26.05.2012 02:37 | Meine Presse Merkliste 0

Innovation: Österreich rutscht ab

11.02.2012 | 18:22 |  ku (Die Presse)

Andere Länder machen raschere Fortschritte: Das geht aus dem aktuellen Innovationsanzeiger der EU hervor.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Österreich steckt nach einem rasanten Aufholprozess in der Gruppe der „Innovation Followers“ fest: Im aktuellen „Innovation Union Scoreboard“, das diese Woche veröffentlicht wurde, belegt das heimische Innovationssystem unter den EU-27 den achten Rang. Vor zwei Jahren war es noch der sechste Platz, im Vorjahr der siebente. Die Ursache für den leichten, aber stetigen Rückfall Österreichs ist nicht eine Verschlechterung der eigenen Performance, sondern ist darin zu suchen, dass andere Länder raschere Fortschritte machen.

Der Unterschied innerhalb der Gruppe der Innnovation Followers – etwa Großbritannien, Frankreich oder die Niederlande – ist relativ gering. Allerdings ist der Abstand zu den „Innovation Leaders“ (die skandinavischen Länder und Deutschland) groß. Was diese Länder besonders auszeichnet ist laut dem Bericht ein hoher Anteil von Forschungsausgaben der Wirtschaft und eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und privater Hand.

Österreich konnte sich im Jahresvergleich in einigen Punkten verbessern, etwa bei wissenschaftlichen Publikationen oder bei Patent- und Musterschutzanmeldungen. Rückschläge gab es indes bei einer traditionellen Stärke: bei den innovativen Klein- und Mittelbetrieben (KMU). Die größten Schwächen Österreichs sind weiterhin der Anteil an Hochschulabsolventen, die Verfügbarkeit von Risikokapital und die Umsetzung von Wissen in Innovationen.

Diese Schwächen sind der heimischen Forschungspolitik durchaus bewusst: Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner betonte, dass KMU stärker in das Innovationssystem einbezogen werden müssten. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle sieht einen wesentlichen Schlüssel in der Stärkung der Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.02.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

7 Kommentare
Gast: Innovappler
21.02.2012 14:05
0 0

In einer OECD-Studie vor ca. 2 Jahren belegte Österreich in Sachen..

..Innovation, den Letzten Platz des gesammten OECD-Raums. Komme leider nicht genug herum um zu entscheiden, welche Studie nun recht hat. Aber wahrscheinlich gabs nur unterschiedliche Bewertungskriterien.

3 0

Die echten Hintergründe

Grundlagenforschung kann nicht primär durch die Wirtschaft gefördert werden. Denn der darür notwendige Nutzen ist nur in einigen wenigen Bereichen unmittelbar.
Der Grund für die Verschlechterung ist schlicht die jahrelange finanzielle Aushungerung der Universitäten durch den Staat. Wenn wir die momentane Lage betrachten, wissen wir, dass die nächsten Jahre ein weiteres Abrutschen bringen werden.
Gemessen an den staatlichen Förderungen halten sie die Universitäten ohnehin tapfer.
Nebenbei: Das Heben vieler nicht universitärer Ausbildungen in den Universitätsrang (Stichwort Kindergärtner/Innen-Ausbildung) wird die Lage noch prekärer machen.
Die Lösung muss heißen:
Konzentration auf 'echte akademische' Studienrichtungen, Entbürokratisierung der Universitäten, Entlastung der Forscher und Forscherinnen von zu viel Lehre und Aufstockung des Unibudgets auf ein nicht beschämendes Niveau. Der Rest ist Nonsens.

Gast: gast1190
14.02.2012 16:26
0 0

Mein Kommentar?

Gepostet vor mehr als 90 min und ?1?!

Gast: MönchMaier
13.02.2012 22:50
0 0

Wen wunderts denn?

Die Cluster (Mechatronik und Kunststoff) sind ein Witz und müssen sich hälftig selbst finanzieren. Über Ecoplus läuft es auch nicht besser. Ich habe aus Deutschland schon mehr Förderung angeboten bekommen, als hierzulande. Nur wer's gerne zäh mag, bleibt als Startup in Austria.

Gast: Gasti
12.02.2012 15:26
1 2

Tja, jene jungen Leute, die fuer Innovation sorgen koennten,

sind schon laengst im Ausland. Vorallem junge talentierte Techniker zieht es fort.

Mit der immer hoeher werdenden Steuer- und Schuldenlast, mit Frauenquote und fortschreitender Maennerdiskriminierung wird sich dieses Land schon bald im Mittelalter wiederfinden.

Schade eigentlich. Andererseits bekommt eben jeder was er/sie verdient.

Gast: Xiongerl
12.02.2012 02:24
0 0

ach ja?

Stärkere Zusammenarbeit der KMUs? Stärkung der Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft? Die österreichische Politik soll es Gründern erleichtern zu gründen! Und zwar die Neugründung von Firmen im Industriebereich und jene von Firmen mit neuartigen Geschäftsmodellen. A) es fehlt Neugründern der Zugang zu Risikokapital B) es fehlt die Bereitschaft abseits beschrittenere Wege Gründungen zuzulassen C) es fehlt eine positive Industriekultur. Einem Industriellen traut man zu eine neue Firma zu gründen, einem Absolventen keinesfalls. Neue Chemiebetriebe werden mit Argwohn betrachtet. Neue Geschäftsmodelle nicht verstanden und akzeptiert. Österreich fürchtet sich vor dem Neuen und Ungewöhnlichen. Man sollte Universitätsabsolventen in erster Linie als Jungunternehmer sehen - nicht als Futter für Verwaltung und Grossbetriebe.

Antworten Gast: Markus Trullus
13.02.2012 20:58
0 0

Re: ach ja?

Voll meine Meinung. Aber der Nationalcharakter der Österreicher ist der von Schrebergärtner. Was wollen sie von denen schon für eine Weitsicht erwarten???? Der Garzenzaun ist viel zu nahe.....