Weltkrisen: Die Liste der möglichen Horrorszenarien

11.01.2012 | 18:24 |  MARTIN KUGLER UND JAKOB ZIRM (Die Presse)

Peak-Oil, Finanzkrise, Klimawandel, Pensionskollaps. Die Liste möglicher Horrorszenarien ist lang. Wie anpassungsfähig ist unser System und sind wir fähig zukünftige Krisen und Schocks zu überwinden?

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Wien. Mit politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern ist das so eine Sache. Einerseits sind sie in der Regel gut informiert, welche Zukunftserwartungen und -ängste in der Führungselite vorherrschen. Andererseits sprechen sie meist nicht gerne darüber. Vor allem dann, wenn es um negative und beunruhigende Entwicklungen geht und sie für allfällige Zitate nicht ans mediale Kreuz geschlagen werden wollen.

Mehr zum Thema:

Journalisten können dieses Problem mit dem sogenannten „off-records“-Gespräch lösen, in dem die Information aufgenommen, der Person später aber nicht direkt zugewiesen wird. Ein ähnliches System wird auch in der Arena-Analyse verwendet, die vom Beratungsunternehmen Kovar & Köppl in Kooperation mit der „Presse“ erstellt wurde. Dabei wurden 42 Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und NGOs befragt, welche Themen aus ihrer Sicht künftig brisant werden, derzeit aber noch zu geringe mediale Aufmerksamkeit erhalten würden. Hintergrund dieses Vorgehens ist die Theorie, dass viele Themen in Fachkreisen bereits seit Längerem diskutiert werden, bevor sie in der breiten Öffentlichkeit „eskalieren“.

Aus der sehr offen gestalteten Fragestellung kristallisierten sich einige Themen heraus, die den Experten offenbar besonders unter den Nägeln brennen – vom Klimawandel über die demografische Entwicklung und der sinkenden Lösungskapazität der politischen Institutionen bis hin zur wirtschaftlichen Lage. „Die Presse“ hat sich die Schlussfolgerungen der Experten genau angesehen und bei fünf wichtigen Themenbereichen die aktuelle Situation und die möglichen Risiken analysiert (siehe Artikel rechts).

 

Konjunktur eines neuen Begriffs

Auffallend war bei der heurigen Arena-Analyse – sie wird seit 2006 jedes Jahr durchgeführt –, dass der Begriff „Resilienz“ häufig genannt wurde. Dieses Wort ist in der politischen Debatte relativ neu: Es lässt sich am ehesten noch mit „Widerstandsfähigkeit“ übersetzen – in dem Sinne, dass Systeme so beschaffen sein sollten, dass sie Schocks, Störungen von außen oder Katastrophen besser überstehen können. Dieser Gedanke zeige sich in einer bestimmten Herangehensweise an Risiken, schreiben die Studienautoren: „Im Mittelpunkt stehen weniger die Vorkehrungen, die verhindern können, dass eine ungünstige Entwicklung eintritt. Es geht vielmehr darum, mit den Folgen fertig zu werden.“ So unterschiedlich die von den Entscheidungsträgern genannten Risken und Problemfelder auch sind, allen ist gemein, dass es keine einfachen Lösungen gibt: „Der Weg zu einer höheren Resilienz der europäischen Gesellschaft erfordert ein Umdenken. Viele Prinzipien des westlichen Wertesystems müssen auf ihre Haltbarkeit hin überprüft werden.“ Die Wege zu resilienteren Systemen sind noch sehr vage. Einig sind sich die Experten nur, dass der politische Stillstand überwunden und der öffentliche Diskurs gestärkt werden müssen.

Diese Debatte läuft in Fachkreisen. Die Studienautoren von Kovar & Köppl wollten jedoch nicht auf abschließende Ergebnisse warten und haben unmittelbar anwendbare Schlussfolgerungen für die Unternehmensführung abgeleitet. Zentral sei dabei das strategische Denken. „Zur Zeit ist das Abwarten auf bessere Zeiten fatal.“ Wenn die Situation erst einmal eskaliere, dann schwänden die Handlungsspielräume und die Kosten für kurzfristige Anpassungen schnellten in die Höhe. Angesagt sei ein „Fahren auf Sicht“, bei dem gleichzeitig der Blick nach vorne und auf das Umfeld gerichtet sein müsse. Das führt zu Schlagwörtern wie dem „Management von politischen Risken“ und der Einbeziehung von „Umfeldrisken“ in das Risikomanagement. Und zu einer neuen Disziplin: dem „systematischen Chancen-Management“.

