen Tatsachen erforschen, wie genial und überlegen muss erst die Intelligenz gewesen sein, die dies alles genuin ausgeheckt - und produziert hat...

Re: Re: Teil 1

Mein Gott, wenn es eh schon die mathematischen Widerlegung der Evolution gibt warum verlinken Sie die nicht gleich anstatt uns vorher ewig mit den gleichen lächerlichen Kreationismusargumenten zu langweilen?

Re: Re: Teil 1

"Es ist einwandfrei mit Methoden der höheren Mathematik bewiesen, dass Lebewesen mitsamt deren Werkzeugen und Organen NICHT "von selbst" entstanden sind, wie gottlose Knecht und Agnostiker behaupten."

Kannst du mir derlei Aussagen künftig ersparen, sofern du dafür keine Belege hast? Her mit den Quellen, die das besagen. Erst dann kann ich dir glauben. Vorher ist das wieder nur irgendein Quacken von irgendjemanden Frosch im Sumpf.

Vergleiche Computer nicht mit biologischen Systemen - genauso gut könntest du Äpfel mit Birnen vergleichen. Sorry, das ist einfach nicht zulässig. Wundere dich nicht, dass deine Überlegungen da nicht zusammengehen.

Versuch einmal deine Aussagen selbst zu recherchieren und zeig mir bitte deine Quellen. Vorher kann ich mit dir einfach nicht diskutieren.

Re: Re: Re: Teil 1

Ich warte immer noch auf Quellenangaben, sonst habe ich einmal mehr den Eindruck, dass Christen lügen, um Leute zum Glauben zu führen. Das wäre traurig.

Re: Teil 1

ich möchte hier nicht den Glauben an Gott diskutieren, sondern nur, ob Mutation Zufall ist oder nicht. Ich spreche auch nicht von Selektion, denn selektiert wird nach der Lehre der Evolution immer "the fittest".

Welche Einwirkungen Mutation verursachen, ist hier auch nicht maßgebend. Natürlich werden immer gleichbleibende Einwirkungen (Raucher) ähnliche Mutationen hervorrufen. In der Natur werden es aber einmal diese, einamal andere Einwirkungen sein, die Mutationen hervorrufen. Und diese Einwirkungen sind ja - ihrer Meinung nach auch nicht durch eine Person gesteuert - also auch zufällig.
Ich würde also wirklich gerne wissen, wo Mutation NICHT Zufall ist.

Re: Re: Teil 1

dann schau dir bitte die Links im 2. Teil an.

Darf ich hervor heben, dass du zwar nicht über Gott diskutieren willst, obwohl du ihn als einzige Alternative siehst, gleichzeitig stattdessen aber einen gesamten Wissenschaftszweig und ein gesamtes Forschungsgebiet für gänzlich falsch darstellen möchtest, wo du ein Buch darüber gelesen hast.

Findest du das nicht selbst ein bisschen schräg?

Re: Re: Re: Teil 1

Links, die nichts hergeben, zählen nicht. Du selbst sollst ein EINZIGES praktisches Beispiel - kannst es ja von irgendwo abschreiben - vorlegen, in dem Mutation in der Natur nicht Zufall ist (gemeint ist nicht ein Laborexperiment, wo z.B. Pflanzen bestrahlt oder chem. behandelt werden).

Da du dazu aber nicht in der Lage bist, stelle ich fest, dass du dein eigenes Glaubensbekenntnis - das Bekenntnis zur Evolution - nicht kennst und diese Argumentation daher verloren hast.


Re: Re: Re: Re: Teil 1

na das ist lieb =)

Mutation durch Umwelteinflüsse ist Mutation ohne Zufall. Und dazu gibt es gerade sogar auf der Presse einen Artikel. Aber du ignorierst solche Dinge ja sehr gerne, weil sie deine Argumentation nicht unterstützen.

Und noch einmal, ganz langsam zum Mitschreiben:

Evolution ist kein Glaube.

