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Erste europäische Vega-Rakete erfolgreich gestartet

16.02.2012 | 15:40 |   (DiePresse.com)

Mit neun kleinen Satelliten an Bord ist die neue Trägerrakete der europäischen Raumfahrt von Weltraumbahnhof Kourou gestartet.

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Die erste europäische Vega-Rakete ist erfolgreich zu ihrem Jungfernflug gestartet. Der Lastenträger hob am Montag um 11 Uhr MEZ problemlos vom Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana ab. An Bord waren zwei Test-Satelliten sowie sieben Mini-Satelliten. Die neue Trägerrakete soll die Beförderung von kleinen Satelliten ins All billiger und schneller machen.

Die Vega-Rakete ist mit ihren 30 Meter Länge der Kleintransporter der europäischen Raumfahrt. Sie kann je nach Art und Höhe der gewünschten Umlaufbahn Nutzlasten mit einer Masse zwischen 300 und 2500 Kilogramm ins All bringen. Die Vega füllt damit eine Lücke in der Raketenfamilie, die bisher aus der mehr als 50 Meter hohen Ariane 5 und der mittelgroßen, von Russland zugekauften Sojus besteht. Die Entwicklung der Vega hat 1998 begonnen und 790 Millionen Euro gekostet. Die Rakete wird vor allem in Italien gebaut.

Vega sollte bei ihrem Jungfernflug in 1450 Kilometern Höhe zunächst den kleinen italienischen Wissenschaftssatelliten LARES aussetzen, der nur einen Durchmesser von 37 Zentimetern hat, aber 400 Kilogramm schwer und mit 92 Reflektoren ausgestattet ist. Von der Erde aus soll er mit Laserstrahlen beschossen werden, um einen von Albert Einstein in seiner Relativitätstheorie beschriebenen Effekt genauer zu messen. Danach soll 350 Kilometer tiefer der rund 13 Kilogramm schwere Test-Satellit ALMASat-1 ausgesetzt werden.

An Bord der Vega waren auch sieben Würfel-Satelliten mit nur zehn Zentimeter Seitenlänge, die weniger als ein Kilogramm schwer sind. Sie waren im Rahmen eines europäischen Programms aus dem Jahr 2007 von Studenten entwickelt worden; darunter sind die ersten rumänischen, ungarischen und polnischen Satelliten. Nach einem Erfolg des Jungfernfluges ist ein zweiter Vega-Flug für Anfang 2013 vorgesehen.

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(Ag.)

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11 Kommentare
Gast: Pflichtfeld
16.02.2012 15:25
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1,5t Nutzlast

Wieviel ist das in Politikern?

Also im Ernst. Ich denke damit liese sich schon gut Geld machen, meine aber gelesen zu haben, daß es sich erst ab 4 Starts pro Jahr auszahlen wird. Derzeit sind aber nur 2 Starts geplant.

Was mich ein wenig verwirrt: Am anfang des Artikels wird von 2,5t Kapazität gesprochen. In der Grafik von 1,5t Nutzlast. Gibt es hier einen Unterschied?

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Liebe Leute von der Presse BITTEBITTEBITTE schreibts nicht unkontrolliert ab !

Bei einem Durchmesser von 37cm hätte der Satellit ein Volumen von 26,5 Kubikdezimetern.
Bei 400 kg ergäbe das ein spezifisches Gewicht von 15 !!!!!!! Das ist zweimal soviel wie massives Eisen !!!!
Wenn da also nicht eine schmutzige Bombe (URAN) hochgeschossen wurde ( was euch [den Medien] hätte auffallen müssen) dann gebt bitte Rechenfehle nicht unkommentiert weiter !!!!!!

Re: Liebe Leute von der Presse BITTEBITTEBITTE schreibts nicht unkontrolliert ab !

Sehr geehrter User,
Wenn Sie es genau wissen wollen: Der Satellit LARES hat eine Kugelform, einen Durchmesser von 38,1 Zentimeter und ein Gewicht von 386,8 Kilo (vgl. http://ilrs.gsfc.nasa.gov/satellite_missions/list_of_satellites/lars_general.html). Wie bei vielen anderen Satelliten kommen Materialien zum Einsatz, die einer deutlich höhere Dichte als Eisen haben.