 

1. Klimawandel

Einige Fakten sind wissenschaftlich kaum mehr zu bezweifeln: Die Erde erwärmt sich, und der menschgemachte CO2-Ausstoß hat etwas damit zu tun. Das Jahr 2011 brachte den höchsten Treibhausgas-Ausstoß aller Zeiten. Es gab zwar keinen neuen globalen Temperaturrekord, das Vorjahr war das zehntwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. In Österreichs Bergen war 2011 indes das wärmste Jahr seit 1851: Es war um 1,6Grad wärmer als im Durchschnitt des 20.Jahrhunderts. Dass das Folgen hat, ist klar: So haben europäische Wissenschaftler kürzlich herausgefunden, dass kälteadaptierte Pflanzen zunehmend von wärmeliebenden Arten verdrängt werden – und zwar viel schneller und stärker als erwartet.

In der Fachcommunity setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass der „mühsame Weg der kleinen Schritte durch allmähliches Absenken der CO2-Emissionen offenkundig wenig fruchtet“, wie in der Arena-Analyse nachzulesen ist. An der grundsätzlichen Dringlichkeit der Reduktion von Treibhausgasen werde zwar nicht gerüttelt. Doch erwartet wird, dass im nächsten Bericht des UN-Weltklimarates ein wesentlich ausführlicheres Kapitel über Anpassungsstrategien enthalten sein werde.

Von den Ursachen zu den Folgen

Das deckt sich mit einigen Entwicklungen, die in der globalen Umweltdebatte zuletzt zu beobachten waren. Etwa bei Naturkatastrophen: Während bis vor fünf Jahren eine stetige Zunahme von Naturereignissen beklagt wurde, hat sich der Schwerpunkt auf die angerichteten Schäden verlagert. Der Begriff der „Verletzbarkeit“ wurde eingeführt, er sagt aus, wie empfindlich ein Wirtschafts- oder ein soziales System für Schocks von außen ist. Von dort zur nunmehrigen Konjunktur des „Resilienz“-Begriffs ist es nicht mehr weit: Es geht darum, die Folgen einer Entwicklung, die man nur schwer bekämpfen kann, abzuschwächen. Die Weltgemeinschaft hat immerhin versprochen, 100 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 für klimageschädigte Entwicklungsländer reservieren zu wollen.

 

2. Demografie

Grundsätzlich ist die Ursache dieses Problemfeldes positiv: Wir werden älter. Pro Jahr steigt die Lebenserwartung durchschnittlich um 100 Tage. Das Problem dabei ist jedoch, dass wir diese zusätzliche Zeit nicht im Arbeitsprozess, sondern in der Pension verbringen. „Während die Lebenserwartung ständig zunimmt, ist das offizielle Pensionsantrittsalter in den wenigsten Staaten angehoben worden. Das reale Pensionsantrittsalter ist in vielen Ländern seit den 1970er-Jahren bis vor Kurzem sogar gesunken“, wird ein Befragter in der Studie zitiert. Österreich hat im OECD-Vergleich das zweitniedrigste Pensionsantrittsalter – mit durchschnittlich 58,9 Jahren bei Männern und 57,5 Jahren bei Frauen.

Parallel dazu ist auch die Geburtenrate in den vergangenen Jahrzehnten stark gesunken. Künftig müssen also immer weniger Erwerbstätige eine immer größere Gruppe an Pensionisten finanzieren. Laut Staatsschuldenausschuss fließen im Jahr 2015 bereits 40 Prozent der Staatsausgaben in „vergangenheitsbezogene“ Bereiche wie Pensionen oder Zinsen. Das Altern der Gesellschaft hat aber nicht nur auf das Pensionssystem Auswirkungen. Auch das Gesundheitssystem wird durch die stärkere Nachfrage nach Gesundheitsleistungen gefordert.

Generationen: Konflikt statt Vertrag?

