26.05.2012 02:32 | Meine Presse Merkliste 0

Revolution der Evolution: Erworbenes ist auch vererbbar

07.02.2012 | 18:46 |  von Jürgen Langenbach (Die Presse)

Ein neuer Mechanismus der Vererbung zeigt: Epigenetische Mechanismen bringen Lebenserfahrungen in die nächste Generation.

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Kommt der Sohn des Schmieds mit kräftigen Armen zur Welt, weil sein Vater in der Arbeit Muskeln angesetzt hat? Und hat die Tochter der Giraffe einen langen Hals, weil ihre Mutter den ihren hoch ins Geäst reckte? Das sind klassische Beispiele für Jean-Baptiste Lamarck, der 50 Jahre vor Darwin, 1809, eine eigene Evolutionstheorie entwickelt hat: Ihr zufolge vererben Eltern Eigenschaften, die sie während ihres Lebens erworben haben, den starken Arm des Schmiedes etwa. Darwin selbst war dem nicht abgeneigt, in die sechste Auflage seines „Origin of Species“ nahm er 1872 Beispiele solcher Vererbung auf, etwa das einer Katze mit coupiertem Schwanz, deren Junge schwanzlos blieben.


Darwins eigene Theorie lief natürlich ganz anders – Evolution kommt von zufälligen Mutationen, die sich an der Umwelt bewähren oder nicht, also von ihr selektiert werden –, und Darwins Anhänger hatten weder den Humor noch die Weitsicht des Meisters: 1887 schnitt August Weismann Mäusen die Schwänze ab, über 22 Generationen. Nie kamen schwanzlose Junge. Lamarck war widerlegt, ab sofort galt die „Weismann-Barriere“: Jeder Körper besteht aus zwei Zelltypen, denen der Keimbahn – Eizelle und Sperma, aus ihnen wird die nächste Generation –, und denen der „Soma“, das sind alle anderen Zellen. Die mögen sich im Lauf des Lebens durchaus ändern – etwa die Muskelzellen im Schmiedearm –, aber sie geben diese Information nicht an Erben weiter, sie können es auch nicht, alle Eizellen der Frauen sind vor ihrer eigenen Geburt schon fertig.

Identische Gene, anderer Körper


Aus Keimbahn wird Soma, nie umgekehrt, das wurde rasch Dogma. Nur Paul Kammerer in Wien – der „Krötenküsser“ – kratzte es zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Experimenten an Amphibien an, aber er geriet unter Fälschungsverdacht (und erschoss sich). Die „Weismann-Barriere“ hielt, bis sich vor etwa 50 Jahren an Labormäusen etwas Befremdliches zeigte: Sie waren von Natur aus dunkel („agouti“) und schlank, aber manche ihrer Jungen bekamen ein gelbes Fell und setzten Fett an. Und das, obwohl sie alle Klone waren, exakt die gleichen Gene hatten. Woher dann die Differenz im Phänotyp? Von einer Genmutation und von der Epigenetik: Mutiert war ein Gen für die Fellfarbe (Avy, „agouti viable yellow“), und die neue Genvariante war der Epigenetik zugänglich. Die reguliert, etwa mit dem Anhängen von Methylgruppen, die Aktivität von Genen, sie kann sie erhöhen oder herunterfahren. Auch bei Avy: Wird das Gen methyliert, kommen naturfarbene Mäuse, wird es nicht methyliert, wird der Nachwuchs gelb. Und ob es methyliert wird oder nicht, bestimmt die Umwelt.


So kommt die Umwelt bzw. die in ihr erworbene Eigenschaft doch in die Keimbahn, man bemerkte es an „agouti“-Mäusen. Wenn Männchen eine Spezialdiät bekommen – reich an Methylgruppen –, werden viele ihrer Jungen dunkel. Und die Jungen vererben es weiter, auch wenn sie keine Spezialdiät erhalten. Aber nur eine Generation lang, dann kommt das Gelb zurück.
Aufgedeckt hat das früher schon Catherine Suter (University of New South Wales, Australien). Nun ist sie einen Schritt weiter gegangen und hat – bei „agouti“-Mäusen – Männchen mit der Genvariante, die zugleich Methyldiät erhielten, über mehrere Generation mit normalen Weibchen verpaart. Der Effekt zeigte sich rasch: In der ersten Generation waren 71 Prozent der Tiere gelb (29 % dunkel), in der fünften hatten es die dunklen auf 49 Prozent gebracht. Dann wurde das Spezialfutter abgesetzt, nun lief die Evolution wieder Richtung gelb (Proc. Roy. Soc. B., 8. 2.)