Noch einmal?

E v o l u t i o n i s t k e i n (!!!) G l a u b e.

Verstanden? =)

Hätte die Bibel so viele Belege, wie die Evolution, würde ich mir das Christentum einreden lassen, aber das ist ja leider nicht der Fall.

Re: Re: Re: Re: Re: Teil 1

wenn Mutationen durch Strahlen oder Chemie ausgelöst wird, dann kann n iemand die Quantität und Qualität der einwirkenden Stoffe bestimmen, die Wirkung ist aber davon abhängig. Also ist Mutation (nach Meinung der ET) reiner Zufall. Selektiert wird (nach Meinung der ET) immer das, was in der gegenwärtigen Welt "the fittest" ist. Da der Sauerstoffgehalt, Wärme, Umweltbedingungen auch nicht vorhersehbar ist, ist sogar Selektion Zufall im weitesten Sinne.
Das ist das Glaubensbekenntnis der Evolution. Jeder, der Evolution verrtritt, sollte dieses Glaubensbekenntnis wohl beherrschen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Teil 1

Lavatar, ich verstehe wirklich nicht, das dein Problem ist. pck0 hat dir so schön erklärt, was bei Mutation Zufall ist und was nicht und du drehst dir die Sache, wie du sie brauchst, damit du von einem Glaubenbekenntnis sprechen kannst.

Ich frage mich wirklich, was mit dir los ist. Es ist so unglaublich lächerlich, was du hier aufführst und wie krampfhaft du mit so wenig Wissen versuchst Evolution so auszulegen, dass sie möglichst lächerlich klingt. Das ist traurig. Ich verstehe nicht, welche Art von Mensch man sein muss, dass man das notwendig hat.

Aber ja, glaub' du nur, dass du verstanden hast, wie Evolution funktioniert, und dass du die einzig wahre Wahrheit kennst, weil du die Intelligenz für dich gepachtet hast, und alle Evolutionsbiologen, die ihr ganzes Leben damit zubringen, Evolution zu erforschen, haben natürlich keine Ahnung, denn niemand von diesen Menschen ist auch nur annähernd so intelligent, wie du - denn sonst würden sie ja endlich zu der Erkenntnis kommen, dass Evolution nicht existiert.

Komm bitte unter gar keinen Umständen zu der Erkenntnis, dass du vielleicht viel zu wenig Ahnung zu diesem Thema hast, um qualifizierte Aussagen treffen zu können. Das wäre nämlich eine Weiterentwicklung. So etwas ist abzulehnen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Teil 1

Du hast offensichtlich noch ein bisschen wenig Lebenserfahrung. Gib ein paar Millionen für die Forschung frei für ein Projekt, dass Evolution falsch ist, und du bekommst genau so ein Ergebnis - und umgekehrt. Ich habe Mutation auch nie bestritten, - sonst gäbe es ja wohl keine Erbkrankheiten - aber dass durch Mutation, Gendrift und andere Zufälle intelligente Tiere entstehen und ein zusammenhängendes Ökosystem, das total von zig anderen Lebewesen, die gleichzeitig da sein müssen, - entsteht, DAS LEHNE ICH ab und DAS ist nur ein Glaubenssatz der Evolution. Ich hoffe, du hast dies verstanden.

Deine abfälligen Worte über Gott und die Werke Gottes z.B. d as menschliche Auge finde ich übrigens sehr überheblich. Es gibt viele Agnostiker, die zwar nicht an Gott glauben, aber es nicht für gut finden, so abfällig über Gott zu reden.

Ein naher Verwandter von mir arbeitet seit 10 Jahren in der naturwissenschaftlichen Forschung, hat habilitiert, publiziert in renommierten Fachzeitschriften etc. etc. und glaubt auch nicht an Evolution. Er hat sicher mehr naturwissenschaftliches Fachwissen als du. Dies, ohne dein Wissen abzuwerten.

 
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