Diese Problematik wird nach Ansicht der Studienteilnehmer in ihren Folgen grob unterschätzt bzw. verharmlost. „Die Pensionsfrage ist vergleichsweise einfach steuerbar. Die Lösungen müssen von der Politik aber gewollt werden.“ Von dieser werde das Thema bislang jedoch lediglich diskutiert, ohne Maßnahmen zu setzen. Dadurch könnte aus dem Generationenvertrag ein Generationenkonflikt werden, befürchten einige Befragte. Dieser könnte durch eine aufgrund der Migration unterschiedliche ethnische Zusammensetzung der Altersgruppen noch verschärft werden. „Die ältere Generation wird ethnisch vergleichbar mit heute sein. Die jüngere Generation wird aber zu einem sehr hohen Prozentsatz einen deutlich anders akzentuierten ethnischen Mix zeigen.“

 

3. Energie

Der Ölpreis gilt als die Fieberkurve der Weltwirtschaft. Kommt es zu einem Anstieg, verteuern sich auch Gas und Strom. Kurzfristige Ölpreisschocks haben in der Vergangenheit öfters Weltwirtschaftskrisen ausgelöst oder waren zumindest Vorboten dieser – wie im Sommer 2008. Viel spricht dafür, dass es auch künftig zu neuen Ölschocks kommen wird. Als wahrscheinlichster Auslöser werden von Experten politische Unruhen im Nahen Osten genannt. Aber auch der Nachfrageboom in den : aufstrebenden Schwellenländern sorgt für eine zunehmende Angebotsverknappung. Der Flaschenhals sind dabei nämlich weniger die gesamten Ölreserven, sondern vielmehr die tägliche Produktionsmenge. Diese liegt zur Zeit bei rund 85 Millionen Fass pro Tag und findet ihr geschätztes Limit bei etwa 100 Millionen Fass.

Unabhängig von Preisschocks werden

Um das System unabhängiger von künftigen Preisschocks zu machen, ist laut den in der Studie befragten Experten ein Umstieg auf andere Energieträger notwendig. Und aufgrund der geplanten Reduktion des CO2-Ausstoßes müssten dies vor allem erneuerbare sein. Mehrere Mitglieder des Analyse-Panels erwarten daher „das weitgehende Ende des Ölzeitalters“. Dies dürfe aber nicht bedeuten, dass Öl einfach durch Kohlenwasserstoffe aus Biomasse ersetzt werde. Denn das würde zu Problemen in der Nahrungsmittelversorgung führen.

Gefragt sei vielmehr eine „Biobased Economy“, bei der die Wirtschaft widerstandsfähig gegenüber Ölpreisschocks oder Strafzahlungen für CO2-Emissionen wird. Bei dieser müsse es aber einen integrierten Stoffkreislauf und eine Nutzungshierarchie geben, um die ebenfalls begrenzte Biomasse möglichst sinnvoll einzusetzen. Demnach hätte die Verwendung als Nahrungsmittel Priorität, gefolgt von der stofflichen in der chemischen Industrie und der energetischen Nutzung erst zum Schluss. „In Ländern wie China, Russland oder Brasilien läuft darüber bereits eine intensive Debatte. Bei uns ist das bestenfalls ein Randthema“, wird ein Studienteilnehmer zitiert.

 

4. Finanzmarkt

An den Finanzmärkten nahm die Wirtschaftskrise im Jahr 2008 ihren Ursprung. Inzwischen hat sich die Situation auf dem Sektor wieder beruhigt, und die Krise ist zu den Staaten „weitergewandert“. Dennoch gibt es die Befürchtung, dass sie in Form einer Bankenkrise zurückkehren könnte. Um dies – und andere neuerliche Krisen – zu verhindern, wird vielfach eine stärkere Regulierung des Finanzsektors gefordert. Im Rahmen der größeren Eigenkapitalerfordernisse für Banken ist dies zum Teil auch bereits in der Umsetzung.

Gigantisches Ausmaß an Buchgeld

Als Ursache für mögliche künftige Krisen wird häufig das gigantische Ausmaß der Finanzwirtschaft im Verhältnis zur restlichen Wirtschaft gesehen. So beträgt das globale Bruttosozialprodukt etwa 60 Billionen Dollar. Das Volumen der gesamten Finanzwirtschaft wird auf 2000 Billionen Dollar geschätzt. „Die Investoren ertrinken in Scheinvermögen“, heißt es in der Studie. Durch gewaltige Hebel könnten somit Preise auf Märkten beeinflusst werden, ohne dass es dafür fundamentale Gründe gibt. Allerdings kann Überregulierung die Volatilität auf den Finanzmärkten sogar verstärken, wie eine EU-Studie zum Verbot von Leerverkäufen zeigte.