Fit für den Klimawandel


Das heißt, dass epigenetische Varianten sich rasch durch Populationen ausbreiten, wenn die Umwelt es erfordert. So kann diese Evolution anders als die klassische rasch auf Umweltänderungen reagieren – und ist reversibel. Aber gibt es das auch in der Natur? Suter vermutet es vor allem bei Anpassungen an Klimawandel: Manche Pilze etwa haben in der wärmeren Welt eine zweite Reifesaison eingelegt.

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84 Kommentare
 
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Gast: Be-obachter
11.02.2012 11:42
0 4

Was mich echt interessieren würde,

ist - ob sich Intelligenz und positive Körpermerkmale nicht nur bei Mäusen sondern auch beim Menschen vererben?

Gast: Bernd L. Meer
10.02.2012 22:52
2 0

Schlaue Leute wissen einfach, dass Abiogenese niemals ohne die Hilfe Gottes zu Stande kommt!


Antworten Gast: one
11.02.2012 11:33
2 0

Re: Schlaue Leute wissen einfach, dass Abiogenese niemals ohne die Hilfe Gottes zu Stande kommt!

ROFL

Krash
10.02.2012 18:42
1 1

Ist das hier ein Philosophieforum?

Na ja, sei's drum wie schon meine Lateinlehrerin sagte.
Lavater hat einfach die besseren Argumente auf seiner Seite.

Conscia mens recti famae mendacia ridet! ;-)

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Re: Ist das hier ein Philosophieforum?

redest du jetzt von Brüsten und Frauen?

Gast: lavater
10.02.2012 11:24
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Was ist Leben? - Kein einziger Biologe auf der ganzen Welt weiß, was Leben ist.


Biologen wissen auf höchstem wissenschaftlichen Nieveau, wie sich Leben äußert (Bewegung, Stoffwechsel, Vererbung etc.), aber kein einziger weiß, was Leben wirklich ist bzw. was das Leben bewirkt.
Die rein materialistische These - “wenn die ‘Chemie eine gewisse Komplexität erreicht hat, dann beginnt das Leben” , ist überhaupt nicht bewiesen. Kein Experiment kann nachweisen, dass ausschließlich Materie das Leben bewirkt. Es handelt sich hier aussschließlich um eine materialistische Hypothese, die jeder Atheist oder Agnostiker gerne mit beiden Händen bereitwillig aufgreift, weiter nichts.

Dass Schönheitssinn, Gerechtigkeitssinn, Bewustsein, Liebe, Erbarmen, Frage nach dem Sinn des Lebens etc. rein aus der Materie kommen, ist für jeden denkenden Menschen sehr schwer nachvollziehbar.

Die Idee: Gib mir die richtige Zusammensetzung der Materie und ich gebe dir dafür das Leben, ist also respektlos gesagt, Schwachsinn, wissenschaftlich bis heute nicht nachgewiesen.

Vielleicht sollte uns auch zu denken geben, dass kurz nach dem Tod sich alle L-AS des Menschen in Razemate umwandeln, wenn der Mensch nur aus Materie besteht, warum bleiben die L-AS dann nicht L-AS????

Nicht zu wissen, was Leben ist, aber genau zu wissen, wie Leben durch Evolution entstehen soll (natürlich von der Amöbe bis Goethe) , ist eine wissenschaftliche Zumutung.


Antworten Gast: yamo
10.02.2012 17:52
0 0

Re: Was ist Leben? - Kein einziger Biologe auf der ganzen Welt weiß, was Leben ist.

Kein Wunder, ist ja auch eine ontologische Frage. Im Unterschied zur Materie sind Lebewesen gekennzeichnet durch Stoffwechsel, begrenztem Lebensalter und Fortpflanzungsfähigkeit. Ob man die Evolutionsfähigkeit auch mit dazu nehem muss könnte man diskutieren.

Den Sinn des Lebens würde ich übrigens an Ihrer Stelle durch den Sinn FÜR das Leben ersetzen. Das wird dann wesentlich undogmatischer.