MfG, die Redaktion

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Liebe Presse Redaktion . Ich will ja nicht Oberlehrer spielen aaaber:

Die Angabe KANN nicht stimmen denn bei den von wiki kolportierten 36,8 cm kommen eben nur 26,5 kubikdez heraus.
Und das spezifische Gewicht wird nach kubikdez angegeben. und das wäre dann in diesem Fall eine VOLLKUGEL mit einem spez Gewicht von 15.
Eisen hat 7,8. Uran 19.
Da aber eine Vollkugel zwar ein Satellit sein kann allerdings eine ohne Steuerung und Messgeräten halte ich die Angaben für unglaubwürdig.l Vielleicht ist es doch eine Urankugel mit ein paar Steuerelementen was allerdings schwer vorstellbar ist.
Ich ersuche sie deswegen um genauere Recherchen.

Grüsse

Antworten Antworten Antworten Gast: Herr Greber
16.02.2012 21:28
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Re: Liebe Presse Redaktion . Ich will ja nicht Oberlehrer spielen aaaber:

bevor Ihr beide Euch zerfetzt: Es handelt sich in der Tat um eine Massivkugel aus WOLFRAM (Dichte 19,3, etwas mehr als Uran, man nimmt das Material unter anderem für Panzerabwehrgranaten, sogenannte Wolframkerngeschosse) mit ein paar Sensoren an der Oberfläche, weil es ist ein total passiver Satellit, der rein als Reflektor für Laserstrahlen dient, und sonst für nichts. Der hat nicht mal ein Ganglion an Bord ;-)
Grüße,
wg

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Vielen Dank für die Info. Ich hab zwar sowas gesucht aber leider nichts gefunden.

Und an die Presse Redaktion: tut mir leid. Allerdings hättet ihr euch mehr bemühen und genau das irgendwo im artikel anmerken können. Aber vielleicht wäre das ein anderes Thema gewesen.

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Gratulation zum ersten Vega-Raketenstart

Das ist eine wirklich erfreuliche Leistung der Zusammenarbeit bezüglich Raumfahrt in Europa: Mit neun kleinen Satelliten an Bord ist die neue Trägerrakete von Weltraumbahnhof Kourou gestartet.
Leider erkennen weltweit Ökonomen und Politiker nicht den Abstieg, den die USA derzeit bezüglich Raumfahrt durchmachen. Wenn hier Europa die Zeit zum Aufholen nutzt ist dies zu begrüßen.

Antworten Michael
13.02.2012 16:41
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Re: Gratulation zum ersten Vega-Raketenstart

Oh, ich freue mich zwar auch, habe aber keine Scheuklappen auf.

Die USA entwickeln eine neue Mondrakete, während Transporte zur ISS von privaten Firmen übernommen werden.

http://www.spacex.com/

Der Chef von Space X ist Elon Musk, ein Visionär, der auch die Firmen Tesla (tolles Elektroauto) und SolarCity überhat.

http://en.wikipedia.org/wiki/Tesla_Motors

Während wir glauben, die USA zu überholen, sind die uns schon wieder fast eine Runde voraus.

Antworten Antworten GBCorner
13.02.2012 17:04
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Re: Re: Gratulation zum ersten Vega-Raketenstart

Dass in den USA an einer Mondrakete gearbeitet wird, mag schon sein, aber Papier ist geduldig. Die Frage ist, ob sowas je das Planungsstadium verlassen wird - momentan schaut es eher so aus, dass die Budgetkürzungen auch den Raumfahrtbereich treffen werden.

Antworten Antworten Antworten Michael
13.02.2012 19:04
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Re: Re: Re: Gratulation zum ersten Vega-Raketenstart

Naja, bei den Gebrüdern Wright war das Budget auch immer knapp. Deshalb hätte ich, wenn ich die Wahl zwischen denen und Dr. Oetker gehabt hätte, trotzdem auf die Brüder gewettet.

Antworten Acaloth
13.02.2012 13:01
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Re: Gratulation zum ersten Vega-Raketenstart

Vor allem ist es auch sehr lukrativ, die EU hat mit dieser neuen Rakete und der privilegierten Lage von franz.-Guyana gute Voraussetzungen um einiges an Geld mittels Satellitenstarts zu lukrieren.

Ich hoffe auch das Europa Raumfahrttechnisch aufholt.