Neben den realen Fakten gibt es bei diesem Thema aber auch noch eine psychologische Frage. So machen sich in immer größeren Teilen der Bevölkerung Wut und Ärger über „die für die Krise verantwortliche Finanzwirtschaft“ breit. Befeuert wird dies oft durch hohe Jugendarbeitslosigkeit, die in elf der 27 EU-Staaten bei über 25Prozent liegt. „Werden die Kapitalmärkte nicht der aktuellen Intransparenz entrissen, wird sich daran ein gewalttätiger Volkszorn entzünden“, prophezeit ein Befragter der Studie.

 

4. Ressourcen

Alle Ressourcen werden knapper, der Verteilungskampf unter der wachsenden Weltbevölkerung wird schärfer. Darin sind sich alle Studienteilnehmer einig – und auch darin, dass es keinen einfachen Ausweg aus diesem existenzbedrohendem Dilemma gibt. Ein drastisches Beispiel sind die „Seltenen Erden“, das sind Metalle wie Yttrium, Lanthan oder Cer, die die Elektronikindustrie dringend benötigt, die aber nur an wenigen Stellen der Erde vorkommen. Als möglicher Ausweg werden bessere Recycling-Technologien genannt. „Die Trash-Industries könnten in den nächsten Jahrzehnten die Creative- und Content-Industries ablösen“, heißt es in der Studie. Auf österreichischer Ebene sei eine Diskussion über die Nutzung von Wald und Wasser zu erwarten.

Kampf um Flächen

„Die Sicherheit der Lebensmittelversorgung kann zu einer politischen Kernfrage der Zukunft werden“, vermuten die Experten. Ohne „Seltene Erden“ kann der Mensch – wenn auch mit geringerem Komfort – leben, ohne Essen hingegen nicht. Unzählige Faktoren spielen da hinein: von Weltpolitik über Klimawandel und Demografie bis hin zur Flächenkonkurrenz. Ein Rezept gibt es folglich nicht – auch nicht in dieser Studie.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

  • Leben mit dem unperfekten Leben

    Bild: (c) Www.BilderBox.com (BilderBox.com) Resilienz ist die „neue Nachhaltigkeit“. Bei Experten ist die Bedeutung der Widerstandsfähigkeit schon angekommen. Die Politik lässt noch auf sich warten.

Mehr aus dem Web

27 Kommentare
 
12
Gast: netzaufstand
13.01.2012 10:10
0

ideen zur lösung

bietet diese initiative

https://de.wikipedia.org/wiki/Transition_Towns

Für solche Wischiwaschi-Antworten braucht man keine "Experten", das hätten die Kronen-Zeitung-Leser auch noch geschafft!


Willkommen...

...ind der Presse - Glaskugel!

„Der Weg zu einer höheren Resilienz der europäischen Gesellschaft erfordert ein Umdenken. Viele Prinzipien des westlichen Wertesystems müssen auf ihre Haltbarkeit hin überprüft werden.“

Ja auf welche Werte wollen sich die Menschen in Europa z.B. besinnen, wenn sie gerade dabei sind ihre christlichen Wurzeln abzuschneiden?

Den größten Schaden haben die Experten vergessen: Der geistig moralische Verfall der westlichen Gesellschaft, infolge des Verlustes des Glaubens an einen allmächtigen und barmherzigen Gott, des Verlustes der Hoffnung und der Liebe.

Gast: esmer
12.01.2012 11:33
2

Es fehlt die Perspektive

Energie/Rohstoffe sind sicher ein wichtiges Thema. Das Thema Energie kann man mit hohen Kosten eventuell lösen - aber wie steht es mit Rohstoffen, z.B. Nahrung? Wie und wo sollen die Menschen aus künftig unbewohnbaren Gebieten untergebracht und ernährt werden?
Wie kan die Finanzwirtschaft wieder in den Dienst der Realwirtschaft gestellt werden?
Wie muß Demokratie gelebt werden, damit autoritäre Regime nicht eine gelangweilte Bevölkerung übernehmen?
Wer gibt Menschen statt Horrszenarien eine Perspektive und die Aufgabe daran mitwirken zu können?