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Re: Was ist Leben? - Kein einziger Biologe auf der ganzen Welt weiß, was Leben ist.

was bewirkt denn bitteschön das Leben laut der Bibel? Das ewige Leben? Was bewirkt das ewige Leben? Ewig zu leben? Geh bitte... reines pseudophilosophisches Gequatsche..

Und höre besser auf über die Aminosäuren zu reden, darüber hast du schlichtweg keine ausreichenden Chemiekenntnisse. Wage schwer bei deiner Ausdrucksweise zu bezweifeln, ob du überhaupt weißt, was es denn wirklich mit der Konfiguration aufsich hat.

Also lass es bitte gut sein.

Antworten pck0
10.02.2012 13:04
1 1

Re: Was ist Leben? - Kein einziger Biologe auf der ganzen Welt weiß, was Leben ist.

Pseudophilosophischer Schwachsinn und plötzlicher Themenwechsel, das hatten wir doch schon. Bitte bringen Sie eine vernünftige Definition von dem, was sie mit „Was IST Leben“ und „Was BEWIRKT Leben“ meinen, weil sich diese Fragen nach der geläufigen Interpretation von Vokabular und Grammatik leicht beantworten lassen.

Es ist übrigens schon gelungen, eine leblose Zelle, nur inaktive Materie, mit dem Einsetzen von synthetischer DNA zum Leben zu erwecken.
http://www.sciencemag.org/content/329/5987/52.full
(Gott war nicht Koauthor, außer er arbeitet unter einem Pseudonym)

Dass Schönheitssinn etc. aus unserem Bewusstsein kommen und unser Bewusstsein aus dem Gehirn, welches wiederum kein Zaubercomputer ist sondern den Naturgesetzen folgt, das ist klar. Wir sind kluge Kerlchen und Innen, wir können über vieles nachdenken, wir handeln nicht aus purem Instinkt und handeln auch nicht nur zur Maximierung unserer Darwinischen Fittness. Daraus gleich auf einen allmächtigen Zaubermeister zu schließen ist etwas gewagt.

Antworten Antworten pck0
10.02.2012 13:04
2 0

Re: Re: Was ist Leben? - Kein einziger Biologe auf der ganzen Welt weiß, was Leben ist.

Das mit den Razematen ist fast schon herzig. Nach dem Tod bildet sich langsam ein neues chemisches Gleichgewicht, holy shit würde der Ami da sarkastisch sagen. Andere Dinge die nach dem Tod passieren: Die Körpertemperatur passt sich an die Umgebung an, der osmotische Druck zwischen Zellinnerem und –äußerem gleicht sich aus, ja sogar Biomoleküle zerfallen in ihre abiotischen Einzelteile! UUUnglaublich, Zauberei!


Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
10.02.2012 13:39
1 4

Re: Re: Re: Was ist Leben? - Kein einziger Biologe auf der ganzen Welt weiß, was Leben ist.

Okay, bei Ihnen kommt die Liebe zu ihren Kindern also aus der Materie - hat sich alles per Zufall mit der Zeit so entwickelt - haben sie sich also in 3 Mrd Jahren - ( laut "die Presse" Artikel von jl lebte vor dieser Zeit das erste Ur-Fabeltier im Meer) - hat ihnen die Materie und nur die Materie dieses schöne Sorgen für ihre Kinder in die Wiege gelegt.
Hoffentlich sind sie der Materie da wenigstens für die komplizierten chemischen selbsterfundenen Konstrukte, die diese schönen Gefühle hervorbringen, auch dankbar!

Und das mit den Razematen haben sie auch zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet: Wenn das Lebewesen tot ist, dann stellt sich das chem. Gleichgewicht her, aber WAS BEWIRKT denn, dass das Lebewesen NICHT tot ist, wenn sowieso alles nur Materie ist??

WAS ist denn das Leben?

Und die Transplantation des Zellkerns von Craig Venter weiß ich genau so lange wie sie, leider hat C.V. "vergessen", die ganze Zelle zu synthetisieren, sonst hätte er noch berühmt werden können.


Antworten Antworten Antworten Antworten pck0
10.02.2012 15:18
1 0

Re: Re: Re: Re: Was ist Leben? - Kein einziger Biologe auf der ganzen Welt weiß, was Leben ist.

Wahrhaftig, meine Gedanken, Emotionen etc. sind alle - halten Sie sich fest - natürlich.

Ihre Erläuterung der Frage nach dem Wesen des Lebens ist hilfreich, jetzt weiß ich was Sie meinen. Dass etwas belebt und nicht unbelebt ist, dafür sind Chemie und Physik verantwortlich, das Zusammenspiel vieler komplexer Faktoren, wie genau, das weiß man tatsächlich nicht. Der Übergang zwischen lebendig und nicht lebendig ist ohnehin fließend, ein Virus zeigt viele Merkmale des Lebens und ist keines, selbstreplizierende Nukleinsäuren auch nicht. Zu dem Thema gibts einen sehr interessanten Artikel, dessen Lektüre ich Ihnen empfehle, nicht, um Sie von meinem Standpunkt zu überzeugen, sondern um ihn zu erläutern:
http://arxiv.org/pdf/1011.4125.pdf


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
10.02.2012 20:15
0 1

@pck0 Insgesamt scheint ihr Link oben ein von allgemeinen Phrasen zu durchsetzt zu sein, Evolution wird a priori als phyikalischer! Prozess vorausgesetzt (erster Satz). Entropie wird unter den Teppich gekehrt.


Es wird auch ziemlich selbverständlich über die Entstehung des Lebens geschrieben, das ist mir auch wissenschaftlich suspekt.
Wenn der Inhalt nicht besonders wissenschaftlich korrekt ist, dann nützt es nichts, das Ganze in ein hohes wissenschaftliches sprachliches Niveau zu disguisen. Die eigentlichen Probleme werden meines Erachtens nicht berührt.
Die Evolutionstheorie ist ein Postulat, das unter totaler Missachtung des zweiten Gesetzes der Thermodynamik vorgebracht wird.
Die Ausrede, dass wir ja nicht ein geschlossenes, sondern offenes System seien, weil wir ja ständig Energie von der Sonne bekommen, funktioniert aber nicht.
Die Tatsache, dass ein Energiezufluss in ein System stattfindet, genügt nicht, dieses System zu einem geordneten zu machen. Es werden komplizierte Mechanismen benötigt, diese Energie funktionsfähig zu machen. (Auto braucht Motor etc. u. Kontrollmechanismen, um zu funktionieren. Ohne solch ein Energieumwandlungssystem ist das Auto nicht in der Lage, die im Treibstoff vorhandene Energie zu nützen.
Das gleiche Prinzip trifft auch für den Fall des Lebens zu. Sonnenenergie jedoch kann nur durch die unglaublich komplexen Energiesysteme, die in Lebewesen vorhanden sind (wie Photosynthese in Pflanzen und das Verdauungssystem in Menschen und Tieren) in chemische Energie umgesetzt werden.
googeln: Evolution - Entropie


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten pck0
11.02.2012 10:44
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Re: @pck0 Insgesamt scheint ihr Link oben ein von allgemeinen Phrasen zu durchsetzt zu sein, Evolution wird a priori als phyikalischer! Prozess vorausgesetzt (erster Satz). Entropie wird unter den Teppich gekehrt.

Lavater, wollen Sie mir hier ernsthaft ein Argument bringen, dass Sie selbst im selben Atemzug widerlegen? Glauben Sie ernsthaft, dass nicht die gesamte Welt der Physik unisono aufschreien würde, wenn es in der Biologie so einen offensichtlichen Widerspruch zu einem der wenigen NaturGESETZEN geben würde? Aber klar, Sie sind natürlich viel klüger als alle Physiker...
Die "Ausrede", dass es um ein offenes System handelt ist der Punkt, beim 2. Gesetz der Thermodynamik geht es um die Gesamtentropie im Universum, nicht um lokale offene Systeme. Sonst müsste wirklich jeglicher Entropie reduzierender Vorgang übernatürliche, göttliche Zauberei sein, nicht nur Evolution sondern alles vom Kloputzen angefangen.