Gast: Gartenzwerg
12.01.2012 11:29
0

Arbeit

Durch die Modernisierung an allen Ecken ist die Arbeitsproduktivität gigantisch gesteigert worden so das damit Arbeitsplätze verlorengegangen sind. Das konnte bisher durch Arbeitszeitverkürzung und gestiegenen Konsum einigermaßen aufgefangen worden. Jetzt gibt es aber bald eine Sättigung.

Gast: Tintifaxx
12.01.2012 09:32
0

Ich denken in Wirklichkeit hängen diese Punkte alle zusammen.

Entsprechendes Wirtschaftswachstum bringt genug Geld um für die Pensionen zu sorgen und die Finanzmärkte stabil zu halten. Um Wirtschaftswachstum aufrecht zu erhalten brauchen wir vor allem billige Energie, und diese werden wir aus den fossilen Energieträgern (vor allem Öl) über kurz oder lang nicht mehr bekommen.

Was wir also brauchen ist eine Substitution dieser zunehmend teuren Energiequellen durch erneuerbare, wodurch sich auch das Problem mit dem Klima vielleicht nicht ganz lösen, aber doch zumindest verbessern lässt. Und auch die seltenen Erden und sonstige Ressourcen sind in Wirklichkeit vom Energiepreis abhängig: Wenn Energie billig genug ist kann ich auch Erze mit extrem niedrigem Anteil der gewünschten Produkte nutzen.

Anders gesagt: Um die 5 gelisteten Probleme zu bekämpfen braucht es vor allem Investitionen in erneuerbare Energien und Forschung auf diesem Gebiet, sowie natürlich Effizienzsteigerungen und Sparmaßnahmen auf der Verbrauchsseite. Klingt einfacher, als es ist - eine Umstellung unserer Infrastruktur und sozialen Modelle auf ein nachhaltigeres System wird neben Kapital besonders auch Zeit brauchen, und wenn man sich ansieht, wo es schon überall kriselt, dann ist Zeit genau das, was wir nicht haben.

Meine Befürchtung ist vor allem, dass dieser Prozess zu langsam vorangetrieben wird, und dass wir dadurch zunehmend in Konflikte schlittern: Alt gegen Jung, Reich gegen Arm, Energielieferant gegen Konsument, ...

Antworten Gast: ido
12.01.2012 12:27
0

Re: Ich denken in Wirklichkeit hängen diese Punkte alle zusammen.

Witzig, wenn man den Gedanken weiterführt, deckt sich dein Ansatz ziemlich mit Aussagen vom Physiker Michiu Kaku, der meint, das man den Grad einer Zivilisation an der Energiegewinnung erkennen kann. Umso mehr Energie billig und sauber gewonnen werden kann, umso eher stellen sich andere Probleme in Folge automatisch ein.

Off Topic - Ende

Antworten Antworten Gast: Karl Huber
12.01.2012 17:59
0

Re: Re: Ich denken in Wirklichkeit hängen diese Punkte alle zusammen.

Michiu Kaku.
Auch ich bin ein "Fan" des Herrn und kann seine Aussagen nur unterstützen.
Aber was haben unsere Gesellschaften/Zivilisationen in den letzten 50 Jahren an Energiegewinnung weitergebracht außer den Mullahs unser Geld in den Rachen zu stopfen?!

Gast: total crash
12.01.2012 04:31
2

Horrorszenarien?

Ja die gibt`s tatsächlich,die da heißen:
EU & Österreichische Politiker und ihr Murksen,der besch..senen Art:)

Hat die Bevölkerung schonwieder zuwenig Angst vor der Zukunft??


Gast: speibender regenbogen
12.01.2012 03:03
0

bitte änderts endlich die überschrift!

welche list sollten die jeweiligen horrorszenarien bitte anwenden, um zum zug zu kommen?

.....

Ja die Demographie wird zum Problem, aber dann muss eben Familien stark fördern und Abtreibungen eventuell einschränken, die propagierte Lösung einfach ausländer reinzuholen ist ein weg in den Abgrund.

Gast: AntonHin
12.01.2012 01:13
0

Oligopol


Ad 2

Energie ist mehr als genügend vorhanden. Alleine die Sonne liefert das 20 fache des täglichen Verbrauchs.

Allerdings ist deren Verteilung und Zugang die wichtigste Steuereinnahme für die Staaten. Der Grund warum Öl immer noch der wichtigste Energieträger ist, ist simpel. Die Verteilung lässt sich leicht kontrollieren und steuern.