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11.02.2012 12:28
0 1

Re: Re: @pck0 Insgesamt scheint ihr Link oben ein von allgemeinen Phrasen zu durchsetzt zu sein, Evolution wird a priori als phyikalischer! Prozess vorausgesetzt (erster Satz). Entropie wird unter den Teppich gekehrt.

sorry, kein sachlicher Kommentar zum Thema abgegeben

sie haben z.B. 3 Zimmer. Im Wohnzimmer möchten sie die Entropie vermindern (meinetwegen weil sie es warm oder kalt haben möchten). Sie haben die Vorgabe, dass sie dies nur mit Sonnenenergie tun dürfen.
Der Zufall wird ihnen die Entropie nicht vermindern, sondern maximieren. Die einzige Möglichkeit für sie ist, mittels kompliziertem techn. Aufwand dies zu bewerkstelligen. Sie brauchen Kollektoren, Leitungen, E-Motoren, Elektronik etc. um die Entropie in ihrem Wohnzimmer zu vermindern.

Jedes Lebewesen ist nun tatsächlich ein extrem kompliziertes Konstrukt, das die Entropie vermindert, aber nicht per Zufall.
Dazu werden ungeheuer komplizierte "Apparate" benötigt, Chemie und Physikwissen maximal und genial umgesetzt.

Phyisiker wissen das schon lange, aber sie schweigen dazu.

Ausnahme, gläubige Christen, die das Problem schon lange kennen

http://www.icr.org/article/does-entropy-contradict-evolution/




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Ausnahme von der Ausnahme:

Gläubige Christen, die dieses Argument anderer gläubiger Christen für massiven Unsinn halten:

http://biologos.org/questions/evolution-and-the-second-law

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
12.02.2012 19:35
1 2

Re: Ausnahme von der Ausnahme:

hallo Bernd!

wird die Luft dünn? (Wenn du nur mehr Christen gegen Christen ausspielen kannst?)

In Graz ist es aber in letzter Zeit ein bisschen wärmer, als bei uns im schönen NÖ (nicht mit Nöö zu verwechseln!). Hoffe, es geht dir gut!

2 0

Re: Re: Ausnahme von der Ausnahme:

Danke der Nachfrage, das Grazer Wetter ist wie (fast) immer: verbesserungswürdig.

Das hat übrigends wenig mit gegeneinander ausspielen zu tun. Ich möchte nur aufzeigen, dass es für Christen nicht notwendig ist, jeden Unsinn nachzuplappern.

Übrigends: http://www.answersingenesis.org/get-answers/topic/arguments-we-dont-use

Auch hier der Verweis, die Thermodynamik doch bitte außen vor zu lassen - es ist einfach ein schlechtes Argument, das weniger die Fehler der Evolution aufzeigt als mehr die Fehler der Person, die so ein Argument bringt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten pck0
11.02.2012 15:37
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Re: Re: Re: @pck0 Insgesamt scheint ihr Link oben ein von allgemeinen Phrasen zu durchsetzt zu sein, Evolution wird a priori als phyikalischer! Prozess vorausgesetzt (erster Satz). Entropie wird unter den Teppich gekehrt.

Danke für den Link, Quellenangaben sind schon einmal ein schöner Fortschritt. Toll, dass dort auf Argumente aus dem Jahre 1982 eingegangen wird.
Aus Platz- und Zeitgründen hier das Gegenargument nur in Form eines Links: http://www.talkorigins.org/faqs/thermo/probability.html

Wie sie jetzt schon selbst gesagt haben, offensichtlich kann sich mit genügend Energieaufwand die Entropie verringern, es geht also nicht um ein thermodynamisches Problem sondern wieder nur um den Mechanismus - Natur oder King of Creation (wie im Link genannt) oder sonstwas.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
12.02.2012 18:21
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Re: Re: Re: Re: @pck0 Insgesamt scheint ihr Link oben ein von allgemeinen Phrasen zu durchsetzt zu sein, Evolution wird a priori als phyikalischer! Prozess vorausgesetzt (erster Satz). Entropie wird unter den Teppich gekehrt.

ja, genau das habe ich behauptet, um die Entropie in einem begrenzten beliebigen Raum (oder Körper eines Lebewesens) zu verringern, brauchen sie einen komplizierten Mechanismus. Das Problem ist sicher nicht ein thermodynamisches, sondern wie ein so komplizierter Mechanismus entsteht. Jeder Vogel führt seine eigene Raffinierie mit computergesteuerter Regeltechnik mit sich. Wenn sie glauben, dass so etwas little by little von selbst entstehen kann, dann kann ich ihnen nicht leider mehr weiterhelfen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten pck0
13.02.2012 11:07
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Das Problem ist sicher nicht ein thermodynamisches

Aber geh, vor ein paar Tagen sagten Sie noch:

"Die Evolutionstheorie ist ein Postulat, das unter totaler Missachtung des zweiten Gesetzes der Thermodynamik vorgebracht wird."
- Sie persönlich am 10.02.2012 20:15

Aber offenbar haben wir Sie vom Gegenteil überzeugt, das freut mich schon einmal.

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13.02.2012 17:00
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Re: Das Problem ist sicher nicht ein thermodynamisches

Ja, da habe ich mich schlecht ausgedrückt, das gebe ich zu.

Das zweiten Gesetzes der Thermodynamik bleibt immer bestehen, außer das gesamte Weltall einschließlich aller Naturgesetze wird abgeschafft.

Gemeint war, dass Lebewesen, die naturgemäß immer entropievermindernd angelegt sind, komplexe Funktionen haben müssen, die dem 2. G. d. Th. entgegenwirken. Diese Funktionen sind komplex und entstehen nicht per Zufall, da kein einziges Atom im Weltall auf die Idee kommt, dem 2. G. d. Th. entgegenzuwirken.

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"Lebewesen, die naturgemäß immer entropievermindernd angelegt sind, komplexe Funktionen haben müssen, die dem 2. G. d. Th. entgegenwirken."

Wieder ein typischer Fall von "das ist nicht einmal falsch".

Mit einem einzigen Nebensatz zeigst du gerade, dass du von keinem einzigen der Begriffe, die du da verwendest, auch nur die geringste Ahnung hast.

Ich meine, im Ernst jetzt. Was soll "dem 2. Hauptsatz entgegenwirken" denn überhaupt bedeuten?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
14.02.2012 17:55
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Re: "Lebewesen, die naturgemäß immer entropievermindernd angelegt sind, komplexe Funktionen haben müssen, die dem 2. G. d. Th. entgegenwirken."

Unter "entgegenwirken" - ist vielleicht nicht exakt ausgedrückt.

Wenn ein Lebewesen die Körpertemp. ohne Rücksicht auf die Außentemperatur hält, wirkt es der Tendenz der gleichmäßigen Verteilung der Temp. (=Maximierung der Entropie) entgegen.
Es ist dasselbe, wie wenn sie das Wohnzimmer warm heizen.
Ohne Heizung würde Maximierung der Entropie voll wirksam werden.


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So schön, so wunder-, wunderschön. Sie hätten einen Dichter schicken sollen.

Nicht, dass ich sowas (dem echten) Lavater nicht zutrauen würde.

Das Sahnehäubchen wäre nur noch, wenn soetwas auch noch angemeldet gepostet gewesen wäre.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lavater
14.02.2012 17:47
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Re: "Lebewesen, die naturgemäß immer entropievermindernd angelegt sind, komplexe Funktionen haben müssen, die dem 2. G. d. Th. entgegenwirken."

Normalerweise, lieber Bernd, überhaupt nicht, also im Normalfall ein leeres statement, aber nachdem Gott einmal die Naturgesetze geschaffen hat, kann er diese auch wieder ändern bzw. aufheben, wie er will.

In der Offenbarung steht, dass Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird. Ob dort die die heutigen Naturgesetze noch gelten, weiß ich nicht, glaube es aber eher nicht.

Gerade die Maximierung der Entropie, die doch überall auftritt und doch immer wieder auf Vergänglichkeit hindeutet, wird es dort sicher nicht mehr geben. Das wird meiner Meinung nach sicher das erste Naturgesetz sein, das Gott abschaffen wird.
2.Petr.3,13 :dort wird auch Gerechtigkeit wohnen.
Ein für die Evolution völlig unerreichbares Ziel, da Evolution ja auf Egoismus aufgebaut ist und Altruismus immer nur laut Evolution ein verkappter Egoismus ist (laut Langenbach).
Da die ET aber nicht stimmt, wir jetzt durch den Sündenfall nicht den Normalzustand haben, ist die ET ein Egoismus-Zirkelschluss. Die einzig richtige Antwort gibt nur die Bibel.


 
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