Kein Staat möchte, dass jeder Haushalt sich selbst versorgen kann. Dann würden alle Staatshaushalte kollabieren.

Und da sind wir bei Punkt 1. Das ist der Grund warum Klimapolitik weltweit halbherzig betrieben wird. Klimapolitik vs. Steuereinnahmen.

Im freien Markt würden die Kosten für Energie gegen 0 gehen. Lediglich für Umwandlung und Speicher würden Kosten anfallen.

Aber welcher Staat kann sich das leisten?

Re: Ad 2

gut analysiert!

Bringt doch mal...

.. gute Nachrichten. Nur böses, schlimmes und unwiderruflich apokalyptisches gibt es zu berichten. Gibt es denn nichts mehr gutes in diesem Land?

Antworten Gast: ein gast
12.01.2012 11:14
0

Re: Bringt doch mal...

nein.

und wenn ich doch etwas übersehen haben sollte , bitte um aufklärung.
danke.

Re: Bringt doch mal...

Angst frisst Seele auf

und das ist ja im Sinne

der religiösen Apokalyptiker!

Mit positiven Zukunftsvisionen kann man ja auch keine negativen Schlagzeilen in den Medien machen.

Antworten Gast: oh doch,
12.01.2012 01:55
0

Re: Bringt doch mal...

die Lichtgestalten:

Mensdorff-Pouilly und Gräfin.

die Reisen mit Diplomatenpässen selbstlos ohne offizielle Mission umher.

Gast: keep cool
11.01.2012 23:00
0

Der ganze Artikel der Horror-Szenarien dreht sich nur ums liebe Geld

Wenn wir weniger Geld zur Verfügung haben, dann brauchen wir weniger sinnlose Dinge einkaufen, es bleibt mehr Freizeit, mehr Zeit, sich mit wesentlichen Dingen zu beschäftigen, kurzum - kein Nachteil.


Re: Der ganze Artikel der Horror-Szenarien dreht sich nur ums liebe Geld

Richtig. Deswegen werde ich Ihnen meine Kontonummer geben, damit Sie mir Ihr Geld überweisen und sorgenfrei leben können. Das Beste daran: ich verlange - außer Ihrem Geld - nichts dafür.

Gast: ellyleisch
11.01.2012 20:29
0

derivatblase

ende 2010 betrug diese lt. Mc Kinsey Global, Ft.uk. 600.000 $ mit hebel von 10 bis 30% ! ein tsunami ist nichts dagegen.......

Gast: Bärenfalle...
11.01.2012 20:11
4

Halb so wild.

1) ist ein Problem welches nach Climategate nur mehr in der Vorstellung von CO2 Handeslbörseninhabern existiert.

2) Ist kein Problem wenn wir demnächst pleite sind (s. Griechenland) Die meisten werden sich die Pulvern und Operationen nimmer leisten können und die Lebenserwartung sackt durch auf 60 oder weniger (s. RU)

3) Sind die aufgeblähten Geldmengen weg dann ist auch der aufgeblähte Energiekonsum und die Fehlallokation der Ressourcen kein Thema mehr. (s. abgedrehte Strassenbeleuchtungen in Pleitekommunen etc..)

4) Die Realwirtschaft produziert reale Güter, die Imaginärwirtschaft produziert imaginäre Güter.
Banken, Börsen, Geldpanscher sind halt sozusagen gesellschaftliche Blindleistung.

5) Weiß jeder Bauer: Sieht die Wiese aus wie ein Schlammbad müssen ein paar Kühe abgebaut werden bis Angebot und Nachfrage an Gras wieder im Einklang sind.

4)

Re: Halb so wild.

Ach, haben diese "Handelsboerseninhaber" etwa heimlich Heizgeblaese in unseren Bergen versteckt?

Gast: Cpt. Sensible
11.01.2012 19:47
0

Das schwindende Licht der Demokratie

die indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat gute und wichtige Gedanken.

zum einen kann man Gurgeln (googeln) nach "das schwindende Licht der Demokratie".
Ein feiner Blick auf die Demokratie in einem Vortrag.

Was sie aber auch noch gesagt hat: "Die Gefühle der Frau - wollen wir dies echt den Experten überlassen?" Aus dem Buch "der Gott der kleinen Dinge"
(ich bin zwar ein Mann. Aber .....)

 
12

Wissenskommentar

AnmeldenAnmelden